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Harry Potter und die Saat des Bösen Saga 1

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Autor Balu2008
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Die Sehung Part 1 – Der letzte Schultag und ein Gespräche von Sohn zu Vater oder eine traurige Geschichte

Kapitel 65


Die Sehung
Part 1 – Der letzte Schultag und ein Gespräche von Sohn zu Vater oder
eine traurige Geschichte


Freitag 10. Juni 1988, Henry und Harry 8 Jahre, Ende drittes Schuljahr.


Harry wuselte in der Küche herum und nippte ab und zu an seinem Kakao.
„Henry hast du mein Rechenbuch gesehen?“, hörte man ihn kurz darauf durchs ganze
Haus rufen.
Henry der zwei Stockwerke über ihm in seinem Zimmer war schaute ein paar
Sekunden später über das Treppengeländer.
„Nein habe ich nicht, aber schau doch mal im Wohnzimmer nach“, riet er ihm
grinsend.
„Harry musst du am frühen Morgen immer so durchs Haus schreien?
Du weißt genau dass dein Vater heute erst eine Stunde später ins Büro muss und noch
schläft“, tadelte Lily ihn genervt.
„Jetzt nicht mehr Liebes“, kam es gähnend von James der gerade den Kopf aus der
Schlafzimmertür gesteckt hatte.
„Guten Morgen Dad und entschuldige bitte, ich hatte es vergessen!“, sagte er und
blickte seinen Vater mit seinem besten Welpenblick an.
„Schon gut mein Kleiner und dir auch einen guten Morgen“, sagte James schief
grinsend.
Harry lächelte schief, drehte sich um und rannte ins Wohnzimmer um weiter nach
seinem Buch zu suchen. Kurz darauf kam er ohne zurück und rannte fast seine Mutter
über den Haufen.
„Himmel aber auch, Harry ..., du musst doch nicht immer durch das Haus rennen.“
„Entschuldige Mum, aber ich kann mein Rechenbuch nicht finden“, seufzte er
geknickt.
Er ging nun mit hängenden Schultern langsam die ersten Treppenstufen hinauf.
„Henry da ist es auch nicht, du könntest mir ruhig mal suchen helfen. Was machst du
eigentlich da so lange?“, rief er im gehen hinauf.
„Man Harry, gewöhn dir endlich mal an deinen Rucksack am Abend zu packen.
Außerdem geht es dich gar nichts an was ich hier tue“, rief er zurück.
Harry schaute ihn beleidigt an.
„Da hatte ich doch gestern keine Zeit mehr für“, verteidigte er sich leise.
James schmunzelte als er frisch geduscht und fertig angezogen aus dem Zimmer kam.
„Wo er recht hat, hat er recht. Was hast du denn gestern so wichtiges zu tun gehabt?“,
wollte sein Vater wissen.
„Nicht so wichtig Dad ...!“, antwortete er lahm.
„Lügner ..., du hast über zwei Stunden mit Ginny Weasley telefoniert.
Harry mag sie nämlich“, wusste Henry lachend zu sagen und suchte schnell das
Weite.
Harry wurde fast so Rot wie eine Tomate.
„Oh warte du gemeiner Kerl ..., das kriegst du zurück.
Außerdem sind wir nur gute Freunde“, zischte er.
„Ja klar und es gibt auch noch den Osterhasen der die bunten Eier im Garten
versteckt“, lachte sein Bruder schallend.
„Den gibt es doch auch, wer sollte sie denn sonst dort verstecken“, fragte Nathalie
neugierig. Sie war gerade mit ihrer ältesten Schwester Angelie aus deren Zimmer
gehüpft und hatte ihren ältesten Bruder gehört.
„Da hast du vollkommen recht meine Süße“, sagte James liebevoll.
Warf seinem Ältesten einen warnenden °sag jetzt nichts falsches Blick°, zu und nahm
zuerst seine Jüngste liebevoll in die Arme um ihr einen guten Morgen Kuss auf die
Wange zu hauchen.
