Bundestagswahl 2013

  • Welcher Partei gebt ihr bei der Bundestagswahl 2013 eure Zweitstimme? 13

    1. CDU/CSU (4) 31%
    2. GRÜNE (3) 23%
    3. PIRATEN (2) 15%
    4. SPD (1) 8%
    5. DIE LINKE (1) 8%
    6. NPD (1) 8%
    7. AfD (1) 8%
    8. FDP (0) 0%
    9. FREIE WÄHLER (0) 0%
    10. Sonstige (0) 0%
    11. Ich gehe nicht wählen. (0) 0%

    Am 22. September 2013 findet die Wahl zum 18. Deutschen Bundestag statt. Gleichzeitig findet die Landtagswahl in Hessen statt, nachdem in Bayern schon eine Woche vorher ein neuer Landtag gewählt worden ist. Insgesamt treten zur Wahl 30 Parteien mit Landeslisten an. Pünktlich zum Beginn der heißen Wahlkampfphase hat die Bundeszentrale für politische Bildung heute wieder den mittlerweile schon gewohnten Wahl-O-Mat online gestellt, bei dem jeder seine Ansichten bezüglich verschiedener Thesen mit denen der antretenden Parteien vergleichen kann.


    Geht ihr wählen? Falls ja, wisst ihr schon, welche Partei eure Stimme bekommt? Und welche Rolle spielt der Wahl-O-Mat für euch - würdet ihr ihn eher als überflüssig bezeichnen oder liefert er doch eine ganz gute Einschätzung der Positionen der einzelnen Parteien? Viele Fragen, die gerne alle hier diskutiert werden können. Um zusätzlich noch ein kleines Stimmungsbild bei PU einzufangen, kann, wer will, in der anonymen Umfrage noch für die Partei stimmen, die am 22. September auch die eigene Zweitstimme bekommt.

    1954 - 1974 - 1990 - 2014
    "Des interessiert mi ois net der Scheißdreck. Weltmeister samma, den Pott hamma!"
    Thomas Müller


    Nous sommes unis.

  • Die Suffragetten sollen nicht umsonst gekämpft haben - ich geh wählen. :kampf: Ich seh das immernoch irgendwie als Privileg, nicht als Frau, sondern als Bürgerin - also hin.


    Den Wahlomat bediene ich bei jeder Wahl und wunder mich immer wieder welches Ergebnis dabei rauskommt. Zumindest nicht das, was ich gewählt hätte. :hmm
    Wir haben festgestellt, dass wohl doch jede Partei die Themen, die mir wichtig sind behandeln und vlt. bei sehr drastischen Meinungen dann erst die Wahl auf eine bestimmte Partei lenkt.


    Früher fand ich eine Wahl einfacher. Da konnte ich einwandfrei nach Sympathie gehen :D und lag auch aus meiner heutigen Sicht nicht falsch. Mal davon abgesehen, dass ich das Gefühl habe, in den 80er/90er Jahren standen die Parteien wirklich noch für einen Großteil ihrer Versprechungen.
    Vlt. war es auch einfacher, weil man als junger Mensch noch nicht die Übersicht über mögliche Nachteile hatte.


    Also, ich wähle nicht das, was mir der Wahlomat vorschlägt. Da fehlen noch einige Sympathiepunkte :)

  • Ich habe das ehrlich gesagt total verschwitzt, dass dieses Jahr wieder Wahlen sind!
    Hätte ich viel früher beantragen müssen, immerhin sitze ich hier im Amiland - da dauert Post aus Deutschland ja immer gefühlte Monate...
    Kann höchstens mal schauen, ob es doch noch eine Chance gibt, dass es rechtzeitig hier ankommt und es dann auch rechtzeitig in Deutschland ist...
    aber irgendwie bezweifele ich das stark!
    Oder kennt sich jemand damit vielleicht aus???

  • Ich werde definitiv wieder wählen gehen - wie immer. Ich finde, dass es auch jeder tun sollte.


    Habt ihr schon von den 'geht-wählen' Shows im Fernsehen gehört? Ich glaube, das läuft bei Pro7. Meint ihr, das hilft, dass mehr Menschen wählen gehen? Die Wahlbeteiligung in den letzten Jahren war ja katastrophal!


    Achja, meine Entscheidung habe ich ohne den Wahl-O-Maten getroffen, im Nachhinein hat er es aber bestätigt.

  • Ich gehe auch wieder wählen - das ist für mich selbstverständlich.


