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Harry Potter und die Saat des Bösen Saga 1

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Autor Balu2008
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Kämpfe kleiner Harry - James

Kapitel 16


Kämpfe kleiner Harry - James


Noch einmal untersuchte Molly die werdende Mutter Lily etwas genauer, als sie
endlich damit fertig war, sah James es ihrem Gesicht an, dass etwas mit Lily und dem
Baby so ganz und garnicht so war wie es eigentlich hätte sein sollen.
„James ich kann so nichts weiter tun, es gibt gewisse Komplikationen, wir sollten
sofort ins St. Mungos mit den beiden! - Einer von euch muss sofort einen Patronus
dorthin schicken damit sie alles weitere in die Wege leiten können ...
Lass ihnen ausrichten, dass das zweite Baby verkehrt herum liegt und sich nicht
selbst drehen kann, da es zu klein und zu schwach ist. Lily ist mit ihren Kräften am
Ende, sie sollen alles vorbereiten um eventuell einen Notfallkaiserschnitt machen zu
können, wir werden in den nächsten 10 - 15 Minuten dort eintreffen. Ich werde sie
jetzt soweit stabilisieren wie es mir in ihrem geschwächten Zustand möglich ist und
dann können wir sofort dorthin disapparieren.“
„Ich gehe runter in die Küche und erledige es sofort“, versprach Sirius der an der Tür
stand, da Molly ihn gerufen hatte um ihm ein paar Anweisungen zu geben und er
rannte sofort nach unten.
Molly nickte ihm kurz hinterher.
„Molly, was ist wirklich mit Lily und dem Kleinen?“, fragte James sie vollkommen
verstört und schaute sie verzweifelt blickend an.
„Nun James ich möchte nichts verschönern und ich muss dir ehrlich sagen, es geht
dem Baby den Umständen entsprechend. Er ist viel kleiner und schwächer als sein
großer Bruder. Lily und er brauchen nun alle Hilfe von einem dafür ausgelegten und
voll ausgebildeten Ärzteteam.
Mach dir nicht zu viele Sorgen James, das wird schon alles werden.
Nimm den kleinen Henry - Michael und geh solange mit ihm nach unten.
Ich gebe dir Bescheid, sobald ich soweit bin“, sprach Molly ruhig auf den panisch
werdenden James leise ein.
Er sah Lily nur unglücklich an, doch sie lächelte und sagte: „Geh nur ...!
Du kannst jetzt nichts weiter für uns tun James, es wird alles wieder gut werden“,
sagte sie schwach und versuchte sich an einem kleinen Lächeln.
„Schick unseren Eltern eine Eule und sag ihnen, dass es uns trotz allem soweit gut
geht.“
„In Ordnung Kleines“, seufzte er heiser und wusste dass sie ihn angelogen hatte um
ihm keine Angst zu machen. So nahm er es hin und sie noch einmal liebevoll in seine
Arme.
„Wir werden es schaffen mein Engel, du wirst sehen alles wird gut werden“,
versuchte er sich selbst und Lily Mut zu machen, wobei ihm fast seine eigene Stimme
versagt hätte.
Doch er riss sich mit all seinem ganzen Willen zusammen. Sie nickte noch einmal
schwach und James sah die Angst in ihren Augen.
Er küsste sie sanft und nahm seinen Sohn aus ihren Armen. Sein Blick ging noch
einmal kurz von der Tür zu Molly, die ihn aufmunternd zulächelte, bevor er die Tür
schloss und nach unten zu seinen Freunden hastete.
Als James wieder nach unten in die Küche kam, konnte er seine Maske nicht mehr
aufrechterhalten, denn aller Augen lagen nun auf ihm.
Sie schauten ihn an und wussten sofort dass etwas nicht in Ordnung war. Ohne etwas
zu sagen drückte er seinen Sohn an sich und küsste ihn zärtlich auf die Wange, dann
legte er ihn in Remus Arme und drehte sich zu den anderen um.
Sirius Herz zog sich schmerzhaft zusammen, als er diese Verzweiflung und die Angst
in den Augen seines besten Freundes sah.
