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Nico

Zaubereiminister

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1

Tuesday, July 14th 2009, 1:59pm

HP6 - Review im Hamburger Abendblatt

In der gestrigen Ausgabe des Hamburger Abendblatts ist ein großer Artikel zum sechsten Film "Harry Potter und der Halbblutprinz" erschienen, den wir euch natürlich nicht vorenthalten möchten. Darin ist unter anderem ein Review sowie ein kleiner Text über Emma Watson (Hermine Granger) enthalten.

Emma Watson, die seit 2001 in allen Harry-Potter-Filmen dessen Mitschülerin Hermine gespielt hat, stand auch im sechsten Spielfilm um den Zauberschüler ("Harry Potter und der Halbblutprinz") vor der Kamera. Zum Glück, sagte sie der "Welt am Sonntag" im Interview, altere sie mit ihrer Rolle. Dass es am Set deswegen wilder zugehe als früher, sieht sie nicht: "Wir sind älter und dürfen länger arbeiten. Und ich habe jetzt den Führerschein. Ich trinke keinen Kaffee und habe auch nicht angefangen zu rauchen. Und es gibt definitiv keinen Alkohol in meinem Leben."


Mit den Jungs ist die junge Schauspielerin "noch vorsichtiger, als ich es sowieso schon wäre" - sie ahnt, dass viele es nur auf den Jungstar Emma Watson abgesehen haben könnten. "Aber als Mädchen in meinem Alter ist es sowieso schwierig mit den Jungs. Ich halte die Kerle nicht auf Sicherheitsabstand. Aber ich gehe das Ganze mit der nötigen Portion Skepsis und Vorsicht an."
Watson, die inzwischen als Gesicht des Modehauses Chanel verpflichtet wurde, freut sich darüber, dass sich auch Hermine inzwischen modisch weiterentwickelt hat: "Die frühe 'Hermine-Phase' mit Strickjacken und Wollstrumpfhosen - das war ziemlich gruselig."

Sie hat sich daran gewöhnt, dass nach Potter-Premieren ihr privates Outfit öffentlich diskutiert wird. "Das wurde mir erst bei der Premiere des vorherigen Potter-Films bewusst. Es klingt vielleicht ein bisschen naiv, aber vorher wäre es mir nie in den Sinn gekommen, dass es jemanden interessieren könnte, was ich trage. Ich war etwas sorgloser in Bezug auf die Wirkung eines Outfits."

Pläne für die Zukunft hat Emma Watson schon - aber außer dem Studium in den USA, das sie in einem Monat beginnt, klingen die noch ziemlich vage: "Ich bin schon sehr aufgeregt und freue mich auf etwas Normalität in meinem Leben. Ich bin 19 Jahre alt, und ich habe keine Ahnung, was ich will. Ich möchte nur ein normaler Teenager sein. Ich möchte Leute meines Alters treffen. Ich möchte mal ein ganz normales Leben leben." Schauspielen soll aber auch weiter dazugehören.

Den Filmartikel gibtes direkt hier:

Hätte man vermutet, wie gefährlich Schokoladenkonfekt sein kann? Harry Potters bester Freund Ron, bekanntlich verfressen wie ein Hamster, verfällt nach dem Genuss an seinem Geburtstag unerklärlichen, geradezu magischen Schwarmanfällen für seine Jahrgangskameradin Romilda Vane - obwohl Ron doch seit Wochen von Knutschfreundin Lavender Brown umschlungen wird. Klar, da wirkt ein Zaubertrank. Wäre ja auch merkwürdig, wenn in einem Internat für Magiernachwuchs der Liebe nicht mit allen Mitteln nachgeholfen würde.