Harry wollte schon an James vorbei stürmen um Henry hinterher zu rennen aber
James griff ihn gerade noch an seinem Pulli und zog ihn zurück.
„Moment Söhnchen, komm du mal mit mir ..., ich habe mit dir zu reden!“
Er zog seinen Jüngsten kurzerhand mit sich in die Küche goss sich einen Kaffee ein
und setzte sich an den Tisch.
„Erzähl doch mal ..., was es mit Ginny Weasley so auf sich hat?“, fragte er und zog
ihn neben sich auf den Stuhl.
Harry lehnte sich mit verschränkten Armen zurück und fixierte seinen Vater.
„Wir unterhielten uns über Quidditch und die Quidditchliga. Sie ist das einzige
Mädchen dass ich kenne mit der man sich wirklich super darüber unterhalten kann.
Deshalb war auch das Gespräch so lang, sie hat richtig Ahnung davon. Sie ist auch
nicht so zickig wie all die anderen Mädchen aus meiner Klasse und wir sind nur
befreundet“, erklärte er voll Eifer seinem Vater.
„Ist mir schon bewusst mein Sohn“, schmunzelte er.
„Wir haben ja auch nichts dagegen Harry, nur solltet ihr eure Telefonate ein wenig
kürzer gestalten, besonders am späten Abend wenn ihr am Morgen früh raus müsst.
Versprochen?“, fragte er lächelnd.
„In Ordnung, versprochen“, sagte Harry und lächelte zurück.
„Was dein Rechenbuch betrifft es liegt oben auf deinem Schreibtisch, ich habe es
gestern Abend vom Küchentisch gefischt“, flüsterte James ihm leise zu.
„Danke Daddy“, flüsterte er schief lächelnd, stand auf und machte sich nach oben in
sein Zimmer um das Buch in seinen Ranzen zu packen.
„So ihr beiden ich muss los“, kam Lily um die Ecke.
„Harry ..., keine Zauberei mehr in der Schule sonst funkt es, verstanden!
Wenn ich noch einmal hören muss, dass du in der Schule gezaubert hast, kannst du
was erleben, haben wir uns verstanden junger Mann?“
„Ja Mum, es war ein Versehen ich wollte es gar nicht.
Das war nur Dursleys Schuld, er ist so ein Vollidiot, immer nur terrorisiert er mit
seiner Bande die Kleinen das müsstest du mal sehen.
Es ist eine Schande mit so einem Kotzbrocken verwandt zu sein!“, motzte er patzig.
„Harry – James Potter wer schlug dich eigentlich zum Ritter und achte auf deine
Wortwahl mein Sohn. Tante Petunia dreht jetzt schon am Rad“, belehrte ihn seine
Mutter.
"So eine verdammte Scheiße ..., immer soll ich an allem Schuld sein wenn es um
diesen Hirnlosen Neandertaler geht. Ich dachte immer ihr seit auf meiner Seite wenn
es um Ungerechtigkeiten geht.
Es gibt so viele Schulen in London und ausgerechnet auf unsere musste dieser
Vollpfosten landen“, schnaufte Harry mit Tränen der Wut und Enttäuschung in den
Augen.
„Harry bitte ..., es ist jetzt gut ..., du hast deine Mutter gehört!“, warf James nun ein
und versteckte sein Grinsen schnell hinter dem Tagespropheten, doch als er ein
Schniefen seines Jüngsten Sohnes hörte sah er wieder auf.
Harry kämpfte mit weiteren Tränen und sah keinen der Anwesenden mehr an,
sondern saß zusammen gesunken auf seinem Stuhl und schaute auf den Boden.
„Ach Harry“, seufzte Lily traurig. Doch sie hatte keine Zeit mehr und ging im
Moment nicht weiter darauf ein, sie kannte ihren Spross sehr genau und wusste das
man ihn besser erst einmal in Ruhe ließ.
