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Lieblingsbuch: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes
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Lieblingsbuch: Harry Potter und der Orden des Phönix

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Lieblingsbuch: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes
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Filmkritik - 13.07.2009
An Nichtigkeiten hängen geblieben
Die Harmonie trügt. Die Gefahr lauert innerhalb der Burgmauern von Hogwarts.
Mit "Harry Potter und der Halbblutprinz" geht es in grossen Schritten in Richtung finalen Showdown zwischen Harry und Voldemort.
Schwacher Film – grosser Hit
Mit "Harry Potter und der Halbblutprinz" geht die Zauberschüler-Saga von J.K. Rowling in die sechste Runde. Der Film von David Yates, der auch den Vorgänger schon verfilmt hat, wird sicherlich ein Kassenhit, kommt aber bei Weitem nicht an seine literarische Vorlage heran.
Schon in den ersten Minuten wird klar, dass "Harry Potter und der Halbblutprinz" keine 1:1-Umsetzung der Romanvorlage sein wird. So beginnt der Film beispielsweise nicht mit dem Treffen zwischen dem britischen Premierminister und dem Zauberminister, stattdessen wird man Zeuge der Zerstörung der Millenniumsbrücke in London, welche im Buch kaum Erwähnung findet. Auch im weiteren Verlauf der 153 Minuten anhaltenden Unterhaltung rückt Regisseur David Yates mehr die pubertären Probleme der Schüler von Hogwarts in den Mittelpunkt, als dass dem Plot Sorge getragen wird. Wo der sechste Band wahrscheinlich J.K. Rowlings Meisterstück ist, in welchem die einzelnen Bände zu einem grossen Ganzen verwoben und wichtige Geheimnisse gelüftet werden, bleibt sein cineastisches Abbild vorwiegend an Nichtigkeiten hängen. So wird intensiv auf den Dreiecks-Liebes-Hickhack zwischen Ron Weasly, Hermine Granger und Lavender Brown, sowie auf die zärtlich schüchterne Liebe zwischen Harry und Rons jüngerer Schwester Ginny Weasly eingegangen.
Die Gefahr von Innen
Gestärkt von Lord Voldemorts Rückkehr bedrohen die Todesser nicht mehr nur die Welt der Zauberer, sondern bringen auch Unheil über die Muggel-Welt. Sogar Hogwarts ist nicht mehr so sicher wie früher und Harry vermutet den Feind in der Schule selbst. Während Dumbledore seinen alten Freund zurück an seine alte Stellung als Zaubertränke-Professor beruft, muss sich Harry mit eben diesem Horace Slughorn gutstellen, um an entscheidende Informationen für das weitere Vorgehen im Kampf mit Voldemort zu kommen. Das kann Harry Potter nur durch Brillieren im Unterricht erreichen, da kommt ihm das Schülerbuch mit Notizen eines Ehemaligen namens Halbblutprinz nur zu Recht. Abgelenkt durch Liebesgeschichten merken unsere Protagonisten nicht, dass einer unbeeindruckt von den Hormonen Tür und Tor zum Herzen Hogwarts öffnet.
Der Showdown mit Beigeschmack
Nach fulminanten Startminuten sackt das Niveau trotz hochgradigem Cast ab. Dennoch gibt sich vor allem die alte Garde keine Blösse. Allen voran Michael Gambon (Albus Dumbledore), Alan Rickman (Severus Snape) und Jim Broadbent (Horace Slughorn) zeigen den schwach auftretenden Jungschauspielern, wie man durch starke Schauspielerei Kurzweil kreiert. Doch der eigentliche Vorwurf sollte an die Produzenten gehen. Während sie auf einer Seite eine überragende Schauspielergarde engagieren, setzen sie andererseits wieder auf TV-Regisseur David Yates – eigentlich nur zweite Wahl nach der Absage von Guillermo del Torro (Pan’s Labyrinth).
Trotzdem freuen wir uns auf das Ende der Saga und somit auf den grossen Showdown zwischen dem Auserwählten und dem, dessen Namen man nicht ausspricht. Nächstes Jahr kommt der letzte Teil, "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes", in die Kinos. Und wieder bleibt ein fader Beigeschmack – war dies die richtige Entscheidung, zwei Filme zu produzieren?

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"Harry Potter und der Halbblutprinz"
Von den Fraßspuren der Zeit
Von Heike Kühn
Was ist eine Erinnerung? Ein unsicheres Gelände(r), sagen Neurophysiologen: Nach drei Tagen verwandele das Gedächtnis eine Erinnerung in einen Mythos. Was ist eine Erinnerung im Kino? Eine Rückblende, lehrt die Filmgeschichte oft. Eingebettet in die Klammern einer "Jetzt-Zeit-Erzählung" öffnen sich narrative Fenster in die Vergangenheit und erzählen, wie Held oder Heldin wurden, was sie sind.
