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[Alte HP Fanfiction] Loved and Lost

Whiteangel

........ Sev´s Engel : ........ Mrs. Severus Snape

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Nenne mich so: Angel

Location: Phantásien

Lieblingsbuch: Harry Potter und der Halbblutprinz

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1

Monday, August 27th 2007, 11:43pm

Loved and Lost

Hallo, Ihr Lieben!
Ich bin, was Fanfictions angeht, nicht ganz so versiert, aber ich hatte den Drang, vielleicht mal etwas anderes auszuprobieren, eine Geschichte nur aus der Sicht der Leute, die sie erzählen. Ich verzichte bewusst auf Namen, weil ich bei Euch das anregen will, was auch bei mir angeregt wurde: die Phantasie.
Also: lasst Eurer Phantasie freien Lauf und habt vielleicht ein wenig Spaß, wenn Ihr mein exzentrisches Geschreibsel mögt!
Alles Liebe, Eure Whiteangel, Gattin des Severus-Snape, stolze Bewohnerin des ehrenwerten Hauses Slytherin.


Sie:
" Ich betrat die Halle und fühlte einen Blick, der mich durchbohrte. Die Halle war voll von Menschen, aber ich sah sie nicht, ich sah nur seine samtenen schwarzen Augen, die mich ansahen, in mich hineinsahen, mich erkannten. Dann senkte er seinen Blick, als ob ein tiefer Schmerz ihn durchstoßen hätte, und ich erwachte jung und neugeboren und wusste: dieser Mann wir Dein Leben ändern."

Er:
"Ihr langes, goldenes Haar wehte, als sie lachend den Saal betrat. Beim Klang ihrer Stimme brach etwas in mir auf, mein bisheriges Leben, tot wie ein brüchiges Zweiglein, begann zu grünen, mein Schmerz verstummte zum ersten Mal seit all diese Jahren. Und dann sah sie mich an: ich versank in ihren Augen, die so grün waren wie ein tiefer Waldsee, in dem sich das wiegende Laub des jungen Frühlings spiegelte...Ich versank in diesen Augen, erblickte goldene Sterne in ihrer Mitte und ich trank. Ich trank vom Leben, roch den Duft von Menschen, die liebten, lebten und vergaben, ich spürte zarten Wind mich umschmeicheln wie schwarze Seide in einer lauen Sommernacht...sie war es, mein Engel, der mir Freiheit schenkte, mir all meine Sünden vergab, mir das Leben zurück gab. Ich wollte ihr nur nahe sein - aber wie?"

Dank Esme (siehe auch Esmes Fanart (spoilerfree ;) ) ) habe ich nun eine wundervolle Illustration zu meinem Text:



"Schatten, die auf unser Leben fallen, sind nichts anderes als ein sicheres Zeichen dafür,
dass es irgendwo ein Licht ge
ben muss, das es sich zu suchen lohnt."


***Loved and Lost***

This post has been edited 5 times, last edit by "Whiteangel" (Oct 28th 2007, 10:55pm)


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2

Monday, August 27th 2007, 11:46pm

Sie:
"Er sah mich den ganzen Abend über nicht mehr an. Ich konnte meinen Blick nicht von ihm wenden. Diese schwarzen, geheimnisvollen, sanften und zugleich harten Augen reizten mich bis aufs Blut. Wenn er sprach, was nicht oft an diesem Abend vorkam, löste sich immer wieder eine Haarsträhne aus seinem vollen, langen, schwarzen Haar und rutschte ihm über die glitzernden Augen. Seine Stimme war warm, so tief und voll, seine Worte, auch wenn ich sie nicht verstand, brachten meine Seele zum Beben. Ich konnte mich nicht konzentrieren, dieser Mann zog mich tief in seinen Bann, ich könnte verstehen, dass die anderen mit mit sprachen, aber ich verstand nicht den Sinn ihrer Worte. Zu gefesselt war ich von seiner Aura, die hart wirkte, abweisend und ungastlich, aber gleichzeitig auch kindlich, sanft und traurig. Nicht einmal streifte sein Blick den meinen, und das forderte mich heraus."

Er:
"Ich musste mich zwingen, nicht ihren Blick zu suchen. Ihre Augen hatten mir so viel Ruhe und Frieden gegeben, ich fühlte mich, als ob ich im Zentrum eines tobenden Sturmes stand, wenn sie mich anblickte. Aber das konnte nicht sein, das durfte nicht sein, niemals darf ich vergessen, was ich schon einmal getan habe, wie viel Unglück ich über einen Menschen brachte, dem ich mich zu nahe fühlte. Ich spürte, dass sie mich ansah, und es kostete mich beinahe all meine Kraft, ihre grünen Augen nicht zu finden. Ich hatte sie noch nie zuvor gesehen, ich habe nie nach jemandem wie ihr gesucht, aber in diesem Moment hatte ich sie gefunden und ich wusste, ich würde sie nie wieder gehen lassen können, wenn sie einmal mein Herz berührt hätte."


"Schatten, die auf unser Leben fallen, sind nichts anderes als ein sicheres Zeichen dafür,
dass es irgendwo ein Licht ge
ben muss, das es sich zu suchen lohnt."


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3

Monday, August 27th 2007, 11:46pm

Sie:
"In dieser Nacht konnte ich nicht einschlafen. Sein Blick umfing mich immer noch mit einer Intensität, die mir den Atem raubte. Ich fühlte mich so zu ihm hingezogen, als ob ich ihn vor langer Zeit gekannt, geliebt und verloren hätte. Ich hatte das Gefühl, dass unsere Seelen sich erkannt und aneinander gebunden hatten. Ich hätte nie gedacht, dass mir so etwas passieren könnte. Dass ich mich einem Mann, den ich nie zuvor in meinem Leben gesehen hatte, so nahe fühlte und mir nichts mehr ersehnte, als ihm körperlich und seelisch nah zu sein, ihn bei mir zu haben, sein Leben, sein Schicksal, sein Leiden in mich aufzunehmen. Er machte mir Angst und er zog mich an wie die Motte das Licht. Ich war verzweifelt. Sah ich ihn an, so sah ich einen starken, harten Mann. Schloss ich die Augen, so sah ich eine verletzliche Seele mit einem tiefen, dunklen Geheimnis, das ihn vernichtete."