Sie verabschiedete sich seufzend von James, wuschelte den Kindern nacheinander
liebevoll durch die Haare und bevor sie durch den Kamin ging rief sie ihnen noch ein:
„Bis heute Abend“, zu.
***
Es war 2 Wochen später ...
Harry hatte schon seit mehreren Nächten hintereinander sehr schlecht geschlafen, er
wachte öfter in der Nacht auf und immer wenn er endlich wieder eingeschlafen war
suchten ihn diese Sehungen heim.
So war es nicht verwunderlich, dass er Morgens total unausgeschlafen war.
In der vierten Stunde hatten sie Geschichte und Harry fielen immer wieder die Augen
zu ...
Es geschah so schnell dass er es noch nicht einmal mitbekam oder es hätte verhindern
können.
Er schlief ein und fiel in eine der schlimmsten Sehungen hinein um eine Ewigkeit
später wie es ihm schien ..., doch in Wirklichkeit waren es nur ein paar Minuten
gewesen, laut schreiend wieder aufzuwachen.
Er fand sich auf dem Klassenzimmerboden wieder und seine Mitschüler und
Lehrerin sahen ihn geschockt und erschrocken an.
Nur einige der Jungen nicht, die sich diebisch darüber freuten und ihm immer wieder
den Vogel zeigten. Dudley und seine Freunde die zwei Tische weiter saßen amüsierte
sich köstlich über seinen Cousin.
„Du solltest besser dein Schwabbelmaul halten Dursley, sonst könnte es sein dass du
Morgen Früh aufwachst und mit einem Schweinegesicht herumläufst“, zischte Blaise
der hinter ihm saß und mit einem braunen Stöckchen in der Hand herum schwang
leise zu.
Dudley wurde Aschfahl im Gesicht und sah den Größeren geschockt an und schwieg.
„Hm ...“, sagte Christi die direkt neben dem Italiener saß etwas lauter und todernst:
„Ich denke nicht, dass sich da viel an ihm ändern würde.“
Kathie, Susanne, Leonie die neben ihr saßen mussten sich ein lautes Lachen
verkneifen.
Harry sah nun in das besorgte Gesicht seiner Lehrerin und nuschelte etwas von
starken Kopfschmerzen und wurde zur Schulkrankenschwester geschickt. Gerade als
es zur Pause klingelte kam er wieder zurück.
„Was war mit dir los Harry, wieso bist du am Boden gelandet?“, fragte Ron besorgt
als sie sich auf den Weg nach unten machten.
„Keine Ahnung was du meinst, was soll schon gewesen sein, ich muss wohl kurz
eingeschlafen sein. Ich habe heute Nacht nicht sehr gut geschlafen!“, sagte Harry
abweisend.
„Aber du hast von Nathalie geredet“, hielt Ron ihm vor.
„Ich habe was ..., von Lie ...?“, fragte er verwirrt.
„Ich weiß auch nicht genau, aber du hast immer nur Lie geh nicht gerufen“, bestätigte
Ron wieder.
„Ach ich weiß auch nicht mehr genau was ich für einen Unsinn geträumt habe, lass
gut sein Ron es war doch nur ein Traum“, winke der Jüngste Potterspross nun schief
lächelnd ab, als er rüde unterbrochen wurde.
„Meine Eltern hatten recht Potter nach deinem Unfall hast du sie nicht mehr alle, was
mir nun auch einiges erklärt“, sagte sein Cousin und tippte ihm gegen die Stirn. Seine
Gorillafreunde die wie ein Schatten hinter ihm her liefen lachten hämisch.
„Ich hatte keinen Unfall du Mutant“, spie er wütend seinem Cousin entgegen.
“Ja klar und die Babys bringt der Klapperstorch du Spinner“, höhnte Dudley und
lachte schallend.
„Ach halt deine Fresse Dursley du Neandertaler“, spuckte nun Fred vor ihm aus und
stieß ihm derb in die Seite. Sie waren gerade aus ihrer Klasse zu ihnen herüber
gekommen und hatten den Schlagaustausch mitbekommen.