„James was ist passiert ...? Sirius wollte es uns noch nichts sagen“, fragte Janina
sofort und nahm ihn fest in die Arme.
Doch dieser öffnete nur den Mund und schloss ihn wieder, legte einen Moment seinen
Kopf an ihre Schulter, ehe er ein paar mal tief Luft holte und sich sammelte bevor er
seine Schwester wieder voll ansah.
„Janina würdest du bitte unseren und Lilys Eltern Bescheid sagen, Lily muss ins St.
Mungo, ihr und dem Kleinen geht es nicht sehr gut, er liegt verkehrt herum und Lils
ist mit ihren Kräften am Ende. Sag ihnen aber bitte nur das es dem Jungen und Lily
soweit gut geht. Lily möchte nicht das sie sich jetzt schon Sorgen machen. Wir treffen
uns dann dort“, sagte er leise.
Sofort und ohne weiter zu fragen machte sich seine Schwester auf und glitt durch den
Kamin. Denn sie wusste in diesem Moment konnte ihr James nicht mehr sagen.
Nun trat gerade dieser zu Remus strich Henry über das schlafende Gesicht und küsste
ihn auf die Stirn.
„Moony könntest du bitte mit dem Kleinen, Peter, Tina und Isa schon einmal vorflohen,
ich komme dann mit Lily und Molly nach und wir sehen uns dann gleich im
St. Mungos“, brachte er hervor und ging mit hängendem Kopf nach oben.
„Mach dir keine Gedanken Krone, es wird bestimmt alles wieder gut werden. Ich
werde gut auf mein Patenkind aufpassen“, erwiderte er geknickt und verließ den
Raum um ins Wohnzimmer zum Kamin zu gehen.
Nur wenige Sekunden später war die Küche leer und auch James welcher nach
Mollys Rufen wieder nach oben gehastet war und Lily in eine Decke gehüllt und auf
den Arm genommen hatte sowie Molly, waren zum Mungos disappariert ...
Als sie dort ankamen, wurden sie schon von dem Kinderheiler Frederik Pomfrey, (der
Bruder von Madame Pomfrey, die in Hogwarts im Krankenflügel arbeitete) und dem
Frauenheiler Ralph Newhouse sowie zwei Schwestern erwartet. Letzterer der sofort,
Lily auf eine Trage legten, und im angrenzenden Zimmer mit den Schwestern
verschwand ...
James wollte unbedingt mit ihnen gehen, doch Frederik hielt ihn zurück.
„James bitte ..., gib uns ein paar Minuten Zeit um Lily zu versorgen und zu sehen was
ihr und dem Kleinen fehlt“, bat der Heiler und enger Freund der Familie.
Als James nickte, zog Sirius seinen besten Freund zu sich und setzte ihn auf einen der
an der Wand stehenden Stühle.
Frederik legte kurz die Hand auf die Schulter des Jüngeren und schenkte ihm ein
aufrichtiges Lächeln, dann eilte er seinem Kollegen hinterher.
Nach und nach füllte sich der Flur, als seine Eltern mit den engsten Freunden
ankamen.
„James!“, kam Liam und Claire auf ihren Sohn zu und nahmen ihn tröstend in die
Arme, bevor sie Remus welcher eben erst auf der Station neben ihnen angekommen
war ihren ersten Enkel aus dem Arm nahmen.
Als auch schon Ralph und Leona Evans, seine Schwiegereltern den langen Flur
herunter liefen und zu ihnen kamen.
Sie begrüßten sich alle liebevoll und jeder besah sich den neuen Potter – Erben.
James saß nur stumm da und starrte weiter auf die gegenüberliegende Tür, wo gerade
erst Lily mit den Heilern und Schwestern verschwunden waren.
Der weiße lange Krankenhausflur lag nun wieder still und verlassen vor ihnen, nur
die große Uhr gegenüber von ihnen tickte laut und hallte in ihren Ohren wieder ...
Die Minuten verrannen zäh und schweigend. Jeder hing seinen eigenen Gedanken
nach ...
