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Harry Potter und die Saat des Bösen Saga 1

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Autor Balu2008
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Die Ordensversammlung auf Potter – Hall

Kapitel 37


Die Ordensversammlung auf Potter – Hall


„Sirius und ich gehen schon mal nach draußen“, sagte James zu seinen Eltern, Pat
und Laureen. Sie zogen ihre Jacken an und machten sich auf den Weg auf die
Ländereien. Eine Weile liefen sie nur schweigend nebeneinander her, sodass Sirius
seinem Freund immer wieder neugierige Seitenblicke zuwarf.
„Jetzt fang schon an Krone und mach mich nicht verrückt, du bist schon die letzten
Tage sehr schweigsam. Was habe ich getan?“, fragte er breit grinsend.
James musste schmunzeln, als er ihn nun ansah.
„Nichts“, war erst mal sein einziger Kommentar, was Sirius dazu brachte, seine
Augen zu verdrehen.
„Mach schon Krone. Es ist eiskalt hier draußen, spucks endlich aus, was du hast, dass
wir wieder rein können“, nörgelte sein Freund.
Sie waren inzwischen am Pavillon angekommen und James setzte sich und grinste
Sirius an.
„Dagegen lässt sich etwas machen", und mit einer Zauberstabbewegung erschien eine
Flasche Feuerwhisky und sieben Gläser. Sirius machte große Augen und grinste von
einem Ohr zum anderen.
„Cool, lass uns eine Funparty feiern! Wer kommt denn noch?“, rief er begeistert.
Er ließ sofort Fackeln rund um den Pavillon erscheinen und ein kleines Lagerfeuer
brennen, das den ganzen inneren Pavillon erwärmte.
„Das wirst du gleich sehen, warte es einfach mal ab“, sagte James verschwörerisch
lächelnd.
James füllte ihnen zwei Gläser und reichte eines seinem Freund. Sirius zog seine
Zigaretten aus der Tasche und nahm sich eine aus dem Päckchen, bevor er es an
James weitergab. Dieser bediente sich und reichte ihm das Feuer.

