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Dem Mond hinterher

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Autor Kangaroo
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Ganz leise

Das Tal, welches sich ihm nun erstreckte, war - er konnte es nicht glauben - verlassen! Das gesamte Dorf war verschwunden! Samt ihrer Verfolger. Was Lupin am Grunde des Tals sehen konnte, war ein kleines Wäldchen, welches die Fläche nicht ganz ausfüllte und ein Bach, der sich von Nord nach Süd durch die gesamte Einsenkung schlängelte. Tatsächlich hatte zumindest dieser den gleichen Verlauf, wie der Fluss, den er kannte.
Lupin war fasziniert und verblüfft zugleich. Hinter diesem Tal steckte mehr Raffinesse, als er anfangs geglaubt hatte. Wie erstarrt blickte er hinunter ohne wirklich etwas zu sehen. Auch seine anderen Sinne schienen ihm entglitten, denn er konnte weder etwas hören noch riechen, geschweige denn sich bewegen. Er fühlte sich wie ein Künstler, der soeben den letzten Pinselstrich vollzogen hatte und nun fasziniert auf sein Bild starrte. Doch war an seinem Bild nicht besonderes. Es war einfach nur die Tatsache, dass er nicht damit gere…
Mit einem Ruck wurde Remus aus seiner Starre gerissen und schlug Sekundenbruchteile später mit dem Kopf auf den Waldboden auf. Aus dem Augenwinkel sah er, wie sich ein leuchtend grüner Blitz durch die Stelle bohrte, an der noch vor kurzem sein Kopf gewesen war, und stattdessen einen Baum zerpflügte.
»Das war knapp, Remus. Was bleibst du auch in der Schussbahn stehen! Komm jetzt!« Bills Stimme. Bevor er sich aufrappelte und dem Sprecher weiter ins Unterholz folgte, sah Remus, wie sich verschiedenfarbige Flüche kurz über dem Rand des Tales materialisierten und in den Wald hinein pfiffen - da hatte er aber noch mal Glück gehabt! Ihre Verfolger schienen also noch da zu sein.
»Bill, kannst du mir das da erklären?«, fragte Lupin und deutete hinter sich. Er hatte zwar schon so eine Vermutung, wollte aber nicht spekulieren.
»Als Du-weißt-schon-wer vor zwanzig Jahren oder so hier aufgekreuzt ist, hat er ganze Arbeit geleistet, nicht wahr?« Bill zwinkerte ihm zu und kroch durch eine Hecke, hinter der sich die anderen gesammelt hatten. Lupin zog sich hinterher und hockte sich in den Kreis der anderen.
»Und jetzt?«, fragte der alte Secco. »Jetzt sitzen wir mächtig in der Scheiße.«
»Sec!« Diesmal war es Fiona nicht Liza, die ihn zu Recht wies, was Lupin erstaunte.
»Wo ist Liza? Wie geht es ihr?«
»Ich bin hier, Remus.«, antwortete eine leise Stimme rechts von ihm.
»Liza.« Er drehte sich zu ihr und entdeckte sofort die Wunde am Arm, die stark blutete. Irgendjemand hatte sein Hemd ausgezogen und es darauf gepresst, doch es war schon mächtig mit Blut voll gesogen und konnte die Verletzung nicht ganz verdecken. Es sah nicht gut aus, aber auch nicht hoffnungslos, denn als Liza seinen Namen gesagt hatte, hatte ihn noch jemand gerufen - ganz leise.

Dieses Kapitel wurde am 17.09.2008 um 16:31 Uhr bearbeitet.


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