    Über mein Wahl - O- Mat Ergebnis musste ich auch wieder lachen. :rofl:
    Außerdem fand ich es etwas komisch, da ich den gleichen Test zur Landtagswahl gemacht habe und dort das Ergebnis genau umgekehrt war. Dabei waren die Fragen fast gleich :gruebel:
    Ich weiß zwar noch nicht genau, welche Partei meine Zweitstimme erhält aber ganz sicher nicht mein Wahl-O-Mat Ergebnis. Meine Erststimme hat aber auch noch keinen passenden Kandidaten gefunden - bei keiner der beiden Wahlen *seufz*
    Vermutlich wird wohl wieder der schönste Kugelschreiber aus der Fußgängerzonen- Wahlkampfabteilung gewinnen :lachen:


    Die Spots habe ich gesehen aber leider wird es wohl nichts helfen.

    So lange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.







    :schaf:

    :sport:

  • Außerdem fand ich es etwas komisch, da ich den gleichen Test zur Landtagswahl gemacht habe und dort das Ergebnis genau umgekehrt war.

    Das ging mir genauso. Mein Ergebnis ist sehr konträr, aber meine Einstellung hat sich eigentlich nicht geändert.


    Über diese Shows will man ja die jungen Menschen zur Wahl animieren. Ob das nu Stefan Raab schafft weiß ich nicht.


    Vlt ist es wirklich einfach zu unübersichtlich geworden was die einzelnen Parteien vorhaben. Da reicht es auch nicht, wenn man nur vor den WAhlen die Schwerpunktthemen durcharbeitet. Ein generelles Interesse muss schon da sein. Was aber auch wieder schwer wird, wenn man doch immer wieder das Gefühl hat, dass "die da oben" eh machen was sie wollen.

  • Ich glaube kaum, dass die Geh-wählen-Spots die Wahlbeteiligung wesentlich steigern können. Eher tragen sie dazu bei, dass die Beteiligung auf dem Niveau bleibt, auf dem sie in den letzten Jahren auch schon war ... denn da gab es immerhin auch schon Wahlaufrufe.


    Was bei dieser Wahl vielleicht demotivierend wirkend könnte, ist die Verteilung der Chancen auf die Kanzlerschaft. Die dürfte in einer Größenordnung von 70 zu 20 für Merkel liegen, zumal Steinbrück eine realistische Machtperspektive fehlt. Wenn sich nicht noch Welten bewegen, wird für die SPD maximal eine Regierungsbeteiligung in einer großen Koalition drin sein.

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    • Official Post

    Ich möchte doch sehr darum bitten, die eigene Wahlentscheidung und die Entscheidung wählen oder nicht wählen zu gehen NICHT davon abhängig zu machen was irgendwelche Umfragewerte ergeben haben. Diese Prognosen sollten verboten werden, denn das ist doch Wählerbeeinflussung.


    Anstatt Prognosen zu veröffentlichen sollte man z.B. mal die realistischen Folgen eines flächendeckenden Mindestlohns bekanntgeben. Denn ein Unternehmer kann nicht mehr ausgeben als ihm an Mitteln/Einnahmen zur Verfügung steht. Und wenn der Arbeitnehmer durch den Mindestlohn zu teuer wird, dann hagelt es Entlassungen. Alles was dann im Ausland billiger gemacht werden kann, verschwindet aus Deutschland. Realistische Möglichkeiten gibt es nur bei Branchen in denen eine Abwanderung nicht möglich ist.

  • Ich möchte doch sehr darum bitten, die eigene Wahlentscheidung und die Entscheidung wählen oder nicht wählen zu gehen davon abhängig zu machen was irgendwelche Umfragewerte ergeben haben. Diese Prognosen sollten verboten werden, denn das ist doch Wählerbeeinflussung.

    Ööööh, Kalle? Fehlt da vlt. ein "nicht". Die Entscheidung des Wahlverhaltens NICHT von irgendwelchen Umfragewerten abhängig zu machen?


    Oder, bin ich......wirr? :lachen:


    Aber recht haste sicher, wobei viele einfach einen Ansporn brauchen, um aus dem Sofa zu kommen. Aufklärung, und zwar eine verständliche, besonders für junge Wähler, wär schon nett.

  • Nachdem eine gleichgültige Einstellung dem Wählen gegenüber tendenziell eher die radikalen Kräfte begünstigt, sollte man natürlich wählen gehen. Vor allem wenn man so privilegiert ist und keine ewig langen Warteschlangen, persönlichen Druck oder gar die Gefahr von Anschlägen befürchten muss. Hört sich übertrieben an, ist in vielen Ländern aber leider nicht unrealistisch.


    Ein flächendeckender konstanter Mindestlohn kann tatsächlich nicht das Ziel sein. Deutschland steht im internationalen Vergleich nicht zuletzt deshalb so gut da, weil die Wirtschaft nicht mit unverhältnismäßig hohen Personalkosten belastet wird. Im Gegenzug kommt das aber gerade wieder den Arbeitnehmern zugute, indem ein hohes Beschäftigungsniveau erreicht wird und sie gezielt am wirtschaftlichen Erfolg beteiligt werden können. Grundlagen schaffen und dann Marktmechanismen wirken lassen, nicht an einer beliebigen Stelle in die Kausalkette eingreifen - das verstehe ich unter sozialer Marktwirtschaft.

