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Dem Mond hinterher

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Autor Kangaroo
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Lizas helfende Hand

Immerhin hatte Liza sie schon in ihr Herz geschlossen - eine Tatsache, die Lupin erneut zum Lächeln brachte. Liza war einfach eine herzensgütige Frau und sicherlich hatte es auch damit zu tun, das Keira es irgendwie geschafft hatte, ihr die Schmerzen zu nehmen.
Die beiden setzten sich zwischen Bill und seine Frau und Keira warf kurz einen Blick auf ihren Arm, der nach Lupins Meinung gut aussah. Immerhin war der Verband nicht durchgeblutet und das hieß, dass die Wunde nicht aufgerissen war. Lupin sah wie sich Keira für einen Augenblick auf die Unterlippe biss, aber da war er der einzige. Derweil setzten die Bewohner aus dem Dorf ihr Gespräch fort. Die Diskussion betraf die Todesser:
»Aber wenn unser Rotkehlchen uns schon seit längerem abgehört hat, dann ist er doch bestimmt nicht alleine gekommen. Ich weiß ja nicht, was sie mit uns machen wollten, aber ich glaube nicht, dass wir in einer Nacht- und Nebelaktion aus dem Wald kommen.«, vermutete Tian.
»Und wenn wir eine Lücke finden und hindurchschlüpfen?«
»Um eine Lücke zu finden, müssen wir bestimmt zwei Wochen warten!«
»Und auch dann könnten wir nur einzeln gehen, Sec.«
»Aber das ist doch die Idee: Wir gehen einzeln. - nein, wartet - wir schlagen uns einzeln durch oder zu zweit. Dann erwischen die uns nie.«
»Nein, bestimmt nicht.«, erwiderte Liza sarkastisch. »Sec, wir haben es mit Zauberern zu tun und nur weil dich die Abenteuerlust gepackt hat, stürzen wir uns gewiss nicht ins Verderben.«
Lupin lächelte. Die anderen lachten laut - auch Secco fiel mit ein.
»Tony, du kennst dich doch hier am besten aus, was meinst du?«
Ein Mann im mittleren Alter und langen Haaren, welche er zusammengebunden trug, richtete sich auf. Lupin war er vorher noch nicht aufgefallen. Er erinnerte sich aber daran, von Bill schon einmal seinen Namen gehört zu haben. Er hatte ihn jedoch nicht Tony genannt, sondern -
»Toe.«, flüsterte Keira in sein Ohr und er hörte aus ihrer Stimme, dass sie lächelte. Diese einsilbigen Spitznamen schienen sie äußerst zu amüsieren. Tony räusperte sich.
»Theoretisch wäre es sogar ziemlich einfach, zusammen durchzukommen, aber ich stimme Tian zu, dass die Todesser schon auf Grund unserer Flucht Stellung bezogen haben - und das macht es wieder kompliziert. Wenn uns jedoch nichts anderes übrig bleibt, würde ich vorschlagen, dass zunächst einer von uns raus geht, sich umschaut und wenn er ein Schlupfloch gefunden hat, dann kommt er wieder zurück und wir hauen ab durch die Mitte. Aber das wäre der letzte Ausweg. Vielleicht sollten wir zu diesem Thema doch tatsächlich mal diejenige fragen, die uns diesen Unterschlupf hier besorgt hat.« Er schaute Keira nun direkt an. »Auch wenn ich nicht weiß, warum sie uns geholfen hat und vor allem, wie sie dieses Versteck aufgetrieben hat, glaube ich, dass wir uns in nächster Zeit auf sie verlassen müssen.«
Sein Unterton war zwar nicht böse, aber man spürte doch eine gewisse Skepsis in seiner Stimme mitschwingen. Typisch., dachte Lupin und verdrehte die Augen.
»Hört mal her, Leute.«, durchbrach er die drückende Stille, doch Keira unterbrach ihn:
»Ist schon gut, Remus, sie haben ein Recht darauf skeptisch zu sein. Immerhin habe ich mich noch nicht einmal vorgestellt.« Was Lupin für unwichtig hielt in dieser Situation; er zuckte aber schließlich nur mit den Schultern und ließ Keira reden.
»Also, ich bin Keira, komme nicht von hier, wie man meinem schlechten Englisch sicherlich entnehmen kann, und -«
»So schlecht ist dein Englisch gar nicht.«, schaltete sich Bill freundlich und mit einem Lächeln auf den Lippen dazwischen und Lupin kam nicht drum herum, darüber zu staunen, wie Keira es mit nur einem angefangenen Satz schaffte, die Spannung zu lösen. Denn genau das passierte: Kaum hatte Keira ihn mit einem bescheidenen Lächeln geantwortet, schien ein Stein von den Schultern der Anwesenden zu fallen.
