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ann-susanna

Lucys private Uschi

Nenne mich so: Ann-Susanna

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81

Dienstag, 26. Juli 2011, 17:48

Wobei diese Sache mit dem Nasenspray wohl auch medizinisch bedingt ist. Pfeffer finde ich allerdings äußerst kurios :rofl:

Es stellt sich, wie bei vielen Dingen im Leben die Frage, ab wann man ein Genussmittel als Droge einstufen kann, auch Schokolade birgt eine Art Suchtgefahr in sich.

Ich definiere für mich persönlich als "Drogen" alle Rauschmittel, die die Gefahr in sich bergen eine zeitlich rasche Abhängigkeit zu schaffen.

Ich bin bereits älter und habe zu meiner Studienzeit auch ab und zu Haschisch geraucht, ohne jemals auf den Gedanken zu verfallen mir selber etwas zu kaufen. Es ergab sich einfach bei Feiern, wenn jemand einen Joint dabei hatte. Alles, was darüber hinaus ging, kam für mich nie in Frage, ich empfand nie Neugierde etwas anderes auszuprobieren.

Wenn man es streng nimmt, bin ch ein Drogenkonsument, denn ich rauche (ganz legale Zigaretten ;-) ), trinke ganz gerne ein Glas Wein, einen Sekt oder auch einen Whiskey. Wenn mich die ganze Welt ankotzt, genehmige ich mir auch ein paar Gläser mehr, aber es gibt kein festes Ritual.

Für meine Begriffe ist es der Umgang mit den "legalen" Genussmitteln, den jeder für sich hinterfragen sollte.

Ganz grässlich finde ich es, wenn immer wieder behauptet wird "Drogen und Sucht" gibt es nur in gewissen Gesellschaftsschichten und gerade die Jugend von heute kennt keine Grenzen - diese Bigotterie treibt mich immer zur Weißglut, denn in der so genannten "besseren Gesellschaft" wird lediglich unauffälliger damit umgegangen - mit entsprechend kostpieligeren Varianten. :hmm
even the blackest souls have a soft spot somewhere


Superwoman

1. Klässler

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82

Freitag, 23. Februar 2018, 19:04

*Thread hochhol*

Bin jetzt ja ein bisschen älter, als bei meinen Posts von vor 7 Jahren. :lachen:

Meine Einstellung zu Drogen hat sich ein bisschen geändert, seit ich ein Jugendlicher war. Mit 13 teilt man die Welt eher in schwarz und weiß ein.
Ich finde geregelter! Drogenkonsum in Ordnung, so lange sich eben keine Abhängigkeit entwickelt.

Ich selber nehme keine chemischen Drogen, meine Freunde teilweise schon und so lange die das nicht ständig machen ist mir das auch völlig egal ( jedem das seine). Habe allerdings auch schon einen guten Freund an die Drogen verloren und das war sehr sehr traurig mit anzusehen. Deswegen würde ich die Gefahr der Abhängigkeit auch nie unterschätzen.

Nichts desto trotz, bin ich pro Marihuana. Kann viel weniger Schaden anrichten als legale Drogen (Alkohol und Zigaretten) und erweitert das Bewusstsein, entspannt einen und ist für mich eine echte Alternative zum abendlichen Glass Wein. 420 :kaffeepause:
-without Hermione Harry would‘ve died in book 1 #girlspower- -

Kloppo1

4. Klässler

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83

Freitag, 23. Februar 2018, 20:33

Ich sehe das ganze ein klein wenig anders. Weil es leider immer mehr missbraucht wird. Der Konsum von gras (auch bekannt als kiffen) mag zwar friedlich sein. Aber wenn z.b. auf dem japantag gekifft und gesoffen wird, wo familien mit kleinen Kindern unterwegs sind, finde ich das abscheulich. Wenn es hingegen zu medizinischen Zwecken freigegeben wird ist es gar nicht sooo schlecht. Aber ich bin gegen die Legalisierung von gras. Ich bin auch dafür das harter Alkohol erst ab 21 verkauft werden darf. Ich hätte bislang keine Probleme mit Koffern
Aber ich will auch nicht dazu gezwungen werden oder so. Sollen die konsumieren was sie wollen. Aber nicht auf Familientreffen. Auf Festivals lässt sich sowas leider nicht vermeiden. Wenn ich damit schwerst kranken Leuten helfe dann ok. Ich bin auch gegen exzessives Rauchen und saufen btw. Weil Alkohol aggressiv machen kann

Superwoman

1. Klässler

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84

Samstag, 24. Februar 2018, 19:56

Ich weiß nicht, welche Leute du kennst, aber ich kenne sehr wenige Leute die, die Droge Marihuana missbrauchen. Drogenmissbrauch heißt nämlich „ wenn der Konsum so häufig und regelmäßig stattfindet, dass dadurch die psychische oder körperliche Gesundheit sowie soziale Beziehungen gefährdet werden“ (Grob & Joschinski 2003: 150).

