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Sunday, January 15th 2012, 4:52pm

Lernen

Bei mir fängt der Schulunterricht nach den Winterferien gerade wieder an. Das heißt u.a. auch, dass sich mein Tagesablauf wieder komplett ändert. Bis zum Nachmittag bzw. Abend Schule, Hausaufgaben und Referate, Klausuren. Möchte man die Schule mit einem guten Abschluss verlassen, ist es unerlässlich regelmäßig den durchgenommenen Stoff zu wiederholen, sich in ein Thema weiter hineinlesen; kurz: lernen.

Wie lernt ihr (Schüler, Studenten, Berufstätige bei Fortbildungen..., dieser Thread richtet sich an jeden) am besten? Durch Hören, Lesen oder müsst ihr euch alles nochmals aufschreiben? Habt ihr besondere Strategien?

Habt ihr regelmäßige Lernzeiten? Wie viele Stunden pro Woche verbringt ihr im Durchschnitt mit Vor- und Nachbereitung von Unterricht/Veranstaltungen usw.?

Ich finde es spannend, zu erfahren, wie andere ihr Lernen stukturieren und freue mich über Antworten :-)
When I’m 80 years old and sitting in my rocking chair, I’ll be reading Harry Potter. And my family will say to me, “After all this time?” And I will say, “Always.”

mrs_karkaroff

Foren-Oma

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Lieblingsbuch: Harry Potter und der Orden des Phönix

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Sunday, January 15th 2012, 5:18pm

Wie ich in der Schule bzw. auf der Uni gelernt habe, weiß ich gar nicht mehr so genau - es ist ja auch schon etwas her :D Ich weiß nur, dass ich viel gelesen habe, ich bin ohnehin mehr der Schriftmensch als der Redemensch - mir prägen sich Dinge, die ich gelesen bzw. geschrieben habe, besser ein als reines Zuhören. Deshalb mache ich mir auch gerne Notizen.

Mit 41 bin ich dann der Idee verfallen, mich selbst mal wieder auf den aktuellen Stand meiner Zunft zu bringen (sicher habe ich auch ein wenig die Herausforderung gesucht). Tag für Tag zur Arbeit gehen artet - selbst wenn man einen sehr abwechslungsreichen Job hat - doch irgendwann in Routine aus.

Jedenfalls habe ich in 3 Monaten in Vollzeit meinen Bilanzbuchhalter gemacht. Ich hatte 6 Stunden Unterricht pro Tag und habe dann noch zwei bis drei Stunden den Stoff nachgearbeitet. Allerdings musste ich das Lernen erst mal wieder lernen - man kann das in der Tat auch verlernen. Ich fand es wesentlich leichter, mir den Stoff anhand von Beispielen bzw. Aufgaben zu erarbeiten - das entspricht ja auch der beruflichen Arbeitsweise. Das reine Lesen von theoretischen Erklärungen war mir mittlerweile zu fremd.

Drei Jahre später habe ich noch IFRS-Accountant gemacht. Das war eine Woche Vollzeit-Kurs, danach vier Wochen E-lerning und dann eine Internet-Klausur. Vom Lernen her habe ich es so gemacht wie beim BiBu - also Beispiele rechnen, Lösungswege nachvollziehen etc.

Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, einen längeren Zeitraum hinweg E-lerning zu machen. Man hat kein Feedback und muss die Disziplin aufbringen, auch wirklich zu lernen :gruebel: - es kontrolliert ja niemand.

Beim BiBu habe ich sehr darauf geachtet, mindestens einen Tag in der Woche lernfrei zu haben - also Dinge zu tun, die nichts mit dem Kurs oder der Prüfung zu tun haben (in ein Museum gehen, shoppen, ein Konzert oder Musik zu hören, ein Buch zu lesen). Das ist genauso wichtig wie die Lernphasen selbst.

