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Challenge: Buchzitate

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Autor severinalupin
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Zitat 23

Autor: severinalupin
Beta: Kobold
Altersfreigabe: ab 12
Pairing: Keines / Charaktere: Severus Snape, …
Kategorie: Drama (nicht ganz passend, aber ich weiß nicht wie ich es sonst kategorisieren soll …)
Inhalt: Diese Kurzgeschichte spielt nach Harrys 5. Schuljahr, aber Voldemort ist tot und Sirius lebt noch. Ein letzter Befehl vom Dunklen Lord an Severus Snape hat jedoch Konsequenzen für den auch nach dessen Tod … Was Bellatrix Lestrange wohl damit zu tun hat?
Disclaimer: Alle Charaktere und das HP-Universum an sich gehören JK Rowling – aber diese Geschichte gehört mir! Ich verdiene kein Geld mit meinen Geschichten hier.
Warnung: Keine



23. „Es gibt keine gemeinsame Zukunft für uns, das musst du mir einfach glauben.“ Für jetzt und alle Ewigkeit von Liz Nickles


Severus kam unwissend, was ihn erwartete auf den Ruf seines Mentors in den Fuchsbau. Er glaubte, dass Albus mal wieder auf dem Laufenden gehalten werden wollte – denn er hatte schon lange keine Gelegenheit dem Alten Bericht zu erstatten. Wahrscheinlich – da das neue Schuljahr anstand – würde ihn sein Vorgesetzter auch wieder fragen, ob er nicht doch wieder nach Hogwarts zurückkehren wollte, obwohl er gekündigt hatte. Dumbledore hatte etwas von einer Überraschung gesagt. Vielleicht würde er ihm die Stelle des Lehrers für Verteidigung gegen die dunklen Künste anbieten, um ihn doch wieder für die Schule zu gewinnen mit seinem absoluten Lieblingsfach. Aber der Slytherin wusste nicht, ob er dies nach allem wirklich noch wollte …

Nachdem Albus gegen Ende von Harrys fünftem Schuljahr bei ihrer Konfrontation im Ministerium doch tatsächlich Voldemort getötet hatte, nahm Snape sich eine Auszeit als Lehrer und jagte mit Auroren noch freie Todesser oder mit seinen Mitstreitern vom Orden des Phönix die noch existierenden Horkruxe – damit der dunkle Lord nicht wieder zu Kräften kam und auferstand. Es war dem Tränkemeister ein absolutes Freudenfest endlich offen zu seiner wahren Gesinnung stehen zu können und die Anhänger des Schwarzmagiers nach Askaban zu stecken.

In der Zeit tauchte die hochschwangere Bellatrix bei Albus auf und stellte sich. Ihre Schwangerschaft erklärte, warum sie seit einem halben Jahr – also schon vor dem Tod des zur Zeit größten Schwarzmagiers – vollkommen von der Bildfläche verschwunden war und auch bei dem Kampf in der Mysteriumsabteilung nicht aufgetaucht war. Sie bat den Schulleiter aber, bevor er sie den Dementoren übergab, ihr zu gewähren ihr Kind zu gebären – und diesem Gnade zu schenken. Der barmherzige alte Mann brachte die eigentlich wahnsinnige und sonst so kaltherzige, aber in dem Moment vollkommen verwandelte Frau zu Molly Weasley. Im Fuchsbau bekam sie ein kleines Mädchen und wurde danach direkt nach Askaban verfrachtet – wo sie nach allem, was sie getan hatte, nun einmal hingehörte. Da die Lestrange sicher schon vor der Geburt abgeholt worden wäre, wenn es bekannt gewesen wäre, dass sie bei der Familie Weasley untergebracht war, wurde diese Tatsache verheimlicht, sodass niemand außer der Anwesenden es wusste und die sprachen mit keinem anderen darüber.

„Was willst denn du hier?“, wurde der Ex-Spion unfreundlich von Sirius Black im Haus der Weasleys empfangen.

