Keine BILD in meinem Briefkasten

  • Zum 60jährigen Bestehen der BILD-Zeitung plant der Springer-Verlag, am 23. Juni 2012 jedem Haushalt in Deutschland ein Exemplar in den Briefkasten zu stecken.

    Wer das nicht möchte, kann sich hier melden: http://www.campact.de/bild/ml1/mailer

    Mein Geburtstagswunsch an den Springer-Verlag: Möget Ihr die Produktion der BILD-Zeitung mangels Nachfrage einstellen müssen :boese:

    Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommele nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten und Aufgaben zu vergeben, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem endlosen, weiten Meer.
    (Antoine de Saint-Exùpery)

  • Die meistgelesene Zeitung in Deutschland und keiner wills gewesen sein :lachen:
    Ich habe mir die letzte auch irgendwann mal zum Bahnfahren gekauft. Aber ab und zu lese ich gerne mal rein, dass heißt ja nicht, dass ich glaube was die schreiben.
    Der Vergleich zwischen Bild- Artikeln und denen in der "normalen" Zeitung finde ich immer ganz lustig.

    Mir sollen sie ruhig eine schicken - koscht ja nix :D

    So lange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.


    :schaf:

    :sport:

  • Mir sollen sie ruhig eine schicken - koscht ja nix :D

    Sag ich mir auch....Kostet ja nix... :kaffeepause:

    Und wer sagt er hat noch nie ne Bild gelesen der lügt. jeder hat irgendwann schon mal die Zeitung in der Hand gehabt.......
    Die Kerle allein schon wegen dem Seite 1 Girl :boese:

  • Das Seite 1 Girl gibts ja nicht mehr :lachen:
    Ich frage mich ob sie deswegen Defizite einfahren?

    So lange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.


    :schaf:

    :sport:

  • Nein, die sind nicht dumm bei der BILD. Die sammeln nur all Eure Adressen und verkaufen sie teuer an andere Verlage! :facepalm:

    Ich zumindest kann beschwören, daß ich noch nie die Bild gelesen habe, aber ich lese sowieso nie Tageszeitungen. Außer während der Lehre die Süddeutsche, die mussten wir lesen! :hmm

  • Ich finde Aktion auch fragwürdig, allerdings nehm ich da lieber die BILD aus dem Briefkasten gleich in die Tonne, als dem Springer-Verlag meine ganzen Daten zu schicken

    Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage, denn er erfordert das,
    was in unserer Gesellschaft am kostbarsten geworden ist:
    Zeit, Zuwendung und Raum.


    Dieter Kienast


  • Ich habe mir die letzte auch irgendwann mal zum Bahnfahren gekauft. Aber ab und zu lese ich gerne mal rein, dass heißt ja nicht, dass ich glaube was die schreiben.


    In meinem Briefkasten will ich die nicht, aber beim Bahnfahren ist die Pflicht. Ich schwöre auf meine ballettschläppchen, dass ich noch nie eine gekauft habe, aber auf jeder Zugfahrt zwischen Heimat und Zweitheimat findet man eine Bild und die wird natürlich gelesenguckt. Da steh ich zu und das ist auch gut so. BZ und MoPo nehme ich im notfall übrigens auch ^^

    [align=center]Rock’n’Roll is a way of life.
    So don’t be afraid to live it – really loud!

  • Och, ich muss sagen, dass ich zwar kein BILD-Leser bin, aber diese Zeitung und ihre Mitarbeiter meinen vollen Respekt haben.
    Es sind ausschließlich ausgezeichnet ausgebildete Journalisten, die dort arbeiten. Sicher kommen die meisten auch von der Axel-Springer-Journalistenschule... da wollte ich auch mal hin... aber es sind Mitarbeiter, die alles ausgraben, gekonnt aufhängen und ein Thema innerhalb der kürzesten Artikel der Welt auf den Punkt bringen.
    Sie haben einen bahnbrechenden Erfolg.... es ist mit der BILD ein bisschen wie mit MacDonalds: Alle gehen hin, aber keiner war da..... passend dazu: Keiner liest sie, aber jeder weiß, was drinsteht.... spitzelt beim Brötchen holen auf den Titel.

    In der Redaktion, in der ich jahrelang als freier Mitarbeiter tätig war, da ist die BILD bis heute mit vielen anderen - auch intellektuell anspruchsvollen - Zeitungen morgens Pflichtlektüre und man schlägt sich drum, wer sie zuerst *lesen* darf.
    Diese Zeitung hat es geschafft, auch von Analphabeten gelesen werden zu können - Minimalismus und Sensationsgeilheit sind die Schlüsselworte... ein super Konzept, wenn man mich fragt. Aber mich fragt keiner.

    Für mich darf auch ein selbst denkender Intellektueller gerne zugeben, dass er dieses Blatt, das keiner für niveauvoll genug hält, liest.

