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Harry Potter und die Saat des Bösen Saga 1

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Autor Balu2008
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Lilys Geburtstagsmorgen und der erste Brief

Kapitel 2


Lilys Geburtstagsmorgen und der erste Brief


Er wischte sich über sein Gesicht, wollte gerade nach der Kaffeekanne auf dem
Büfett greifen, als sein Blick sein Spiegelbild im Spiegel an der Wand traf.
„... NEIN VERDAMMT ...“, schrie alles in ihm auf. Rotunterlaufene Augen sahen
ihn aus dem Spiegel heraus an.
Lily würde ihm die Trauer ansehen, die vergossenen Tränen, das durfte nicht sein,
nicht jetzt und schon gar nicht heute ...
Ein Blitzgedanke kam ihm in den Sinn ...
Er hätte wohl erst einmal darüber nachdenken sollen, das dies meist bei ihm in noch
größerem Chaos enden und in die Hose gehen würde.
Auch wenn seine Ideen schon mal besser gewesen waren und es nicht die beste war.
Aber was hätte er denn sonst tun sollen, um nicht aufzufallen?
So ging er schnell zum Gewürzregal und nahm den Pfefferstreuer zur Hand. Ließ eine
geraume Menge auf seine Hand rieseln und sog einen tiefen Atemzug durch die Nase.
Bekam aber leider auch viel zu viel in den Mund.
Kurz verschlug es ihm den Atem, und er musste niesen und husten. Rieb sich mit den
Händen über die Augen und stöhnte auf. Er hatte sich den Pfeffer versehentlich in die
Augen gerieben.
Wieso musste eigentlich (fast) immer alles, was er besonders gut machen wollte, in
einem reinen Chaos enden???
Nun lief seine Nase und seine Augen brannten wie Feuer. Während sie noch mehr
Tränen produzierten, die ihm am Gesicht herunterliefen.
Ein Geräusch von zersplitterndem Glas war zu hören, als der Pfefferstreuer auf dem
Küchenboden aufschlug und in tausend Stücke zerbrach.
Sein Fluchen hörte man bestimmt in ganz Godrics Hollow: „Verdammter Mist,
Scheiße.“
Das musste ja nun wirklich nicht sein ...
Lily, die gerade lächelnd in die Küche gekommen war, musste sich im ersten Moment
das Lachen verkneifen, als sie ihren geliebten Chaoten so vor sich sah.
Sie schmunzelte breit: „Jamie mein Schatz, was hast du jetzt schon wieder
angestellt?!“
Doch unter Niesen und Husten konnte er ihr nicht antworten, und seine tränenden
Augen ließen ihn nichts sehen. Verzweifelt versuchte er mit dem Ärmel seine Augen
wieder zum sehen zu bewegen.
Lily schwang ihren Zauberstab kurz und schon waren Nase, Mund und Augen wieder
vollkommen gereinigt. Noch einen Reinigungszauber hinterher und auch das Chaos
auf dem Boden hatte sich erledigt.
„Guten Morgen“, sagte sie liebevoll lächelnd.
„Ich ... äh ... hmm“, druckste er herum und kräuselte verlegen seine Nase, wie er es
immer tat, wenn er nicht wusste was er sagen sollte.
Sofort hatte er sich aber wieder gefangen und strahlte sie an. Machte einen Schritt auf
sie zu und umarmte sie zärtlich.
Leise flüsterte er ihr zu: „Guten Morgen mein Schatz, alles Liebe zum Geburtstag.
Was würde ich nur ohne dich tun?“
Zog sie noch näher zu sich und verstrickte sie erst einmal in einen leidenschaftlichen
Kuss.
„Manchmal ziemlich alt aussehen, mein Schatz“, antwortete sie nachdem sie sich
wieder voneinander gelöst hatten und sie ein paarmal tief Luft geholt hatte glucksend.
„Ich liebe dich so sehr, denn genauso wie du bist will ich dich haben. Das und nur das
bist du, der Mann in den ich mich über alles verliebt habe und mit dem ich mein
restliches Leben teilen will.“
James errötete bei dieser liebevollen Ansage und schaute ihr verliebt in die
wunderschönen smaragdgrünen Augen.
Lily lächelte ihn zärtlich an und legte für einen Moment ihre Hand auf seine Wange,
bevor sie freudestrahlend sagte: „Der Tisch ist wunderschön, Honey“, fügte sie
strahlend hinzu und küsste ihn ihrerseits zärtlich.
Als sie sich wieder gelöst hatten, sog James kurz die Luft ein und schaute ihr tief in
die Augen. „Ich liebe dich auch, mein Engel, mehr als alles andere auf der Welt. Du
bist das Beste, was mir je in meinem Leben passiert ist.“
Sie schenkte ihm ein verliebtes Lächeln und ließ sich auf dem von ihm
zurechtgerückten Stuhl nieder. Sanft regnete es nun Konfetti und Blüten auf sie
herab.