Die Irrungen und Wirrungen der Pubertät sind die große Sub-Erzählung in dem neuen Filmabenteuer "Harry Potter und der Halbblutprinz", das am Donnerstag sechs Monate später als ursprünglich geplant anläuft. Regisseur David Yates, der bereits den Vorgänger "Harry Potter und der Orden des Phönix" inszenierte, taucht Folge sechs - den Auftakt zur Endrunde im Kampf gegen das Böse - in kalte, harte Farben. Der böse Lord Voldemort ist gestärkt zurückgekehrt, sammelt seine Anhänger um sich und greift mittlerweile sogar die Welt der Muggel (Nichtzauberer) an. In der grandiosen Eingangssequenz spielt etwa die Londoner Millennium Bridge eine Rolle.
Das Zauberinternat Hogwarts, für Harry lange Zeit der einzig glückliche Ort seiner Kindheit, ist definitiv kein geschützter Ort mehr: Die Zöglinge müssen von türsteherartigen Sicherheitskräften des Zaubereiministeriums bewacht werden. Wobei wir natürlich längst wissen, dass der Feind nicht müde wird, das Schloss selbst zu infiltrieren. Die äußere Situation ist gespannt, die innere Verfassung der Helden aber mindestens ebenso aufregend. Harry und seine Freunde entdecken wie die meisten Jugendlichen in diesem Alter mit sechzehn Jahren die mal komischen, mal schmerzensreichen Verstrickungen der Liebe - Hormone brauchen ja keinen Zaubertrank.

Sechzehn - tja: Für alle drei Hauptdarsteller ist die Teenagerrolle eine Gratwanderung, die man ihnen gerade noch abnimmt. "Harry" Daniel Radcliffe (wird in wenigen Tagen 20) trägt immer noch die Kinder-Kassenbrille, spielte aber im wirklichen Leben schon anspruchsvolle Theaterrollen wie auch der wunderbar schusselige "Ron" Rupert Grint (20). "Hermine" Emma Watson (19) ist mittlerweile das Werbegesicht von Chanel. Immerhin meistern sie die filmischen Teenie-Gefühls-Wechselbäder schauspielerisch überzeugend wie junge Erwachsene. Hermine entdeckt Gefühle für Ron, bei Harry muss Rons Schwester Ginny (Bonnie Wright) selbstbewusst nachhelfen. Es wird laufend errötet, gestammelt, geknutscht - "aber die Hände bleiben immer schön über der Gürtellinie", beobachtete der britische "Guardian".
Das Drama geht allerdings nicht in Romanzen unter. Harrys Vaterfigur Albus Dumbledore (Michael Gambon) bereitet den Hoffnungsträger gezielt auf die Entscheidungsschlacht mit Voldemort vor. Auf der Suche nach Voldemorts vielleicht entscheidenden Schwachpunkten reisen sie zu einer Höhle in einer sturmumtosten Felswand - als ideale Außenkulisse dafür entdeckte das Filmteam die Cliffs of Moher an der irischen Westküste. Die Höhlenszene selbst, im Studio gedreht, wirkt leider nicht ganz so gruselig wie im Buch.
Überhaupt hat sich Regisseur Yates bei der Straffung des "Halbblutprinz"-Wälzers etliche unverständliche Freiheiten genommen. Er hat die Rekonstruktion von Voldemorts Jugend stark komprimiert, Episoden weggelassen, andere hinzuerfunden. Einige Figuren fehlen ganz. Nach den Previews reagierten bereits viele Fans empört.

Dennoch: Die Verfilmung hat Tempo und eine klare psychologische Linie. Eben noch hat Harry Potter als junger Mannschaftskapitän alle Hände voll zu tun, um die Eifersüchteleien in seinem Quidditch-Team zu schlichten. Im nächsten Moment ist er schon der fast erwachsene "Auserwählte", der die Welt der aufrechten Zauberer gegen die schwarze Magie verteidigen muss. Aus dem Schüler wird ein Lehrer und ein Vorbild. Ein Übergang, der Harry wieder einmal viel Mut und strategisches Denken abverlangt; ein Lebensabschnitt, der auch wieder von einem folgenschweren Verlust überschattet wird.
Zu den unbestreitbaren Stärken der Potter-Filme gehörte immer die Besetzung. Diesmal gibt Jim Broadbent (bekannt unter anderem aus "Tintenherz" und "Bridget Jones") einen wunderbar eitlen und manipulativen Professor Slughorn, der am liebsten Prominente um sich sammelt. Helena Bonham Carter als Hexe Bellatrix steigert sich zu einer so dämonischen Furie, dass Lady Macbeth dagegen wie eine Magermilch-Trulla wirkt. Und der elfjährige Hero Fiennes Tiffin (zufällig der Neffe von Voldemort-Darsteller Ralph Fiennes) spielt den kindlichen Voldemort mit einer Mischung aus Intelligenz und kalter Berechnung, die einen wahrlich das Fürchten lehrt.
"Harry Potter und der Halbblutprinz" feiert bereits morgen in einigen Kinos seine Vorpremiere.