„Lass dich bloß von Lily nicht damit erwischen“, hörte er eine bekannte Stimme
hinter sich. Erschrocken drehte er sich um und sah seinem Vater genau in die Augen.
„Mann Dad, du hast mich zu Tode erschreckt und keine Angst, da passe ich schon
auf“, sagte er und holte tief Luft.
„Das ist das schlechte Gewissen Krone“, foppte Sirius ihn.
„Klappe Tatze, sonst petzte ich bei Isa, was du so alles anstellst, wenn sie nicht dabei
ist“, erwiderte er und zeigte ihm sein selbstgefälligstes Lächeln.
Pat und Liam setzten sich zu ihnen und angelten nach den Zigaretten auf dem Tisch.
„James, nachdem du Albus einen Patronus geschickt hast, war er der Meinung, dass
wir heute eine Ordensversammlung hier abhalten sollen“, sagte Liam zu seinem
Sohn.
„Hat er sonst noch etwas gesagt?“
„Nein, das hat er noch nicht, aber du kennst ihn ja, wenn es nicht von größter
Wichtigkeit wäre, hätte er es nicht angeordnet.“
James starrte schon eine ganze Weile in das Glas in seiner Hand. Er musste wieder an
Harrys Erinnerungen denken und an den schwarzhaarigen, jungen Mann. Den er
ziemlich gut kannte und es trotzdem nicht verstand, wieso er dort war.
Das Sonderbarste an der ganzen Geschichte war nur, dass er das Gefühl nicht los
wurde, dass Harry ihn kannte und ihn auch mochte.
Unbewusst fuhr er sich durch die Haare, genau, wie sein Jüngster es immer tat, wenn
er ängstlich war. Wie hatte Lily das in ihrer Schulzeit immer gehasst und er hatte es
auch schon lange nicht mehr getan. Doch bei ihm war es gerade ein Zeichen, das er
einen Punkt erreicht hatte, wo er nicht weiter wusste.
Im Moment stand er ziemlich am Abgrund und war kurz davor auszurasten, da ihn
seine eigene Hilflosigkeit und Schuldgefühle innerlich ziemlich anfraßen.
Denn mit jedem Tag, den er Harry so leidend vor sich sah, bohrte es sich tiefer in
seine Seele. Sein Zorn auf Voldemort und seine Todesser machte ihn rasend.
Ein unerwartetes Geräusch holte ihn wieder in die Realität zurück und er schaute in
das besorgte Gesicht seines Freundes. James versuchte sich an einem Lächeln, was
aber eher einer Grimasse glich.
Die gerade ankommenden Auroren, und Ordensmitglieder begrüßten sich.
Neben Peter, Remus und Albus waren auch Kingsley, Arthur und Moody dabei.
Albus hatte sein Denkarium auf dem Tisch abgestellt und sah nun alle reihum, über
seine Halbmondbrille hinweg, an. An James blieb sein Blick hängen und, wie schon
in seiner Schulzeit, hatte er das Gefühl, geröntgt zu werden. Haselnussbraune, warme
Augen sahen in Meerblaue und James überkam der Gedanke, dass seine inneren
Gefühle für Albus nun offen lagen.
Als er eine Berührung auf seinem Bein spürte, schaute er nach unten und Harry stand
neben ihm, seinen Teddy der nun einen Verband um den Kopf trug, Bandagen und
Pflaster wie sein Kleiner Besitzer überall am Fell hatte und seinen Kopf auf James
Schoss gelegt.
„Hallo Sunnyboy, wie kommst du denn hierher? Du hast doch hoffentlich nicht
unsere Haustür aufgesprengt, fragte James lächelnd und nahm ihn auf den Arm.
"Du bist ja ganz durchgefroren wie lange läufst du denn schon hier draußen herum?"
Er zauberte ihm warme Kleidung an.
"Hast du schlecht geträumt, mein Schatz? Es ist wieder gut, du musst nicht mehr
weinen."
Harry hatte sich an seinen Pullover geklammert und seinen Körper fest an den seines
Vaters gedrückt.
James spürte die Erschütterungen seines Sohnes, er zitterte vor Kälte und Angst, da
so viele Leute heute auf dem Grundstück waren.
Er schlug seine Jacke fest um den Jüngsten und strich ihm beruhigend über den
Rücken.

„Ich bringe Harry wieder ins Haus, Albus. Ich bin gleich wieder da“, sagte James,
bevor er sich auf den Weg zum Haus machte.
Nur fünf Minuten später war er zurück und setzte sich auf seinen Platz, leerte sein
Glas und lehnte sich zurück als Dumbledore sich erhob.
„Ihr wundert euch sicher, warum wir uns heute nur im kleinen Kreis
zusammengefunden haben. Die Sache ist ganz einfach. Wir sind nur so wenige, weil
wir alle zum engeren Umfeld von James und Lily gehören. Liam und ich haben
deshalb beschlossen, es nicht ganz so auszubreiten. Denn je weniger wir sind, desto
besser sind unsere Chancen, dass die Einzelheiten nicht explosionsartig die Runde
machen. Harry hat genug darunter zu leiden und wir brauchen nicht noch mehr Leute
die ihn begaffen und ihm das Leben noch schwerer machen, wie es schon jetzt ist.
Wie ihr wisst, geht es um den Angriff auf James Familie in Godrics Hollow.
Wir alle geben uns nicht der Illusion hin, wie die übrige Zaubererwelt, dass Tom
Riddle wirklich Tod ist. Denn das ist er nicht und eines Tages wird er einen Weg
finden, um wieder zurückzukehren und dann wird Harry unseren vollen und ganzen
Schutz brauchen.
Er wird niemals aufhören ihn zu jagen und versuchen ihn zu töten.
In derselben Nacht, als ich Harry im Krankenhaus besuchte, habe ich mit James
Erlaubnis seine Erinnerung an das Ereignis aus seinem Gedächtnis aufgerufen, da er
leider der Einzige Augenzeuge des ganzen Angriffes war.
Das möchte ich euch nun gerne einmal zeigen und eure Meinung darüber hören.
Es gibt darin nämlich ein Vorkommnis, bei dem ich mir noch nicht ganz schlüssig
bin, was es genau zu bedeuten hat.“
Er machte eine einladende Handbewegung und alle außer James und ihm tauchten in
das Becken ein. Dumbledore und James unterhielten sich über Harry und schwelgten
dann in Erinnerungen aus der Schulzeit, bis die anderen wieder erschienen.
Sirius war sehr blass um die Nase und das Einzige, was er nun tat war sich mit
zittrigen Fingern sein Glas aufzufüllen und es in einem Schluck hinunterstürzen.
„Alles klar bei dir, Tatze?“, wollte James mit einem besorgten Blick auf ihn wissen.
Doch Sirius zuckte nur die Schultern und schwieg.