Muss dir allerdings zustimmen, dass kiffen nicht in die Öffentlichkeit gehört, mMn. Also z.B bin ich auf gegen das kiffen auf dem Japantag (weiß zwar nicht was das ist. aber naja :lachen: ) oder auf Festivals (wobei man, wie du sagst, wohl nicht vermeiden kann).

Wenn ich von Legalisierung rede meine ich allerdings nicht das medizinische Gras, das ja sowieso schon legalisiert worden ist.


Aber ich bin gegen die Legalisierung von gras.


Wieso genau, wenn ich fragen darf?


Quelle: Grob, A., Jaschinski, U. (2003): Erwachsenen werden – Entwicklungspsychologie des Jugendalters. Weinheim: Beltz Verlag.
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Dobby

Augurey

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85

Sonntag, 25. Februar 2018, 13:58

Beim Japantag war ich nie, hatte vor Jahren mal Interesse daran, aber eine Freundin meinte, es sei völlig überfüllt & es würde viel gesoffen werden, weshalb es an Attraktivität für mich verloren hat. Es macht mich traurig, dass viele Ereignisse nicht ohne Alkohol & weitere Substanzen genossen werden können. Besonders auf Konzerten nervt mich dies (auf Festivals ist es noch schlimmer, aber die hab ich nie besucht - zumindest nicht die größeren).

Menschliche Schwäche & mangelndes Selbstbewusstsein lassen den Drogenkonsum so velockend erscheinen. Man fühlt sich für winzige Lebensminuten total toll/high was auch immer. Aber der ganze Scheiß um einen herum stürzt ja eh wieder auf einen hinab! Da kann man besser nüchtern an Methoden arbeiten, wie man sich selbst und das Leben aushält. Aber nicht jedem ist diese innere Stärke vergönnt, wobei sie jeder entwickeln kann, so man nur willens genug ist.

Hab lediglich einmal Cannabis in Form von Kuchen gegessen, ansonsten aber nie irgendwelche Drogen konsumiert oder ausprobiert, schon gar keine in rauchender Form, da mir das am meisten zuwider ist. Finde das so ekelhaft...und das nicht nur, weil ich Asthma bronchiale habe. Es gibt nichts widerwärtigeres als Zigarettenqualm. Insbesondere wenn Kinder oder Hautiere zwangsweise darunter leiden müssen.
Ganz selten trinke ich Alkohol; und wenn dann nur in Maßen. Ich wusste schon immer, wo meine Grenzen sind, wann es genug ist. So hab ich auch nie irgendwelche Kotz- oder "Katererfahrungen" erleiden müssen. Mag mitunter daran liegen, dass mir Kontrollverlust über Geist & Körper unangenehm ist (außer beim Sex, denn da ist dieser unbedingt wünschenswert). Bei dem schon genannten Kuchen ging das so weit, dass ich nur noch am heulen war! Hab meine Emotionen immer recht gut im Griff, weshalb dort eine unterschwellige Melancholie nur so aus mir raus floss.. da war der Abend für mich gelaufen und ich wäre ohne sicher besser dran gewesen, obgleich es ein Stück weit befreiend war (wobei ich solche unterdrückten Gefühle auch anders verarbeiten & rauslassen kann).
Hab andere Sachen, welche mir ein freies & maßloses Gefühl geben, wie tanzen (gibt nichts, wo ich mich mehr verlieren könnte, nichts welchem ich mich exzessiver hingeben könnte) oder anderem Sport oder der Wald. Es wäre schön, so Menschen mehr in der Lage wären, solche Dinge in sich und ihrem Innern für sich zu finden, sodass es nicht immer diese Extreme wie "saufen" oder "kiffen" usw sein müssen. Auch wenn ich zugeben muss, dass es vlt befreiend sein kann, so man sich für eine Weile ganz unbeschwert fühlen kann und bestimmte Dinge tief im Gehirn vergraben werden.

