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Harry Potter und die Saat des Bösen Saga 1

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Autor Balu2008
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Der schwere Unfall in den Klippen von Whitby

Kapitel 73


Der schwere Unfall in den Klippen von Whitby


Es war der vorletzte Tag ihres Aufenthalts in York.
Am Morgen waren sie mit dem Schiff nach Whitby gekommen.
Jetzt liefen sie schon seit zwei Stunden im Whitby Museum herum. Hier gab es
ungewöhnliche Dinge aus allen sieben Meeren zu sehen.
Schiffsmodelle, eine Fossiliensammlung, Alt-Gälischer Archäologie, Keramik,
Malerei und Relikte berühmter Walfänger.
„Lasst uns was essen ich habe einen Riesenhunger“, kam wie immer die Aussage von
Ron.
„Hast du mal keinen?“, fragte Nici kichernd und lehnte sich an ihren Bruder.
Ron wurde ein wenig rot und brabbelte etwas unverständliches.
„Ja schon gut, wir wissen ja du musst noch wachsen“, fiel Neville in sein Gemurmel
ein und musste über seinen Gesichtsausdruck lachen.
„Am erstbesten Imbiss versorgten sich Ron, Leonie und Christi mit Fisch und Chips.
Was einige der Gruppe richtig widerlich fanden sie mochten solche Sachen einfach
nicht.
So entschieden sich die Anderen ein paar Buden weiter für ein kleines
Hühnchengericht mit Reis und Salat.
Sie suchten sich ein Wiesenstück unter einem der riesigen Mammutbäumen und
setzten sich auf die darum befestigte Bank um in aller Seelenruhe zu essen.
Sie schauten über die Klippen auf das Meer wo reges Treiben herrschte. Fischkutter,
Segelschiffe und Frachtschiffe zogen vorbei, manche waren so weit entfernt dass sie
wie Spielzeugschiffchen aussahen.
„Kommt lasst uns noch einmal ein wenig in die Stadt bummeln. Ich würde gern noch
ein paar letzte Geschenke kaufen“, schlug Christi vor als alle ihr Mittagessen verzehrt
hatten.
Der Vorschlag wurde von allen außer Harry angenommen, er wollte hier auf sie
warten, außerdem hatte er schon alle Andenken beisammen.
In dieser Nacht war er immer wieder von Albträumen geplagt worden konnte sich
aber am Morgen nicht wirklich daran erinnern was er geträumt hatte.
„Jay was ist mit dir, du siehst richtig Müde aus?, fragte Neville leise.
„Ich hab nicht besonders gut geschlafen, aber das wird schon wieder“, lächelte er.
„Nici und ich können auch hier bei dir bleiben es macht uns nichts aus, wir haben
auch schon alle Geschenke gekauft.“