Ein paar Minuten später ging die Tür auf und Frederik holte James und Harrys Paten
Sirius ins Zimmer. James küsste Henry der im Arm seiner Mutter lag und schlief und
folgte den beiden.
Neben ihrem Bett stand ein kleines Wärmebettchen bereit, mit allerlei Apparaturen
und blinkenden Lichtern. Daneben ein weiteres normales Bettchen.
Auch spürten die beiden Auroren eine magische Welle, die sie in diesem Zimmer
umgab.
Er eilte sofort zu Lilys Bett und strich ihr sanft über ihre Haare.
„Geht es euch gut Liebes?“, fragte er besorgt.
„Mir geht es soweit gut, Sorge dich nicht um mich“, antwortete sie leise.
„James bitte es ist Harry ...“, fing sie an und wurde von dem Frauenheiler
unterbrochen.
„Wir werden den Jungen nun auf die Welt holen“, sagte der Heiler.
James nahm Lilys Hand in die Seine und Sirius stand direkt hinter ihm und hatte
seine Hand auf James Schulter liegen. Allen Dreien stand die Anspannung ins Gesicht
geschrieben.
Der Heiler wendete einen Zauber über Lilys Bauch an und schon sahen sie den
Kleinen über ihr schweben. Er machte sich nun daran, einen weiteren Zauber zu
murmeln und dabei sacht den Zauberstab über Lilys Bauch kreisen zu lassen.
Sobald der Zauber eine Wehe spürte, ließ er den Zauberstab Stück für Stück nach
unten sinken und es dauerte keine zehn Minuten, bis der jüngste Potter - Erbe unter
den Sternen Kassiopeia und Perseus die gerade am Himmel erschienen waren
geboren wurde, es war gerade 23.58 Uhr.
Sirius schnitt die Nabelschnur durch und legte ihm sein Patenkettchen an das
winzigen Handgelenk, dann nahm er seinen Zauberstab zur Hand murmelte dieselben
Worte wie vorher Remus es bei Henry getan hatte. Ein grelles Licht blendete die
Anwesenden im Krankenzimmer dass sich danach sanft um Sirius und Harry legte,
bevor es langsam wieder verschwand. Auch er hatte zu seinem Patenkettchen noch
ein Schutzmedaillon für den Kleinen besorgt, das er ihm nun um den Hals legte.
Er drückte noch einmal James Schulter, umarmte Lily und ging hinaus zu den
anderen Wartenden zurück, um ihnen von der nun sicheren Geburt des Jüngsten
Zwillings zu erzählen.
Frederik nahm den Kleinen entgegen und fing an ihn verschiedenen Untersuchungen
zu unterziehen, legte eine Infusion und gab ihm darüber verschiedene Medikamente.
Harry röchelte stark und seine Haut war blau angelaufen, er saugte seine Atemwege
ab und setzte ihm eine Atemmaske auf, in der ein dichter heller Rauch rotierte.
Mit einem weiteren Schlenker seines Zauberstabes war der kleine Harry sauber und
angezogen, er wirkte apathisch und sein Brustkorb hob und senkte sich nur mühsam.
Harry hatte längere und dichtere dunkelbraune Haare als sein Bruder, die aber wie bei
seinem Bruder oben auf dem Kopf total verwuschelt waren.
Die Augen waren fest geschlossen und er war sehr zierlich, um einiges leichter und
mindestens 5 - 8 cm kleiner als sein älterer Zwillingsbruder.
Ansonsten sahen die beiden aus wie eine Winzlingsausgabe ihres Vaters James.
Als Lily versorgt war, verließ der Frauenheiler das Zimmer und ließ die Angehörigen
eintreten. Frederik fing mit der Untersuchung des älteren Zwillings an welcher sich
darüber lauthals beschwerte, während Harry bei seiner Mutter im Arm lag und tief
und fest schlief.
James und Lily konnten nicht die Augen von ihrem Kleinen nehmen und immer
wieder strichen sie ihm durch seine Haare ...