  • Nun, anscheinend bin ich die Einzige, die die BLÖD-Zeitung wirklich nicht liest :gruebel:

    Ich musste sie mal drei Tage lang für ein Schulprojekt lesen - da war ich 15 - und bin irgendwie heute noch traumatisiert. Eine Zeitlang habe ich die Schlagzeilen in der U-Bahn mitbekommen (noch ein Grund für's Autofahren :boese: ), das hat gereicht.

    Sollte ich doch so ein Ekel-Blatt in meinem Briefkasten haben, werde ich vielleicht sogar auf Schmerzensgeld klagen :gruebel:

    Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommele nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten und Aufgaben zu vergeben, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem endlosen, weiten Meer.
    (Antoine de Saint-Exùpery)

  • Ich les sie auch nicht bzw ich kauf sie mir nicht. Wenn ich sie irgendwo liegen sehe, dann les ich sie wohl.


    Privat - da haben wir *DIE ZEIT*. Aber ich muss nicht immer nur intellektuell... das liegt vielleicht an meinem Beruf und an dessen Ausübung in der Hauptschule. Ich bin mir nicht zu gut, das zu lesen, zu wissen, was das Volk denkt... wobei ich das hier auch keinem unterstellen will, dass er sich mit dem Lesen *besserer* Zeitungen selbst pusht. Nele, dir am wenigsten!
    Aber es ist einfach so, dass es Info für lau ist - denken nicht erwünscht.

    Das kann gefährlich sein, wenn man sich nur darüber informiert und sonst nix konsumiert.


    Nur, ihr Ruf ist zu unrecht schlecht, wie ich finde... man darf nicht von dem Klientel, das dieses Blatt liest auf die Macher schließen. Das sind z.T. hochintelligente, hoch motivierte und super ausgebildete Journalisten, die einen fantastischen Job machen... gut, oft auch über die Grenzen des guten Geschmacks hinaus, aber wer will heile Welt lesen? Heilig recherchiert? Recherche, überhaupt Journalistenarbeit ist nicht sauber... oft! Das hat was mit Skrupellosigkeit und über Grenzen gehen zu tun.


    Siehe Günter Wallraff...

  • Ob ein Journalist für die BILD-Zeitung schreibt oder nicht, muss er/sie mit sich selbst ausmachen - ich würde es nicht tun, auch wenn Hartz IV die einzige Alternative wäre. Andererseits würden die mich aber auch nicht einstellen :boese:

    Das mit dem Sportteil kann ich nicht beurteilen (ich lese nie einen Sportteil, weil's mich schlicht null interessiert, wer nun schneller gerannt, weiter gehüppt oder seinem Konkurrenten die letzten drei Gehirnzellen zu Brei geschlagen hat :boese: ), ich habe das aber schon oft gehört.

    Aber ich denke, es gibt gute Alternativen, für die man nicht unbedingt ein Hochschulstudium mit Prädikatsexamen braucht, und die trotzdem ehrlichen offenen und demokratischen Journalismus pflegen :gruebel:

    Meinungs-, Informations- und Pressefreiheit sind Rechte der Bürger - und beinhalten nicht nur das Recht, sich täglich verdummen zu lassen.

    Deswegen wünsche ich dem Springer-Verlag ja auch die Insolvenz an den Hals - das würde nämlich bedeuten, dass wir wirklich aufgeklärte Staatsbürger in diesem unserem Lande haben :gruebel:

    Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommele nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten und Aufgaben zu vergeben, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem endlosen, weiten Meer.
    (Antoine de Saint-Exùpery)

  • Meinungs-, Informations- und Pressefreiheit sind Rechte der Bürger - und beinhalten nicht nur das Recht, sich täglich verdummen zu lassen.

    Da geb ich dir recht. Aber auch das entscheiden doch die Leser selbst. Jeder kann doch am Zeitungsstand anstelle zur BILD auch zur Süddeutschen greifen.

    Die Frage ist doch, ob er es dann auch versteht.

    Viele Menschen, und die BILD wird von vielen gelesen, wollten Information auf einen Blick, nix hinterfragen, einfach aufnehmen, billige Meinungsmache und dann damit hausieren gehen. Sollen sie doch!

    Wer seitenweise lesen will und sich hinterher noch so seine Gedanken machen will, der muss eben zu was *Hochwertigerem*, intensiver und edler Recherchiertem greifen.

    Das entscheidet aber jeder selbst... daher ist die Beschwerde, man werde von der Presse für dumm verkauft, nicht okay. Finde ich!

  • Ich denke es ist immer noch besser die BILD zu lesen, als sich überhaupt nicht an der Welt zu interessieren.
    Und inwiefern sich Journalisten über Persönlichkeitsrechte anderer hinwegsetzen, hat nichts mit ihrem Arbeitgeber zu tun. Das muß jeder mit sich selbst vereinbaren.

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