Castor-Transport ins Wendland

  • Zwar schon einige Tage her, aber ich schreibe gerne hier auch noch mal, dass ich natürlich auf Seiten der Demonstraten bin. Und in dem Sinne natürlich auch die Berichterstattung verfolgt habe. Aufgefallen ist mir, dass ich bei den Berichten der Privatsender häufig das Wort "Demonstranten" gehört habe, - letztes Jahr hießen sie "gewaltbereite Chaoten" wenn ich mich nicht irre. (Oder zumindest so ähnlich.)

  • Klar geeft dat dA n Thema to...das haben se mir nur freundlicherweise unter Privates verschoben OO

    Äh...ich hab sogar versteckt aufgerufen...
    Und ja, bin auch auf Gegner- Seite. Bin ja auch in Juso und das ist auch gut so.Wahlwendin im Übrigen auch.

    Wir sind schon verrückt, jemanden zu lieben, den wir nicht kennen-

    aber ich bin froh, dass wir soviele sind.


    Rickmanfans forever !

  • Nichts gegen die Proteste, die mögen alle berechtigt sein. Aber man sollte auch bedenken das die Kosten für die Absicherung der Transporte von allen Bürgern getragen werden, und das Geld hätte viel besser angelegt sein können. Demonstrieren, ja, aber die Behinderungen sind kontraproduktiv.

  • Klar geeft dat dA n Thema to...das haben se mir nur freundlicherweise unter Privates verschoben OO


    Du meinst den Aufruf zur Demonstration gegen den Castor-Transport? Eigentlich sollte der schön getrennt von der inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Thematik sein ... dummerweise sind mittlerweile einige Beiträge im falschen Thread gepostet worden. Würde ich diese Beiträge verschieben, gäbe das ein Chaos ... deswegen mein Vorschlag: In Zukunft einfach in diesen Thread schreiben.


    Was die Proteste betrifft: Demonstrationen sind völlig in Ordnung und ein legitimes Mittel der Meinungsäußerung. Behinderungen sind auch ein Mittel der Meinungsäußerung, verursachen aber zusätzlich noch Kosten, welche die Gemeinschaft der Steuerzahler tragen muss, und erschweren den Leuten die Arbeit, die als Ordnungskräfte vor Ort ihren Job tun. Insofern sind Aktionen wie das Behindern des Transports und das Zerstören der nötigen Infrastruktur nur egoistische und egozentrische Aktionen. Friedliche Demonstrationen hingegen haben noch nie jemandem geschadet und sind nicht weniger effektiv.

    1954 - 1974 - 1990 - 2014
    "Des interessiert mi ois net der Scheißdreck. Weltmeister samma, den Pott hamma!"
    Thomas Müller

    Nous sommes unis.

  • Und ja, bin auch auf Gegner- Seite.

    Ich auch, ist ja klar.
    Der Sohn einer Bekannten von mir war übrigens dabei. Auf Seiten der Polizei allerdings, denn er war in einer Hundertschaft tätig. Der arme Kerl. 30 Stunden Dienst gehabt. Der doppelt-arme Kerl, denn er ist eigentlich selbst Gegner der Castortransporte. Übrigens haben die Polizisten Order gehabt, dass sie sich nicht länger als 10 Minuten in der Nähe der Castoren aufhalten durften. Offensichtlich strahlen die Dinger eben doch ganz schön. Er war darum ziemlich entsetzt, weil Demonstranten auf die Castorbehälter geklettert waren. Das ist wohl sehr gefährlich.


    Demonstrieren, ja, aber die Behinderungen sind kontraproduktiv.


    Na ja, das seh ich anders. Wenn du auf der grünen Wiese demonstrierst oder im Wald, wo du nicht störst, erntest du nur ein mildes Lächeln. Nein, Behinderungen in einem gewissen, gewaltfreien Rahmen sind schon in Ordnung.

  • Das die Behinderungen von der Allgemeinheit, also allen Bürgern bezahlt werden, und nicht von den eigentlichen Verursachern, das stört dich wohl nicht?
    Es ist nämlich so das der Staat für die Sicherheit zu sorgen hat. Und damit bezahlen wir alle dafür, den Firmen schadet es aber nicht.

    Das ist kontraproduktiv !!!

  • Das die Behinderungen von der Allgemeinheit, also allen Bürgern bezahlt werden, und nicht von den eigentlichen Verursachern, das stört dich wohl nicht?

    Was mich viel mehr stört, ist, dass die Gefahren der Atomenergie von der Allgemeinheit bezahlt werden und nicht von den Betreibern. Stattdessen wurde/wird uns vorgelogen -seitens der Industrieund der interessierten Politik - wie vergleichsweise billig (und sauber) der Atomstrom sei. Die Gewinne streichen EON, RWE und so weiter ein. Die Zeche bezahlen wir. Ich habe noch nicht gehört, dass Tepko pleite gegangen wäre. Aber die Tragödie der vielen kleinen jap. Bürger, die ihre Heimat verloren haben, interessiert Tepko nicht.

    Von daher finde ich die Kosten für die Behinderung der Allgemeinheit eine sehr zu vernachlässigende Größe. Man kann es ja der Atomindustrie in Rechnung stellen. :D

    Quote

    Es ist nämlich so das der Staat für die Sicherheit zu sorgen hat. Und damit bezahlen wir alle dafür, den Firmen schadet es aber nicht.

    Das ist kontraproduktiv !!!


    Da sind wir einer Meinung, allerdings ziehen wir unterschiedliche Schlüsse daraus.

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