Er:
"In dieser Nacht konnte ich nicht einschlafen. Es war lange her, dass ich mich so zu einer Frau hingezogen fühlte. Aber ich konnte es nicht zulassen, einen Menschen jemals wieder so nah an mich heran zu lassen. Nie wieder wollte ich Schuld auf mich laden. Nein, es durfte einfach nicht sein. Ich würde sie nur in Gefahr bringen. Und ich durfte nicht vergessen, was geschehen ist. Ich hatte Angst, mich dieser Frau auch nur ein wenig zu nähern, denn dann würde ich sie vergessen, die Frau, die ich liebte und die im umgebracht habe. Ich war so verzweifelt. Ich sehnte mich nach dieser Frau, die atmete und deren Augen mir Ruhe schenkten, ich wollte sie nur in meinen Armen halten, es war wie ein Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte, aber ich konnte es nicht zulassen, dass sie in meine Welt trat. Was sollte ich nur tun?"


"Schatten, die auf unser Leben fallen, sind nichts anderes als ein sicheres Zeichen dafür,
dass es irgendwo ein Licht ge
ben muss, das es sich zu suchen lohnt."


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4

Monday, August 27th 2007, 11:48pm

Sie:
"Ich fröstelte, als ich in dieser Nacht hinaus in den Garten trat. In die warme Luft der Sommernacht hatte sich ein kühler Windhauch gemischt, der ohne Widerstand durch mein dünnes Seidennachthemd drang und meine Haut zum Prickeln brachte.
Es duftete schwer und süß nach exotischen Blumen, als ich, nur beschienen vom kalten Licht des Mondes, im Garten spazieren ging. Das Zimmer, das man mir zugewiesen hatte, hatte einen Zugang zum Garten, und ich hatte die Flügel meiner Türen weit geöffnet zurückgelassen, damit die kalte Nachtluft hinein finden und mir das Einschlafen erleichtern sollte.
Am Himmelszelt glitzerten die Sterne, und jeder Einzelne erinnerte mich an das Funkeln seiner Augen, wenn er die weiche, tiefschwarze Haarsträhne zurück schob, die ihm wiederholt ins Gesicht gefallen war. Wie sehr wünschte ich mir, diese Haare berühren zu können, mit den Fingern durch seidige Strähnen zu fahren oder mein Gesicht in ihren dunklen Tiefen zu vergraben...Ich war zutiefst erschrocken über meine extremen Empfindungen, nie zuvor hatte mich derart starkes Verlangen nach Nähe zu einem fremden Menschen in Verbindung mit einer solchen Vertrautheit ergriffen. Empfindungen für einen Mann, den ich nie zuvor gesehen hatte, die mich vollkommen verwirrten. Barfuß lief ich über kühle Wiesen, Tau benetzte meine Füße und durchtränkte den Saum meines Nachtkleides. Es war mir Recht. In dieser warmen Nacht, umgeben von völliger Dunkelheit, wanderte ich ungesehen vor mich hin mit dem einen Ziel, die Wogen der Gefühle, die der Anblick dieses Mannes bei mir ausgelöst hatte, zur Ruhe zu bringen und zu glätten, um endlich in den Schlaf zu finden."

Er:
"Stunde um Stunde habe ich in jener Nacht gekämpft, um schlafen zu können, doch es wurde mir verwehrt. Meine Gedanken zwang ich zu der Frau, die durch meine Schuld gestorben war, während mein Herz und meine Seele nach der Frau schrien, die sie erobert hatte. Ich setzte mich auf die Kante meines Bettes und vergrub mein schweißnasses Gesicht in meinen Händen, um mir anschließend die Haare in den Nacken zu streichen, die an meiner Haut klebten. Der kühle Steinfußboden fühlte sich fest und hart unter meinen Füßen an, durch die weit geöffneten Balkontüren drang ein kalter Luftzug in mein überhitztes Schlafzimmer und umschmeichelte meinen nackten Oberkörper wie kaltes Wasser, das nach einem Kopfsprung über einem zusammenschlägt. Völlig überfordert von dem Kampf, der zwischen meinem Verstand und meinen Gefühlen herrschte, stand ich auf und trat auf den steinernen Balkon, der an mein Zimmer anschloss, in der Hoffnung, dass der Wind mein Herz kühlte und meinen Körper und meine Emotionen wieder meinem Verstand überlies. Ich schloss die Augen und atmete tief den schweren, pudrigen Duft der nachtblühenden Blumen ein. Als ich die Augen wieder öffnete, erstrahlte vor mir ein Himmel voller funkelnder Sterne, die mich an sie erinnerten, die so schimmerten und strahlten wie das Haar de Frau, die ich heute zum ersten Mal im Leben sah. Wie konnte es nur sein, dass sich die Augen, die Haare, das Gesicht dieser Frau immer wieder in meine Gedanken schieben konnten, obwohl ich meinem Verstand befohlen hatte, sich meinen Verlust, meinen Schmerz in Erinnerung zu rufen? In mir hatte sich ein Gefühl ausgebreitet, das mich um den Verstand zu bringen drohte. Jeder Versuch, es zu unterdrücken, scheiterte an den goldenen Sternen in den Augen der Frau, die nun in mein Leben getreten war, und die mich anzog wie ein Magnetpol den anderen. Ich ließ meinen Blick hinunter in den Garten wandern."