*Quelle
*Zum Artikel auf der Hauptseite

Andi

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2

Tuesday, July 14th 2009, 2:24pm

Die Kritik hört sich auf jeden Fall besser an, als (fast) alle, die bisher veröffentlicht wurden. Da wird die Liebe nur als "Sub"-Story beschrieben - so wars ja auch im Buch. Und damit müssen wir wohl leben, wir sind es ja gewohnt: Er hat die Rekonstruktion von Voldemorts Jugend stark komprimiert, Episoden weggelassen, andere hinzuerfunden.

Naja, wie auch immer, morgen können sich viele von uns schon eigene Meinungen bilden.. :dafuer1:

snapysnape

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3

Tuesday, July 14th 2009, 2:30pm

Die ich auch prompt am Donnerstag mitteilen werde!

Naja, was die Auslassungen betrifft, wird es wohl gradezu
erschreckend Voldemorts Vergangenheit betreffen!

Trotzdem freue ich mich sehr auf die Vorstellung morgen Abend! ;-)
Du musst abschließen können und neu anfangen.
Wofür hat das Leben einen Vorwärtsgang?
Du musst abschließen können, irgendwann!
By Thomas Godoj
:D
:love: :love: :love: :love: :love: :love:



Severus & Hermione Snape

The sympathetic british Gentleman and the sweet beautiful young Lady

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4

Tuesday, July 14th 2009, 2:33pm

War doch von vornerein klar das Yates sein Stempel den Fim aufdrücken tut.Hat er doch schliesslich bei Teil 5 auch getan.
Also warum sich grossartig noch aufregen :Oo:

Ich guck ihn mir morgen an und dann weiss ich ja wie schlimm es wirklich ist


"None of us can choose our Destiny" - "And none of us can escape it."


Andi

Schulleiter a. D.

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Nenne mich so: Andi

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5

Tuesday, July 14th 2009, 2:45pm

Wobei die Kritiken ja nicht sooo viel aussagen. Zum Vergleich: HP5 hat von Moviemaze (96 %) und Moviereporter (5 von 6 Sternen) durchgehend gute Kritiken bekommen - und der Film kam bei den Fans (überwiegend) nicht gut an, habe ich das Gefühl. Also müssen die Kritiken gar nichts heißen.

Also lassen wir uns nicht verrückt machen und trösten uns mit den Trailern. Und die zeigen ja viel gutes. :)

rickwoman

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6

Tuesday, July 14th 2009, 9:19pm

Die Schweizer reviewen auch! Und ich muß sagen, daß ich dieser Kritik bislang am Meisten zustimme!

Quoted


Filmkritik - 13.07.2009
An Nichtigkeiten hängen geblieben
Die Harmonie trügt. Die Gefahr lauert innerhalb der Burgmauern von Hogwarts.

Mit "Harry Potter und der Halbblutprinz" geht es in grossen Schritten in Richtung finalen Showdown zwischen Harry und Voldemort.

Schwacher Film – grosser Hit
Mit "Harry Potter und der Halbblutprinz" geht die Zauberschüler-Saga von J.K. Rowling in die sechste Runde. Der Film von David Yates, der auch den Vorgänger schon verfilmt hat, wird sicherlich ein Kassenhit, kommt aber bei Weitem nicht an seine literarische Vorlage heran.

Schon in den ersten Minuten wird klar, dass "Harry Potter und der Halbblutprinz" keine 1:1-Umsetzung der Romanvorlage sein wird. So beginnt der Film beispielsweise nicht mit dem Treffen zwischen dem britischen Premierminister und dem Zauberminister, stattdessen wird man Zeuge der Zerstörung der Millenniumsbrücke in London, welche im Buch kaum Erwähnung findet. Auch im weiteren Verlauf der 153 Minuten anhaltenden Unterhaltung rückt Regisseur David Yates mehr die pubertären Probleme der Schüler von Hogwarts in den Mittelpunkt, als dass dem Plot Sorge getragen wird. Wo der sechste Band wahrscheinlich J.K. Rowlings Meisterstück ist, in welchem die einzelnen Bände zu einem grossen Ganzen verwoben und wichtige Geheimnisse gelüftet werden, bleibt sein cineastisches Abbild vorwiegend an Nichtigkeiten hängen. So wird intensiv auf den Dreiecks-Liebes-Hickhack zwischen Ron Weasly, Hermine Granger und Lavender Brown, sowie auf die zärtlich schüchterne Liebe zwischen Harry und Rons jüngerer Schwester Ginny Weasly eingegangen.