Auch am Tag vor Prüfungen habe ich nicht mehr gelernt, sondern bewusst versucht, mich abzulenken und zu entspannen. Leute, die die Bücher erst zuklappen, wenn sie zur Prüfung aufgerufen werden, sind meist so nervös und verspannt, dass sie nichts mehr zustande bekommen :gruebel:

Genauso wichtig wie Entspannungspausen ist regelmäßiger und ausreichender Schlaf. Klingt komisch, aber in ausgeschlafenem Zustand ist man einfach leistungsfähiger :gruebel:

Bei den Fortbildungslehrgängen ist es üblich, die Prüfungsklausuren der letzten Jahre zum Durcharbeiten zu bekommen, damit man sich an die Art der Aufgabenstellung, die Sprache und die Anforderungen gewöhnt. Ich selbst wäre nie auf die Idee gekommen, einen Lehrer um frühere Klausurthemen zu bitten, aber es hilft wirklich. Vor allem verliert man seine Nervosität, wenn man mit der Art der Aufgabenstellung vertraut ist.
"Ich verstehe nichts von Unterhaltung. Wenn Sie mich nach dem Namen einer aktuellen Popgruppe fragen, muss ich wochenlang nachdenken. Und wenn mir dann ein Name einfällt, werden Sie mir sagen, dass das ein Streichquartett ist."
(Hans Joachim Kulenkampff)

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Serenissima

1. Klässler

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3

Sunday, January 15th 2012, 6:34pm

Ich muss ja ganz ehrlich zugeben, dass ich in der Schule unglaublich faul war. Ich hab im Prinzip nichts getan. Ich war im Unterricht zwar immer aufmerksam aber lernen konnte ich nicht. Ich hatte aber auch das Glück, in manchen Fächern garnichts lernen zu müssen.

Mit der Uni hat sich das aber geändert. Da muss ich lernen und da macht es mir (teilweise) auch wirklich Spaß. Ich studiere Deutsch, Englisch und Italienisch und da muss man eben viel auswendig lernen und andauernd vor- und nachbereiten. Egal, ob das Literatur-/Sprachtheorien oder Vokabeln sind. Da muss das eben alles in den Kopf. Am besten funktioniert das bei mir mit Karteikarten. Es ist zwar einige Arbeit den Stoff zusammenzufassen und dann auf die Karten zu schreiben aber dabei hat man ja auch schon Übung. Der Vorteil von Karteikarten ist auch, dass ich sie immer und überall dabei mitnehmen kann. Das macht das Wiederholen leichter. Ansonsten bin ich auch ein Freund von Lerngruppen. Da bringt jeder seine Stärken ein und das ganze wird nochmal in Normaldeutsch erklärt, sodass man das ganze am Ende auch wirklich verstanden hat. Dafür muss man aber auch wirklich die richtigen Leute finden. Ansonsten kann das ein echter K(r)ampf werden. :)

Bestimmte Lernzeiten setze ich mir nur, wenn ich wirklich kurz vor den Klausuren stehe. Da nehme ich mir pro Tag ungefähr ein bis zwei Stunden intensiv den Stoff vor und dann ist aber gut. Dann ist das nicht zu viel und der Stoff "setzt" sich dann etwas. Das mache ich dann ungefähr zwei Wochen so. Und weil ich glaube, dass es mir was bringt (reiner Aberglaube :D ), lege ich mir abends vor der Klausur meine Karteikarten unter das Kopfkissen und hoffe, dass der Stoff magisch in meinen Kopf wandert. :lachen:

Insgesamt verbringe ich aber nie wirklich mehr als 10 Stunden die Woche mit Vor- und Nachbereitung. :)
Just
When the Caterpillar
Thought the World was Over...
It Became A Butterfly

4

Sunday, January 15th 2012, 6:57pm

Wie lernt ihr (Schüler, Studenten, Berufstätige bei Fortbildungen..., dieser Thread richtet sich an jeden) am besten? Durch Hören, Lesen oder müsst ihr euch alles nochmals aufschreiben? Habt ihr besondere Strategien?