„Habt ihr euch schon einen Namen für die kleinen Kerlchen ausgesucht und könnt ihr
mir die genaue Uhrzeit der Geburt sagen?“, fragte der Kinderheiler.
„Henry - Michael wurde um 23.18 Uhr geboren“, gab Molly ihm die gewünschte
Auskunft.
„Danke Molly, wie geht es eurem Jüngsten“, wollte der Heiler wissen.
„Ron ist putzmunter, er hat schon drei Kilo zugenommen und hält die ganze Familie
gehörig auf Trapp“, sagte sie lächelnd.
„Das freut mich zu hören“, erwiderte er.
Henry - Michael protestierte immer noch lauthals, als er weiter den Untersuchungs-
Marathon über sich ergehen lassen musste, gewogen, abgehört und gemessen wurde.
Doch als er wieder fertig angezogen in seine Decke gewickelt in James Armen lag,
beruhigte er sich schnell wieder, als dieser leise zu ihm sprach.
Heinrich – Michael Potter
Geboren am 31.07.1980.
23.18 Uhr in Godrics – Hollow,
Celtic Road 14.
Gewicht: 3480 g,
Größe: 55cm,
Haarfarbe Dunkelbraun,
Augenfarbe: Haselnussbraun.
Wohnhaft in Godrics – Hollow,
Celtic Road 14.
Mutter:
Liliana – Susanne – Evans - Potter
Geboren am 31.01.1960 in Barnsley,
Kingdom - Road 1087
Wohnhaft in Godrics – Hollow,
Celtic Road 14
Vater:
James – Michael Potter
Geboren am 27.03.1960 in Wiltshire,
Stonehenge Street 1.
Wohnhaft in Godrics – Hollow,
Celtic Road 14
Murmelte Frederik, die Daten erschienen auf einem Geburtspergament.
Sein jüngerer Bruder schien von all den Untersuchungen nichts mitzubekommen und
auch seine Atmung hatte sich ein klein wenig normalisiert.
Er ließ sich auch Harrys Namen geben und murmelte erneut.
Harold – James Potter
Geboren am 31.07.1980 um 23.58 Uhr im Sankt Mungo Hospital, London.
Gewicht: 2497 g
Größe: 47 cm.“
Haarfarbe: Dunkelbraun
Augenfarbe: noch nicht bekannt
Wohnhaft in Godrics – Hollow,
Celtic Road 14.
Mutter:
Liliana – Susanne – Evans - Potter
Geboren am 31.03.1960 in Barnsley,
Kingdom - Road 1087
Wohnhaft in Godrics – Hollow,
Celtic Road 14
Vater:
James – Michael Potter
Geboren am 27.01.1960 in Wiltshire,
Stonehenge Street 1.
Wohnhaft in Godrics – Hollow,
Celtic Road 14
Zwillingsbruder:
Heinrich – Michael Potter
Geboren am 31.07.1980.
Um: 23.18 Uhr in Godrics – Hollow,
Celtic Road 14.
Gewicht: 3480 g,
Größe: 55cm,
Haarfarbe: Dunkelbraun,
Augenfarbe: Haselnussbraun.
Wohnhaft in Godrics – Hollow,
Celtic Road 14.
Nun musste sich auch Klein Harry dem erneuten Untersuchungsmarathon stellen,
doch verschlief der Kleine es ganz.
James machte sich fürchterliche Sorgen um seinen Jüngsten, doch versuchte er so gut
wie möglich, es sich nicht anmerken zu lassen.
„Mein Engel, ich liebe dich und es wird alles wieder gut werden“, flüsterte James
sanft, er legte Henry zu ihr und nahm sie alle in seine Arme.
„Ich liebe dich auch Jamie“, seufzte Lily liebevoll und drückte sich ein wenig an ihn.
Frederik bettete Harry in das Wärmebett, befestigte die Überwachungsdioden an
seinem Brustkorb und wickelte ihn in eine zusätzliche Decke ein.
Endlich wandte er sich an James und Lily, um sie über das Befinden ihres Jüngsten
aufzuklären.