Die Gefahr von Innen
Gestärkt von Lord Voldemorts Rückkehr bedrohen die Todesser nicht mehr nur die Welt der Zauberer, sondern bringen auch Unheil über die Muggel-Welt. Sogar Hogwarts ist nicht mehr so sicher wie früher und Harry vermutet den Feind in der Schule selbst. Während Dumbledore seinen alten Freund zurück an seine alte Stellung als Zaubertränke-Professor beruft, muss sich Harry mit eben diesem Horace Slughorn gutstellen, um an entscheidende Informationen für das weitere Vorgehen im Kampf mit Voldemort zu kommen. Das kann Harry Potter nur durch Brillieren im Unterricht erreichen, da kommt ihm das Schülerbuch mit Notizen eines Ehemaligen namens Halbblutprinz nur zu Recht. Abgelenkt durch Liebesgeschichten merken unsere Protagonisten nicht, dass einer unbeeindruckt von den Hormonen Tür und Tor zum Herzen Hogwarts öffnet.

Der Showdown mit Beigeschmack
Nach fulminanten Startminuten sackt das Niveau trotz hochgradigem Cast ab. Dennoch gibt sich vor allem die alte Garde keine Blösse. Allen voran Michael Gambon (Albus Dumbledore), Alan Rickman (Severus Snape) und Jim Broadbent (Horace Slughorn) zeigen den schwach auftretenden Jungschauspielern, wie man durch starke Schauspielerei Kurzweil kreiert. Doch der eigentliche Vorwurf sollte an die Produzenten gehen. Während sie auf einer Seite eine überragende Schauspielergarde engagieren, setzen sie andererseits wieder auf TV-Regisseur David Yates – eigentlich nur zweite Wahl nach der Absage von Guillermo del Torro (Pan’s Labyrinth).
Trotzdem freuen wir uns auf das Ende der Saga und somit auf den grossen Showdown zwischen dem Auserwählten und dem, dessen Namen man nicht ausspricht. Nächstes Jahr kommt der letzte Teil, "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes", in die Kinos. Und wieder bleibt ein fader Beigeschmack – war dies die richtige Entscheidung, zwei Filme zu produzieren?


Quelle: http://www.tink.ch/schweiz/new/article/2…ngen-geblieben/


Falls der Artikel hier nicht richtig sein sollte, dann verschiebt ihn bitte! Vielleicht machen wir einen Thread für alle Kritiken auf, dann braucht man nicht für jede einen Thread! :)
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Matthew Macfadyen

alanasnape

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7

Tuesday, July 14th 2009, 9:33pm

Ich glaube auch, dass ich diese Kritik 1:1 übernehmen werde.
Die vielen Interviews, die ich bisher gelesen habe, ließen schon vermute, dass das Hauptaugenmerk auf der Liebesgeschichte liegt. Dabei ist die doch stilistisch von Frau Rohling im Buch so gesetzt, dass man mal aufatmen kann, bevor der große Showdown naht. (Das trifft ebenso auf das Quidditich-Spiel zu)

Findet man übrigens auch in ganz vielen Thriller-Theaterstücken, dass die Handlung kurzzeitig auf einen Nebenschauplatz gelenkt wird.

Schade, dass Mr. Yates daraus jetzt ein zweites Highschool-Musical macht. Das haben wir schon und wir brauchen kein weiteres.

Im TV-Special haben Yates und der Produzent sogar damit geprahlt, dass man diesmal den fulminantesten Filmauftakt mit der Zerstörung der Brücke geschaffen hat.

Ich hätte es wirklich besser gefunden, wenn man dem Zuschauer durch das Gespräch der beiden Minister vermittelt hätte, dass die Todesser jetzt auch in die Muggelwelt eingedrungen sind und dort für Tod und Verderben sorgen werden.

Ich sehe meinen Lieblingsband mitterweile wirklich flimisch versaut.

Schön, dass man in "Deiner" Kritik, Ricki, wenigstens die "Altschauspieler" lobt, obwohl Michael G. auch nicht weiß, wo die Glocken hängen :rolleye:

.."Zeitreise.. ins Waschbecken schütten..." Da schüttel ICH aber mein nicht sehr weises Haupt :rofl:

This post has been edited 1 times, last edit by "alanasnape" (Jul 14th 2009, 9:39pm)


mrs_karkaroff

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8

Wednesday, July 15th 2009, 11:08am

Mit Kritikern ist es wie mit Anwälten: zwei Leute, zehn Meinungen.