„Du kannst einem Harry Potter sowieso nicht das Wasser reichen“, warf nun auch
George ein.
Harry und Henry sahen sich fragend an, dann blickten sie verwirrt von einem
Zwilling zum Anderen.
„Ihr wisst es gar nicht?“, fragte Fred ungläubig.
„Harry und Henry Potter kennen ihre eigene Geschichte nicht!?“, setzte George noch
einen drauf. „Unsere ..., eigene Geschichte?“, fragte Henry verwirrt noch einmal nach
und bekam große Augen.
„Kommt mit Freunde, wir werde sie euch erzählen“, boten die Weasley Zwillinge
sich sofort an.
Henry, Ron, Blaise, Kathie, Leonie, Christi, Susanne, Draco, Ginny, Kevin und Harry
folgten den Weasley Zwillingen nach draußen zu ihrem Lieblingsbaum der an der
seitlichen Mauer des Pausenhofes stand. Alles setzten sich ins Gras um die Beiden
herum und sahen sie neugierig und gespannt an.
„Also ...“, fing Fred an, wurde aber dann von seinem Bruder unterbrochen.
„Lass mich lieber erzählen George ich kann das besser als du“, grinste er und erhielt
ein Augen rollen von seinem Zwilling.
„Es war der Abend des 31. Oktober 1981 als eurer Mum mit euch allein zu Hause
war. Euer Vater war ja schon einige Tage mit einem Ministeriumsauftrag unterwegs,
als Du – weiß – schon - wer in euer zu Hause einbrach.
Er schockte eure Mutter an der Kinderzimmertür und ging dann auf euer Kinderbett
zu, in dem ihr beide gestanden habt. Als er mit seinem Zauberstab auf euch zukam
stelltest du dich vor Henry.
Er rief: „Avada Kedavra“, und traf dich an der Stirn doch seltsamerweise hinterließ er
nur deine Fluchnarbe. Der Todesfluch prallte von dir ab und traf danach zurück auf
ihn, er floh als das was von ihm noch übrig geblieben war.
Man sagt, dass er nichts Menschliches mehr an sich gehabt hat.
Du warst der Einzige der je den Todesfluch überlebte und deshalb kennt dich und
deinen Namen jeder in der Zaubererwelt.
Du wurdest berühmt in unserer Welt und jeder nannte dich seit dem, Harry Potter der
Junge der überlebte. Du bist ihr Held der ihn vorübergehend besiegt hat.
Es gibt sogar ein Buch über deine Geschichte da sind auch die Fotos drinnen.
Von eurem Haus als es zerstört worden ist bevor es dein Vater wieder komplett neu
bauen ließ und von euch Beiden.
Ich müsste es irgendwo oben im Rucksack haben, ich könnte es dir später geben dann
könnt ihr alles genau nachlesen“, schloss Fred.
„Aber ich verstehe das nicht wieso erzählten eure Eltern es euch nie?“, fragte George.
„Jeder kennt dich und deine Geschichte, hast du dich nie gefragt warum die Leute
dich immer so ansahen?“
„Oder warum alle anfangen zu tuscheln wenn ihr irgendwo auftaucht?“, fragte Fred.
„Ich dachte es sei wegen unseres Dad`s, schließlich ist er ein angesehener Auror.
Einmal habe ich gefragt warum die Leute uns immer so ansehen und Dad hat nur
gesagt das es mit einem Erlebnis in Godrics Hollow zusammenhängen würde“, sagte
Harry.
So gingen sie nun schweigend zurück in das Schulhaus zu ihrem letzten Unterricht
vor den Sommerferien.
Es klingelte und Harry schwirrte der Kopf er hatte nun wirklich schreckliche
Kopfschmerzen und ihm war übel.
Die letzten zwei Stunden hatte er nicht mehr viel mitbekommen, so sehr war er in
seine Gedanken versunken. Er war froh dass heute der letzte Schultag war. Ab
Morgen waren Sommerferien angesagt, als sie endlich auf dem Weg nach Hause
waren.
