Steve Kloves, Drehbuchator des sechsten Films
"Harry Potter und der Halbblutprinz", führte vor kurzem ein Interview mit der LA Times, in dem er zuerst über eine Szene redete, die er in der zweiten Verfilmung nicht mochte, bis sich das Gespräch dem bald erscheinendem Blockbuster zuwandte. Das Interview haben wir für euch ins Deutsche übersetzt.
Es gibt da einen Moment in „Die Kammer des Schreckens“, den ich nicht mag. In der betritt Hagrid am Ende des Films Hogwarts und die gesamte Gruppe der versammelten Schüler klatscht. Das würde nicht passieren. Und es hat mich sehr verärgert. Ich nahm es als Missbrauch des Charakters wahr. Und das war etwas merkwürdig, weil Chris Columbus [Regisseur] ein Potter – Freund ist. Er trug das Buch immer mit sich herum […]
Was, wenn überhaupt, kannst du über diesen Moment zwischen Snape und Dumbledore sagen? Im Buch ist es eine kurze, aber sehr emotionale Szene.
[…] Wenn man den Film aufmerksam verfolgt, bemerkt man einige Momente, vor allem von Alan Rickman [Snape], die sehr außergewöhnlich sind. Da ist etwas, was wir hinzugefügt haben und auf das man sich sehr freuen kann, eine kurze Szene zwischen Harry und Snape vor dieser großen Szenen. Es wird interessant sein zu sehen, wie sie dem Publikum gefällt. Es sollte ein unvergesslicher Moment für Harry sein. Während ich schrieb, hatte ich einfach eine Idee über eine Szene zwischen ihm und Snape, etwas, worauf Harry zurückblicken und sich hinterfragen konnte, warum er nicht anders gehandelt hat.
Ich habe auch gelesen, dass die meisten von Dumbledores Erinnerungen von dem jungen Voldemort, damals Tom Riddle, aus dem Film geschnitten wurden.
In meiner Erstfassung hatte ich, bis auf eine, jede einzelne Erinnerung, glaube ich. Ich habe sogar einige Dinge bezüglich Voldemort dramatisiert, die nicht im Buch waren, wie der Tod von Toms Eltern, solche Dinge halt. Ich bin ein Harry Potter – Fan, deshalb tendierten meine ersten Entwürfe dazu, das wiederzugeben, was dazu führte, dass sie sehr lang und ausführlich waren. Als David Yates kam, hatte er eine genaue Vorstellung, die darin bestand, Voldemorts Aufstieg zu zeigen, ohne großartig seine Vergangenheit als Riddle mit einzubeziehen. Er fand nicht, dass die meisten Erinnerungen so fesselnd auf der Leinwand sein würden, wie im Buch. Er mochte sie im Entwurf, aber er fand, dass im Kino Voldemorts Geschichte wichtiger sein würde als die des jungen Riddles.
Das gesamte Interview könnt ihr euch
hier auf Englisch durchlesen.
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