„Lily hör bitte endlich auf darüber nachzugrübeln, ich kenne diesen Blick und ich
weiß genau was du dir hinter deinem hübschen Köpfchen wieder einmal einredest.
Es ist niemanden Schuld, du kennst doch selbst die Risiken einer
Mehrlingsschwangerschaft und ihrer eventuellen Komplikationen, das hast du im
zweiten Semester gelernt und du weißt, dass es immer zu unerwarteten
Begleiterscheinungen kommen kann.
Du weißt auch das dies nicht erblich bedingt vorkommt, sondern einzig und allein zu
den Risiken gehört. Also höre auf dir weiter Vorwürfe und Gedanken darüber zu
machen warum gerade euer Jüngster davon betroffen worden ist.
Es ist so wie es ist und ihr müsst euch mit den Tatsachen abfinden, das es leider jetzt
Harry getroffen hat. Ich habe nun seine genaue Untersuchung abgeschlossen und
möchte euch einiges darüber erklären“, sagte er und wartete bis Lily und James ihn
ansahen und ihm zunickten.
„Seine Lunge ist nicht vollkommen ausgebildet worden und zu allem übel hat sich
Fruchtwasser in ihr abgelagert, das eine schwere Entzündung ausgelöst hat.
Wir können im Moment nur abwarten wie sich sein Zustand die nächsten 48 Stunden
entwickelt und ihm helfen, ein wenig freier zu atmen.
Es kann jederzeit zu einem erneuten Atemstillstand kommen, da sich seine Atemwege
immer wieder verengen werden. Wenn wir erst einmal seine Lungenentzündung in
den Griff bekommen, hat er eine reale Chance von 70:30 es zu überstehen und trotz
alledem mit dieser Erkrankung mehr oder weniger normal zu leben.
Ich weiß nicht, ob es sich irgendwann einmal ganz heilen lassen wird.
Es kann immer wieder sein, dass gewisse Situationen, die ihm Stress bereiten, oder
Angst machen, erschrecken oder unerwartete unvorhersehbare andere Dinge
geschehen und ihn zu einem erneuten Atemstillstand bringen können. Daher wird er
und ihr immer ein besonderes Spray bei euch tragen müssen, das ihm falls es so ist,
hilft seine Atemwege binnen Sekunden wieder freizubekommen.
Die Anfälligkeit für Krankheiten wird bei ihm auch höher sein als bei anderen
Kindern, besonders Atemwegserkrankungen werden ihm schwer zu schaffen machen.
Positiv wäre trotz allem zu sagen, dass dieses kleine Kerlchen einen unglaublichen
Lebenswillen mit sich bringt, ich kenne keinen der mit solch einer Krankheit geboren
wurde und die ersten Minuten, seines Lebens überlebte.
Was auch alles schon für ihn spricht und seine Situation doch um einiges besser
macht.
Im Augenblick muss er Nährlösungen und Aufbautränke sowie
entzündungshemmende Tränke bekommen.
Es wird wohl noch einige Tage dauern, bis er richtige Milch aufnehmen kann.
Wir haben ihn auch an das Überwachungssystem angeschlossen, das ihn in unserem
Ärztezimmer überwacht, wo jederzeit, also rund um die Uhr, jemand ist, der seine
Werte überprüfen kann. Er muss die nächsten Tage auf Dauerüberwachung stehen
und wir müssen uns auf alles einstellen!“, schloss er.
„Harry wird kämpfen, denn er ist etwas ganz Besonderes; das fühle ich und außerdem
ist er ein Potter“, sagte Lily fest.
„Ich weiß auch nicht, aber mein Gefühl sagt mir, dass er ganz nach James kommt und
egal was kam, du hast niemals aufgegeben und allein du hast ihm diesen
unglaublichen Willen und deine Stärke mit in die Wiege gelegt.“
„Das nennt man dann wohl weibliche Intuition mein Schatz“, sagte James liebevoll
und zog Lily in eine innige Umarmung.
„Auch ich denke, dass Harry gar nicht daran denkt aufzugeben!“
Frederik schmunzelte und auch Liam und Claire, nickten ihr zustimmend zu.
