04.12.2011
Willkommen zum
Türchen des Adventskalenders von
Potterunited, in dem es eine tolle Geschichte zum lesen geben wird.
Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle wieder an alle Potterunited-User, die den Adventskalender so zahlreich mit ihren Beiträgen unterstützt haben.
Wir wünschen euch viel Spaß! Wir würden uns sehr über Feedback zum Kalender in
diesem Thread freuen.
Das Weihnachtsgeschenk von ann-susanna
Wie in jedem Jahr liefen in Hogwarts die Vorbereitungen für Weihnachten auf Hochtouren.
Während Dumbledore und Minerva überlegten, in welchen Farben man in diesem Jahr die große Halle schmücken wollte, und die Hauslehrer den Auftrag erhielten, die Gemeinschaftsräume der Häuser herzurichten, waren die Schüler aufgerufen, sich in Gruppen für ihre Lehrer kleine Geschenke auszudenken.
Jeder nahm Anteil an der allgemeinen Vorfreude - wirklich jeder?
Severus Snape hasste diese Zeit. Nicht nur, dass die Schüler sich noch weniger als sonst auf seinen Unterricht konzentrierten. Er musste sich zusätzlich täglich Nachfragen anhören, warum er keine Fortschritte bezüglich der Dekoration bei den Slytherins vorzuweisen hatte.
Nach einer Woche war er soweit, dass er, wenn er schon etwas vorweisen sollte, dies im Zweifel seine Kündigung sei. Weihnachten interessierte ihn nicht, er hatte keinerlei Idee, was Dumbledore unter „hausgerechtem, aber heimeligem Schmuck“ verstand und spielte mit dem Gedanken sich krank zu melden, um die „Festtage“ im kühlen Verließ des dunklen Lords zu verbringen. Dort würde man ihn sicherlich nicht ständig mit diesem Alptraum behelligen.
Einzig die Tatsache, dass Voldemort ziemlich anstrengend sein konnte und er, da die Schüler nach dem Weihnachtsball abreisten, doch ein paar ruhige Tage in der Abgeschiedenheit der Kerker genießen dürfte, ließen ihn diese Überlegung nicht in die Tat umsetzen.
Eher erleichtert denn begeistert stimmte er somit zu, als überraschend zwei ältere Slytherinschülerinnen ihn schüchtern fragten, ob es ihnen erlaubt sei, gemeinsam mit einigen Freunden das weihnachtliche Schmücken zu übernehmen. Sollte Dumbledore deswegen meckern, könnte er sich herausreden, er habe die Aufgabenstellung zur Förderung der Gemeinschaft delegiert.
Die Befreiung von dieser lästigen Pflicht machte ihn so euphorisch, dass ihm glücklicherweise entging, wer zum Helferkreis der beiden Slytherins gehörte. Diese Erkenntnis hätte sicherlich dazu geführt, dass er sich umgehend vom Astronomieturm gestürzt, oder wahlweise seine Spionagetätigkeit beim dunklen Lord gebeichtet hätte.
Da sich unter der Schülerschar niemand fand, um für den verhassten Tränkelehrer ein Geschenk auszusuchen, hatte Hermine Granger sich pflichtbewusst dieser Aufgabe angenommen, natürlich unter Teilnahme von Harry und Ron. Der Plan war einfach. Hermine hatte sich ihren Slytherin-Klassenkameraden angeboten als Muggelgeborene eine beratende Funktion bei der weihnachtlichen Schmückaktion zu übernehmen, um sich und ihren Freunden somit Bewegungsspielraum in den Kerkern zu verschaffen.
Am Festtag saß Snape mit mürrischem Gesicht am Mittagstisch und wünschte nichts sehnlicher, als sich 24 Stunden in die Zukunft hexen zu können. Wie jedes Jahr bestand Dumbledore darauf, dass die Lehrer den ganzen Weihnachtsball über anwesend waren, was bedeutete, er musste sich dem Spektakel bis in die späten Nachtstunden aussetzen. Der einzige Lichtblick war die Aufsicht, die er von 22 Uhr bis Mitternacht übernehmen würde, wobei er die Möglichkeit hatte, die üblichen Verdächtigen auf frischer Tat zu ertappen und von der weiteren Teilnahme am Ball auszuschließen. Innerlich hatte er sich bereits eine Liste gemacht, auf wen er besonders achten wollte.