°°


Das war so typisch für ihren James, einem von vier Rumtreibern, der nie um Scherze
und Überraschungen verlegen war.
Wie sehr er sich doch in den vergangenen 3 Jahren verändert hatte.
Seine liebevolle und zuvorkommende Art und jeden Wunsch las er ihr von den Augen
ab.
Vor allem konnte er auch unglaublich romantisch sein und wurde nie müde sich
immer wieder etwas neues für sie auszudenken.
Bei ihm fühlte sie sich geborgen und sie wusste mit ihm an ihrer Seite konnte ihr
nichts geschehen. Nicht einen Moment hatte sie es bereut, seinem werben nach so
vielen Jahren nachzugeben.
Denn sie liebte ihn mehr als alles andere, das wurde ihr ziemlich schnell bewusst und
war ihr schon viel früher klar geworden. Doch sie hatte nur gewollt, dass er sich
damals endlich ein wenig ändern würde.


°°


James grinste wie ein Primaner und sah dabei ziemlich knabenhaft aus. Er setzte sich
ihr gegenüber und schenkte ihr nun auch einen Kaffee ein.
Sie nippte daran nahm dann den Brief zur Hand und öffnete ihn ...
James sah ihr dabei lächelnd zu und war ganz hibbelig, ob es ihr gefallen würde.

Meine liebe Lily

Für deinen heutigen Geburtstag habe ich mir etwas ganz besonderes ausgedacht.
Dies ist der Erste von drei Briefen, die dich im Laufe des Tages erreichen werden.
Ich hoffe du wirst dich darüber freuen.

Du musst ein Engel sein ...

Dein Hauch trifft mich wie ein Flügelschlag, wenn du an mir vorübergehst.
Deine Augen heller als die Sterne funkeln, ich weiß sie strahlen nicht nur im
dunkeln.
Die Zeit bleibt stehn, mein Herz schlägt schneller, wenn ich in deiner Nähe bin.
Ich schau dich an, du schaust zurück, du bist für mich das größte Glück.
Ich weiß du musst ein Engel sein, denn das kann nur der Himmel auf Erden
sein.

Jedes Mal wenn ich dich sehe, bleiben alle Uhren stehen.
Es gibt nicht Raum, es gibt nicht Zeit, es gibt nur noch Glückseligkeit.
Wenn ich meine Augen schließe, sehe ich dich im Mondschein sitzen.
Deine Augen zum Himmel gerichtet, in denen tausend Sterne blitzen.
Ich schau dich an, du schaust zurück, du bist für mich das größte Glück.
Ich weiß du musst ein Engel sein, ich stell mir vor, du gehörst mir ganz
allein.