Nach einem zusätzlichen Überwachungszauber über dem Bettchen von Harry
verabschiedete er sich von allen und sagte, dass er später wieder kommen würde.
Nachdem Henry nun seine Flasche getrunken hatte und jetzt zum ersten Mal in sein
Bettchen gelegt wurde, dauerte es nicht lange und der Kleine wurde mit jeder Minute
die verstrich unruhiger und fing schließlich lauthals an zu weinen.
Auch als James ihn wieder auf den Arm nahm, oder kurze Zeit später ihn an Lily gab,
wollte er sich partout nicht beruhigen lassen. Was die beiden frisch gewordenen
Eltern schon ziemlich zur Verzweiflung brachte, bis Claire Potter lächelnd die
richtige Entscheidung traf.
„Henry vermisst seinen kleinen Bruder, sie waren nun neun Monate eng
nebeneinander und miteinander verbunden und werden es eigentlich nun für ihr
weiteres Leben sein. Zwillinge gerade wenn sie Eineiig sind haben eine tiefere
Verbindung als Zweieiige Zwillinge und das war schon damals bei James und Janina
nicht viel weniger eng. Dieses enge Band welches schon im Mutterleib mit ihnen
zusammen gewachsen ist, lässt Henry jetzt seinen jüngeren Bruder schmerzlich
vermissen.
Ihr solltet die beiden nun einfach zusammen legen, das wird es für beide etwas
leichter machen“, lächelte sie. Schon hatte sie Harrys Bettchen und Decke um etwas
mehr als das doppelte vergrößert und das andere verschwinden lassen. Sie legte den
Kleinen behutsam neben ihren Bruder und deckte sie mit der vergrößerten Decke zu.
Sofort schmiegte er sich an seinen kleineren Bruder, steckte den Daumen in seinen
Mund und war binnen einer Minute tief und fest eingeschlafen.
„Danke Mum“, lächelte Lily noch bevor ihr nun endlich die Augen vor Erschöpfung
zufielen.
Es war eine ganze Weile später ..., James war mit dem Kopf auf seinen Armen auf
Lilys Bett eingeschlafen, als nur wenige Stunden später der Alarm losging und alle im
Zimmer senkrecht standen.
Die Tür wurde aufgerissen und Frederik und eine Schwester rannten zu dem Kleinen,
stutzte nur kurz als er die Zwillinge in ihrem vergrößerten Bettchen zusammen liegen
sah, doch er hatte keine Zeit um sich weiter darüber zu äußern, oder Fragen zu
stellen.
Denn Harry hustete sehr stark und japste jämmerlich nach Luft, als seine Atmung
plötzlich aussetzte. Der Heiler sprühte ihm ein Spray in den Mund, leitete sofort alle
Wiederbelebungsmaßnahmen ein, die den Kleinen zurückholten und verabreichte ihm
weitere Medikamente.
James hatte schon als der Heiler zum Bettchen getreten war, den kleinen Henry
welcher wach geworden war auf den Arm genommen. Er schaukelte den geschockten
Kleinen sanft, bis dieser sich wieder etwas beruhigt hatte.
***
Wenn man James später fragte, was in seinem Leben jemals das Schlimmste gewesen
war, dann antwortete er, dass dies, die ersten 8 Tage nach der Geburt seiner Zwillinge
gewesen war.
In denen sie nicht einen Moment Ruhe hatten und erst fast drei Tage um Harrys
Leben bangten und danach immer mit der Angst lebten, dass jeder Anfall seines
Jüngsten, den dieser damals hatte, sein Letzter hätte sein können.
Doch danach ging es immer mehr bergauf mit Harry. Seine Atmung normalisierte
sich immer mehr, er trank seine ganze Milchflasche leer und nahm täglich ein paar
Gramm zu. Die Anfälle blieben nach zehn Tagen endlich ganz aus.
Natürlich blieb seine Krankheit weiterhin bestehen, doch dazu hatten sie ja sein
Spray, das ihm helfen würde, wieder frei zu atmen.
Frederik sprach von einem ganz persönlichen Wunder und freute sich mit ihnen über
die kleinen Fortschritte von Harry.