„Sicher nicht zu Dir kommen, Black“, antwortete der Neuankömmling gelangweilt. „Und Du?“

„Ich besuche meinen Jungen, denn solange ich auf Horkruxsuche bin, verbringt er die Ferien hier bei seinen Freunden. Falls dir so etwas überhaupt was sagt? Ich meine – Freunde …“, erkundigte sich der Animagus zynisch. „Tja, und im Gegensatz zu dir, Schniefelus, bin ich ein gern gesehener Gast hier“, meinte der Gryffindor noch gehässig.

„Aber nicht mehr lange, wenn du Gäste in meinem Haus so behandelst, Sirius!“, ereiferte sich, die soeben in die Küche tretende Molly und der Gerügte hatte den Anstand verlegen auf den Boden zu schauen. „Willkommen Severus. Was für eine Freude!“, strahlte die Rothaarige den Besucher an. „Was kann ich für dich tun?“

„Albus hat mich hergebeten“, sagte Snape, nachdem er der Hausherrin zur Begrüßung höflich zugenickt hatte. Er war froh, dass sie ein Neugeborenes auf dem Arm hatte, denn so kam sie gar nicht auf den Gedanken ihn zu umarmen – was bei ihr leicht passieren konnte. „Welcher ihrer Söhne war denn gerade Vater geworden?“, fragte er sich gedanklich. Laut jedoch erkundigte er sich nach dem Verbleib seines Freundes: „Ist er hier?“

„Ja, er macht, glaube ich, gerade den Schiedsrichter bei dem Quidditchspiel der Kinder“, lachte sie herzhaft. Es war so wunderbar, dass nach den Schrecken endlich wieder so etwas wie Normalität in das Leben der Hexen und Zauberer einkehrte.

In dem Moment hörte man eine Horde Jugendlicher feixend reinkommen – an deren Ende auch Hogwarts Direktor am lautesten lachend eintrat.

„Oh, Severus, wie schön, dass du da bist“, freute sich Dumbledore ehrlich. Als er an Molly vorbeiging, nahm er ihr das kleine Bündel ab und trat zu seinem Schützling. Der war noch damit beschäftigt Tatze zu beobachten, wie er Hermine, Ginny, Ron und Harry herzte. In dem Moment betraten auch Remus und Arthur die Küche. Ohne recht zu merken, was der alte Mann da genau tat, hatte Severus plötzlich das Baby in seinen unbeholfenen Armen.

„Aaaahhh“, schrie der Überrumpelte auf. „W…w…was soll der Unsinn! N…n…nimm es wieder!“

„Aber wieso denn?“, wiegelte Albus jedoch ab. „Steht dir gut die Kleine.“ Nach einem Augenzwinkern fügte er noch hinzu: „Sei nur vorsichtig mit dem Köpfchen. Sie ist erst zwei Tage alt.“

Der Tränkemeister schluckte sichtlich überfordert. Vollkommen verkrampft stand er da und schaute Hilfe suchend um sich, erntete jedoch nur belustigte Blicke. Arthur, der sich scheinbar seiner erbarmte, trat näher, legte ihm seine Rechte auf die Schulter und zog mit der freien Hand einen Stuhl näher, um den zittrigen Schwarzhaarigen mit seiner kostbaren Fracht hineinzubugsieren. Dieser hatte es wehrlos geschehen lassen, weil er von der unerwarteten Aktion schon wieder überrascht war, denn als der Gastgeber zu ihm trat, war er so überzeugt, dass dieser mit Kindern mehr als erfahrene Mann ihm das Würmchen aus seinen, in dieser Hinsicht jungfräulichen, Armen nehmen würde – dass Snape gar nicht auf die Idee kam, sich gegen das Kommende zu wehren.

„In Ordnung, Ihr habt jetzt genug gelacht“, maulte der nun sitzende Ex-Todesser. „Nun wäre der perfekte Zeitpunkt für die Mutter oder den Vater das Kind zu sich zu nehmen.“

Ein trauriger Seufzer von Molly ließ Severus fragend in ihre Richtung schauen – aber es war Albus, der sagte: „Die Kleine ist genau dort wo sie hingehört.“

„Was willst du damit sagen?“, erkundigte sich Snape mehr als genervt klingend.