„Das ist lieb von euch aber geht nur mit den Anderen wir sehen und dann später“,
winke der Jüngste ab.
„Ok dann ruhe dich ein wenig aus wir bringen dir etwas süßes aus dem Süßigkeiten
Laden mit“,
„Das ist nett bis nachher.“
Eine Weile sah er seinen Freunden nach wie sie den Weg zum Magischen Bezirk
entlang gingen. Er döste mit dem Rücken gegen den Baum gelehnt und angezogenen
Knien so vor sich hin.
Er konnte nicht sagen wie lange er nur so vor sich hin gedöst hatte doch eine innere
Unruhe hatte ihn geweckt.
Er stand auf streckte sich und fuhr sich durch die Haare, immer wieder schaute er sich
suchend um konnte aber nichts Außergewöhnliches entdecken und ging ein wenig
den Weg an den Klippen entlang. Nach ein paar Metern drangen entfernte Stimmen
an sein Ohr, als er näher kam sah er seinen Cousin und seine beiden besten Freunde
Paul und Jeremias. Sie waren über die Absperrung geklettert standen ziemlich nah am
Klippenrand und warfen Steine in die Tiefe.
„Was willst du denn hier Potter?“, fragte Dudley gehässig als er seinen Cousin
bemerkte.
„Dasselbe könnte ich euch fragen! Sagt mal habt ihr sie noch alle? Scheint mir fast so
als wärt ihr auf einem Selbstmordtrip oder wie sehe ich das?“
„Du bist so ein elender Feigling Cousin weißt du das eigentlich“, höhnte er und fing
mit seinen Freunden an zu lachen.
„Nur weil ich nicht so ein idiotischer Schwachkopf bin wie ihr? Mein Leben aufs
Spiel zu setzte mit so einem Scheiß“, sagte Harry kopfschüttelnd.
„Weil du ja über alles so erhaben bist. Ich kann es einfach nicht mehr hören.
Der große Harry Potter weiß alles kann alles und steht ja über all den Anderen.
Nur ..., weil du der Junge bist, der über ...“
„Dudley Dursley wage es nicht weiterzusprechen ...,“ fuhr er ihm funkelnd
dazwischen.
Dudley sah ihn nur groß an, er hatte noch nie so einen Wutanfall seines Cousins
erlebt. Seine beiden Freunde stierten Blöde von einem zum anderen, weil sie
natürlich nichts von alldem verstanden hatten und es komisch fanden, dass ihr
Kumpel Harry nicht sofort eine reingehauen hatte.
Ohne einen weiteren Kommentar abzuwarten drehte Harry sich schnaubend um und
wollte schon wieder davongehen.
Ein erstickter Schrei ließ ihn herumfahren und Harry sah Dudley schon teilweise über
dem Abgrund hängen.
Seine Finger der linken Hand waren tief im Grund und Geröll verkrallt doch rutschte
er immer weiter über den Rand und sein Gesicht im Schock und Schreck zu einer
unförmigen Fratze verzogen.