Ingmar Bergman beschritt in "Wilde Erdbeeren" einen radikal anderen Weg. Sein achtzigjähriger Protagonist begibt sich an die Orte seiner Jugend. Dort liegt die Schöne neben ihm, die sich nicht verändert hat. Graues Haar und Runzeln treffen in einem zweidimensionalen Refugium auf die unveränderliche Gestalt der Jugend und die Macht der Erinnerung, die unsere Liebe über Zeit und Raum, Verfall und Tod hinwegrettet. Seitdem hat das Kino die Fraßspuren der Zeit immer wieder beseitigt. Es ging zurück in die Zukunft oder brutal hinein ins Gehirn unzähliger Gehirngewaschener, die von den Replikanten aus "Blade Runner" bis zum Helden von "Total Recall" nicht wissen, dass ihre Erinnerung eine biomechanische Erfindung ist.![]()
J.K. Rowling hat mit ihrem siebenteiligen Abenteuer von Harry Potter und seinen Freunden Ron und Hermine eine Möglichkeit eröffnet, die das Kino reizen musste. Früh taucht in den Verfilmungen ihrer Romane das Phänomen der auf Flaschen gezogenen Erinnerung auf. Einmal mit dem Zauberstab an die Stirn getippt, und ein Fluidum fließt in eine Phiole. In Hogwart, der Schule für Zauberei, verfügt ihr Leiter Professor Dumbledore über eine Art Tauchbecken,in das die Gedächtnis-Phiolen geschüttet werden.
Steckte Harry, der Auserwählte und einziger Überlebende im Kampf gegen den bösen Lord Voldemort, seinen Kopf in diese Unter-Gedankenstrom-Welt,konnte er Dumbledores Weisheit mit eigenen Augen schauen und wir mit ihm. In der Adaption von "Harry Potter und der Halbblutprinz", grandios inszeniert von David Yates und gewohnt funkensprühend unterstützt vom bewährten Team (Drehbuch Steve Kloves, visuelle Effekte Tim Burke, Kostümdesignerin Jany Temime), zeigen sich nun, passend zum pubertären Alter der Zauberlehrlinge, erstmals die Tücken ausgewachsener Manipulation.
Der Film
Da Voldemort vom Tode auferstanden ist, wird es für die Widerständigenunter Dumbledores Führung dringlicher, hinter das Geheimnis seiner Zählebigkeit zu kommen. Der Schlüssel dazu verbirgt sich in der Erinnerung von Professor Slughorn, einem emeritierten Lehrer der Dunklen Künste, der einst den sechzehnjährigen Tom Riddle unterrichtete, bevor der begabte Junge zum gefürchteten Lord Voldemort wurde. So köstlich die Szene ist, in der Dumbledore den eitlen Professor aufspürt und für Hogwart wiedergewinnt, so bedrückend ist die Erkenntnis, dass Slughorn seine Erinnerung an die Ausbildung des Bösen wissentlich verfälscht hat.
Was er für Harry und Dumbledoreabfüllt, gibt nur Wunschdenken wieder. Nie und nimmer, habe er dem gefährlich neugierigen Riddle den Spruch verraten, (JKR hat ihn UNS auch nicht verraten) der es einem dunklen Magier ermöglicht, mordend seine Seele in Scheibchen zu schneiden und für den Fall seines Ablebens in Seelen-Trägern zu bewahren, die sich an den Sperma-Banken
der Muggle zu orientieren scheinen.
Die verdrängte Erinnerung des Schreibtischmagiersund die abgespaltene Persönlichkeit des magischen Diktators und Serienmörders geben den Ton vor für den Verlust von Kindlichkeit, der die letzten Bände der Reihe prägt. Zur Suche nach den machterhaltenden Spaltprozessen des Bösen, gehören unheimliche Begegnungen mit unreifen
oder untoten Wesen, die Dumbledores Kraft übersteigen. Harrys magischer Ziehvater muss unter dramatischen und verwirrenden Umständen sein Leben aufgeben. Harry, noch immer vorzüglich gespielt von Daniel Radcliffe, muss eine Verantwortung übernehmen, die daran gemahnt, dass der Zauber-Zyklus eine Paraphrase auf das Leben unter einem heraufziehenden Terror-Regime ist. Dazu gehören die Auftritte der fabelhaft furiosen Helena Bonham Carter in der Rolle der Todesesserin Bellatrix Lestrange.
Zu Beginn des von Tricktechnik und psychoanalytischer Komplexität gleichermaßen profitierenden Films, überschreiten Bellatrix und ihr Sturmtrupp die Grenze zur menschlichen Welt und zerlegen die Londoner Millenium Bridge. Der Ernst der Lage, zu dem auch Harrys langjähriger Gegner Draco Malfoy als un-menschlich überforderter Todesser-Adept beiträgt, wird komisch aufgelockert, wenn Harry und seine Getreuen dem tückischsten aller unsichtbaren Feinde ausgeliefert sind. Ihre Hormone spielen verrückt und verwandeln sie in ganz normale 16- bis 17-jährige, die vor Liebeskummer durchdrehen.![]()
Wer wen liebt und bekommt, ist seit langem angelegt, doch der Charme von fehlgeleiteten Liebeszaubern und der realen Magie des Begehrens funktioniert dennoch prächtig: Hier kann man zusehen, wie Erinnerungen angelegt werden.
Nenne mich so: Andi
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Lieblingsbuch: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes
Ich habe den Film gerade gesehen (siehe meine Kritik im Film 6-Forum) und kann mit Gewissheit sagen, dass kein zweites HSM daraus gemacht wurde. Auch wenn die Liebe vorkommt (wie eben auch im Buch) - der "Rest" kommt nicht zu kurz.Schade, dass Mr. Yates daraus jetzt ein zweites Highschool-Musical macht. Das haben wir schon und wir brauchen kein weiteres.
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