Letztendlich muss jeder selbst wissen, auf welche Weise er/sie sich sein Leben verkorkst.
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Araminta

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86

Samstag, 3. März 2018, 00:53

@Babsie ich hatte mal eine Kollegin, die jeden Tag Gras geraucht hat. Das hat sie mir persönlich gesagt. Und ich denke mir, wenn man jeden Tag eine gewisse Substanz, Sache oder was BRAUCHT, dann ist man süchtig.
Sie hat sich 5 Jahre später das Leben genommen.....ob das jetzt am Gras lag, weiß ich nicht.

Die Legalisierung von medizinischem THC finde ich aber nicht schlecht und sollte weiter ausgebaut werden.

Ich glaube aber nicht das Marihuana weniger schädlich als Alkohol und Zigaretten ist.
Alles ist für den eigenen Körper schädlich. Es gibt andere Süchte, die für andere schädlich sind.
Letzte Woche habe ich eine Studie über Kräutertees gelesen, nachdem in vielen bekannten Teesorten kleinste Mengen an Pflanzenschutzmittel sind, die Leberkrebs verursachen.
Hat vielleicht nicht direkt mit dem Thema zu tun aber es geht um die eigene Gesundheit.
Durch Süchte schädigt man andere Menschen oder Tiere..

Man wird nie alle Menschen vor sich selbst schützen können und das sollte man meiner Meinung nach auch nicht.
So lange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.







:schaf:
:sport:

Klaria

10.000'times a Lazarus

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87

Mittwoch, 18. April 2018, 19:34

Hasch, Pilze & LSD legalisieren.

Wer damit nicht klarkommt, also mit den Stoffen, soll doch einfach die * halten & in seinem 'gutbürgerlichen' *-Leben weiterschlammen. Eigenverantwortung zählt.

Aber wahrscheinlich nicht im PC & Facebookzeitalter. *.
I f*ck everyone, but to - be f*cked - is even better.

Dobby

Augurey

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88

Freitag, 20. April 2018, 12:07

Eigenverantwortung zählt.
Tja, und wer trägt diese tatsächlich?
Ist ja nicht so, dass es immer einzig um einen selbst geht...wenn sich ständig irgendwelche Muttis zudröhnen & ihre Kinder im Dreck liegen lassen, ist dies wohl kaum förderlich.

Generell kann man kaum etwas tatsächlich wie gewollt legalisieren, da die Menschen einfach immer dümmer werden und eben keine Verantwortung übernehmen wollen. Auch wenn es deutlich angenehmer zugehen würde, so der Einzelne vieles selbstbestimmt machen/konsummieren/tragen usw. dürfte.
And you, you will be alone
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murmel

ZITATEFÄLSCHER

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89

Freitag, 20. April 2018, 17:50

Eigenverantwortung zählt.

Tja, und wer trägt diese tatsächlich?

Leute, die (trotz Abhängigkeit) über Jahre (oftmals Jahrzehnte) OHNE "Mittel" leben!
:nick:
(Nur fühlen sich die, deren der Wille zum Ausstieg nicht reicht, moralisch derart überlegen, dass sie den (trockenen / cleanen) Abhängigen das Wort abschneiden, um nicht an den - von ihnen selbst verworfenen - Weg erinnert zu werden... :hmm )
Grüße murmel
cogito ergo sum

90

Freitag, 20. April 2018, 20:24

Menschliche Schwäche & mangelndes Selbstbewusstsein lassen den Drogenkonsum so velockend erscheinen. Man fühlt sich für winzige Lebensminuten total toll/high was auch immer. Aber der ganze Scheiß um einen herum stürzt ja eh wieder auf einen hinab!

Das ist ein bestimmtes Konsummuster, das du aufzeigst. Dieses gibt es, aber auch viele weitere. Es gibt unterschiedlichste Gründe, verschiedenste Drogen zu probieren/regelmäßig zu konsumieren. Es kann auch eine bwusste Entscheidung sein, eine gewisse Erfahrung machen zu wollen. Daran kann ich nichts verwerfliches finden. Unreflektierter und ständiger zwanghafter Konsum ist schwierig, ja. Betrunkene Leute auf Feiern, Drogenrausch auf Konzerten - das sehe ich ähnlich wie du, schade, wenn es nur so geht.

Eigenverantwortung zählt.