„Nun wie ich diese Sache sehe“, brach Liam das Schweigen, "haben wir einen Tod
geglaubten, der am Leben ist und einen Todesser, der entweder nie einer war oder nun
keiner mehr ist. Wenn ihr mich fragt, dann sollten wir versuchen ihn zu finden, denn
ich glaube er könnte uns all unsere Fragen beantworten.
Wir wissen ja alle, wer es ist, da Sirius sonst keinerlei Verwandte mehr hat.“
„Habt ihr schon Mal an Vielsafttrank gedacht?“, fragte James.
Nun ergriff Moody das Wort.
„Nun ich halte Vielsafttrank auch für unwahrscheinlich, dafür waren seine
Reaktionen auf einige Dinge zu offensichtlich. Also wir wissen nun schon einmal,
dass Regulus Black noch am Leben ist. Was wir nicht ausschließen können ist, dass
er jetzt auf unserer Seite ist, denn es wäre ein Leichtes für ihn gewesen, Harry zu
töten und unerkannt wieder zu verschwinden.
Aber dafür sprachen seine Aussage und Reaktionen die wir gesehen haben nicht.“

„Hm nun ich muss euch etwas sagen ..., räusperte sich Remus leise und verlegend
seine Beiden Besten Freunde ansehend.
„Er ist es ohne Frage, ich weiß es ..., weil ..., er gestern hier war und es mir erzählt
hat.
Ihr wisst das Moony kurz vor Vollmond die vollen Werwolfsinne hat und ich habe ihn
sofort am Geruch erkannt. Tatze, Krone es tut mir Leid, dass ich es euch
verschwiegen habe, aber er hat mir ein Versprechen abgenommen und mir
versprochen, dass er sobald er fertig ist mit dem was er tun muss zu uns zurück
kommen wird und uns Rede und Antwort leisten wird. Peter hat ihn auch gehört und
gesehen, er saß als Ratte hinter einem Baum.“
„Wir sollten aber trotzdem vorsichtiger an die Sache herangehen und ihn nicht wie
einen Verbrecher jagen lassen, sondern eher auf Diskretion setzen.
Gehen wir mal davon aus, dass Regulus, warum auch immer, auf unserer Seite steht.
Dann hat er sich jahrelang erfolgreich versteckt gehalten, um zu tun, was auch immer
er tun muss.
Wenn wir jetzt eine Fahndung nach ihm ausrufen würden, wüsste jeder das Regulus
Black noch lebt, und sein Leben wäre keinen Knut mehr wert.
Seine Tarnung wäre mit einem Schlag dahin und auch die Todesser würden ihn jagen
wie einen Hasen. Ihr wisst das Lucius Malfoy und Severus Snape aus dem Engsten
Kreis sehr viele Kontakte nach außen hin haben und Lucius hat auch das nötige
Kapital jeden zu schmieren wenn er will. Sie würden Beide alles tun um bei ihrem
Meister noch höher in der Gunst zu steigen und ohne mit der Wimper zu zucken
gehen sie über Leichen.
Damit wäre uns am wenigsten geholfen, denn im Grunde wollen wir etwas von ihm“,
erklärte Arthur.
„Gut argumentiert Arthur, dem ist nichts mehr entgegen zu setzen und so werden wir
es auch tun“, freute sich Albus.
„Dann werde ich mit den anderen Ordensmitgliedern sprechen und sie darauf
hinweisen, dass wir nur mit Regulus reden wollen.“
„Liam und Patrick, ihr könntet mit den, Auroren reden, aber seht zu, dass im
Zaubereiministerium niemand Wind davon bekommt, denn wir wissen immer noch
nicht ob und wer der Maulwurf des Anschlags auf Godrics Hollow ist und wer die
