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Harry Potter und die Saat des Bösen Saga 1

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Autor Balu2008
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Die Sehung Part 3 - Auch Eltern machen Fehler oder ein sehr unangenehmes Gespräch

Kapitel 67


Die Sehung
Part 3 - Auch Eltern machen Fehler oder ein sehr unangenehmes Gespräch


Ein Würgen aus dem rechten Bett neben ihnen ließ James herumfahren.
Er sah seinen Ältesten mit dem halben Oberkörper über der Bettkante hängen und das
zweite Mal an diesem Tag kübelte ihm sein Sohn vor die Füße.
James legte seine Hand auf Henrys Seite um ihm ein wenig Halt zu geben, damit er
nicht aus seinem Bett fallen konnte.
Die Helligkeit im Raum und die Anstrengung ließen Henrys Kopf fast bersten.
Das Beste wäre wenn er jetzt seinen Kopf wieder in sein Kissen legen könnte doch
das würde er bestimmt nicht überleben. Das konnte doch alles nicht wahr sein.
Wie konnte Harry das all die Jahre ertragen?
Nun stiegen ihm auch noch die Tränen in die Augen vor Pein, er schluchzte auf und
spuckte sich erneut die Seele aus dem Leib.
Noch bevor Regulus ihm einen Trank einflößen konnte der nun auch herbeigeeilt war
spuckte er ein weiteres Mal.
Henry biss die Zähne zusammen und schloss seine Augen als er mit der Hilfe von
Regulus wieder ins Bett zurückgelegt wurde.
Sein Vater hatte die Vorhänge zugezogen und das Licht im Zimmer gedimmt.
Doch nun war es Harry der laut aufstöhnte und seinen Arm wimmernd über die
Augen legte. Reg schaute von einem Zwilling zum anderen und sah dass Henrys
Gesicht sich ein wenig entspannt hatte.
Nun musste er sich um Harry kümmern, er hob vorsichtig seinen Kopf und tropfte
ihm seinen Heiltrank ein. Er würgte ihn hinunter und eine Minute später schloss er
die Augen und atmete nun ruhig und gleichmäßig weiter.
„James?“, fragte Reg und setzte sich neben ihn.
Der hob den Kopf und sah ihn an.
„Hat Harry das schon öfter getan?“
James sah ihn fragend an und zuckte mit seinen Schultern.
„Das konnte er schon als er noch ganz klein war“, antwortete Henry anstelle seines
Vaters. Er hatte sich im Bett aufgesetzt und sah nun von einem zum anderen.
„Du musst dich hinlegen Henry“, sagte Reg fürsorglich.
„Mir geht es gut, mach dir keine Sorgen ich bin nicht mehr der der krank ist“,
antwortete Henry.
„Ach sagt wer, Doktor Henry – Michael Potter?“
Nun schmunzelte er kurz wurde aber sofort wieder ernst und sah hinüber zum Bett
neben sich.
„Harry hat mir meine Schmerzen abgenommen“, sagte er leise.
„Das hat er schon so oft getan.“
„Henry kann er das nur bei dir?“, fragte Regulus.
„Nein nicht nur aber dafür muss ich euch alles erzählen.“
„Dad, Mum ich weiß es ist nicht leicht für euch aber bitte wir müssen endlich darüber
reden. Darf ich offen mit euch sein?“, fragte er seine Eltern und sah sie traurig an.
„Du kannst mit uns über alles reden mein Sohn, das weißt du.
Ich weiß du warst die ganze Zeit für Harry da und hast ihm geholfen wo eigentlich
wir für euch hätten da sein sollen.“
„Entschuldige Dad ..., das hilft uns jetzt nicht im Moment geht es nur um Harry.
Wir hatten nur uns Beide als Harry`s Visionen begonnen haben mit dem wir reden
konnten.
Natürlich war es für uns Kinder genauso schlimm wie für euch Erwachsene als
Nathalie ging. Doch in eurer tiefen Trauer habt ihr leider Harry vergessen, dem es
von uns Allen am schlechtesten ging, da er schon Monate vor dem endgültigen
Ausbrechen ihrer Krankheit ihr immer wieder ihre Schmerzen genommen hat.
Tag für Tag und Nacht für Nacht hat er wenn er konnte an ihrem Bett verbracht, ihr
vorgelesen, mit ihr geredet, sie getröstet und ihr Halt gegeben.
Da wir jeden Tag mit ansehen mussten wie unsere Familie weiter auseinander driftete
und darunter gelitten hat und immer mehr zerbrochen ist. Ich möchte jetzt auch nicht
euch die Schuld an Harry`s Zustand geben.