Ich halt dich fest in meinen Armen, denn du wirst immer meine Liebe haben.
Die Sterne hole ich dir vom Himmel, denn ich weiß ich liebe dich für immer.
Du bist mein Licht in dunkler Nacht, dich hat der Himmel mir gebracht.
Ich schau dich an, du schaust zurück, du bist für mich das größte Glück.
Ich weiß du musst ein Engel sein, es wird für die Ewigkeit sein.

Heute weiß ich ganz gewiss, dass du mein kleiner Engel bist.
Mein Herz liegt fest in deiner Hand, zerbrich es nicht ich hab nur eins.
Mein Leben und meine Liebe gehören für immer dir und ich bitte dich,
verschließe nie deine Tür.

Die höchsten Berge werde ich für dich erklimmen und von der höchsten Klippe
springen. Alles werde ich für dich tun, ohne jemals auszuruhen.
Dich meinen kleinen Engel werde ich behüten und pflegen und schützen mit
meinem eigenen Leben. Denn meine Liebe zu dir wird ewig leben ...
Ich schau dich an, du schaust zurück, du bist für mich das größte Glück.
Ich weiß du musst ein Engel sein, denn in tausend Jahren werden noch
immer unsere Sterne am Himmel scheinen.


***


Sie hob seufzend ihre Augen und schenkte ihm einen zärtlichen Blick, in ihren
Augenwinkeln funkelten winzige Tränen.
Vorsichtig nahm sie das Samtkästchen in die Hand und drehte es kurz in den Fingern.
Als sie es öffnete, fiel ihr zuerst ein fein zusammengefaltetes Stückchen Pergament
auf. Dass sie langsam auseinander faltete und zuerst in Augenschein nahm.
James Blick war immer noch auf sie gerichtet und sein Herz klopfte wild in seiner
Brust. Er hoffte so sehr das ihr seine Überraschungen gefallen würden.
PS.: Ich wünsche dir einen wunderschönen Morgen, mein kleiner Engel.
Kuss dein Jamie
Als sie James feine Schrift erkannte und den kurzen Text las, lösten sich einige neue
Tränen aus ihren Augen ...
Mit leicht zittrigen Fingern öffnete sie das Blumenkästchen und zog die Kette mit
dem Anhänger heraus.
Sie schloss kurz ihre Augen, als sie sah, was sie nun in den Händen hielt. Unfähig im
Moment einen klaren Gedanken zu fassen saß sie einfach nur reglos da. Mit der Hand
hielt sie den Anhänger fest umschlossen und die Kette baumelte locker herunter.
James kam nun herüber und setzte sich neben sie.
„He ... he ..., Kleines“, sagte er mit einer samtweichen Stimme: „Das ist doch kein
Grund zum weinen.“
Er strich ihr ein paar vorwitzige Strähnen aus dem Gesicht, die sich dorthin verirrt
hatten. Bevor er seine Arme um sie legte und sie fest an sich drückte. Sofort legten
sich ihre Arme um seinen Hals. Sie konnte sich aber erst nach einer Weile wieder
beruhigen und hob den Kopf um ihn anzusehen.
„Jamie, du bist einfach wunderbar. Was soll ich nur mit dir machen. Ich könnte dich
nicht mehr lieben, wie ich es jetzt schon tue“, sagte sie halb weinend, halb lachend.
Sie war ihm nun ganz nahe gekommen und er sah nur noch ihre wundervollen Augen
und diesen verheißungsvollen Blick daraus.
„Ich wüsste da etwas“, flüsterte er ihr heiser ins Ohr.
Als er seine Lippen auf ihre legte.
Ein „James“, von ihr erstickte er und ließ sie alles andere vergessen. Der Kuss wurde
leidenschaftlicher und er wurde fast wahnsinnig, als er ihre zarten Berührungen an
seinem Körper spürte. Wohlige Schauer rieselten durch ihn, wie Regentropfen eines
Sommerregens auf der Haut und ließen ihn in den Kuss hinein seufzen. Mit einer
Leichtigkeit hob er sie hoch und trug sie immer noch küssend auf seinen Armen
hinauf in ihr Schlafzimmer ...