Papiere über den Fidelius entwendet hat“, sagte Dumbledore.
„Ja, dann wäre das schon mal geklärt“, sagte nun Pat.
„Trotzdem sollten wir vorsichtig sein, solange wir nicht wissen, ob er wirklich auf
unserer Seite steht oder nicht.“
„James kannst du deine Abneigung nicht einmal vergessen, wir sollten
zusammenhalten, wenn wir die Möglichkeit dafür bekommen“, sagte Dumbledore
leise.
„Ihr vergesst, dass es ein Slytherin war, der Harry das alles angetan hat.
Niemand weiß, ob er je wieder sprechen wird oder ob er jemals wieder gesund
werden wird. Es gibt keine Nacht mehr in der er durchschlafen kann.
Weil dieser Alptraum ihn nicht mehr loslässt und er nicht verstehen kann, was da mit
ihm passiert ist.
Jedes Mal wenn ich in seine Augen sehe, ist da nur ein Schmerz und eine Angst, die
mich daraus ansieht“, sagte er und schaute betroffen zu Boden.
„James, du weißt doch auch, dass uns allen Harrys Wohl am Herzen liegt. Aber du
solltest auch ab und zu über deinen Schatten springen und ein wenig Vertrauen
gegenüber den Menschen zeigen, auch wenn derjenige ein Slytherin ist“, sagte Albus
weise.
„Du meinst abgesehen davon, dass er ein Black und noch dazu ein Slytherin ist, über
den wir hier reden?“, fragte er mit zusammengekniffenen Lippen.
„Eh Krone ... was soll das denn jetzt wieder heißen“, warf Sirius angenagt ein.
„Entschuldige Tatze, mein Freund, Anwesende natürlich ausgenommen“, antwortete
er Entschuldigungsheimsend.
„Schon gut", brummte Sirius.
"Aber du musst zugeben, dass er nicht mehr der ist, den wir vor vier Jahren noch
kannten. Da stand ein völlig Fremder vor mir, davon abgesehen, dass er beinahe so
aussieht wie ich. Ich verstehe auch so einiges daran nicht, aber trotzdem er ist mein
kleiner Bruder. So wie ich ihn mir immer, all die Jahre, gewünscht habe. Nimm mir
bitte diese winzige Hoffnung nicht, die ich jetzt habe, dass er vielleicht doch auf
unserer Seite ist. James bitte! Du weißt genau, was du mir bedeutest, denn du warst
und wirst immer mein Seelenbruder sein und bleiben. Ich kann mich jetzt nicht gegen
ihn stellen, wo ich weiß, dass er lebt und unter unserer Trennung leidet, genau so wie
ich“, sagte Sirius und senkte den Blick.
Am Ende war er immer leiser geworden und James hatte diesen traurigen Blick und
die Tränen in seinen blau - grauen Augen gesehen.
„Es tut mir Leid Tatze, du weißt, dass ich mich nie gegen dich stellen würde.
Sogar mein Leben würde ich für dich hergeben, wenn es sein müsste. Es ist für uns
alle im Augenblick nicht gerade einfach und ich weiß, wir sollten gerade jetzt enger
zusammenrücken“, versuchte er seinen Freund nun zu trösten ...
„Nun gut, ich würde sagen wir haben soweit alles besprochen und sollten für heute
unsere Versammlung beenden“, sagte Dumbledore und erhob sich.
Arthur, Moody, Kingsley und Albus verabschiedeten sich von den anderen und
apparierten, während Liam und Pat wieder ins Haus zurückgingen.


***

Dieses Kapitel wurde am 12.01.2016 um 20:38 Uhr bearbeitet.


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