Es geht hier jetzt allein um Harry er wird so nicht weiterleben können, schaut ihn
euch einmal genau an wann habt ihr beide es das letzte Mal getan?“
Seine Eltern wechselten einen: „Er hat recht Blick“, und sahen dabei ziemlich
unglücklich aus.
„Aber ich muss ganz am Anfang anfangen.
Also an dem Tag als Nathalie geboren wurde spürte Harry schon das mit ihr etwas
nicht stimmen konnte, deshalb hat er auch schon immer so eine starke Bindung zu der
Kleinen.
Wir wussten schon lange, dass Harry die Gabe besitzt auch Menschen zu heilen.
Außer bei sich selbst und bei Nathalie konnte er es auch nur bedingt“, sagte er und
wischte sich über die Augen.
„Daddy er hat es versucht, immer wieder aber er konnte sie nicht ganz heilen.
Harry wusste wie sehr ihr darunter leiden würdet wenn ihr etwas passieren würde.
Dass der Schmerz darüber wenn sie sterben würde, euch sehr weit von uns
wegbringen würde.
Nathalie wusste von Anfang an, dass sie nicht hierbleiben konnte.
Sie sagte immer, wir alle sind nur Besucher auf dieser Erde und wenn unsere Zeit zu
Ende ist, wir sie still und leise wieder verlassen werden.
Doch Harry wollte es nicht wahrhaben, er wollte und konnte sie nicht so einfach
loslassen.
Sie war wie er, hatte dieselben Gaben aber je verbissener er versuchte ihr zu helfen
desto mehr hat er mit den Nebenwirkungen zu kämpfen und es kam immer mehr zu
Schwächeanfällen und Magieausfällen und wenn er es weiter tat wurde er auch noch
mit unglaublichen Kopfschmerzen bestraft die sie ihm dann wieder nahm.
In diesen letzten und langen Monaten tat er alles für sie.
Nachts schlief er in ihrem Zimmer unter dem Tarnumhang.
Wiegte sie in den Schlaf oder tröstete sie, wenn sie einen bösen Traum hatte.
Er wachte an ihrem Bett wenn es ihr schlecht ging und er spielte mit ihr wenn es ihr
besser ging. Stundenlang las er ihr vor und brachte sie so auf andere Gedanken.
Als Nathalie starb, starb auch etwas in ihm.
Er hat an diesem Tag nicht nur seine Schwester verloren sondern auch einen Teil
seines Herzens und seinen Vater sowie seinen Lebensmut.
Sie war für ihn mehr als uns jemals bewusst gewesen ist und er war das Gleiche für
sie. Ihr wisst ja nicht wie es für ihn jetzt wirklich ist, er fühlt sich einsam ohne sie und
sein Inneres ist leer.
Sein Blick und seine Augen haben schon lange ihren Glanz verloren ...
***
Lily schluchzte herzzerreißend und klammerte sich an ihren Mann der sie fest in
seinen Armen hielt.
James war es als hätte man ihm gerade sein Herz herausgerissen, wieder einmal.
Er konnte nichts zu seiner Verteidigung sagen, keine Entschuldigung würde sein
Versagen seinem Jüngsten gegenüber könnte dessen Schmerzen welche er erlitten
hatte je wieder schmälern. In seinen Augen hatte er mit Pauken und Trompeten als
Vater versagt.
Und die Gedanken an seinen Jüngsten wie es für ihn gewesen sein musste brachten
ihn fast um den Verstand.
***
Henry seufzte es fiel ihm nicht leicht weiterzusprechen als er die betroffenen
Gesichter seiner Eltern sah, doch er wusste auch das dies die einzige Möglichkeit
wäre seinen Eltern und Harry zu helfen.
Er musste mit allen Mitteln versuchen sie wieder in die reale Welt zurück zu holen,
koste es was es wolle. Denn nicht nur für sich sondern für ihre ganze Familie.
***
„Schon nach einer Woche merkte ich das mit Harry etwas nicht stimmen konnte, er
war sehr ruhig geworden, viel zu blass, lachte selten und aß weniger.
Ihr beide wart ja mit eurer Arbeit beschäftigt und wir sahen uns selten.
Meist waren Reg, einer der Rumtreiber bei uns oder wir waren bei unseren
Großeltern. Versteht das nicht falsch, das sollte kein Vorwurf sein wir verstanden
schon dass es sehr schwer für euch war.
Auf jeden Fall wollte Harry dass es wieder so werden sollte wie es früher war.
Deshalb versuchte er nun euch beiden durch seine Kräfte zu helfen.