"Schatten, die auf unser Leben fallen, sind nichts anderes als ein sicheres Zeichen dafür,
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5

Monday, August 27th 2007, 11:48pm

Sie:
"Ich drehte mich um und betrachtete die Mauern dieses gewaltigen Gebäudes mit nur noch wenigen beleuchteten Fenstern und es durchzuckte mich wie ein elektrischer Schlag. Dort über mir, auf dem Balkon, stand er und betrachtete den nächtlichen Himmel, die Hände über die steinerne Balustrade gelegt. Dann nahm er die Arme hoch, verschränkte sie vor der bloßen Brust, als ob ihm kalt sei, und senkte seinen Blick. Unsere Augen trafen sich, und für einen Moment schien es so, als breite sich ein zaghaftes Lächeln auf seinem Gesicht aus, aber im nächsten Augenblick verhärteten sich sein Züge. Sich bewusst, dass ich ihn gesehen hatte, nickte er mir knapp zu, drehte sich um und verschwand im dunklen Zimmer. Ich blieb allein und völlig aufgewühlt im duftenden Garten zurück."

Er:
"Dort stand sie. Ihre grünen Augen leuchteten in der Dunkelheit, der Wind spielte in ihren Haaren und dem dünnen, weißen Kleid, das sie trug. Sie sah mich an und für einen Moment fühlte ich mich gelöst und glücklich. Ich spürte, wie sich langsam ein Lächeln auf meinem Gesicht ausbreitete. Nein. Das durfte ich nicht zulassen. Ich drang in die Tiefen meines Herzens ein und suchte den Schmerz. Ich fand ihn und gewann meine Fassade zurück. Ich grüßte sie mit einem knappen Kopfnicken, dann zwang ich mich dazu, meinen Blick von ihr abzuwenden und zurück in mein Zimmer zu gehen. Dort angekommen, stellte ich mich an die Wand und presste mein heißes Gesicht an die kühlenden Außenmauern, meinem rasenden Herzschlag lauschend und verzweifelt bemüht, ihn wieder unter Kontrolle zu bekommen, immer in dem Bewusstsein, dass sie dort draußen stand, in dem schweren Duft der Nacht in diesem dünnen Kleid, das im Wind mehr zu enthüllen denn zu verbergen schien."


"Schatten, die auf unser Leben fallen, sind nichts anderes als ein sicheres Zeichen dafür,
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6

Monday, August 27th 2007, 11:52pm

Sie:
"Ich weiß nicht, wie lange ich noch dort stand und auf den verlassenen, grauen Balkon starrte. Mein Herz schlug mir bis zum Hals und ich legte eine Hand an meine Schlüsselbeine in dem vergeblichen Versuch, wieder tief und ruhig durchatmen zu können. Es gelang mir nicht. Nach einer schier endlosen Zeit wandte ich mich ab und trat zurück in mein Zimmer. Er war da, direkt über mir, so nah, so erreichbar, und doch so fern. Ich stand mitten in meinem Zimmer, unschlüssig, was ich nun tun sollte. Mit diesem knappen Gruß, dieser ablehnenden Geste war die Kälte über diese Nacht hereingebrochen. Ich fror erbärmlich, fühlte mich klein und einsam. Als ich wieder unter meine Bettdecke kroch, war diese noch angenehm warm und beruhigte meine Gedanken, die wirre Kreise zogen. Ich lag da und fühlte mich unsicher und unfertig wie ein kleines Kind, das seinen Teddybären vermisst. Ich grübelte und grübelte, doch eine Lösung fand ich nicht und es dürften viele Stunden vergangen sein, bevor mich die Erschöpfung überkam und ich in einen tiefen, traumlosen Schlaf fiel, der mir keine Erholung schenkte und aus dem ich am nächsten Morgen mit dem schalen Geschmack einer unergründlichen Traurigkeit erwachte."

Er:
"Ewig hielt ich meine Wange an die Steinmauer gepresst. In meiner Phantasie, gegen die ich mich nicht wehren konnte, verschmolz die Wand mit ihr, glatter, kalter Stein wurde zu zarter, warmer Haut, der Brocken Granit zu ihrer Wange, die sich an meine schmiegte...wie hatte ich mich gesehnt, mich verzehrt nach einem warmen Blick, nach einem Gefühl, das mit erfüllt, einer Hand, die mich berührt, einem Arm, der mich umfängt und hält. Und nun, wo diese Frau in mein Leben getreten ist und ich spürte, wie meine Seele nach ihrer Nähe dürstete, wich ich zurück in hoffnungsloser Angst und perverser Reue, die es meinem Verstand versagte, auch nur die kleinste Empfindung für eine andere Frau zuzulassen.
Ich hätte nie mehr damit gerechnet, dass ich nach all diesen Jahren wieder so etwas empfinden konnte. Es war wie ein grausames Geschenk. Ich war mir nicht sicher, worunter ich mehr litt: unter meinen Erinnerungen und dem Umstand, dass ich mir selbst nie würde vergeben können, oder unter dem Gedanken, meine Vergangenheit hinter mir zu lassen und das Spiel ganz neu anzufangen. Ich hatte mich so sehr an meinen Schmerz gewöhnt, dass er allgegenwärtig war und mein Leben bestimmte, es war alles verdreht: ich hatte Befürchtungen, dass eine Entscheidung, den Schmerz über den Verlust loszulassen, mir mehr körperlichen Schmerz bereiten könnte, als ich ertragen konnte.
Einem plötzlichen Impuls folgend hastete ich auf den Balkon und lies meinen Blick unruhig durch den Garten wandern: sie war fort. Erstaunt stellte ich fest, dass die Enttäuschung darüber den Schmerz in mir übertraf.
Diese Situation überforderte mich völlig. Mein Herz schlug hart und schnell in meiner Brust, mir war so heiß, dass mir erneut der Schweiß ausbrach. Ich weiß nicht, wann und wie ich eingeschlafen bin. Der Schlaf war alles andere als erholsam, und meine Hoffnung, dass das Durcheinander in mir sich normalisieren würde, wurde in dem Moment zunichte gemacht, in dem ich meine Augen öffnete und den Duft der Blumen im Garten einatmete, der mich für immer an sie erinnern würde."