***


„Krone ...!“, hörte man Sirius Ruf aus dem unteren Stockwerk, „hast du etwa
verschlafen?“
James tastete nach seiner Brille, setzte sie auf und sein Blick fiel auf die Uhr. Es war
Viertel vor neun, schon recht spät, wenn man arbeiten muss.
Sie mussten wohl noch einmal eingeschlafen sein. Lily lächelte ihn strahlend an, er
beugte sich zu ihr und küsste sie noch einmal zärtlich.
„Ich liebe dich Kleines.“
Doch ein Erneutes, „Jamsie!“, von seinem besten Freund ließ ihn seine Augen
verdrehen. Er schlang die Decke um den Bauch und trat vor die Tür.
“Mensch Tatze ..., nenn mich nicht immer so, damit hörst du dich an wie Liam. Ich
komme in fünf Minuten runter“, schnaubte er.
Diesen Blick den der Schwarzhaarige ihm hinaufwarf, hätte er nicht gebraucht.
„Gehe solange in die Küche und fang schon mal an zu frühstücken, der Tisch ist
gedeckt!“, rief er deshalb missmutig schauend nach unten und verschwand wieder
hinter der Schlafzimmertür.
Schnell sprang er unter die Dusche und ein paar Minuten später betrat auch er die
Küche.
Sirius hatte sich gerade den Mund mit einem gebutterten Croissant so vollgestopft,
dass er kein Wort herausbrachte. Doch seine Augen funkelten listig und dieser
Gesichtsausdruck sagten schon alles.
Grinsend schüttelte James den Kopf über seinen verfressenen Freund, schenkte sich
noch einen Kaffee ein und nahm sich ein Croissant, das er mit Marmelade bestrich
und genüsslich verspeiste.
Lily war auch gerade wieder heruntergekommen und setzte sich ihm gegenüber,
wobei sie sich verliebte Blicke zuwarfen. Die natürlich Sirius auch nicht verborgen
blieben. Nur irgendwie hatte er das Problem, dass er schon wieder dicke vollgestopfte
Backen hatte, und er mit vollem Mund nicht grinsen und gleichzeitig blöde Sprüche
loslassen konnte. Nun es kam wie es kommen musste in solch einer Situation,
denn er verschluckte sich dermaßen böse und bekam einen furchtbaren Hustenanfall,
wobei er Teile seines Frühstückes quer über den Tisch spuckte.
„Oh Tatze, du weißt das das widerlich ist. Kannst du nicht mal erst vernünftig zu
Ende essen?“, fragte Lily mit angewidertem Gesichtsausdruck.
James klopfte ihm fest auf den Rücken.
So war sein Freund, ein richtiges Unikat, in all den Jahren seit Kindertagen in dem sie
sich kannten und Freunde waren. Er würde sich wahrscheinlich nie ändern.
„Entschuldigt Lily, ich werde es mir für das nächste mal merken ... hoffe ich“,
erwiderte Sirius grinsend.
„Wir sollten uns auf den Weg machen, sonst kommen wir wirklich noch zu spät zur
Arbeit. Was glaubst du, was wir uns dann von Liam und Patrick anhören müssen.“
Er war schon aufgestanden und blickte erwartungsvoll auf seinen besten Freund und
Seelenbruder. James, der gerade ein zweites Croissant in Augenschein genommen
hatte, ließ seine Hand sinken und nickte.
„Du hast recht, darauf habe ich wirklich keine Lust“, seufzte James schnell und stand
auf, aber nicht ohne sich doch noch schnell ein Croissant für unterwegs zu greifen
und Lily einen Abschiedskuss zu geben.