»Aber es ist auch nicht das beste. Nun, wie gesagt, ich bin nicht von hier und mische mich einfach so in eure Angelegenheiten ein, ohne dass ihr einen Grund erkennen könnt. Dabei ist dieser gar nicht mal so unübersehbar. Immerhin konntet ihr ein wenig Hilfe gebrauchen, nicht wahr?«
»Aber woher wissen wir, dass du nicht auf der Seite der Todesser stehst?«
»Das ist eine Frage des Vertrauens. Hätte ich euch sonst einen Unterschlupf geboten?«
»Vielleicht ist es ja eine Falle.«, murrte Secco.
»Und was ist mit Remus?«, fragte sie, ohne Secco anzuschauen.
»Was soll mit ihm sein?« Bill hatte nun wieder das Wort an sich gerissen.
»Woher wisst ihr, dass er kein Verräter ist? Wieso vertraut ihr ihm?«
Lupin war nahe dran zu widersprechen. Er wollte sich da nicht mit drinnen haben! Doch Keira hielt seinen Arm fest, der sich gerade protestierend erheben wollte.
»Er hat sich bewiesen, Mädel!«
»Keira, Sec … Keira reicht vollkommen.«, lächelte sie den alten Mann an.
Bevor dieser jedoch wieder etwas darauf entgegnen konnte, schnitt ihm Bill das Wort ab:
»Es reicht, Sec, wir wollen das hier objektiv betrachten, klar?«
Secco knurrte ein kurzes Ja und schwieg.
»In der Tat«, nahm Bill wieder das Gespräch auf. »Er hat sich wahrlich bewiesen. Und er ist ein Werwolf wie wir -«
»Greyback ist auch ein Werwolf und der steht -«
»Greyback ist gewiss nicht wie wir!«, protestierte Bill laut und schien drauf und dran aufzustehen.
»Das reicht! Ob ich ein Werwolf bin oder nicht, tut nichts zur Sache! Auch nicht zu Keiras, Bill!«, sagte Lupin streng und beendete dieses Thema, indem er sowohl ihm als auch Keira einen bösen Blick zuwarf.
»Könnte es trotz alle dem eine Falle von ihm sein?«, hakte Keira immer noch ein wenig streitsüchtig nach. Lupin hatte eigentlich gedacht, das Thema mit ihm als Vergleich wäre endgültig beendet, doch bevor er noch einmal die Stimme erheben konnte, schaltete sich Liza dazwischen:
»Nein, nicht Remus. Ich denke, ein wenig Menschenkenntnis zu besitzen und glaube, dass es ihm mit uns ernst ist. Er hat seine Gründe genannt und sie sind glaubwürdig. Und warum sollte er uns aus dem Tal herausholen, wenn er auf der Seite der Todesser stehen würde?«
»Vielleicht, um denen einen Grund zu geben, euch zu töten.«
Ein paar der Anwesenden atmeten schneidend ein. Einige von den wenigen Frauen schauten erschrocken zu Keira hinüber. Stille entstand. Lupin ließ es, etwas darauf zu antworten. Zum einen, weil Keiras Hand seinen Arm immer noch fest umklammert hatte, und zum anderen, weil sie tatsächlich gut argumentierte. Er hoffte jedoch inständig, dass es zu seinen Gunsten enden würde.
»Die brauchen keinen Grund, um ein paar Werwölfe abzumurksen, die in einem nicht registrierten Dorf wohnen, wenn sie nicht nach ihrer Pfeife tanzen.«, warf Tony schließlich ein und Lupin getraute sich wieder auszuatmen. Keira lächelte.
»Ihr vertraut Remus also aus gutem Grund. Wieso nicht mir?«, setzte sie ihre Argumentation fort und schaute dabei besonders Bill an.
»Wieso sollten wir dir einfach so vertrauen?«, setzte er nach.
»Weil Remus es tut.«, sagte sie schlicht und Lupin zog kurz die Augenbrauen hoch.
»Und weil sie meinen Arm versorgt und mir irgendwie die Schmerzen genommen hat.«, warf Liza ein, bevor wieder irgendjemand dagegen sprechen konnte. Na endlich!, dachte Lupin erleichtert.
»Ich weiß nicht, wie sie es gemacht hat, aber sie hat meine Schmerzen auf sich genommen und damit wahrscheinlich mein Leben gerettet. Und ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass ein Todesser so etwas macht. Mensch Leute, diese Frau hat uns geholfen, als wir am nötigsten Hilfe gebraucht haben und ihr sucht verzweifelt nach einem Grund, ihr nicht zu vertrauen! Was soll das? Remus vertraut ihr und wir vertrauen ihm. Warum also nicht auch ihr?«
Stille.

Dieses Kapitel wurde am 17.09.2008 um 16:55 Uhr bearbeitet.


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