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7

Monday, August 27th 2007, 11:54pm

Sie:
"Ich erwachte mit dem Gefühl, nicht vollständig zu sein. Die unruhige Nacht kam mir vor wie ein Albtraum, lediglich die Gewissheit, dass all dies Wirklichkeit war, ließ die Verzweiflung in meinem Herzen, die ich in der vergangenen Nacht spürte, nicht vergehen. Als ich heißes Wasser über meinen frierenden Körper laufen ließ, verstand ich, dass ich es auf diese Weise nicht schaffen würde, die Gewalt über mein Leben und meine Rolle als erwachsene und selbstbewusste Frau zurück zu gewinnen. Ich musste handeln. Ich wusste nur noch nicht wie..."

Er:
"Ich kann nicht sagen, zum wievielten Male und unter welchem fadenscheinigen Grund ich erneut auf den Balkon getreten war. Die warme Sonne und der schöne Tag schienen das Chaos, das immer noch in mir herrschte, zu verhöhnen. Ich blieb dort stehen und ließ meine Haare von der Sonne trocknen, nicht ohne immer wieder den Blick in das Innere des Gartens zu lenken, doch ich sah sie nicht. Irgendwann dann ging ich zurück in den Raum, zog mich an und machte mich auf in den Saal zum Frühstück, allerdings nicht ohne meine kläglichen Bemühungen, so zu wirken wie an jedem Tag, zuvor im Spiegel überprüft und anschließend verflucht zu haben."


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Parvati

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8

Tuesday, August 28th 2007, 12:01am

Um wen oder was geht es in deiner FF

Ich hab sie jetzt zwar nur überflogen aber ich check in der Geschichte null
I. walked. across. an. empty. land.



Whiteangel

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9

Tuesday, August 28th 2007, 12:06am

Tjaaaaa.....das kann sogar Deiner Phantasie überlassen bleiben, wenn Du magst. Es handelt sich nicht bei beiden um HP-Figuren! ;))


"Schatten, die auf unser Leben fallen, sind nichts anderes als ein sicheres Zeichen dafür,
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10

Tuesday, August 28th 2007, 12:36am

ich checks net

der eine könnte in der äußersten Norm Snape sein aber Sie ????
I. walked. across. an. empty. land.



Moony

Unregistered

11

Tuesday, August 28th 2007, 11:14am

*schmelz*


Angel

das ist so schön
richtig romantisch

du hattest wirklich ne gute Idee hiermit

aber ich an deiner Stelle würde die anderen unwissenden Leser aufklären wer die Beiden sind

Whiteangel

........ Sev´s Engel : ........ Mrs. Severus Snape

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12

Tuesday, August 28th 2007, 8:20pm

Hey Moony,
ich kann nicht alle aufklären, wer ich bin, denn dann würde ich vielleicht doch zu sehr spoilern, und das will ich nicht.
Aber ich editiere mal meinen Eröffnungsthread.... :banane:


"Schatten, die auf unser Leben fallen, sind nichts anderes als ein sicheres Zeichen dafür,
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13

Tuesday, August 28th 2007, 9:13pm

...und weiter geht´s!

Sie:
"Wie im Trance schlenderte ich auf aufgebauten Frühstücksbuffet vorbei und belud meinen Teller mit vielen seltsamen Dingen, von denen ich die Hälfte nicht mochte und mit Sicherheit kaum ein Drittel der anderen Hälfte würde verspeisen können, so nervös fühlte ich mich. Und dann rannte ich in die Person vor mir hinein. Glutschwarze Augen sahen mich genervt an, erkannten mich dann. Er sah kurz aus, als ob er am liebsten fliehen würde, doch dann besann er sich eines Besseren. Sein Blick wurde warm und samtig, als er mich zurückhaltend, aber freundlich begrüßte. Ich hatte einen Kloß im Hals, als ich zurück grüßte. Seine Stimme war tief und voll, ich liebte diesen Klang. Einen Augenblick sahen wir uns an, unfähig, ein Gespräch zu beginnen, aber auch unfähig, den Blick voneinander abzuwenden. Plötzlich drängelte sich eine ältere, pummelige Dame zwischen uns zum Buffet durch. Der Bann war gebrochen. Als ich wieder in seine Augen blickte, waren sie reserviert und kühl. Er nickte mir knapp zu, verabschiedete sich kurz und ging zu einem der Tische, an den er sich setzte, mir den Rücken zugewandt. Ich drehte mich auf dem Absatz um und ging zu einem Tisch auf der anderen Seite des Saals. Irgendeinen Grund muss es für sein Verhalten geben, dachte ich. Sicherlich ist ein Mann wie er nicht alleinstehend, davon war ich nach kurzem Nachdenken überzeugt. Allerdings nur so lange, bis mir eine Kollegin zuraunte, dass er nicht vergeben sei und dass sie das auch nicht wunderte. Wunderbar. Wäre er an eine andere gebunden gewesen, so hätte mir das Kraft gegeben, mich gegen die unwahrscheinliche Anziehung, die er auf mich ausübte, zur Wehr zu setzen. So aber musste ich mich mit allem, was ich hatte, zusammen reißen, um mich nicht zu ihm umzudrehen und seine wunderschönen Augen zu suchen."