***


Ja, sein Vater war mehr als das für sie, dasselbe galt auch für seinen Patenonkel
Patrick, (der beste Freund seit der ersten Hogwartsfahrt im ersten Jahr von Liam
Potter) und wirklich schwer in Ordnung, immer konnten sie mit allem zu ihnen
kommen. Aber in diesem einen Punkt was Pünktlichkeit am Arbeitsplatz anging,
kannten beide kein Pardon. Sie nahmen es gerade bei ihnen beiden sehr genau was
dies betraf. Einmal waren Sirius und er nur fünf Minuten zu spät zum Dienst
gekommen.
Was sie danach erleben mussten, war die reinste Hölle für sie gewesen.
Erst hatten sie sich einen fast einstündigen Vortrag darüber anhören müssen, dass
auch der Sohn und Adoptivsohn des Chefs keine Extrawürste gebraten bekommen
würden. Danach hatte Liam sie über zwei Stunden im Trainingsraum herumgehetzt.
Wenn die beiden nur daran dachten, taten ihnen heute noch alle Knochen weh ... *
„Ach ja, alles Liebe zum Geburtstag, Lils“, fiel Sirius noch ein, bevor er ihr
zwinkernd ein kleines Päckchen in die Hand drückte, seinen Umhang nahm und zum
Kamin voranschritt.
„Bis nachher mein Schatz, ich vermisse dich jetzt schon“, verabschiedete sich James
noch einmal mit einem letzten Kuss und einem traurigen Seufzer.
Dann folgte er Sirius durch den Kamin ins Zaubereiministerium. Wo beide sofort als
sie in den Aurorenbüros ankamen, von seinem Vater, seinem Paten und den Kollegen
begrüßt wurden.
Alle machten sich auf den Weg in den Trainingsraum. Denn heute Morgen stand die
ersten zwei Stunden Ausdauertraining und Ministeriumszauber für Jungauroren auf
dem Lehrplan. Danach sollten sie zwei Stunden alte Akten wälzen und Berichte
darüber verfassen.
Nach einem langen schweißtreibenden Ausdauertraining saßen Sirius und James in
ihrem Büro über einer Reihe von verschiedenen Akten der vergangenen Jahre. Das
war eine mehr als öde Arbeit und es dauerte auch nicht allzu lange bis James seinen
eigenen Gedanken nachhing.


***


°°°


..., was Lily wohl gerade macht, ob es ihr genauso geht wie mir? ...
Seit fast einer Stunde saß er nun schon wie festgefroren an seinem Schreibtisch und
hing seinen Gedanken nach.
War es die richtige Entscheidung?
Tat er das Richtige, wenn er nun Lily den Heiratsantrag machte?
Ja, er liebte sie so sehr, dass es wehtat und mehr als sein eigenes Leben.
Aber würde er nicht dann erst recht ihr Leben aufs Spiel setzten, wenn er ihr nun vor
aller Welt seinen Namen geben würde?
Es war alles so einfach für ihn gewesen. Doch nun war er sich gar nicht mehr so
sicher, ob er das Richtige tun wollte. Was aber war die richtige oder falsche
Entscheidung?
Er seufzte auf und sah aus dem Fenster. Es regnete und der Himmel war düster und
grau verhangen. Nun ja auf jeden Fall hier im Fenster tat es das. Vielleicht waren die
zuständigen Leute wieder einmal mit etwas unzufrieden und bescherten ihnen
deshalb so ein Sauwetter.
Auf alle Fälle passte es zu der düsteren Stimmung. Die überall herrschte und der
Bedrohung, welche allgegenwärtig über ihnen allen schwebte. Doch er hatte seine
Entscheidung getroffen, denn es machte keinen Unterschied, ob sie seine Frau war
oder nicht. Denn alle wussten schon lange, dass James und Lily seit Hogwarts ein
Traumpaar waren.
Also verwarf er ganz schnell wieder seine trüben Gedanken und arbeitete schweigend
weiter an seinem Berg alter Akten.


