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Harry Potter und die Saat des Bösen Saga 1

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Autor Balu2008
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Wie ein Dieb in der Nacht oder ein mehr als unerwarteter Besucher Oktober 1981

Kapitel 34


Wie ein Dieb in der Nacht oder ein mehr als unerwarteter Besucher


Oktober 1981


So verging der September und die ersten Wochen des Oktobers eh sich Lily versah
war es schon Ende Oktober geworden und es ging schnell auf Halloween zu.
Die Tage waren kürzer und die Nächte umso länger und trostloser für Lily geworden.
Meist konnten die Zwillinge nicht nach draußen, da starke Sturm und Regenschauer
über die Ländereien tobten. Es war ihr manchmal so, als würde die Natur ein ganz
eigenes und Dunkles Kapitel über ihre Kleine Welt einläuten.

Überall in Godrics Hollow sah man nun rote, gelbe, orangene und braune Blätter
fallen und überall in der Gärten und Straßen herum liegen. Der Herbst hatte auch das
kleine Zaubererdorf Godrics Hollow fest im Griff.
Die Nächte waren klar und kalt und überall vor den Türen und in den Fenstern der
Häuser sah man Kürbisse sitzen und Kürbislaternen leuchten.
In sieben Tagen war es nun soweit und alle Welt würde wieder Halloween feiern.
Die Zwillinge lagen schon lange in ihren eigenen Betten, in denen sie nun seit 2
Wochen auch ohne Tränen alleine schliefen und nicht selten fand man sie am
nächsten Morgen in einem der 2 Kinderzimmern zusammen in einem Bett liegend.
Lily hatte es sich auf der Couch gemütlich gemacht und las in dem Buch über die
neusten Zaubertränke und ihre Wirkungen.
James und Sirius waren nun schon seit über acht Tagen in einem Geheimauftrag
unterwegs und es sollte noch acht bis zehn Tage dauern, bis sie zurück nach Hause
kommen würden und sie sich endlich wiedersahen. Lily vermisste James und Sirius
schrecklich, genau wie die vier Kleinen.
Besonders Harry litt darunter seinen Daddy und Paten so lange am Stück nicht sehen
zu können, da tröstete es ihn auch wenig wenn die Anderen Beiden
Rumtreiber mit ihren Freundinnen, oder die Anderen Freunde und
Familienangehörige häufiger zu Besuch kamen.
Er war unruhig und folgte ihr auf Schritt und Tritt, ließ sie selten einmal aus den
Augen, so als hätte er Angst davor sie würde auch weggehen und nicht wieder
kehren.

Seit vorgestern Nacht war es besonders schlimm geworden, denn nach einem
Alptraum der ihn um kurz nach Zwei schreiend in seinem Bett ausfahren ließ und sie
aus ihrem Schlaf gerissen hatte, sagte er immer wieder dasselbe und sie konnte sich
keinen Reim daraus machen: „Mummy, Heny un Mi aua, Heny Mummy heia, aua mi,
Daddy Nuffel tomm Heim.“
Sie wollte unbedingt mit James darüber reden, wenn er sich wieder über den
Zweiwege Spiegel melden würde, aber sie wusste nicht wann es ihm wieder möglich
sein würde.
Seit Heute waren Remus und Dumbledore in Hogwarts und Peter mit seiner Freundin
Susi in den Urlaub nach Irland gefahren.
Jetzt am Abend war es einsamer und stiller im Haus und gerade da merkte sie immer
wieder, wie sehr sie James vermisste.
Sie stand auf und machte sich auf den Weg in den ersten Stock, schaute noch einmal
nach den zwei Zwillingspaaren und ging dann in ihr Schlafzimmer.


***


Vier Tage später saß Lily wieder auf der Couch mit einem Buch vor der Nase.
Eigentlich wollte sie ja lesen, aber ihre Gedanken schweiften immer wieder ab zu
James und ihrer Sehnsucht nach ihm.
Als es an der Haustür klopfte.
Sie öffnete die Tür und sah den Besucher eine Minute nur schweigend und
verwundert an.

„Hallo Lily kann ich kurz mit dir reden?“, fragte der ganz in Schwarz gekleidete
junge Mann verhalten und blickte sie fast flehend an.
„Komm rein Sev! Was verschafft mir die Ehre deines so seltenen Besuches?“, fragte
sie und deutete ihm an hereinzukommen.
„Kann ich dir etwas zu Trinken anbieten, einen Tee oder Kaffee vielleicht?“, fragte
sie.
„Danke ein Kaffee wäre nicht schlecht.“
„Geh ruhig schon mal ins Wohnzimmer, es ist die Dritte Tür links“, sagte sie und ging
in die Küche.
Kurz darauf kam sie mit einem Tablett zurück auf dem Kaffeegeschirr und Kekse
standen, verteilte alles auf dem Tisch und schenkte ihnen Kaffee ein, sie gab Harry
und Henry einen Löffelbiskuit die den Besucher verhalten und misstrauisch
musterten, bevor sie sich auf die Couch setzte.