Er:
"Ich hatte keine Luft, die anderen zu sehen. Ich hatte keinen Appetit und mein Magen fühlte sich komisch an, hohl und leer, doch irgendwie mochte ich das Gefühl. Ich ging zum Buffet, um mir wenigstens eine Scheibe Toast zu holen und meinen Magen zu beruhigen, als ich schmerzhaft einen Ellbogen in meinen Rippen fühlte. Na super. Genervt fuhr ich herum. Sie stand direkt vor mir, ihre Augen keinen Meter von mir entfernt und aus der Nähe noch schöner, als ich sie in Erinnerung hatte, dennoch durchzuckte mich ein kleiner Schlag, sie so nahe bei mir zu sehen...Sie war größer, als ich dachte, ihre Augen waren in Höhe meiner Nasenspitze und die Sterne in ihrer Mitte zogen mich erneut in ihren Bann. Mein ganzer Körper schien zu kribbeln. Am liebsten hätte ich mich sofort umgedreht, um mich ihrem Blick und diesem Etwas, das sich zwischen uns aufbaute, wenn wir uns ansahen, zu entziehen, doch ich blieb, wo ich war, und befahl meinem Verstand, meine Emotionen unter Kontrolle zu bringen.
Sie lächelte mich offen an.
Ich spürte, wie mir wieder heiß wurde und am liebsten hätte ich genauso herzlich zurück gelächelt, doch ich riss mich zusammen. Ich grüßte sie unverbindlich. Zwar waren wir uns noch nicht vorgestellt worden, aber natürlich wussten wir, wer der andere war. Sie grüßte zurück, und aus ihrem Lächeln wurde ein Strahlen, das mir unter die Haut ging. Ihre Stimme klang ein wenig belegt, als würde sie eine Erkältung ausbrüten. Kein Wunder bei dem dünnen Kleidchen, mit dm sie in der vergangenen Nacht spazieren gegangen war...Bei dem Gedanken daran brach mir de Schweiß aus und ich versuchte, etwas zu ihr zu sagen, was mich von der Erinnerung ablenken könnte, aber mir fiel absolut gar nichts ein, als ob mein Gehirn völlig leer gepustet wäre. So langsam versank ich wieder in diesen offenen, freundlichen Augen...Als ich erneut einen Ellbogen in meinen Rippen spürte, weil sich eine ältere Kollegin zum Buffet durchdrängelte, war ich fast dankbar dafür, wieder in das Hier und Jetzt des Speisesaals zurück gerissen worden zu sein. Ich ergriff meine Chance, sah mir interessiert die einsame Brotscheibe auf dem Teller an, nickte ihr kurz zu und murmelte irgendwas vollkommen Sinnloses, bevor ich mich zu meinen Kollegen setzte. Zwar war ich froh, mit dem Rücken zu ihr zu sitzen, um nicht mehr ihre Augen sehen zu müssen. Aber ich spürte ihre Blicke brennend auf mir, als ich den trockenen Toast in mich hineinstopfte. Diese Frau konnte mir gefährlich werden. Ich musste etwas unternehmen."


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14

Tuesday, August 28th 2007, 9:36pm

Sie:
"Er lief mir den Rest des Tages nicht mehr über den Weg. Als ich am Morgen den Saal verließ, war er schon nicht mehr dort. Meine Gedanken wanderten immer wieder zurück zu dem Moment, in dem sich der warme und freundliche Ausdruck in seinen Augen verhärtete und kalt und abweisend wurde. Ich wurde einfach nicht schlau aus diesem Mann. In dem einen Moment spürte ich, dass auch er eine Art Zuneigung zu mir fühlte, im nächsten Augenblick gab er mir mehr als deutlich zu verstehen, dass ich ein uninteressanter Mensch für ihn war, ein unwichtiges Detail in seinem Leben, lückenlos zu ersetzen. Er schien der launischste Mensch zu sein, dem ich jemals zuvor begegnet war. In seinen schwarzen Augen las ich gleichwohl Zorn, die Veranlagung zu unaufhaltsamer Aggressivität, Zynismus und übertriebene Selbstbeherrschung, aber auch ein weites Spektrum an Emotionen und Empathie, eine tiefe Sehnsucht und Einsamkeit.
Ein Teil von mir fürchtete den dunklen Anteil seines Charakters, den ich hinter den unergründlichen Augen vermutete, ein Teil von mir ersehnte seine Nähe, unterstützt von dem inneren Drang, diese abweisende Schale zu knacken und die wahre Persönlichkeit dahinter zu finden. Ich dachte den ganzen Tag darüber nach, unfähig, meine gewohnte Konzentration wieder zu finden. Am späten Nachmittag, als die sengende Hitze dieses Tages abflaute und das grelle Licht der Sonne eine goldene Farbe annahm, stellte ich fest, dass ich ziellos durch das Gebäude lief in der unbewussten Hoffnun, ihn irgendwo zu treffen."

Er:
"Ich kann nicht sagen, zum wievielten Male ich wieder von vorn beginnen musste. Mittlerweile war ich stinksauer und hätte den ganzen Kram in die Ecke schmeißen können. Aber ich bekam meinen Kopf einfach nicht frei. So konnte es nicht weitergehen. Ich musste mich konzentrieren. Ich durfte meine Aufgabe nicht aus den Augen verlieren. Ich konnte nicht mein persönliches Verlangen, meine Sehnsüchte, meine Wünsche vor das Große Ganze stellen. So lange diese Frau allerdings in meiner Nähe war, drohte ich alles zu vergessen, was mir einst so wichtig war. All diese Jahre habe ich mich an meinem Schmerz, an meine Wut,meinen unstillbaren Durst nach Rache festgehalten – und nun verlor ich meine Selbstbeherrschung durch die Augen einer Frau, die mich so unvoreingenommen und freundlich betrachteten, dass ich beinahe das Gefühl hätte haben können, noch einmal von vorn anfangen zu dürfen und all das, was ich ausgelöst, was ich verbrochen hatte, meine Schuld zu vergessen in den Armen dieser Frau.
Doch ich wollte nicht erneut ein Leben zerstören durch meine Selbstsucht, wenn nicht gar das Ziel meiner Aufgabe aufs Spiel setzen, nur weil ich meinen Empfindungen nachgab. Einmal hatte ich es soweit kommen lassen, dass meine Gefühle über meinen Verstand triumphierten; das Ergebnis war verheerend.
Ich würde dem ein Ende bereiten und ihr aus dem Weg gehen, bis meine Gefühle aufgaben und mein Herz und meine Seele zur Ruhe kamen. Mich überraschte er, dieser neue Schmerz, der sich, durch meinen Entschluss hervorgerufen, in meiner Brust ausbreitete wie in Wasserfleck auf einem Stückchen Seide.
Voller Wut ergriff ich eines der Gläser, die vor mir standen, und schmetterte es mit aller Kraft an die Wand, wo es klirrend in unzählige Stücke zerbarst, die im Licht der späten Sonne glitzerten.
Es ging mir nicht besser."