Der Vollständigkeit halber füge ich noch meine Lektüre beim Milchkaffee hinzu: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/k…n-der-Zeit.html

Ich hoffe, mir den Film am Freitag ansehen zu können - so langsam bin ich doch extremst gespannt :D
"Ich verstehe nichts von Unterhaltung. Wenn Sie mich nach dem Namen einer aktuellen Popgruppe fragen, muss ich wochenlang nachdenken. Und wenn mir dann ein Name einfällt, werden Sie mir sagen, dass das ein Streichquartett ist."
(Hans Joachim Kulenkampff)

Jedes englische Postamt erhält einen Zuschuss zur Ernährung einer Katze, die amtlich als Mäusefänger zum Schutz von Postgut vorgesehen ist.

rickwoman

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9

Wednesday, July 15th 2009, 4:27pm

Ich bin ja nun kein Bildleser, aber warum muß ein Artikel vor Fremdwörtern strotzen, wenn man doch keine Ahnung von Fakten hat? :hmm

Quoted

"Harry Potter und der Halbblutprinz"
Von den Fraßspuren der Zeit
Von Heike Kühn

Was ist eine Erinnerung? Ein unsicheres Gelände(r), sagen Neurophysiologen: Nach drei Tagen verwandele das Gedächtnis eine Erinnerung in einen Mythos. Was ist eine Erinnerung im Kino? Eine Rückblende, lehrt die Filmgeschichte oft. Eingebettet in die Klammern einer "Jetzt-Zeit-Erzählung" öffnen sich narrative Fenster in die Vergangenheit und erzählen, wie Held oder Heldin wurden, was sie sind.

Ingmar Bergman beschritt in "Wilde Erdbeeren" einen radikal anderen Weg. Sein achtzigjähriger Protagonist begibt sich an die Orte seiner Jugend. Dort liegt die Schöne neben ihm, die sich nicht verändert hat. Graues Haar und Runzeln treffen in einem zweidimensionalen Refugium auf die unveränderliche Gestalt der Jugend und die Macht der Erinnerung, die unsere Liebe über Zeit und Raum, Verfall und Tod hinwegrettet. Seitdem hat das Kino die Fraßspuren der Zeit immer wieder beseitigt. Es ging zurück in die Zukunft oder brutal hinein ins Gehirn unzähliger Gehirngewaschener, die von den Replikanten aus "Blade Runner" bis zum Helden von "Total Recall" nicht wissen, dass ihre Erinnerung eine biomechanische Erfindung ist. :hmm

J.K. Rowling hat mit ihrem siebenteiligen Abenteuer von Harry Potter und seinen Freunden Ron und Hermine eine Möglichkeit eröffnet, die das Kino reizen musste. Früh taucht in den Verfilmungen ihrer Romane das Phänomen der auf Flaschen gezogenen Erinnerung auf. Einmal mit dem Zauberstab an die Stirn getippt, und ein Fluidum fließt in eine Phiole. In Hogwart, der Schule für Zauberei, verfügt ihr Leiter Professor Dumbledore über eine Art Tauchbecken, :hmm in das die Gedächtnis-Phiolen geschüttet werden.

Steckte Harry, der Auserwählte und einziger Überlebende im Kampf gegen den bösen Lord Voldemort, seinen Kopf in diese Unter-Gedankenstrom-Welt, :hmm konnte er Dumbledores Weisheit mit eigenen Augen schauen und wir mit ihm. In der Adaption von "Harry Potter und der Halbblutprinz", grandios inszeniert von David Yates und gewohnt funkensprühend unterstützt vom bewährten Team (Drehbuch Steve Kloves, visuelle Effekte Tim Burke, Kostümdesignerin Jany Temime), zeigen sich nun, passend zum pubertären Alter der Zauberlehrlinge, erstmals die Tücken ausgewachsener Manipulation.

Der Film

Da Voldemort vom Tode auferstanden ist, wird es für die Widerständigen :hmm unter Dumbledores Führung dringlicher, hinter das Geheimnis seiner Zählebigkeit zu kommen. Der Schlüssel dazu verbirgt sich in der Erinnerung von Professor Slughorn, einem emeritierten Lehrer der Dunklen Künste, der einst den sechzehnjährigen Tom Riddle unterrichtete, bevor der begabte Junge zum gefürchteten Lord Voldemort wurde. So köstlich die Szene ist, in der Dumbledore den eitlen Professor aufspürt und für Hogwart wiedergewinnt, so bedrückend ist die Erkenntnis, dass Slughorn seine Erinnerung an die Ausbildung des Bösen wissentlich verfälscht hat.