Aber nun war keine Nathalie mehr da die ihm seine Schmerzen nehmen konnte.
Wie oft wollte er in den letzten Monaten mit dir reden aber er sah dich nur an und
konnte es nicht.
Seine Albträume wurden täglich schlimmer ..., weil er trotz allem nicht verstand ...
WARUM DER MENSCH ..., den er mehr als alles auf der Welt liebte der ihm am
meisten bedeutete ..., den er brauchte ..., sich von ihm abgewandt hatte.
Fast jede Nacht schliefen wir zusammen und er hat sich so oft in den Schlaf geweint.
Wie sehr Harry tagtäglich unter all dem litt und wie er immer stiller und
unglücklicher wurde hat keiner von euch wirklich mitbekommen.
In der Schule fing er an immer schlechter zu werden, er konnte sich nicht mehr
richtig konzentrieren das brachte Mum nur noch mehr auf die Palme.
Doch er wollte nicht sagen warum er so schlecht geworden war um euch nicht noch
zusätzlich Sorgen zu machen.
Er wusste dass wenn er sagen würde was ihn bewegte ihr wieder traurig werden
würdet also nahm er alle Strafen stillschweigend hin.
Ihr wisst ja nicht was er sich täglich von Dudley und dessen Gang anhören muss von
wegen das seine Eltern Recht hätten das Harry nach seinem Unfall nicht mehr alle
Tassen im Schrank hätte. Bei jeder Gelegenheit stellen sie ihm nach um seine
Schulsachen wegzunehmen und sie aus dem Fenster zu werfen. Ihn herum oder die
Treppe herunter schubsen, ihm ein Bein stellen oder ihn mit irgendwelchen Teilen
bewerfen.
Glaubtet ihr wirklich das steckte er ewig so leicht weg?
Er ist doch nur ein Junge dem nichts wichtiger ist als seine Familie und der alles tut
damit es ihnen gut geht.
Er hat schon mehr erleiden müssen als manch anderer.
Er ist immer für jeden da und hilft wo er nur kann doch du Mum hackst immer nur
auf ihm herum und gibst ihm die Schuld wenn Tante Petunia sich bei dir beschwert.
Hast du ihn oder uns in den letzten Monaten auch nur einmal gefragt ... Nein du hast
uns noch nicht einmal ausreden lassen und uns in unser Zimmer geschickt.
Denn wo er eure dringendste Hilfe gebraucht hätte ward ihr nicht für ihn da ...!
Ich sah jeden Tag wie Harry unter den Verlusten litt.
Denn wenn man es genau nahm hat er gleich zwei geliebte Menschen verloren.
Er litt allein und nahm immer weniger an unserem Leben teil.
Ich würde ihm so gerne helfen doch ich kann nichts tun um ihm den Schmerz darüber
zu nehmen. Ich glaube fast es starb nicht nur unsere Schwester an diesem Tag.“
Henry holte tief Luft als seine Eltern etwas sagen wollten funkelte er sie nur beide an.
„Denn der Einzige der es könnte bist du Daddy ...
Aber eins schwöre ich euch, wenn er daran zerbricht dann weiß ich nicht was ich tun
werde. Nur alleine lassen werde ich ihn nicht, er hat schon genug verloren.
Denn nicht nur ihr habt eure Tochter verloren, sondern Harry, Angelie und ich auch
unsere kleine Schwester“, schluchzte Henry.
Sah zuerst seinen Eltern und dann Regulus in die Augen.
Letzterer legte ihm sacht die Hand um die Schulter, zog ihn in eine Umarmung und
lächelte ihn traurig an.
Wieder wischte sich Henry seufzend über die feuchten Augen und kuschelte sich in
diese Umarmung.
*
„Henry bitte es tut mir so leid, ich konnte es nicht“, sagte James nun mit gebrochener
Stimme.
Er sah die Tränen in den Augen seines Vaters.
Doch obwohl es ihm genau so weh tat wie seinem Vater war es die richtige
Entscheidung gewesen. Natürlich hatte er es gewusst, dass dieses Gespräch nicht
einfach werden würde weil es wieder alte Wunden aufreißen würde.
Doch Henry konnte ihm nicht wirklich dabei helfen da mussten die beiden jetzt
alleine durch. Nach einigen schweigenden Augenblicken, machte er sich aus Regs
Umarmung los lächelte ihn verunglückt an und legte sich zurück in sein Bett.
Er sah die tränen nicht in den Augen seiner Eltern und merkte auch noch nicht einmal
mehr wie ein paar Minuten später seine Eltern sich mit betroffenen Gesichtern lange
nur ansahen.