George hatte ihm das Buch gegeben das er gleich in seinem Nachtisch verstecken
würde.
Kaum war er durch die Haustür rannte er schon die Treppe hinauf in sein Zimmer.
Sein Weg führte zuerst ins Badezimmer wo er erst einmal seinen Magen entleerte.
Dann legte er sich ins Bett und zog die Decke über den Kopf.
Kurz darauf kam Henry zu ihm setzte sich neben ihn und zog ihm die Decke vom
Kopf.
„Man Harry du siehst schrecklich aus! Was ist nur mit dir?“, fragte er.
„Nur etwas übel und Kopfschmerzen. Bitte sag Mum und Dad nichts davon was wir
heute erfahren haben. Ich möchte nicht,
dass Sie wissen, dass wir es auch wissen sie würden sich nur wieder Sorgen
machen“, sagte Harry.
„Ok versprochen, aber sie werden wissen dass etwas mit dir nicht stimmt wenn sie
dich sehen“, erwiderte er.
„Ich will jetzt erst mal schlafen mehr nicht.
„Ich kann dir ja später was zu Essen hochbringen“, schlug er vor.
„Wohl eher nicht mein letztes ist gerade die Toilette runter gegangen“, seufzte er.
„Harry?“
„Hm!“
„Kann ich das Buch über uns du weißt schon welches lesen, da du ja jetzt erst mal
schlafen willst?“
„Ja mach nur es ist in meinem Rucksack.
Lege es in meinen Nachtisch wenn du damit fertig bist und lasse es keinen sehen.“
„Mache ich, bis nachher.“
Er holte das Buch und ging in sein Zimmer ...
Eine gute Stunde später ...
„Hallo Dad!“
„Hallo mein Sohn!
Habt ihr schon Hungern, ich habe mir ein Sandwich gemacht wusste ja nicht wann ihr
Heim kommt“, sagte James.
„Ich mache mir auch eins“, erwiderte Henry.
„Harry möchte nichts, er ist nach der Schule gleich ins Bett gegangen.
Ihm war übel und er hatte Kopfschmerzen er wollte nichts essen, ich glaube er schläft
jetzt.“
„Hm ..., war was Besonderes in der Schule?“
„Nein da ist alles wie immer gewesen, auch das Dudley ein Idiot ist.“
„Das dachte ich mir fast, so hat es Harry die Tage auch ausgedrückt.
Was war denn nun schon wieder?
Hat Harry sich etwa schon wieder mit ihm geprügelt?“
„Nein er hat nichts getan weil es Mum dann wieder traurig machen würde, das will er
nicht.“
Doch nach einigem Hin und Her und einem tiefen Blick seines Dad`s in seine Augen
konnte Henry nicht anders als ihm die Wahrheit zu erzählen.
Er erzählte ihm was sich zugetragen hatte als sie sich am Küchentisch gegenüber
saßen und ihre Sandwich aßen.
Eine Weile war es still und James sah betroffen zu Henry.
„Dad!“
„Was denn?“
„Warum tun sie das immer? Wir sind doch eine Familie, aber sogar seine Eltern sind
gegen Harry!
Sie sind schuld daran das Dudley so geworden ist, denn von ihnen hat er es ja erst
gelernt. Was hat er ihnen denn getan? Ich kann das einfach nicht verstehen.
Mum und Tante Petunia sind doch Schwestern. Wir reden doch auch nicht schlecht
über sie. Weißt du, es tut mir weh dass es bei allem was geschieht immer nur Harry
trifft. Der doch wirklich keinem etwas tut und immer hilft, wo er nur kann“, schniefte
er.
„Komm mal her mein Großer, mir geht es genauso wie dir“, seufzte James und zog
ihn zu sich.
„Weißt du, als deine Mutter nach Hogwarts fuhr in ihr erstes Jahr hat deine Tante mit
ihr einen furchtbaren Streit gehabt. Denn sie wäre auch gerne nach Hogwarts
gekommen und nahm es ihr übel, dass ihre Kleine Schwester sie alleine gelassen hat,
das hat sie nie überwunden. Fragst du dich nicht manchmal warum sie zu dir immer
anders ist als zu deinem Bruder?“, fragte James.