Was er für Harry und Dumbledore :hmm abfüllt, gibt nur Wunschdenken wieder. Nie und nimmer, habe er dem gefährlich neugierigen Riddle den Spruch verraten, (JKR hat ihn UNS auch nicht verraten) der es einem dunklen Magier ermöglicht, mordend seine Seele in Scheibchen zu schneiden und für den Fall seines Ablebens in Seelen-Trägern zu bewahren, die sich an den Sperma-Banken :hmm der Muggle zu orientieren scheinen.

Die verdrängte Erinnerung des Schreibtischmagiers :hmm und die abgespaltene Persönlichkeit des magischen Diktators und Serienmörders geben den Ton vor für den Verlust von Kindlichkeit, der die letzten Bände der Reihe prägt. Zur Suche nach den machterhaltenden Spaltprozessen des Bösen, gehören unheimliche Begegnungen mit unreifen :hmm oder untoten Wesen, die Dumbledores Kraft übersteigen. Harrys magischer Ziehvater muss unter dramatischen und verwirrenden Umständen sein Leben aufgeben. Harry, noch immer vorzüglich gespielt von Daniel Radcliffe, muss eine Verantwortung übernehmen, die daran gemahnt, dass der Zauber-Zyklus eine Paraphrase auf das Leben unter einem heraufziehenden Terror-Regime ist. Dazu gehören die Auftritte der fabelhaft furiosen Helena Bonham Carter in der Rolle der Todesesserin Bellatrix Lestrange.

Zu Beginn des von Tricktechnik und psychoanalytischer Komplexität gleichermaßen profitierenden Films, überschreiten Bellatrix und ihr Sturmtrupp die Grenze zur menschlichen Welt und zerlegen die Londoner Millenium Bridge. Der Ernst der Lage, zu dem auch Harrys langjähriger Gegner Draco Malfoy als un-menschlich überforderter Todesser-Adept beiträgt, wird komisch aufgelockert, wenn Harry und seine Getreuen dem tückischsten aller unsichtbaren Feinde ausgeliefert sind. Ihre Hormone spielen verrückt und verwandeln sie in ganz normale 16- bis 17-jährige, die vor Liebeskummer durchdrehen. :hmm

Wer wen liebt und bekommt, ist seit langem angelegt, doch der Charme von fehlgeleiteten Liebeszaubern und der realen Magie des Begehrens funktioniert dennoch prächtig: Hier kann man zusehen, wie Erinnerungen angelegt werden.


Klingt extrem gebildet, vertuscht aber nur ... :rofl:
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Matthew Macfadyen

Andi

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10

Wednesday, July 15th 2009, 5:37pm

Spoiler - wer sich überraschen lassen möchte, nicht weiterlesen. ;)


Schade, dass Mr. Yates daraus jetzt ein zweites Highschool-Musical macht. Das haben wir schon und wir brauchen kein weiteres.
Ich habe den Film gerade gesehen (siehe meine Kritik im Film 6-Forum) und kann mit Gewissheit sagen, dass kein zweites HSM daraus gemacht wurde. Auch wenn die Liebe vorkommt (wie eben auch im Buch) - der "Rest" kommt nicht zu kurz.

Achtung (größerer) Spoiler:

Spoiler Spoiler

Voldemorts Vergangenheit wurde bis auf die Waisenhaus-Szene komplett nicht verfilmt. Meiner Meinung nach der größte Schwachpunkt im Film.

rickwoman

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11

Wednesday, July 15th 2009, 10:33pm

Spoiler Spoiler

:woah: Keine Gaunts, keine Hepzibah Smith. Aber die Slughorn Session war doch im Trailer!
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Matthew Macfadyen

Andi

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12

Wednesday, July 15th 2009, 10:40pm

Spoiler Spoiler

Diese Erinnerungen wurden verfilmt: Dumbledore besucht Tom Riddle im Waisenhaus, "gefälschte" Erinnerung von Slughorn und die "richtige" Erinnerung (welche Harry sich beschafft hat). Aber richtig, keine Gaunts, keine Smith. :(

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