°°°


***


Es war kurz vor zwölf als Sirius ihn wieder auf den Boden der Tatsachen zurück
holte.
„Komm schon Krone, ich habe einen furchtbaren Hunger. Es wird Zeit zum
Mittagessen in den, „Tropfenden Kessel“, zu gehen.“
James grinste ihn breit an.
„Das wäre ja auch ein Wunder, wenn du mal keinen hättest“, grinste er breit.
„Na dann los, ich will nicht daran schuld sein, dass du einen Hungertod stirbst“, sagte
er lachend.
Die beiden jungen Männer machten sich schnell auf den Weg ins Atrium. Von wo aus
sie direkt in den, „Tropfenden Kessel“, flohten.


***


Lily lächelte glücklich, als sie den Frühstückstisch abräumte.
Von Sirius hatte sie ein Buch über altelfische Zauber und Heiltränke bekommen, das
sie schon sehr lange suchte und sich immer gewünscht hatte.
Sie ließ verträumt lächelnd das Konfetti und die Blütenblätter in einer Schachtel
verschwinden und spülte das Geschirr ab.
Einen Moment stellte sie sich ans Fenster und drehte ihren Anhänger der um ihrem
Hals hing in den Fingern.
Sie dachte an James und ein verliebtes Funkeln trat ihn ihre Augen. Er war ihr Leben,
ihre Liebe, ihr Kamerad und ihr Freund. Sie hatte nie gewusst, wie sehr man einen
Menschen wirklich lieben konnte. Denn erst seit sie James richtig kennengelernt
hatte, wusste sie es. Ein Leben ohne ihn konnte und wollte sie sich gar nicht mehr
vorstellen ...


***


Eine halbe Stunde später stieg sie im Sankt Mungos aus dem Kamin.
Ihre beste Freundin Tina wartete schon gespannt auf sie.
„Guten Morgen Liebes, da bist du ja endlich - ich warte schon ewig auf dich.
Was hat dich aufgehalten?“
Sie schüttelte ihre langen braunen Locken und sah Lily feixend und auch neugierig
an.
Lily lächelte verschmitzt.
„James?“, fragte Tina schmunzelnd.
„James!“, bestätigte sie und in ihre Augen trat ein glückliches Funkeln.
„Das dachte ich mir schon“, sie zwinkerte ihr fröhlich zu.
„Aber erst einmal alles Liebe zum Geburtstag, meine Süße“, sagte sie und die
Freundinnen umarmten sich stürmisch, bevor Tina ihr ein kleines Päckchen in die
Hand drückte.
Sofort wurde es von ihr ausgepackt und sie hielt eine wunderschöne Brosche in ihren
Händen.
„Oh Tina - sie ist einfach wunderschön“, konnte sie nur sagen und fiel ihrer besten
Freundin noch einmal um den Hals ...
„Gern geschehen, ich freue mich deinen Geschmack getroffen zu haben“, lächelte sie.
„Ja sehr sogar, sie ist einfach wunderschön.“
„Doch komm jetzt Lily, es ist Zeit.“
Sie zupfte an ihrem Ärmel.
„Wir müssen in den Schulungsraum gehen, sonst kommen wir noch zu spät.“
Lily nickte und folgte ihr den langen Gang entlang.
Ihr Ausbilder Frederik Pomfrey war noch nicht anwesend. So hatten die anderen noch
die Gelegenheit Lily zum Geburtstag zu gratulieren.
Irgendwie konnte sich Lily an diesem Morgen nicht so wie sonst auf den Unterricht
konzentrieren. Auch, dass ihre beste Freundin sie die ganze Zeit volllaberte und
wissen wollte was sie am Morgen so alles gemacht hatte, machte es nicht gerade
einfacher ihrem Ausbilder zu folgen.
Zumal ihr der heutige Morgen nicht aus dem Kopf ging und sie mit verträumtem
Blick aus dem Fenster sah. James hatte von zwei weiteren Briefen gesprochen.
Was würde sie heute noch erwarten dürfen? Sie kannte ihren James ganz genau und
wusste, dass es etwas ganz Besonderes sein würde.
Tina stieß ihr sachte in die Seite und grinste sie an.
„Wo bist du nur heute mit deinen Gedanken?“
„Was ...?“, fragte nun Lily und sah sie verwirrt an.
„Miss Evans!“
„Miss Cornelly!“
„Könnte mir wohl eine von ihnen beiden das Aussehen und die Eigenschaften eines
Mondsteines sagen?“
Als beide immer noch nicht reagierten, versuchte er es mit einem lauten Räuspern ...
Chrm ..., chrm ..., und zog nun endlich die Aufmerksamkeit seiner beiden
Studentinnen auf sich.
Die beiden sahen sich kurz an. Tina warf ihr noch einen: "keine Ahnung was er von
uns will"- Blick zu. Sie sahen ihn erschrocken wie zwei ertappte Sünderinnen an, bis
Lily endlich ihre Stimme wiedergefunden hatte.
„Entschuldigen sie bitte Heiler Pomfrey, könnten sie die Frage noch einmal
wiederholen?“, fragte Lily schüchtern.
Sie war fast so rot im Gesicht geworden wie ihre Haare.
„Ich habe sie nicht verstanden.“
„Ich würde gerne etwas über den Mondstein wissen, meine Damen. Woher er sein
Aussehen hat und welche Eigenschaften er besitzt“, wiederholte er leicht
schmunzelnd.
„Danke Sir, äh ja sicher“, brachte Lily hervor.