***
Es war eine gute Stunde später ...
Harry war die letzten Minuten immer unruhiger geworden und er schien die Gefühle
seines Vaters zu reflektieren.
Henry sprang aus dem Bett und setzte sich neben ihn, er strich ihm seine Haare aus
der schweißnassen Stirn.
„Mum, Harry hat hohes Fieber du musst etwas tun“, sagte er erschrocken, als er seine
Stirn befühlt hatte.
Sofort stand Lily auf und kümmerte sich um ihn.
Regulus brachte einen Kräuterumschlag den er um Harrys Kopf legte.
Er würde nicht nur gegen das Fieber helfen sondern auch gegen dessen
Kopfschmerzen.
Es war schon sehr später Abend als eine Ministeriumseule mit einem Brief für Lily
ans Fenster klopfte. Es hatte einen Unfall im Versuchslabor für Zaubertränke im
Zaubereiministerium gegeben und Lily musste sofort dorthin. Sie wollte aber so
schnell wie möglich wieder kommen.
*
Nachdem beide Jungs wieder ruhig und fest schliefen gingen Reg und James vor die
Tür des Krankenflügels.
Sie lehnten die Tür an setzten sich auf die Bank im Flur und unterhielten sich leise.
„James wie geht es dir wirklich?“, fragte Reg nach einer Weile in der sie sich nur
über unwichtige Dinge unterhalten hatten.
„Mit mir ist alles in Ordnung“, antwortete er viel zu schnell für Regulus Geschmack
und er musste ihn ansehen.
Ein kurzes Glucksen war zu hören worauf nun James ihm den Kopf zuwandte.
„Was?“, war sein Kommentar.
„Du bist genau so ein gottverdammter Lügner wenn es um deine eigenen Gefühle
geht, wie Harry“, warf Reg ihm vor.
„Ach nee Black, bist du jetzt der neue Seelenklempner der Familie Potter geworden
oder was?“, kam es scharf von James zurück.
„Wenn du einen benötigen würdest dann denke ich schon“, sagte er gelassen.
„Was willst du damit sagen?“, keifte James und wurde zunehmend ungehaltener.
„Bitte James komm wieder zu dir. Erinnere dich was wichtig ist in deinem Leben!“,
sagte er und schaute ihm fest in die Augen.
„Ich ... -, wollte nie -, wusste nicht ...“, fing James an und brach ab.
„Denke an die welche dich lieben und brauchen und lebe wieder. Hilf Harry wieder
gesund zu werden bevor es zu spät ist. Denn er kann es nicht ohne dich, ich bitte dich
James lass ihn nicht wieder allein.“
Wie ein Fisch auf dem trockenen öffnete James den Mund und schloss ihn wieder.
Seine Augen sagten in diesem Moment mehr als alle Worte dieser Welt.
Sein Schweigen das schwer in seiner Seele brannte.
Auch war er nicht fähig auch nur noch ein einziges Wort zu sagen.
Schuld, Angst, Leiden und die Qual des Verlustes, den er erlitten hatte lagen in
seinem Blick. Doch auch eine tiefe Liebe zu denen, die ihm über allem am Herzen
lagen. Seine Fassade die er so sorgsam aufgebaut hatte viele Monate lang brachen in
dieser Sekunde über ihm zusammen.
„James es tut mir leid aber ...“, setzte Regulus an aber eine leise Stimme unterbrach
sein Reden.
„Bitte Daddy beruhige dich wir brauchen dich doch“, sagte Henry der unbemerkt
neben seinen Vater getreten war.
Er hatte die lauten Stimmen gehört und wollte nachsehen was los war.
Hilflos stand er neben ihm und wusste nicht was er tun oder sagen sollte.
Denn er hatte diese Fähigkeit nicht die Gefühle der anderen zu fühlen oder zu wissen
was sie dachten.
Das wusste er nur bei Harry. Er konnte keine Schmerzen nehmen oder ihnen helfen
sich besser zu fühlen, das konnte nur Harry.
Doch noch bevor er sich weitere Gedanken darüber machen konnte überfiel ihn ein
rasender Schmerz in seinem Kopf.
Er schwankte ein wenig und griff sich stöhnend an den Kopf.
Instinktiv zog James ihn auf seinen Schoss als er sein straucheln spürte.
„Henry um Himmels willen was ist mit dir?“
Regie war aufgesprungen und wollte ihn untersuchen.
„Mir geht es gut Reg, es ist eine Vision“, sagte er.
Er spürte das sein kleiner Bruder ihre Hilfe brauchen würde und er trat mit ihnen in
Harrys Gedanken ein.


***


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