Beide Kinder standen nebeneinander in ihrem Laufstall, hielten sich wie meist an
ihren Händen und schienen sich ohne Worte zu unterhalten. Ihre Augen funkelten
kurz auf und sie widmeten sich immer wieder kurz dem unerwarteten Besucher.
Der Fremde sah sie lange an, dann blieb sein Blick an dem kleinen Harry hängen und
Ihre Augen verschmolzen miteinander.
Ein Funkeln aus Harrys Augen irritierte den ehemaligen Jugendfreund Lilys aus
Hogwarts und ihn beschlich ein sonderbares Gefühl, welches er nicht einordnen
konnte ...
„Wie komme ich zu der Ehre, dass du mit mir reden möchtest Sev? Als wir uns dass
letzte mal gesehen haben ..., warte wie war das nochmal: Wie kannst du nur von so
einem Schleimbeutel die Brut austragen?“, fragte sie ziemlich kühl.
Er räusperte sich verlegen, brach den Blickkontakt zu Harry ab, bevor er sie erneut
ansah und zu ihr sprach: „Lily bitte verzeih mir, es war dumm dir so etwas an den
Kopf zu werfen, ich war Eifersüchtig auf James, weil er das bekommen hat was ich
eigentlich für mich wollte.“
Lily zischte abfällig und funkelte ihn an: „Für dich wolltest ... ich bin kein Ding Sev
welches man für sich wollen kann. Außerdem war ich immer ehrlich zu dir und habe
dich x mal gebeten dir deine Freunde vorsichtiger auszuwählen, aber du musstest
dich ja mit solchen Leuten wie Malfoy, McNair, Travers und Konsorten abgeben,
weil ich wusste das sie dein Untergang werden würden und du hast mich darauf
Schlammblut genannt. NEIN Sev ..., tut mir leid, aber du hast unsere Freundschaft
mit Füssen getreten und zu mehr als Freundschaft war ich niemals bei uns bereit.“
„Es tut mir Leid, da wir damals in der Schule doch einmal die Besten Freunde waren
und ich bis zum Schluss immer gehofft habe, dass wir wieder zusammen kommen
und es vielleicht doch irgendwann mehr werden würde“, nuschelte er verlegen.
„Es gab nie ein wir Severus, nicht so wie du es dir immer ausgemalt hast“, sagte sie
scharf: „Wir waren Freunde ..., nicht mehr und nicht weniger und es wäre meinerseits
nie über unsere Freundschaft hinaus gegangen.“
„Ich ..., ich hatte immer gehofft das es irgendwann auch bei dir mehr werden würde“,
seufzte er leise.
„Tut mir Leid Sev, das ich dir nichts anderes geben konnte, aber so ist es nun einmal
gewesen, Gefühle kann man eben nicht erzwingen, doch nun lass uns die Alten
Geschichten vergessen. Warum bist du heute hierher gekommen?“
„Nun gut, du weißt, ich habe da so meine Quellen, ich kann dir nichts Genaueres
darüber sagen, nur soviel es geht da etwas vor. Ich wollte dich bitten das Du und
deine Familie sich für eine Weile verstecken sollten.“
„Ach ja richtig Sev deine Todesser - Freunde und euer selbst ernannter Lord, die
anderen nach dem Leben trachten. Warum nennst du ihn denn nicht beim Namen das
hast du doch früher auch immer getan“, sagte sie abfällig.
„Lils bitte, du musst mir glauben, ich wollte das nicht, ich habe einen großen Fehler
gemacht und nur deshalb bin ich jetzt hier.
Doch ihr seit hier nicht mehr sicher, denn kein Schutz wird mehr halten, wenn er
hierher kommt. Er hat beschlossen ins Ministerium einbrechen zu lassen, um sich die
Unterlagen der auf dem Haus liegenden Zauber beschaffen zu lassen.“
„Was hast du getan Severus und was weißt du noch?“, fragte sie ungläubig und sah
ihn verletzt und traurig an.
„Bitte sieh mich nicht so an Lily, du weißt genau, ich kann das nicht ertragen“, bat er
und senkte gequält seine Augen.
„Wem willst du das denn erzählen?“, fragte sie, als ihre Augen sich trafen.
Er sah all das Leid und die Angst um ihre Familie darin.
„Freunde würden sich niemals belügen oder einem anderen so etwas antun“, schniefte
sie auf.


*


°


Ja sie waren so viele Jahre Freunde gewesen und er hatte immer auf mehr gehofft,
ging es durch seine Gedanken und nur durch ein unbedachtes Wort, das er ihr in
seinem Zorn entgegen geschleudert hatte, hatte er dies alles zerstört.
Ihre Freundschaft war zerbrochen, wie ein Glas, das wenn es zu Boden fällt in
tausend Scherben zerbricht.
Seine Liebe zu ihr würde nun für immer unerfüllt bleiben und sein Herz war
tonnenschwer, es war ihm, als würde er innerlich verbluten.
Immer wenn er an sie dachte oder sie sah, dachte er daran, wie sie jetzt in James
Armen lag und es war ihm als würde man ihm einen Dolch ins Herz hinein jagen.
In seinen Träumen sah er sie immer und immer wieder. Jede Nacht träumte er von
ihr, sah den Schmerz und die Trauer in ihren wunderschönen Augen, die in Tränen
schwammen, die dieses eine Wort in ihr ausgelöst hatten.