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Tuesday, August 28th 2007, 10:40pm

Sie:
"Ich hatte gehofft, ihn beim Abendessen wenigstens kurz zu sehen, aber wie ich mitbekam, hatte er bereits weit vor uns gegessen. Ich fühlte mich ausgelaugt, todmüde, obwohl ich wusste, dass ich erneut schlecht schlafen würde. Ich bekam kaum einen Bissen herunter, und ich trank viel zuviel Wein. Der Alkohol senkte meine Stimmung weiter, ich würde am nächsten Morgen mit schrecklichen Kopfschmerzen erwachen. Es war mir gleich, wenn ich nur würde die Denkspirale in meinem Kopf dazu bringen können, anzuhalten. Ich zog mich früh in mein Zimmer zurück, ich war mir sicher, er würde sich nicht mehr sehen lassen. Mir war schon zu Ohren gekommen, dass er äußerst seltsam sei, verschlossen und zurückgezogen, häufig zynisch oder verbal aggressiv, zu keinem Zeitpunkt fröhlich und ausgelassen. Ich ließ mich von ihren Geschichten nicht beeindrucken. Vielleicht war es der Wein, aber ich war bald schon trotzig entschlossen, ihn selbst kennen zu lernen, ihn pur kennen zu lernen – ohne Vorurteile oder schiefe Eindrücke. Ich hatte nur keine Ahnung, wie ich einen Menschen kennen lernen sollte, der mir offensichtlich aus dem Weg ging, ohne ihn völlig zu verschrecken oder zu verärgern.
In meinem Zimmer angekommen, kickte ich die Schuhe von meinen Füßen und riss die Flügel der Terassentüren weit auf, um die stickige Luft aus dem Zimmer zu verjagen.
Der kühle Steinboden fühlte sich gut unter meinen Fußsohlen an. Ich ließ mich auf mein Bett fallen, die Luft, die von draußen hereindrang, war erneut geschwängert von dem lieblichen, intensiven Duft der Blüten, de sich sanft im Licht de vergehenden Sinne wiegten und lange Schatten warfen.
Ich ließ mich rücklings in die weichen Daunen sinken und legte beide Hände über meine Augen.
Meine Gefühle, vielleicht ausgelöst durch das Übermaß an Alkohol, vielleicht aufgewühlt durch diesen wunderschönen Abend, der in eine romantische, laue Sommernacht münden würde, wallten auf und überforderten mich in ihrer Intensität vollkommen. Ich erwartete, dass mir Tränen in die Augen schießen würden vor Frust über diese seltsame Situation, in die ich mich katapultiert hatte, aber ich fühlte Ärger in mir aufsteigen, Wut über sein Verhalten und darüber, was er mit mir machte. Kurz entschlossen stand ich auf und holte mir eine weitere Flasche Redangel aus dem Schrank, den ich entkorkte und mir großzügig eingoss. Während ich trank und das milde Abendlicht durch den roten Filter des Weins bewunderte, beglückwünschte ich mich selbst zu diesem ganzen Blödsinn."

Er:
"Das Licht brach sich faszinierend in dem goldbraunen Whisky, der vor mir stand und nur darauf wartete, so heruntergestürzt zu werden wie die vier vor ihm.
Ich musste in dieser Nacht einfach schlafen, meine Gedanken beruhigen und ich hoffte, dass mein schottischer Freund mir hierbei helfen würde. Ich saß auf dem Boden meines Balkons, mit dem Rücken an die aufgeheizte Steinmauer gelehnt, und redete mir erfolglos ein, ich betrachtete nur mein Glas Whisky und säße nur hier, um die Abendsonne zu genießen und nicht darauf zu warten, dass sie im Garten spazieren ging.
Mein Plan war aufgegangen, ich hatte sie den ganzen Tag nicht mehr gesehen, allerdings kamen meine Gefühle nicht wie geplant zur Ruhe, sondern begehrten umso mehr auf, je länger ich sie nicht sah. Es war, als ob sich ihr Anblick in meine Netzhaut einbrannte, je mehr ich versuchte, sie aus meinem Herzen zu verbannen.
Er half ganz und gar nicht, der Whisky. Mir wurde schwummerig und ich ließ mich auf den Rücken sinken.
So ein Chaos.
Das konnte ich jetzt ganz und gar nicht gebrauchen. Ich hatte zu funktionieren.
Ich angelte mir mein Glas, trank einen Schluck und genoss den holzigen Geschmack in meinem Mund, der ein pelziges Gefühl auf meiner Zunge hinterließ.
Warum eigentlich. Hatte ich nicht auch ein Recht auf ein wenig Glück? Sollte ich es durch meine Vergangenheit verdient haben, für immer allein zu sein mit mir und meinen Erinnerungen? Konnte man das tatsächlich von mir verlangen?
Ich wurde unsicher. Mit dem Zeigefinger stieß ich das Glas um und beobachtete, wie der goldene Inhalt langsam zwischen den Steinen versickerte. Es wäre so einfach, gerade mit dem brennenden Alkohol in meinem Magen, der ein Übriges tat.
Ich könnte jetzt einfach aufstehen, mir etwas überziehen, zu ihr hinuntergehen, an ihre Tür klopfen und abwarten, was passiert. Ich könnte es tun. Ich wollte s tun, mit jeder Faser meines Körpers. Aber ich wusste: ich würde es nicht tun."


"Schatten, die auf unser Leben fallen, sind nichts anderes als ein sicheres Zeichen dafür,
dass es irgendwo ein Licht ge
ben muss, das es sich zu suchen lohnt."


***Loved and Lost***

Whiteangel

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16

Tuesday, August 28th 2007, 10:52pm

Sie:
"Ich könnte hochgehen zu ihm, jetzt in diesem Moment. Er würde mir die Tür öffnen und ich würde ihn zur Rede stellen, was er sich einbildet, was er denkt, wie er Menschen behandeln kann.
Ich könnte auch einfach ganz nah an ihn herantreten und sie küssen, seine Lippen, die ich mir weich und süß wie Honig vorstellte.
Ich betrachtete das Weinglas in meiner Hand, in dem eine kleine traurige, rote Pfütze schwappte.
Ich könnte auch einfach hier bleiben, bei meinem Wein und meinen Gedanken."