Leider gab es kaum Regelverstöße und er atmete erleichtert auf, als Dumbledore das Fest offiziell für beendet erklärte. Beschwingt, da er in letzter Minute doch noch einige Unverbesserliche aufspüren und mit drastischem Punktabzug abfertigen konnte, machte er sich durch die dunklen, leeren Gänge auf den Weg in seine Räume und freute sich auf ein Glas Feuerwhisky vor dem Kamin. Vielleicht würde er ein wenig in dem neuen Fachbuch lesen, welches Dumbledore ihm mit einem freundschaftlichen Schlag auf die Schulter nach dem Mittagessen überreicht hatte. „Eine kleine Aufmunterung.“
Für Snape war es eine sentimentale Anwandlung, doch das Buch interessierte ihn schon lange und lag preislich über seinem Budget. So nahm er es schweigend in Empfang und nickte gnädig. Den missbilligenden Blick Minervas, da er sich nicht mit einer eigenen Aufmerksamkeit revanchierte, gekonnt ignorierend.
In gespannter Vorfreude auf die Lektüre öffnete er seine Tür, kurz irritiert, da nur eine einfache magische Verriegelung sie schützte. Doch er schenkte dem keine weitere Beachtung. An einem Tag wie diesem konnte auch ihm eine Nachlässigkeit unterlaufen. Keinen Augenblick kam er auf die Idee, ein Schüler könne sich zu seinen Gemächern Zutritt verschafft haben. Wozu auch? Die Klausuren waren geschrieben, die Prüfungsinhalte für die höheren Jahrgänge noch nicht festgelegt, es gab in seinem Büro also nichts, was von Interesse gewesen wäre. Seine Vorräte befanden sich wohl verwahrt im Raum neben den Laboratorien.
Als er in seinen Wohnraum trat, wäre er allerdings beinahe rückwärts wieder aus der Tür getaumelt.
Neben seinem Kamin stand eine kleine Tanne, an deren Zweigen 5 winzige Phiolen baumelten. Er sah das Nadelgehölz schreckstarr an, bevor ihm das kleine in grünschillerndes Papier gewickelte Päckchen darunter auffiel. Langsam, als fürchte er der ehemalige Waldbewohner könne ihn angreifen, trat er näher, streckte einen Arm aus, zog das längliche Paket hervor und beäugte es misstrauisch. Es lag keine Karte dabei, die ihm verraten hätte, von wem diese weihnachtliche Unverfrorenheit stammen mochte.
Wie in Zeitlupe ließ er sich in den großen Ohrensessel vor dem Kamin sinken und betrachtete das Paket nachdenklich. Schließlich riss er unwirsch das Papier auf. Darunter befand sich ein kleiner Karton mit der Aufschrift „Weasleys 5 magische Kostbarkeiten für verhasste Zeitgenossen“.
Verwundert starrte er darauf, schüttelte den Kopf und hob dann den Deckel ab. Im Inneren befanden sich diverse Flüssigkeiten in kleinen Ampullen, ein zierlicher Kessel, einige Löffelchen und eine Anleitung. Ein Tränkebaukasten. Interessiert nahm er die Beschreibung heraus, stellte das Kästchen auf den Boden und las die Instruktionen. Langsam breitete sich ein ungewohntes Lächeln auf seinem Gesicht aus, bis er schließlich lauthals lachte.
Wenig später sah man Snape mit verklärtem Gesichtsausdruck, einen kleinen Karton unter dem Arm geklemmt, eilig in seinem Labor verschwinden.
Am ersten Weihnachtsfeiertag erhielten einige Magier und Hexen ein unerwartetes Präsent in Form einer kleinen Phiole. Als sie sie neugierig öffneten, entströmte der Inhalt in Form einer großen Seifenblase, die erst zur Decke schwebte und dann mit einem sanften Klingeln zerplatzte, wobei sie einen funkelnden Tröpfchenregen freisetzte. Während der Beschenkte sich noch fragte, was es zu bedeuten habe, enthüllte das Geschenk seinen eigentlichen Zweck. Die verstreute Flüssigkeit entwickelte einen Geruch, der, laut Anleitung aus Weasleys Überraschungskarton, mindestens 6 Monate anhalten und auch an dem Beschenkten haften würde, egal, wie oft er sich wusch oder die Kleidung wechselte.