Ich bin ein extrem visueller Mensch, kann also durch Hören nichts lernen. Ich muss das alles lesen.
Tja, wie habe ich gelernt? Auf den letzten Augenblick. Ich kann nicht ohne Druck lernen. Ich konnte mir niemals den Lernstoff brav täglich einteilen. Ich brauche Druck. Auf der Uni habe ich stets nur das Nötigste gemacht, aber dann, wenn eine Clausur anstand oder erst recht das Vordiplom, Diplom...habe ich auch schon mal 16 Stunden am Tag reingehauen.
Anders geht es bei mir nicht.
Auch jetzt ist das so. Ich muss sehr viele wissenschaftliche Texte verfassen. Ich mache meine Kollegen oft wahnsinnig, weil ich scheinbar nichts tue. Aber ich muss ein gutes inneres Timing haben, denn irgendwann sagt ES in mir: So, jetzt voran.
Und dann setz ich mich hin und tipp den Text runter. (Ich habe seit dem dritten Schuljahr keine Texte mehr ins Unreine geschrieben.) Ich denke mir, dass mein Hirn auf der vorbewussten Ebene arbeitet und mir irgendwann sagt: "So, jetzt schreib auf."
Und letztlich lerne ich auch so.
Früher und wenn ich jetzt noch was lernen muss, dann auch heute so.
Ist nicht unbedingt zum Nachahmen geeignet! Das muss man können, denke ich.
Aber wie gesagt, ich brauche den Druck. Meine Eltern hat es in den Wahnsinn getrieben. So oft hatten sie mir die Plagen Ägyptens prophezeit, weil ich so faul war. Aber wenn wirklich ALLES von der letzten Arbeit abhing - Überleben oder Hängenbleiben- dann hab ich meistens eine 2 geschrieben.
Auch wenn ein drohender Lehrer hinter meinem Stuhl stand, habe ich mich zu Höchstleistungen hochgeschwungen. Mein erbitterter Vater hat mich darum mal eine "Sklavenseele" genannt. Ich brauch die Peitsche. :D


In der Auswahl seiner Feinde kann man nicht sorgfältig genug sein.
(Oscar Wilde)

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5

Wednesday, January 18th 2012, 10:05am

Ich muss mir immer alles aufschreiben!
Also ich lese die Texte, markiere, schreibe es mir auf. Was ich dann schon kann, streiche ich durch. Was noch nicht, schreibe ich wieder auf... bis zum Schluss nur noch wenig auf dem Zettel steht.
Vokabeln (z.B. Anatomie) lerne ich durch aufschreiben und Eselsbrücken:
albus - weiß (ich denke da an Dumbledore --> und male mir ihn als Skizze daneben :dumbledore1: )
acromion - Schulterhöhe ( die 'Aggro-Person' reicht mir nicht mal bis zu Schulter... ) :D

:halloween1:
''Steh auf, du nutzloser Kloß, steh auf!''

ann-susanna

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6

Wednesday, January 18th 2012, 6:03pm

Herrje, bei mir Schule und Studum auch bereits so grässlich lange her - aber ich war nie der Typ, der brav jeden Tag eine gewisse Zeit einplante. Manchmal habe ich einfach gar nichts getan.

In der Schule, bei Fächern, die mir einfach "lagen" habe ich nur auf den letzten Drücker gepaukt.

Bei Dingen, wo ich wirkich Probleme hatte, wie Mathe oder Physik, musste ich mir die wichtigsten Eckpunkte der Themen immer aufschreiben, damit ich es verinnerlichen konnte.

Später, im Studium, habe ich bei Stoff, der mir nicht so lag, mit "Kontra" gearbeitet. Ich habe mir zu den einzelnen Bereichen eine Stichpunktliste erstellt, was mir am Autor, dem Buch, oder der Thematik an sich, gegen den Strich ging, Gegenargumente gesammelt - falls dann in Prüfungen das sprichwörtliche Brett vor dem Kopf auftauchte, konnte ich mich darauf beziehen und die Inhalte des Gelesenen anhand dieser Gedankenstütze wieder ins Gedächtnis rufen.

Generell hatte ich jedoch die Macke niemals! am Tag vor einer Klausur oder Prüfung zu lernen, an dem Tag wurde entspannt, geschlemmt, geschlafen - die Seele durfte nach Herzenslust baumeln. :)
I´ve got one last ride left in me


(c) by Ricky

Tonda

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Nenne mich so: Tonda

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Lieblingsbuch: Harry Potter und der Halbblutprinz

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Friday, January 27th 2012, 12:08pm

WENN sich der faule Herr - sprich: Ich :D - dazu aufraffen kann, z.B. vor wichtigen Klausuren, ist es immer hilfreich sich eine Umgebung mit angenehmen Lernklima zu suchen.
Ich gehe meist in die Unibibliothek. Dort sind alle so beschäftigt und fleissig, dass man sich ganz mies vorkommt, wenn man statt dessen nur herum blödelt. (Wie es bei mir woanders der Fall wäre.)
Das allein ist sehr hilfreich. Auch, wenn du Referate o.Ä. zu schreiben hast.
Vergiss die Pausen nicht und alles wird gut laufen.

:)

~

~ Erinnerung eines Fremden ~

...You were just to young to find the senses in your life...

~

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