Zehn Tage waren seitdem vergangen, doch noch immer wusste keiner, welche
Augenfarbe Harry hatte, er hatte viel geschlafen und meist nur seine Augen einen
Schlitz breit geöffnet, sodass niemand bis jetzt sehen konnte, welche Farbe sie
wirklich hatten.
James saß wie so oft in den vergangenen Tagen neben Lily im Bett und hatte Harry
im Arm. Er sah zu wie Henry friedlich in Lilys Armen schlief und Harry seine Nase
leicht kräuselte, was er immer tat, bevor er wach wurde.
„Ich glaube da hat einer Hunger“, schmunzelte James zu Lily.
Genau in diesem Moment schlug sein Jüngster das erste Mal seine Augen auf und zog
seinen rechten Mundwinkel zu einem kleinen Lächeln nach oben.
„Merlin ..., Lily ..., schau dir das an! Harry lächelt und hat deine Augen und dazu
diese langen dunklen Wimpern“, rief er und war total aus dem Häuschen.
„Himmel ..., ich habe noch nie solch funkelnde Smaragde gesehen.“
Lily gluckste und schenkte ihm ihren strahlendsten Blick, was ihn wieder einmal
mehr dahinschmelzen ließ.
„Merlin stehe mir bei ...!“, seufzte er ergebend und küsste sie sacht auf den Mund.
James legte Harry etwas höher auf seinem Arm, strich ihm über seine Haare und fing
an ihm sein Fläschchen zu geben. Sofort krallte sich ein winziges Händchen fest um
seinen kleinen Finger.
Die Tür ging auf und Liam und Claire Potter kamen mit Janina herein, sie begrüßten
sich liebevoll und stellten sich um das Bett.
Die neuen Besucher ließen den Kopf des kleinen herumfahren und er fing an mit den
Beinchen zu strampeln, als er Liams warme Stimme hörte.
Wieder zuckte sein Mundwinkel in die Höhe und der Kleine verschluckte sich herb,
hustete so stark und spuckte seine Milch über sich und James Kleidung aus.
Dicke Tränchen rollten jetzt aus seinen wunderschönen Augen, als er wieder keine
Luft bekam.
Mit einem kleinen Schwenk aus James Zauberstab war sein Rachen leer und er
sprühte ihm sein Spray in den Mund und sofort wurde Harry wieder ruhiger.
Ein weiterer Zauber und er und sein Kleiner waren wieder sauber.
„Ch ..., ch ..., nicht weinen Sunnyboy, es ist ja alles wieder gut“, sagte James leise.
Tupfte ihm die Tränchen aus dem Gesicht und wiegte ihn leicht, dabei strich er ihm
immer wieder sacht über den Rücken.
Ein lautes Bäuerchen von seinem Sohn ließ ihn breit schmunzeln.
Keine zwei Minuten später war er friedlich eingeschlafen ...
Acht Tage später war es nun soweit und alle durften endlich, dass Sankt Mungos
verlassen. Jetzt war es mit der Ruhe endgültig vorbei im Haus der Familie James
Potter und auch die Nächte waren ziemlich kurz.
Gerade die nächsten Tage waren die turbulentesten, die man je erlebt hatte, denn alle
Freunde und Verwandte kamen, um die Zwillinge zu sehen und Geschenke für die
beiden zu übergeben.
Vier Wochen waren seit der Geburt der Zwillinge vergangen und sie entwickelten
sich weiterhin prächtig. James und Lily saßen im Wohnzimmer und hatten jeder einen
der Jungs auf dem Arm und streichelten abwechselnd die Zwillinge.
„Hallo ihr Sunnyboys“, sagte James liebevoll und strahlte seine Söhne an.
Es waren genau diese Augen, die ihn jetzt aus den Augen Harrys ansahen, die ihn
schon immer in ihren Bann gezogen und seit so vielen Jahren nicht mehr losgelassen
hatten.
Die ihm jetzt so unvermittelt ansahen und heute war etwas ganz anders als sonst.