***


Alles schien so surreal zu sein, eher wie in Zeitlupe ... War er es ..., konnte er die Zeit
verlangsamen ...? Sie vielleicht zum stehen bringen bis ein anderer Hilfe von seinen
Freunden oder Lehrern holen konnte?“


***


Doch dann sah er warum er noch nicht abgestürzt war, weil er sich verzweifelt an
einem Buschwerk festhielt aber langsam rutschte er die Schräge hinunter, was eine
Illusion zur Folge hatte als wäre alles in Zeitlupe gesetzt.
Seine beiden Freunde standen nur tumb glotzend herum und waren entweder in einem
Schock oder zu blöde ihm zu helfen.
„Tut doch endlich was“, schrie Harry sie panisch an, „helft mir einer ihn wieder
hochzuziehen und der Andere holt Hilfe.“
Doch beide standen nur geschockt da und sahen weiter starr zu ihrem Kumpel der fast
schon ganz über den Klippen hing.
Harry schmiss sich ohne nachzudenken auf den Bauch in den Dreck, was ihm im
Moment auch schwergefallen wäre da einfach kein normaler Gedanke außer: °Wenn
er abstürzt wird er sterben, ich muss ihm helfen°, in seinen Gedanken aufschrie.
Seine Hände umfassten Dudleys Handgelenke und er zog wie verrückt daran um ihn
nach oben zurück zu ziehen. Dudley war viel schwerer und so konnte er ihn keinen
Millimeter zu sich bewegen. Das Einzige dass er im Moment wirklich wahrnahm war
die Panik im Gesicht seines Cousins sowie seine eigene und die Todesangst die Beide
fühlten.
„Zieh dich hoch Dudley, das ist unsere einzige Chance hier heil heraus zu kommen“,
presste er ihm schwer atmend mit zusammengebissenen Zähnen zu.
Sein Gesicht war vor Anstrengung rot verzerrt, Schweiß tropfte ihm über das Gesicht.
„Ich kann nicht“, hörte er ihn wimmernd sagen.
„Verdammt versuche es - ich schwöre dir - ich werde dir so was von in den Arsch
treten wenn wir hier abstürzen. Oder besser noch wenn wir wirklich heute sterben
sollten werde ich als Geist zu dir in dein nächstes Leben zurück kommen und dir
dieses zur Hölle machen“, keuchte er in seiner eigenen Verzweiflung.
Doch ein schmerzhafter Ruck der in seinen Oberarmen riss und anfing durch Harrys
ganzen Körper zu fahren als beide weiter abrutschten und das ganze Gewicht Dudleys
nun an Harrys Armen und Händen hing, hinderte ihn daran auch nur noch ein
weiteres Wort zu sagen.
Schwer stöhnte er schmerzgebeutelt auf, in seine Augen traten Tränen und einen
Moment sah er bunte Punkte vor sich flimmern. Als Dudley weiter abrutschte
schrammte Harrys Körper schmerzhaft über die spitzen Steine und rissen ihm sofort
tiefe Wunden als er auch schon mit über die Klippe gezogen wurde. Unaufhaltsam
riss er ihn mit sich in die Tiefe da Harry verbissen dessen Handgelenke wie in einem
Schraubstock festhielt und nicht gewillt war sie einfach wieder loszulassen.
Er fühlte nichts auch nicht als sie beide hart ins Wasser eintauchten und mehr als hart
gegen mehrere scharfe Felsen geschleudert wurden. Der Schock des Erlebnisses hielt
ihn gefangen. Die Wellen schlugen immer wieder über ihnen zusammen als sie
wieder an die Oberfläche kamen peitschten ihre Körper wie Spielbälle von Fels zu
Fels und ließen sie immer wieder hart dagegen prallen. Knochen brachen wie
Streichhölzer, tiefe blutige Wunden entstanden am ganzen Körper der Jungen.
Das Wasser war eiskalt, immer wieder wurden sie nach unten gezogen um dann
wieder an die Felsen zu prallen. Langsam kam er wieder in die Realität zurück und
etwas traf ihn hart am Kopf, der Schmerz ging ihm durch jede Faser seines Körpers,
seine Sinne schwanden mit jedem Augenblick den es dauerte mehr doch jedes mal
wenn sie wieder unter die peitschenden Wellen gedrückt wurden kam er wieder
zurück.
Sein Cousin hing nur noch wie ein nasser Sack an seinen Händen.
„Dudley komm schon wach auf - wir müssen versuchen hier zu heraus zu kommen.
Ich kann meine Beine nicht mehr bewegen du musst mir helfen hörst du“, schrie er
gebrochen und abgehackt seinem Cousin über das preschen und reißen der Brandung
zu.
Aber der hing nur weiter an seinen Händen wie eine leblose Puppe und hatte die
Augen geschlossen. Eine tiefe Risswunde zog sich von seinem Kopf über seine Stirn.
Seinen eigenen Schmerz beiseite schiebend versuchte er zu schwimmen, irgendwie
gelang es ihm auch, er ließ eine Hand von Dudley los um sich an eine nahe Felsnase
zu klammern. Mit letzter Kraft zog er Dudley neben sich und krallte sich an dessen TShirt
fest. Ihm wurde schwarz vor Augen und kurz war alles still in ihm aber gerade
als der Gedanke in ihm aufkam das dies nun das Ende war sah er seinen Vater vor
sich und hörte ihn sagen.