Er:
"Wie kann es sein, dass ich etwas so sehr will, dass ich mich kaum dagegen wehren kann? Ich kannte das nicht.
Sicher, auch nach ihr, der ersten, hatte ich Frauen gekannt und in meine Nähe gelassen. Es waren kurze Momente des Glücks gewesen, flüchtig wie ein Wimpernschlag, und flach und schal wie altes Bier, die mein Gefühl der Einsamkeit und der Unvollkommenheit nur verstärkten.
Seit längerem schon hatte ich es dabei belassen. Ich brauchte es nicht mehr, mir selbst etwas vorzuspielen. Es gab keinen Frieden für mich.
All diese Frauen, ich weiß weder, wie viele es waren noch erinnerte ich mich an ihre Gesichter, sie waren austauschbar und seelenlos für mich, pure Mittel zum Zweck, den sie nie erfüllen konnten.
Es wäre so einfach, sie nun auch in die Reihen dieser gesichtslosen Wesen einzureihen, die zwar mein Bett, aber nie mein Leben geteilt hatten. Aber etwas war anders, und ich konnte es nicht fassen."


"Schatten, die auf unser Leben fallen, sind nichts anderes als ein sicheres Zeichen dafür,
dass es irgendwo ein Licht ge
ben muss, das es sich zu suchen lohnt."


***Loved and Lost***

Moony

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17

Wednesday, August 29th 2007, 12:21pm

hach das ist soooooooo schön

*schmelz*

Whiteangel

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18

Wednesday, August 29th 2007, 10:05pm

Sie:
"Ich blieb bei meinem Wein. Zwar war ich, dank des Redangel in meinem Blutkreislauf, mehrfach kurz davor, mir etwas überzuwerfen, einfach zu ihm hinauf zu gehen und an seine Tür zu klopfen. Es brachte mein Blut zum Kochen, wenn ich mir vorstellte, ihn ganz einfach, ohne ein vorher gedankenlos gesprochenes Wort, direkt auf den Mund zu küssen, und mir zu überlegen, wie seine Reaktion wohl aussehen würde. Würde er zurückweichen, mich wegstoßen? Würde er die Situation und meinen bedauernswerten angetrunkenen Zustand ausnutzen? Oder würde er die Arme um meine Taille legen und meinen Kuss sanft erwidern?
Aber ich brachte es nicht über mich. Diese Zweifel, dieses Hin- und Hergerissensein zwischen meinem Kopf und meinem Herzen, ich hatte sie schon lange nicht mehr erlebt. Ich war so unsicher wie ein Teenager, konnte mich nicht entscheiden, was ich wollte. Wollte ich, dass er mich wegstößt und damit dieses aufreibende Anwachsen meiner Gefühle im Kein erstickte? Damit ich mich wieder vollends auf mich, meine Arbeit und mein Leben konzentrieren konnte? Oder wollte ich mich wirklich mit ihm einlassen, diesen geheimnisvollen Mann, vor dem ich mich gleichzeitig fürchtete und vor Verlangen nach seiner Nähe brannte?
Wieder einmal stand ich entschlossen auf, wieder einmal ließ ich mich mutlos auf mein Bett zurückfallen. Es war dunkel geworden. Abertausende von Sternen prangten am schwarzen Himmel und die samtige, süße Luft duftete nach Orangen.
Meine Gedanken wanderten zu dem Balkon über mir. Ob er in diesem Augenblick dort stand, wieder in die Sterne sah und den Duft dieser Nacht einatmete? Ich widerstand dem Drang, auf die Terrasse zu huschen und vorsichtig an der steinernen Brüstung entlang nach oben zu blicken, ob ich seine Hände entdecken konnte, mit denen er sich auf die langsam auskühlenden Steine stützte. Nicht auszudenken, wenn er mich gesehen hätte! Ich hatte mich schon lächerlich genug gemacht. Mein Blick fiel auf die Weinflasche, die mittlerweile leer am Boden lag. Ich seufzte. Ein schönes Durcheinander.
Ich war hergekommen, um mein Leben zu ordnen und meinen Weg wiederzufinden. Stattdessen hatte ich ihn gefunden, den Mann, der mich um den Verstand brachte und kühnste Phantasien in mir weckte. Ich konnte mir nichts mehr ersehnen, als dass er mich in seine Arme nahm und fest an sich gedrückt hielt. Tatsächlich konnte ich allerdings nur hoffen, dass er mich überhaupt wahrnahm und vielleicht sogar grüßte.
Ich kippte den letzten Schluck Wein hinunter und reflektierte die vergangenen Tage. Prima. Kaum war ich zwei Tage hier, schlug mein Verstand Purzelbäume, ich hyperventilierte, wenn ich ihn sah, hatte meine Gefühle nicht mehr im Griff. Und ich war sturzbetrunken.
Wohin sollte das nur führen?!"