Ja Severus Snape hasste James Potter dafür, dass Lily sich ihm zugewandt hatte.
Auch spürte er, obwohl die Zwillinge noch so klein waren, dass sie etwas ganz
eigenes waren und sie eine unglaubliche Aura umgab.
Paahh ..., sonderbare Kinder von einem sonderbaren Vater, was sollte da schon
Gutes herauskommen ... ODER?!, flüsterte ihm ein hämisches Stimmchen in seinem
Kopf noch zu.


°


*


„Du hast diese Entscheidung von dir aus getroffen, ich habe dich oft genug vor die
Wahl gestellt und du hast deine Eigene getroffen.“
Er hörte den Vorwurf in ihren Worten und wusste, dass sie Recht damit hatte.
„Ich weiß doch selbst, dass es ein Fehler war, mich ihnen anzuschließen, aber ich
kann ihn nicht so einfach wieder rückgängig machen“, sagte er verteidigend.
„Da sagst du mir nichts Neues“, sagte sie kühl.
„Aber nun sag mir endlich, was du weißt! Warum sollen wir uns verstecken?“, wollte
sie nur noch von ihm wissen.
„Ich habe eine Prophezeiung belauscht und es dem dunklen Lord verraten.
Bevor ich entdeckt wurde, konnte ich einen Teil dieser Vorhersage hören, die so
lautete:

*

Der eine mit der Macht den dunklen Lord zu besiegen naht heran, er wurde jenen
geboren, die ihm schon drei Mal die Stirn geboten haben. Er wird eine Macht
besitzen, die der dunkle Lord nicht kennt und er wird ihn als sich ebenbürtig
kennzeichnen ...

*

„Nun denkt er, dass ihr es seit und einer eurer Söhne derjenige sein wird, der sich ihm
zum Kampf stellen soll, wenn es soweit ist.
Deshalb möchte er allem vorgreifen und wird euch jagen um zu versuchen sie und
euch zu töten“, sagte er und war zum Ende hin sehr leise geworden.
Nun saß er ihr aufgewühlt gegenüber und schaute auf seine ineinander verknoteten
Hände.
Eine kleine Weile war es still ...


*


°

Ihre Gedanken überschlugen sich.
Was sollte sie nun machen?
James war unerreichbar für sie und sie war ganz alleine hier.
Sie riss sich zusammen und sah ihrem Freund aus Kindertagen fest in die Augen.

°

*

„Wie sehr musst du James und uns hassen, dass du mir so etwas antun konntest“,
sagte sie traurig und ihre Stimme zitterte leicht.
Erschrocken schaute er sie an und sah die Tränen, die ihre Wange herunterliefen und
er schien noch ein wenig mehr zusammenzusacken.
„Bitte weine doch nicht, ich könnte dich niemals hassen, dafür liebe ich dich viel zu
sehr“, hörte sie ihn leise sagen.
„Ich wusste doch nicht, dass er sofort auf euch kommen würde.“
„Aber sicher doch, dir war es doch in dem Moment völlig egal ob es meine Kinder,
die nichts für all das können und meinen Ehemann treffen könnte“, sagte sie bitter.
Lily hörte noch die Zwillinge herzzerreißend schniefen: „Mummy nid aua mags, du
Böse, Daddy, Nuffel tomm“, als auch schon ein Krachen ertönte und Snape an die
Wand geschleudert wurde, wo er herunterrutschte und einen Augenblick benommen
liegen blieb.
Sie sah ihre beiden Söhne überrascht an, deren Augen böse funkelnd auf Severus
gerichtet waren.
Als er sich endlich wieder aufrappelte, sah er noch einmal hasserfüllt auf die beiden,
bevor er sich umdrehte und mit aufbauschendem Umhang aus der Wohnungstür
verschwand.

Sie rannte ihm noch nach zur Haustür: „Severus bitte sag mir warum?!“, doch er war
schon disappariert.

Sie ging zurück, sah die Zwillinge traurig lächelnd an, sie saßen Händchenhaltend
nebeneinander und hatten ihre Daumen der Anderen Hand in ihrem Mund.
Mit großen Augen sahen sie ihr entgegen, Lily ging an den Laufstall zu breitete ihre
Arme nach ihnen aus, flugs zogen sich die Kleinen am Gitter hoch und landeten
traurig schniefend in ihren Armen.
„Sch ..., sch ..., nicht weinen meine Süßen alles ist gut, niemals werde ich es
zulassen, dass euch etwas geschieht“, flüsterte sie leise und ließ ihren Tränen freien
Lauf ...



Am späten Abend als
die Zwillinge endlich schliefen, hatte sie James endlich über den

Drei – Wege – Spiegel erreicht, er versprach ihr sofort alles zu
mobilisieren um so schnell

wie möglich seinen Auftrag zu erledigen,
um dann an Halloween bei seiner Familie zu sein.







***

Dieses Kapitel wurde am 09.01.2016 um 20:08 Uhr bearbeitet.


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