„Gute Frage“, erhob nun auch Sirius seine Stimme – der genauso, wie die Mehrheit im Raum wohl kaum mit dem zurzeit noch lebenden größten Magier übereinstimmte.

Plötzlich wandelte der Blick von dem Slytherin sich von ungeduldig, über schockiert zu nicht wahr haben wollend. „N…n…nein“, stammelte er tonlos und begann wie wild den Kopf zu schütteln.

Die Matrone des Hauses, die dem letzten Wortwechsel nicht mehr gefolgt war, da sie, nachdem Severus die Eltern des Babys erwähnte, ein Taschentuch brauchte, um sich eine Träne wegzuwischen, sagte jetzt nachdenklich: „Wir können das Mädchen doch nicht ewig die Kleine nennen. Wird es nicht Zeit, dass sie einen Namen bekommt?“

„Aber das steht uns ja wohl nicht zu ihr einen Namen zu geben, Mama“, meinte Ginny darauf.

„Wem dann? Etwa Bellatrix? Oder Rodolphus?“, antwortete Harry voll Verachtung.

„Nein“, lächelte der weise Mann gütig, „dem Vater steht es zu. Also lassen wir dich jetzt alleine, Severus, damit du deiner Tochter einen schönen Namen aussuchst.“ Mit diesen Worten wandte der Weißhaarige sich an die restlichen Anwesenden und forderte die geschockt Dreinschauenden mit einer deutlichen Geste auf den Raum zu verlassen. Mit weit aufgerissenen Mündern starrten ihn alle ungläubig an – gehorchten aber auch, wie üblich, ohne Widerworte. Bevor er die Küchentür schloss, sagte er Severus noch schnell, dass Bella nun in Askaban sei – auch wenn sich der Alte nicht sicher war, ob der Jüngere es wahrgenommen hatte.

Alle starrten den Schulleiter erwartungsvoll an, nachdem sie sich Sitzgelegenheiten im Wohnzimmer gesucht hatten – Remus holte sich einen Stuhl vom Esstisch, die vier Jugendlichen quetschten sich gemeinsam aufs Sofa, Sirius machte es sich auf einer der Lehnen desselben bequem, Arthur ließ sich in einen der Sessel fallen und zog seine Frau auf seinen Schoß, da Albus sich in den Anderen gesetzt hatte.

Auf Dumbledores Gesicht ruhte noch der Hauch des Lächelns – das das Bild, welches Severus mit seiner Tochter im Arm geboten hatte – heraufbeschworen hatte. Er sammelte sich jedoch und begann zu erklären: „Irgendwann vor Weihnachten letztes Jahr kam Severus ziemlich verzweifelt zu mir, da Voldemort schon wieder etwas Unglaubliches ausgeheckt hatte. Tom verlangte bei einem Treffen von unserem Spion mit Bella ein Kind zu zeugen – denn er fand, dass beide gute Gene hätten, um ihm intelligente, wie treue Diener zu schenken. Natürlich waren weder die zwei Beteiligten, noch Rodolphus sehr begeistert von der Idee – aber Riddle war überzeugt davon und meinte, wenn es gut ginge mit ihr, dann sollte Severus noch andere treue Weibchen schwängern, um sich eine Generation Todesser nach seinen Wünschen zu züchten. Sogar von Narzissa wollte er verlangen ihm ein Kind zu gebären – aber erst wollte er sehen, wie Bellas Spross aus Severus Samen wurde.“ Bei diesen Worten war der leicht melancholische Blick des alten Mannes ganz automatisch zur geschlossenen Tür der Küche gewandert, hinter der sein Tränkemeister gerade das Produkt seiner Lenden kennenlernte.