*

Der Mondstein erhielt seinen Namen durch sein schimmern, das an das
Mondlicht erinnert. Dieses schimmern wird in der Fachsprache Adulareszenz
genannt, da es beim bewegen des Steines immer wieder anders erscheint.
Deshalb zeichnet ihn vor allem sein bläulich weißer Schimmer aus.
Man glaubte früher, im Mondstein die zu - und abnehmenden Phasen des
Mondes zu erkennen.
Er wirkt positiv auf das Gefühlsleben, Emotionen, holt Unbewusstes hervor,
schenkt Frieden, Hoffnung, Vertrauen, Intuition und Fruchtbarkeit.
Es stärkt Imagination, das ist die Fähigkeit mittels virtueller Vorstellung im
Geiste zu entwickeln. Oder sich an solche zu erinnern und diese mit dem
inneren geistigen Auge visuell wahrzunehmen. Medialität ist jemand der so
sensitiv ist, dass er mit Geistwesen kommunizieren und deren Mitteilungen
vermitteln kann, wir nennen es medial, sie oder er ist ein Medium.
Die Fähigkeit, Kontakte von Geistwesen zu vermitteln, nennen wir Medialität.
Da diese Worte gelegentlich auch anders verwendet werden, setzen wir zur
Klärung oft noch das Wort "spiritualistisch" hinzu. Was auf die britische Art
der Ausübung der Medialität, eben das Vermitteln von Jenseitskontakten als
glaubhafte Hinweise auf ein Leben nach dem Tode hinweist.
Er schützt sensible Menschen, macht uns unsere Gefühle bewusst, gut auf
Reisen und für das Drüsen- und Lymphsystem. Er wirkt gegen
Verdauungsprobleme (körperlich und geistig), Frauenkrankheiten, seelische
und gefühlsmäßige Verhärtungen.“


*


„Danke Miss Evans, ich hätte es nicht besser sagen können.
Dann können sie nun alle in ihre wohlverdiente Mittagspause gehen. Wir sehen uns
später wieder“, verabschiedete er seine Studenten und packte schmunzelnd seine
Tasche.


***

Dieses Kapitel wurde am 22.12.2015 um 21:48 Uhr bearbeitet.


© Die Fanfiction darf nicht ohne Genehmigung des Autors kopiert werden.