Ja, aber nicht jeder kann diese immer leben. Aus meiner Erfahrung und dem Freundes-/Bekanntenkreis ist ein verantwortungsvoller Konsum natürlich möglich. Damit meine ich in erster Linie ein Konsum, der das Umfeld nicht belastet (körperliche/psychische Gewalt durch Kontrollverlust etc., ich spreche nicht von Verantwortung hinsichtlich der Händlerkette. Das ist ein ganz anderes Thema) und nicht zwanghaft ist. Illegalität hingegen bedeutet, dass die Herkunft der Substanzen fast immer nicht feststellbar ist und die Zusammensetzung/Zusätze und Konzentration schwankt. Das macht die Droge unberechenbarer. Konsumenten, die eine Sucht angehen möchten, werden kriminalisiert. Das finde ich in vielerlei Hinsicht schwierig.

Daher spreche ich mich für eine liberale Drogenpolitik aus. Solange die Illegalität fortbesteht, finde ich Drogenkonsumräume und Möglichkeiten Substanzen auf Reinheit testen zu lassen unterstützenswert. Die Einteilung in legale Suchtmittel (z.B. Alkohol und Tabak) und illegale empfinde ich willkürlich bzw. kultuell gewachsen und ohne Logik.
When I’m 80 years old and sitting in my rocking chair, I’ll be reading Harry Potter. And my family will say to me, “After all this time?” And I will say, “Always.”

Dobby

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91

Samstag, 21. April 2018, 14:10

@Just.Crazy: Du hast völlig recht, es ist nur ein Muster. Dennoch wohl ein weitreichendes. Wollte damit ausdrücken, dass manche Menschen womöglich aus "falschen"/gefährlichen Gründen Drogen konsumieren. Wobei es einem auch immer selbst überlassen ist, warum man sich nun bestimmte Substanzen zuführt. Aber genau hier liegt ja die Schwierigkeit. Wie können bestimmte Stoffe legalisiert werden, wenn manche Menschen damit nicht umgehen können und zB. eben andere gefährden!? Es müsste verschärfte Regelungen geben, wer denn sagen wir recht "risikofrei" etwas konsumieren könnte. Eltern bspw sollten auf solches verzichten oder Menschen mit bestimmten psychischen Problemen, denn hier wirken die Drogen dann womöglich anders und beeinträchtigen/verstärken eher negative Aspekte wie die Ausbildung einer Sucht. Ich möchte das hier vorsichtig formulieren...denn gewiss kann z.B. "kiffen" mit weniger Gefahr konsumiert werden, weil das Bewusstsein noch einigermaßen intakt ist und man gewisse Dinge einfach noch hinbekommt. Währenddessen andere Substanzen und dazu zähle ich definitiv auch Alkohol, das Bewusstsein anders, "schlimmer" angreifen. Bewusstseinserweiterungen (wie auch immer diese mit den verschiedenen Substanzen aussehen mögen), mag durchaus erstrebendswert und nicht weiter tragisch sein. Doch können, wie formuliere ich es am besten..."starke", "gesunde Psychen" womöglich besser Grenzen ziehen und versumpfen nicht oder laufen weniger Gefahr einer Sucht zu unterliegen. Möchte an dieser Stelle nicht dreist oder frech mit dieser Beschreibung sein, aber ich denke oft ist es so, dass bestimmte Menschen anfälliger für Süchte sind und potenziell eher gefährdet sind, sich in einem Teufelskreis wieder zu finden.
Gegen eine bewusste, nicht weiter folgenreiche Einnahme ist nie etwas einzuwenden! Wie ich aber schon erwähnte, sind die wenigsten hierzu imstande (kommt natürlich auch auf die Wahl des jeweiligen Mittels & weiteres an). Es zerfrisst Menschen nunmal recht häufig - auch hier mag das jeder für sich selbst entscheiden. Doch sollte man eben einzig sich selbst damit schaden und nicht anderen, in deren Verantwortung liegenden Lebewesen.

Der Staat selbst würde sowieso davon profitieren, durch Versteuerung. Ferner würde dem illegalen Handel sowie der von dir schon genannten fragwürdigen Mittelzusammensetzung entgegen gewirkt werden. Nur die Verantwortung bleibt wie beschrieben zu bezweifeln.
Hmm...und ich stimme dir nur in Teilen bei deinem letzten Satz zu. Gewiss mag die Einteilung in legale und illegale Substanzen schwachsinnig sein...doch ist vom Gras rauchen oder Pilzen soweit ich weiß noch keiner gestorben, von Alkohol oder jenen als "härtere" Drogen geltenenden Stoffen hingegen schon. Es gibt ja irgendwo schon Schweregrade.
Es ist und bleibt ein heikles Thema, weil die Frage, ob durch Legaliserung vieles einfacher oder eben in anderen Bereichen deutlich kritischer wird, nicht hinreichend versichert werden kann.
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92

Sonntag, 22. April 2018, 11:33

Wie können bestimmte Stoffe legalisiert werden, wenn manche Menschen damit nicht umgehen können und zB. eben andere gefährden!?