Er:
"Längst hatte ich die Flasche wieder zurück in den Schrank gestellt. Dennoch beflügelte der Alkohol meine Sinne. Ich versuchte, die verwirrenden Gefühle, die ich empfand, zu erklären. Ich erinnerte mich an die Frauen in meinem Leben, um mich abzulenken, um sie, diese neue Frau, zu reduzieren auf einen x-beliebigen Menschen, der in meinem Leben keine große Rolle spielte. Es gelang mir nicht.
Immer drängte sich ihr Gesicht zwischen meine angestrengten Grübeleien, ihr Lächeln war warm und freundlich, ihre Augen offen und einladend. Ich schüttelte meinen Kopf, als ob ich dieses Bild aus meinem inneren Auge verscheuchen könnte wie eine lästige Fliege.
Ich musste mir eingestehen, dass es nicht funktionierte, dass diese Frau eben nicht vergleichbar war mit den anderen, die ich gekannt hatte. Die anderen Frauen – es waren bewusste Entscheidungen gewesen, jede ein verzweifelter Versuch, meine Vergangenheit wenigstens für eine kurze Zeit zu vergessen, ober mir hinter geschlossenen Lidern vorzumachen, dass alles gut sei. Es hatte nie funktioniert, zu keinem Zeitpunkt. Ich hatte es aufgegeben, es gab keinen Sinn.
Bei dieser Frau war es anders. Meine Entscheidung war klar. Nur akzeptierten mein Herz und meine Seele sie nicht.
Ich trat an die Balkonbrüstung, stützte meine Hände auf, als ob ich keine Kraft hätte, mich aufrecht zu halten. Es waren Millionen von Sternen am Himmel, der so offen und so weit war und der mir für einen flüchtigen Moment Hoffnung gab.
Mein Blick fiel nach unten. Halb hoffte ich, sie zu sehen, halb war ich erleichtert, dass sie nicht dort war.
Ich hatte den Eindruck, dass sie mich mit jedem Mal, dass wir uns in die Augen blickten, ein Stück weiter gefangen nahm. Und ich würde mich bereitwillig gefangennehmen lassen, wenn ich nichts unternahm.
Ich haderte mit meinem Leben. Alles, was geschehen war, war meine eigene Entscheidung gewesen, für die ich die Verantwortung tragen musste. Wie oft hatte ich mir gewünscht, dass alles sei nie geschehen, ich wäre nie geboren worden. Wie oft hatte ich mir gewünscht, ich wäre tot. Wie oft hatte ich danach das Gefühl gehabt, ich sei bereits tot? Es war kein Leben, das ich hier fühlte. Meine Kehle brannte, mich dürstete nach dem Inhalt der Flasche in meinem Schrank, doch ich widerstand - was hätte es helfen sollen, sich sinnlos zu betrinken?
Die Tragödie meines Lebens, die ich selbst verschuldet hatte, würde ich nie abwandeln können. Das Gefängnis, in dem ich meine Seele hielt, war längst zu meiner neuen Heimat geworden, ich sah es bald wie einen Freund, der mich beschützte, andere vor mir beschützte, mich abschirmte und mein Inneres stumpf werden ließ.
Und doch ersehnte ich nichts mehr, als mich einmal fallen lassen zu dürfen und einen kurzen Moment, einer Ewigkeit gleich, Frieden zu spüren und in mir zu ruhen, ohne mich zu hassen oder zu verfluchen, und zu fühlen, was es heißt, zu leben."


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Moony Black

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19

Wednesday, August 29th 2007, 10:13pm

*schluchz*

seit wann bin ich denn so emotional


*schmelz*

einfach nur schön

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20

Wednesday, August 29th 2007, 10:25pm

Sie:
"Ich erwachte mit hämmernden Kopfschmerzen und einer latenten Übelkeit, die aber das flaue Gefühl in meinem Magen, ausgelöst durch ihn, nicht zu überdecken vermochte. Offenbar hatte ich quer und völlig verdreht in meinem Bett gelegen, denn mein ganzer Körper schrie vor Schmerzen, als ich mich bewegte. Nie wieder Wein, schwor ich mir. Was um alles in der Welt tat man sich mit diesem Zeug nur an?!
Gefühlte vier Stunden später hatte ich es geschafft, aufzustehen. Die Sonne blendete meine Augen und löste einen weiteren stechenden Schmerz in meinen Schläfen aus. Ich stand vor dem Spiegel und betrachtete mich. Ich konnte mich nur verschwommen erkennen, doch meine Haut war so fahl wie das Waschbecken, auf das ich mich schwer aufstützte, meine Augen waren verquollen und mein schweißgetränktes Haar insgesamt strubbelig, hier und da standen einige vorwitzige Strähnen wirr von meinem Kopf ab.
Ja, ich war eindeutig eine Schönheit und ich hatte mein Leben völlig im Griff."


Er:
"Ich stand auf der Brüstung und klammerte mich an ihr fest wie auf einem Schiff in einem wilden Sturm. Ich grübelte und betrachtete den Weg der Sterne, bis der Morgen graute und der erste Vogel sein hoffnungsfrohes Lied anstimmte.
Die ganze Nacht über hatte ich dort gestanden und darauf gewartet, dass sie den Garten betrat, jederzeit bereit, mit dem Schatten der Dunkelheit, in dem sie mich nicht würde sehen können, zu verschmelzen.
Ich wollte sie nur betrachten, aus der Ferne, um sie nicht zu gefährden und sie nicht mein Ziel gefährden zu lassen, ich wollte sehen, wie sie dort lief, barfuß zwischen den duftenden Pflanzen, wie das dünne Kleidchen sie umfloss wie reines Mondlicht, ihre Hände die zarten Knospen und Blätter am Rand ihre Weges streifend, wie sich ihr Brustkorb hob und senkte, wenn sie atmete, weil sie lebte.
Die Stunden des Nachdenkens hatten nur eines gebracht: die Erkenntnis, dass dieser Mensch in mich eingedrungen war, mir etwas bedeutete, dass mein Herz, meine Seele bereit waren, sich zu verlieben und dass ich hilflos war, da ich keine Möglichkeit sah, diesen Emotionen zu entkommen, geschweige denn ihnen nachzugeben.
Ich hatte mir die Haare gerauft in dieser Nacht, hatte in mir gewühlt, um die Liebe zu ihr, der ersten, zu finden und wieder über alles zu stellen. Der Schmerz kehrte zurück wie ein alter Freund, die Trauer, die Schuld, die Reue, sie waren wieder da, doch im nächsten Moment tauchten ihre Augen auf, sahen mich, vergaben mir und ließen den Schmerz verblassen. In mir tobte ein Kampf um diese beiden Frauen, die mir das Gefühl gaben, menschlich zu sein, und ich konnte nicht eingreifen.
Irgendwann an diesem grauenden Morgen gelang es mir, in einen aufwühlenden, anstrengenden kurzen Schlaf zu fallen, aus dem ich erwachte, als sei ich gealtert und trüge Lasten auf mir, die mich unter sich begruben.
Ich hätte mir am liebsten die Decke über den Kopf gezogen und wäre nie wieder aufgestanden."


"Schatten, die auf unser Leben fallen, sind nichts anderes als ein sicheres Zeichen dafür,
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***Loved and Lost***