Ein herablassendes Schnauben von Sirius holte ihn in die Gegenwart zurück. „Das passt zu dem perversen Lüstling“, schimpfte der Animagus auch schon los. „Bespringt auf Befehl seines Meisters alle Frauen seiner Freunde. Der ist echt das Letzte!“

Eine seltene Strenge legte sich auf das Gesicht, des sonst für seine Gutmütigkeit bekannten Direktors Hogwarts und er sagte kalt: „Scheinbar kannst du nicht zuhören, Sirius. Ich sagte, Severus war verzweifelt, als er sich Hilfe suchend an mich wandte. Aber sein Leben und vor allem seine Tarnung hingen davon ab. Er wollte das nicht tun.“

„Tja, er hat es aber getan!“, sprang Sirius aufgebracht auf seine Beine und starrte kampflustig auf das Oberhaupt des Ordens herab. „So ist Schniefelus eben – er schaut immer, wie er sich selbst retten kann!“

Auch Albus stand behänd auf und blickte wütend und enttäuscht in die Augen des Blacks. „NEIN! Genau so ist er eben nicht! Aber du in deiner Verbohrtheit willst das nicht sehen …“ Erschöpft schloss er seine himmelblauen Augen. „Er tat es auf meinen ausdrücklichen Befehl hin“, kam es dann noch leise und bedrückt von dem in diesem Moment regelrecht gebrochen wirkenden Weißhaarigen.

„Er hat mich angefleht, dass ich nicht so etwas Unmenschliches von ihm verlangen könnte, wie mit einer wahnsinnigen Todesserin, die ihn hasste und die er verachtete, ein Kind in die Welt zu setzen … er sagte mir – berechtigterweise – dass ich kein Recht hätte, so etwas Abartiges von ihm zu verlangen … aber ich tat es trotzdem und dieser Mann war selbst zu diesem Opfer bereit, nur um den Sieg über das Böse zu gewährleisten!“ Stockend und unfassbar traurig waren diese Worte über die spröden Lippen des Alten gekommen.

Die Einen schauten entsetzt, die Anderen weinten und der Rest schüttelte ungläubig den Kopf – als Ginny dann leise fragte: „Wieso hat es dann zuerst so ausgeschaut, als wüsste Professor Snape gar nicht, was los ist, als er das Baby sah?“

Wieder umspielte ein müdes Schmunzeln Albus Lippen. „Severus ist ein Meister der Verdrängung – sonst hätte er seine Rolle als Spion auch niemals so gut spielen können, über so viele Jahre. Als Bella nach Weihnachten von der Bildoberfläche verschwand, war ihm natürlich im ersten Augenblick vollkommen klar, was das bedeutete – nämlich das Voldemorts Plan Früchte trug. Aber er verdrängte dieses Wissen einfach in den letzten Winkel seines Hirns, um den Alltag weiter bewältigen zu können – und scheinbar hatte er es wirklich mehr oder weniger vergessen. Die eigentlich wahnsinnige Bella dürfte durch die Hormone und angeborenen Mutterinstinkte sich von allem zurückgezogen haben, um das Kind in Ruhe und Sicherheit auf die Welt zu bringen und als ihre Welt zusammenbrach, bei der Vernichtung ihres Meisters, kam sie zu mir, damit ich ihr Kind rette – denn sie selbst wollte gar nicht gerettet werden. Ich persönlich wollte sie nicht noch am selben Tag als sie die Kleine geboren hatte den Dementoren überantworten – das war ihre eigene Entscheidung.“

Erschüttert von dem Gehörten versanken alle in ihre Gedanken, während in der Küche Severus begonnen hatte, auf das kleine Wesen in seinen Armen einzureden.

„Es tut mir so leid! … Ich habe das so nie gewollt … Du hast was Besseres verdient! … Glaube mir, du wirst mir dankbar sein, dass ich dich nicht zu mir nehme und dein Leben damit verpfusche! … Ich werde mit Molly und Arthur reden … die beiden sind fantastische Eltern … ich werde finanziell natürlich voll und ganz für dich aufkommen! … Nie soll es dir an etwas fehlen! … Aber das, was du brauchst – kann ich dir nicht geben!“ Die Worte kamen nur stockend über seine schmalen ausgetrockneten Lippen. Der Tränkemeister schaffte es nicht seine Augen von seiner schlafenden Tochter zu nehmen und doch war er überzeugt von dem Wahrheitsgehalt seiner Aussagen – obwohl es ein wenig so wirkte, als versuche er es sich selbst einzureden, anstatt es dem Kind zu erklären, das ihn ja in dem Alter sowieso nicht verstand.