Die Sorge kann ich nachvollziehen und zeigt ein sicherlich berechtigtes Interesse. Allerdings ist das für mich ein Beispiel für eine allgemeinere Frage: Welche Aufgabe hat der Staat in seiner Schutzfunktion (z.B. Suchtkonsum)? Wo liegt die Grenze zwischen öffentlichen Interesse und privaten Schutzbereich? Das da die Grenzen unterschiedlich gezogen werden, gehört zur politischen Debatte dazu.

Möchte an dieser Stelle nicht dreist oder frech mit dieser Beschreibung sein, aber ich denke oft ist es so, dass bestimmte Menschen anfälliger für Süchte sind und potenziell eher gefährdet sind, sich in einem Teufelskreis wieder zu finden.

Das ist nicht dreist oder frech, sondern sogar hinlänglich bewiesen. Da hast du absolut Recht. Genau aus diesem Grund bin ich der Meinung, dass Kriminalisierung keine zureichende Prävention dargestellt. Wie schon gesagt, wer Drogen konsumieren will, der tut es. Ein recht positives Beispiel, dass den Zusammenhang von Drogenpolitik und Kriminalitätsrate zeigt, ist Uruguay. Seit der Legalisierung von in diesem Fall Cannabis ist die Kriminalitätsrate in Zusammenhang mit Drogendelikten deutlich gesunken. Gerade in Staaten, in denen Vertrauen in Politik und Staatsmacht schwankend ist und nicht nur dort, sondern in jedem Lebensbereich, ist es einfacher Hilfe zu suchen, wenn das eigene Verhalten nicht kriminalisiert wird bzw. man fürchten muss, dafür (moralisch) verurteilt zu werden. Suchtgeschichten sind schwierig und oftmals mit Scham belastet. Diese Hürde ein Stückweit zu nehmen, finde ich erstrebenswert.

Die Forderung nach Transparenz statt Repression ist für mich ganz zentral. Präventionsarbeit im Sinne von Aufklärungsarbeit finde ich wichtig. Was jeder dann mit diesen Informationen anfängt, ist ihm selbst überlassen. Ich stimme dir also zu, dass Drogen keinesfalls verharmlost werden sollten und auf verschiedenen Risiken hingewiesen werden muss. Den individuellen Faktor der eigenen Persönlichkeit/Psyche(...) wird auch ein Verbot nicht aus der Welt schaffen.

Ist sicherlich ein schwieriges Thema und wie an den verschiedenen Posts zu sehen ist, spielt die Berwertung der persönlichen Erfahrungen und Wahrnehmung des eigenen Umfelds in den Aussagen hinein. Finde es daher super, dass wir alle trotz unterschiedlicher Meinungen so gut diskutieren können :)
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Dobby

Augurey

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93

Sonntag, 22. April 2018, 13:49

Die Forderung nach Transparenz statt Repression ist für mich ganz zentral. Präventionsarbeit im Sinne von Aufklärungsarbeit finde ich wichtig. Was jeder dann mit diesen Informationen anfängt, ist ihm selbst überlassen.
In manchen Schulen wird ja bereits einige Präventionsarbeit geleistet, aber natürlich ist dies noch längst nicht ausreichend. Das jeweilige Kultusministerium müsste z.B. zu einer Präventionspflicht aufrufen, sodass diverse Themen (u.a. der Umgang mit Drogen, deren Wirkungen etc) dann an jeder Schule behandelt/untersucht werden müssen. Aber bisher sind dies ja freiwillige Leistungen.

Bezüglich der Kriminalisierung stimme ich dir zu. Sowohl, dass die Kriminalitätsrate in dem Bereich sinken würde als auch die gesellschaftliche Abwertung, welcher man sich zwangsläufig aussetzt, so man offen gesteht, ein Drogenproblem zu haben. Ein solches Tabu zu brechen wird allerdings auch nicht durch Legalisierung erreicht. Eine Randgruppe werden diese Menschen wohl auch dann noch bleiben, weil Status und gesellschaftliches Ansehen mittlerweile so tief im Menschsein verankert sind, dass viele sich trotzdem über andere stellen und sie so zu "Außenseitern" deklarieren. Aber die Hilfsangebote würden wahrscheinlich eher angenommen, das stimmt und das wäre definitiv schon mal ein Fortschritt.
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