Albus Dumbledore nahm nach den Feiertagen ein halbes Jahr Urlaub, weil niemand es in seiner Nähe aushielt, denn er roch wie eine Lebkuchenfabrik.
Minerva McGonnagall erteilte nur noch abgeriegelt in den Kerkern Unterricht, da, wo immer sie sonst auftauchte, kätzische Pheromone Heerscharen von Katern aus ganz Schottland anlockten, die nächtelang das Schloß und die Umgebung belagerten.
Lucius Malfoy zog sich völlig vom gesellschaftlichen Leben zurück. Er ertrug die anzüglichen Fragen nicht, wieso er roch wie ein Lavendelfeld, getränkt in Vanilleöl.
Das Geschenk hatte zudem unerwartet ein Problem aus der Welt geschafft, was die gesamte magische Welt aufatmen ließ. Die Anhänger um Voldemort hatten ihm angeekelt den Rücken gekehrt und den Lord umgehend nach Grönland verbannt, da er plötzlich stank wie ein Iltis in der Brunft. Selbst Nagini war ausgerissen und verbarg sich seitdem im verbotenen Wald.
Severus war ein wenig enttäuscht, weil eine Phiole keine Wirkung gezeigt hatte. Das Weihnachtsgeschenk, was er an Potter geschickt hatte, damit er roch wie eine Jauchegrube. Doch geringfügige Änderungen im Schulalltag trösteten ihn darüber hinweg. Woher hätte er auch wissen sollen, dass Harry das Päckchen heimlich an Bellatrix Lestrange weitergeleitet hatte, die seit diesem Tag als verschollen galt. Doch niemand suchte ernsthaft nach ihr, alle vermuteten sie in Grönland bei Voldemort.
Am ersten Schultag saß ein ebenso enttäuschter Harry Potter im Tränkeunterricht und fragte sich, was an seinem Plan schief gelaufen war. Er hatte heimlich das ursprünglich von Hermine ausgesuchte Buch gegen den Experimentierkasten ausgetauscht, weil er gehofft hatte, Snape würde ihn wutentbrannt zertrümmern, wobei sich die Ingredienzen vermischen und ihn und die Kerker auf Jahre „verseuchten“. Woher hätte er ahnen sollen, dass ausgerechnet Severus Snape Spaß an gemeinen Streichen hatte?
Die Folgen für ihn waren grässlich. Seine Rolle im Orden interessierte niemanden mehr, da kein Krieg mehr drohte. Er hatte Snape nun sowohl als Schulleiter, als Hauslehrer, weil Minerva dieses Amt vorübergehend nicht ausüben wollte, und neben Zaubertränke auch noch in Verteidigung gegen die dunklen Künste am Hals. Es würde ein hartes Schuljahr werden, in dem er sich sicherlich in der Bibliothek einmieten konnte. Denn wenn er unter diesen Konditionen seinen Abschluss schaffen wollte, musste er wohl oder übel büffeln – und es einiges aufzuholen. Und er konnte sich nicht einmal bei seinen besten Freunden ausweinen, weil er dann hätte zugeben müssen, sie hintergangen zu haben.
Vielen Dank an ann-susanna für den Text!!
Und was zum Spielen darf natürlich auch nicht fehlen! (Einfach anklicken!)
Damit unsere grauen Gehirnzellen nicht das Denken verlernen, hier ein Rätsel!
Der Wichtel soll Weihnachtskugeln holen
Diesmal schickt der Weihnachtsmann den Wichtel in den Keller, um schnell noch drei rote Weihnachtskugeln für den Christbaum zu holen.
Im Keller angekommen stellt der Wichtel mal wieder fest, dass leider das Licht nicht funktioniert - es ist stockfinster.
Er kann im Dunkeln nicht unterscheiden, welche Farbe eine Weihnachtskugel in seiner Hand hat.
Er weiß aber, dass im Schrank genau 11 rote, fünf blaue und zwei silberne Kugeln liegen. Vorsichtig tastet sich der Wichtel zum Schrank vor.
Wie viele Kugeln muss er mindestens mit nach oben nehmen, damit er auf jeden Fall drei rote mit dabei sind?
Hier gehts zur Lösung!
Der Abschluss heute, ist ein wunderschönes Bild von lady_snape
Vielen Dank an lady_snape für das Bild!
Das Team von Potterunited wünscht euch allen einen wunderschönen und besinnlichen 2. Adventssonntag