***


°°


„Gib nicht auf Harry, denke daran was ich dir gesagt habe! Du schaffst das,
kämpfe und gib niemals auf, denn du bist etwas ganz Besonderes. Denn es gibt
nichts was du nicht schaffen kannst wenn du es nur wirklich willst ...“


°°


***


Doch noch etwas fiel ihm ein es war an ihrem ersten Schultag gewesen, sein Vater
hatte ihnen diesen kleinen Drachen Anhänger an einem Lederband geschenkt und
ihnen um den Hals gehängt und sie darum gebeten, ihn niemals abzulegen.
„Falls ihr jemals in Gefahr geraten solltet nehmt den Anhänger einfach in eurer Hand
er wird euch bei Unfällen aus der Gefahrenzone ins Sankt Mungos bringen.“
Wieder kämpfte er mit dem hierbleiben als ihn erneut etwas hinweg tragen wollte.
Noch fester krallte er seine Finger um Dudleys Shirt.
Sein Arm schien wie aus Blei zu sein oder ihm gar nicht mehr zu gehören als er den
Felsen losließ. Mit seinem letzten bisschen Willen seine Hand langsam hob um den
Anhänger zu berühren ...


***


„Zaubereiministerium London Auroren Büro“
Sirius und James saßen wie so oft in ihrem Büro zusammen.
„Was ist heute mit dir los James, hast du die Nacht schlecht geschlafen? Du bist den
ganzen Morgen schon so hibbelig.“
„Ja Siri das habe ich, so etwas soll vorkommen das man ab und zu Alpträume hat.
Wie gut ich Harry jetzt verstehen kann.“
Wieder war er in seine Gedanken versunken und drehte weiter seinen Kaffee Becher
zwischen den Fingern.
„Krone was hast du geträumt?“
„Nicht dass, „Was“, war es was mich so fertig gemacht hat ..., sondern das „Wie.“
„Hattest du schon einmal einen Alptraum an den du dich zwar nicht erinnern kannst,
der dich aber trotzdem in Angst und Schrecken versetzt hat? Egal wie oft du wach
wurdest, sobald du dann weitergeschlafen hast, ging es immer weiter.“
James lächelte eine Sekunde gequält.
Sirius und Alpträume das konnte bestimmt nicht sein.
„Du meinst eine Hyperprojektion die sich in einem undefinierbaren Alptraum
widerspiegelte?
Ja ob du es glaubst oder nicht auch ein Sirius Black hatte schon einmal welche“, sagte
er beim Blick in das Gesicht seines Freundes.
„Entschuldige Tatze, das konnte ich mir nur nicht so recht vorstellen.“
„Du bist manchmal noch genau so arrogant wie früher James - Michael Potter“,
brummte Sirius fast schon beleidigt.
„Aua Tatze, das hat mich tief getroffen“, sagte er theatralisch.
Mit gespielt schmerzverzerrtem Gesicht griff er sich an seine Brust.
„Du bist ein Spinner“, prustete Sirius und warf seinem Freund einen Dounat
entgegen.
James zog seinen Zauberstab und ließ ihn kurz schweben, doch mitten in der
Bewegung hielt er erschrocken inne.
Der Dounat klatschte auf den Schreibtisch und verkrümelte sich. Wie gebannt schaute
er auf das Band an seinem Handgelenk, das nun rot leuchtete. Auch Sirius war es
nicht entgangen und beide waren blass geworden. Wie von der Tarantel gebissen
sprangen sie auf, im Nachbarbüro wo James Vater und Pate saßen blieben sie kurz an
der Tür stehen.
„Daddy, Harry ist schwer verunglückt wir müssen ins Sankt Mungos.
Schon rannte er mit Sirius weiter, im Atrium sagte er, „halt dich fest Siri“, und legte
seine Hand um sein Armband. Schon standen beide am Empfang im Sankt Mungos.
„Mein Sohn Harry Potter ist in Whitby verunglückt. Wo kann ich ihn finden?“, fragte
James völlig aufgelöst.
„Ja die beiden Jungen aus Whitby die den Klippenunfall hatten, sie sind noch in der
Notaufnahme Mister Potter, ihre Frau ist schon bei ihnen“, sagte sie beflissen.
Ein knappes, “Danke“, und schon waren die Beiden durch die Tür zur Notaufnahme
verschwunden.


***


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