„Ja schon weil wir ja eigentlich gleich aussehen, bis auf unsere Augen.“
„Ja du hast meine geerbt und Harry die deiner Mutter.
Jedes Mal wenn sie nun Harry ansieht, sieht sie ihre kleine Schwester Lily und ihr
kommen ihre Erinnerungen wieder, das kann sie immer noch nicht ertragen.
Sie sah und sieht ihre elfjährige Schwester in ihm und seinem Wesen.“
„Das ist ziemlich daneben, wenn du mich fragst Dad. Denn sie redet ja auch mit
Mum wieder ganz normal.“
„Ja das finde ich auch so aber so war deine Tante schon immer.
Harry wusste es schon immer dass da etwas ist, denn er hat diese ganz besondere
Gabe. Er sieht nicht nur mit seinen Augen sondern auch mit seinem Herzen.
Dein Bruder ist nicht nur ein Seher, er hat auch ein unglaubliches Gespür für die
Menschen und Tiere.“
Sein Vater lächelte ihn an mit diesem besonderen Lächeln. Das nur Harry und sein
Vater konnten.
„Was ihm aber nicht immer hilft, nicht wahr Daddy“, grinste er.
„Ja besonders wenn er euch oder sich wieder mal in Schwierigkeiten bringt.
Aber dafür mein Lieber hat er ja dich, damit du ihm ab und zu ins Gewissen
sprichst“, lächelte James.
Der Jüngere nickte lächelnd doch dann wurde er wieder ernst.
„Was ihn auch mehr leiden lässt, sogar manchmal mehr als er ertragen kann!“, seufzte
Henry leise.
„Wie meinst du das?“, wollte er wissen.
„Weil ich es fühle in mir, nur nicht so schlimm wie er. Aber ich weiß es, wie es ihm
geht, das war schon so als wir noch ganz klein waren.
Als er so krank wurde, danach und nicht mehr sprach, ich sah seine Bilder in meinem
Kopf. Genau wie ...“
„Jetzt ...?“, fragte James und beendete den Satz seines Sohnes, dann sah er ihm in die
Augen, aus denen Tränen liefen.
James wischte ihm sanft über das Gesicht und hielt ihn und strich über seinen Rücken
bis er sich wieder etwas beruhigt hatte, hielt ihn fest an sich gedrückt.
„Was weißt du über Harrys Unwohlsein Schatz, was hat dein Bruder wirklich?“
„Er hat seit einiger Zeit immer wieder die gleiche Vision!“, kam es leise von Henry.
„Weißt du um was es dabei geht?“, fragte sein Vater besorgt.
„Ja“, kam leise die Antwort: „Er hat es mir gezeigt.“
„Willst du es mir erzählen mein Großer?“
„Nicht wirklich, aber ich denke damit wird er nicht alleine klar kommen und mein
Gewissen sagt mir, dass wir alle Hilfe brauchen die wir bekommen können“, kam
leise von dem Kleinen.
„Manchmal ist es besser sich Hilfe zu holen, als zu versuchen alleine klar zu
kommen. Leider weiß dein Kleiner Bruder nicht immer wann es an der Zeit ist sich
Erwachsenen anzuvertrauen. Er möchte nicht, dass wir traurig werden oder das wir
uns um euch Sorgen. Dabei vergisst er aber immer das es dies ist was Eltern tun und
das ohne wenn und aber. Weißt du, wir sorgen uns mehr wenn wir merken das etwas
mit unseren Kindern nicht in Ordnung ist und wir sind traurig wenn wir merken das
ihr kein Vertrauen zu uns habt, wenn ihr mir euren Sorgen nicht zu uns kommt.“
„Das ist es nicht Daddy, Harry möchte euch keine Umstände machen und denkt wenn
er mit seinen Sorgen zu euch kommt ihr dann Traurig seit und euch noch mehr
Sorgen macht. Er möchte keine Last sein weil er diese Gabe hat und versucht deshalb
immer es selbst in den Griff zu bekommen.“
„Hm ..., verzwickte Situationen ... Nicht.“
„Ein wenig, also willst du mir damit sagen, dass ihr wollt dass wir mit unseren
Sorgen, Ängsten zu euch kommen auch wenn es euch traurig machen würde, denn im
Grunde ist es egal was es ist, wir es tun sollen damit wir dadurch euch unser
Vertrauen zeigen“, sinnierte Henry.