Denn Harrys smaragdgrünen Augen waren nun fest auf die haselnussbraunen seines
Vaters gerichtet und er schenkte ihm einen ersten erkennenden Blick und dieses
unglaubliche Lächeln dem er sich noch nie hatte erwehren können und indem soviel
Liebe und Zuneigung lagen, dass ihm das Herz aufging.
Lily beobachtete die beiden glücklich lächelnd.
„Hast du das gesehen Liebes? Harry hat mich erkannt und mich das allererste Mal
wirklich richtig bewusst angelächelt“, sagte er leise und ergriffen und strahlte nun
auch Lily an.
„Ja Jamie, schau ihn dir an, du hast seine Augen zum Strahlen gebracht“, seufzte sie
zärtlich und küsste ihren Mann. Was James sofort erwiderte, dann vorsichtig das
kleine Kerlchen an sich drückte und sacht erst ihm und dann Henry ein Küsschen
sacht auf die nun rosigen Wangen drückte.
Lily wusste schon jetzt, dass mit Harry ihnen ein neuer Rumtreiber geboren worden
war, der wahrscheinlich seinem Vater in nichts nachstehen würde und langweilig
würde es mit ihm bestimmt nicht werden. Sie seufzte lächelnd in ihre Gedanken
hinein und wieder dachte sie daran, wie es damals in Hogwarts war, als die vier
Rumtreiber dort ihr Unwesen getrieben hatten.
„Woran denkst du gerade Liebes?“, wollte er nun wissen.
„An euch vier Rumtreiber“, grinste sie spitzbübisch.
"Ich glaube, wenn Harry nur die Hälfte von dir in sich trägt, werden wir und die
Lehrer sich jetzt schon freuen können. Schau dir Mollys Zwillinge an, irgendwann
werden sie gemeinsam zur Schule gehen, und wenn sie sich zusammentun würden,
wäre das nicht auszudenken, was ihnen alles einfallen könnte.
Harry hat schon jetzt dasselbe Funkeln wie du in seinen Augen, das ich ganz genau
kenne“, beendete sie lächelnd.
„Lassen wir uns einfach überraschen“, sagte James mit einem gewissen Stolz in
seiner Stimme.
***
Fast elf Monate waren seit der Geburt der Zwillinge vergangen.
Sirius, Remus, Peter, James und Lily saßen im Wohnzimmer bei Tee und Gebäck.
Die beiden Jungen spielten in ihrem Laufstall. Harry warf seine Kuscheltiere über das
Gitter, dann stellte er sich auf seine Bauklötze und hangelte sich solange über das
Geländer, bis er darüber plumpste. James wollte schon aufstehen um den Ausreißer
wieder einzufangen doch Lily hielt ihn lächelnd zurück.
„Warte Jamie!, schaun wir doch mal, was er nun macht.“
Der Jüngste zog sich am Gitter hoch und machte den ersten Schritt am Laufstall
entlang, fiel auf seinen Hosenboden und zog sich wieder nach oben. Sein Bruder war
nun auch aufgestanden und schaute ihm traurig nach.
Am Ende angekommen schaute er sich noch einmal nach Henry um und winkte mit
seinem kleinen freien Händchen. Er machte zwei kleine Schritte und setzte sich
wieder, zog sich am Sessel wieder hoch und stapfte mutig weiter.
So ging es eine ganze Weile, bis er bei seinem Vater angekommen war.
Er sah zu ihm auf und strahlte ihn an.
„Na du kleiner Räuber, nun wird es wohl nicht mehr so ruhig hier zugehen“, sagte er
liebevoll und hielt ihm seine Hände hin um ihn auf den Arm zu nehmen.
Doch Harry schüttelte wild mit dem Kopf und hielt ihm seine Händchen hin.
James stand auf und nahm ihn bei den Händen, langsam tappte Harry los und
quietschte vor Vergnügen. Er hüpfte und lachte, und wenn er einknickte, zog James
ihn lachend wieder auf seine Füße ...
***

Dieses Kapitel wurde am 08.04.2015 um 11:54 Uhr bearbeitet.


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