„Du brauchst jemanden, der dich liebt … der für dich sorgt … der dich umsorgt …“. Nach einem kehligen Schlucken fuhr der Schwarzäugige fort: „Das alles kann ich nicht! … Es gibt keine gemeinsame Zukunft für uns, das musst du mir einfach glauben.

In diesem Moment öffnete die Kleine ihre Augen und er versank in ihnen. Das war sein Kind, was er hier in Händen hielt, wurde im mit einer Vehemenz bewusst, die er sich nicht erklären konnte. Das entzückende Gesicht seiner Tochter verzog sich leicht und sie begann leise zu weinen. Zutiefst erschrocken stand er ganz behutsam auf und eilte ins Wohnzimmer, wo er mit einem Hilfe suchenden Blick auf Molly fragte: „Was hat sie?“

Diese stand sofort vom Schoss ihres Mannes auf, schaute auf das vor sich hinmaunzende Baby, schielte kurz zur Uhr und lächelte dann glücklich. „Hunger hat sie“, sagte sie zufrieden über den Anblick des eindeutig besorgten Vaters mit seiner entzückenden Tochter, und zauberte ein richtig temperiertes Fläschchen herbei.

Arthur sprang auf und beide schoben den verdatterten Slytherin in den frei gewordenen Sessel, drückten ihm die Milchflasche in die Hand und Molly meinte: „Füttere sie, dann ist sie wieder vollauf zufrieden.“

Eindeutig verängstigt schaute der Schwarzhaarige von der vielfachen Mutter zu seiner einzigen Tochter und zurück – bis er sich seinem Schicksal ergab und das immer lauter werdende Schreien mit dem Fläschchen erstickte. Absolut begeistert bewunderte er das kleine Mädchen, das sofort gierig zu saugen begann und bald nur noch genüsslich schmatzende Geräusche von sich gab.

Snape schluckte den Klos runter, der sich in seinem Hals gebildet hatte und als er die vielen starrenden Blicke, die er auf sich spürte, nicht mehr aushielt, schaute er auf. Alle anwesenden Frauen, egal welchen Alters, schauten absolut fasziniert auf das sich ihnen bietende Bild. Die jüngeren Männer hatten ihre Augen zwar weit aufgerissen, aber ihre Blicke waren keinesfalls feindlich – wie sonst. Snapes ehemalige Schulkollegen hätten nicht unterschiedlicher ausschauen können – Remus war zutiefst gerührt und Sirius schien wie vom Blitz getroffen. Seine ungläubig geweiteten Augen schienen aus ihren Höhlen fallen zu wollen. Der Blick des siebenfachen Vaters ruhte mit eindeutigem Wohlwollen auf der Szene und Albus weinte vor Glück.

Als der Slytherin wieder auf sein Kind schaute, hatte er einen Entschluss gefasst. Er würde für seine Tochter da sein und er würde sie lieben – denn das tat er jetzt schon! „Ich werde Hilfe brauchen“, flüsterte er in die Stille, die nur von dem saugenden Nuckeln unterbrochen wurde. „Ich habe leider keine Ahnung, wie man ein guter Vater sein kann … aber ich werde mein Bestes geben …“

Ohne es verhindern zu können – und zu wollen – stahl sich unwillkürlich ein Lächeln auf seine Lippen, als seine Tochter bei seinen Worten aufgehört hatte zu trinken und ihn mit ihren wundervollen, großen Augen anhimmelte.

„Na, Vida, bist du satt?“, fragte er sein eigen Fleisch und Blut liebevoll. Die Entscheidung sie `Leben´ zu nennen, war ihm in diesem Augenblick spontan gekommen – aber endlich, dank ihr, würde er leben, denn nun gab es etwas, wofür es sich zu leben lohnte!

„Vida Snape ist ein wundervoller Name“, hauchte der gerührte Albus verzückt.

FIN


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