„Öhm ..., ja so habe ich es gemeint, ich wusste schon immer das du ein cleveres
Kerlchen bist“, lächelte James.“
„Na dann viel Spaß“, grinste Henry ihn an: „Dann viel Spaß wenn du das Harry
beibringen willst.“
Kurz sah er seinen Ältesten irritiert an, doch Henry sprach schnell weiter.
„Du weißt, dass Harry immer denkt wenn er euch von seinen Problemen erzählt euch
noch mehr Kummer machen wird oder ihr Traurig werdet und dies will er nicht, also
behält er es meist vor euch Geheim und redet mit mir darüber. Er will euch einfach
nur keine Sorgen machen und vergisst das ihr euch dann erst Recht Sorgen macht
weil ihr nicht wisst was los ist.“
James seufzte frustriert auf: „Ja ich weiß, ich werde so bald wie möglich noch einmal
mit ihm reden“, versprach er fest.
„Nun solltest du mir aber erst einmal von Harry`s Sehung erzählen und wir werden
später zusammen darüber reden.“
„Ich weiß Daddy“, seufzte er schwer, wollte er doch im Grunde seines Herzens
seinem Kleinen Bruder nicht in den Rücken fallen, aber er wollte auch das ihm
geholfen wurde.
„Henry ich weiß wie du dich nun fühlst und glaube mir du fällst deinem Bruder damit
nicht in den Rücken, egal was es ist wir werden ihm gemeinsam helfen.“
„Ok Dad, aber Du solltest deine Freunde und unsere Familie zusammenrufen und
Albus Dumbledore gleich mit, er ist schließlich der Älteste unserer Rasse“, schlug
Henry nach einer kurzen Weile vor.
„Daddy es wird nicht nur dir und Mum sehr weh tun wenn ihr davon erfahrt, es
betrifft unsere ganze Familie sie sollten es alle erfahren.“
James schluckte hart und schloss kurz seine Augen, sehr Unaurorenhaft war er sehr
blass geworden.
Er wusste, wenn Harry solch eine Sehung oder Vision gehabt hatte und sogar Henry
den Ernst dieser Lage erkannt hatte, musste er sofort handeln, denn wenn seine
Kinder eins nicht taten dann war es zu übertreiben.
„In Ordnung Sohn! Mum wird in gut einer halben Stunden hier sein, ich werde
versuchen alle anderen zu erreichen“, sagte James nur.
Er ging hinüber ins Wohnzimmer.
Henry wusste dass er nun mittels Kamin und Patronus alle rufen würde ...
Eine knappe Stunde später war das Wohnzimmer voll mit Familie und engsten
Freunden.
Regulus der als einer der Ersten eingetroffen war, hatte sofort als er ankam nach
Harry gesehen. Er hatte unerwartet Fieber bekommen und er hatte ihm sofort einen
Trank eingegeben. Jetzt schlief er oben ruhig in seinem Bett ...
Albus hatte das Denkarium auf den Tisch gestellt und die Phiole mit Henrys
Gedanken an Harrys Vision welche er ihm gezogen hatte, hineingelegt.
Kurz darauf tauchten sie in das kleine Becken ein und befanden sich in einer fünf
Jahre entfernten Zukunft wieder ...


***

Dieses Kapitel wurde am 06.01.2017 um 22:37 Uhr bearbeitet.


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