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  • Wirklich?
    Der Wahlaufruf ist doch recht offensichtlich und auch irgendwie ähm eindeutig.


    Was mich etwas an diesem TV Duell stört, dass man ja fast keine andere Wahl hat. Ich zahle meine GEZ ja im Allgemeinen gerne aber laut TV Zeitschrift wird das nicht nur auf dem ARD sondern auch im ZDF, Phönix, RTL und Pro7 ausgestrahlt.
    ARD, ZDF und Phönix gehören zusammen und es muss nicht sein, dass alle dasselbe zeigen.
    Wenn 2 Stunden reichen um einen Wähler zu beeinflussen tut es mir echt leid.
    Und wenn ich mir den Wahlkampf der letzten 12 Monate so ansehe, weiß ich genau worauf die Menschen bei dem TV Duell warten.


    Was mich bisher am meisten stört ist die mangelnde Information aus der Presse.
    So muss man sich als Wähler selbst auf die Suche nach Informationen machen......erstaunlich was man dabei so alles findet :boese:

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    :schaf:

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    • Official Post

    Ja, die Presse geht mir auch auf die Nerven. Anstatt nur eingekaufte Trendzahlen zu veröffentlichen, sollte man sich mal eher sachlich mit den verschiedenen Zielen und Lösungswegen, Risiken und Nebenwirkungen beschäftigen.


    Zum Thema Löhne: Bisher haben sich in Deutschland die Tarifparteien darüber gestritten und individuell geeinigt. Warum soll es jetzt aufeinmal besser sein, das zentral und mit der groben Kelle von oben vorzugeben? Die Missbrauchsmöglichkeiten müssen eingeschränkt werden, das ist klar. Die Verhandlungen über die Löhne sollten aber immer noch die Gewerkschaften mit den Arbeitgebern führen.

  • Wie lange wollen sie das mit den Löhnen noch breit treten??? Entweder sie machen mal was oder sie sollen es lassen darüber nur zu reden! Also ich hab meine Ausbildung in einem Steuerbüro gemacht und musste auch Löhne machen und ich muss ehrlich sagen, manchmal ist es wirklich schon unmenschlich was einige Menschen verdienen für das was sie leisten! Oder auch Steuererklärungen machen, die dann der Chef überprüft hat... Immer sehr spannend gewesen - gerade Grenzgänger...


    Ich bekomme nur mit, was ich im Internet zu lesen bekomme und das ist auch nicht unbedingt das Beste...


    Bei mir hat es sich mit dem wählen erledigt - klappt leider nicht mehr... :(

  • In Unternehmerkreisen scheint man unter Marktwirtschaft zu verstehen, dass Gewinne privatisiert und Kosten sozialisiert werden :gruebel: Wie anders ist es sonst möglich, dass 20 % der Erwerbstätigen "aufstockende Leistungen" beziehen, weil sie von ihren Löhnen nicht menschenwürdig leben können? Und das dann auch noch von den Steuern bezahlt wird, die von den anderen Erwerbstätigen gezahlt werden.


    Ich kenne auch die Gehälter, die so bezahlt werden und komme teilweise aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus :wall: Leistung lohnt sich - manchmal :gruebel:


    Zurück zum Thema: Der Wahlomat hat mich bestätigt. Ich weiß, was ich wähle - wie eigentlich immer. Und natürlich gehe ich wählen

    Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommele nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten und Aufgaben zu vergeben, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem endlosen, weiten Meer.
    (Antoine de Saint-Exùpery)

  • In Unternehmerkreisen scheint man unter Marktwirtschaft zu verstehen, dass Gewinne privatisiert und Kosten sozialisiert werden :gruebel: Wie anders ist es sonst möglich, dass 20 % der Erwerbstätigen "aufstockende Leistungen" beziehen, weil sie von ihren Löhnen nicht menschenwürdig leben können? Und das dann auch noch von den Steuern bezahlt wird, die von den anderen Erwerbstätigen gezahlt werden.


    Das ist sicherlich ein großes Thema, allerdings bleibt bei der Interpretation Spielraum. Zunächst einmal ist die Behauptung, die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland sei in den letzten Jahren größer geworden, schlichtweg falsch. Das belegt etwa der Gini-Koeffizient, ein Maß für die Ungleichverteilung der Einkommen (WiWo, 15.05.13). Das heißt, immerhin kein Problem, das sich in den letzten Jahren erheblich verschärft hat. Für die Betroffenen bleibt es freilich ein brisantes Thema. Aber liegt die Lösung in einer Abkehr von marktwirtschaftlichen Prinzipien und einer Einführung flächendeckender gesetzlicher Mindestlöhne? Die Konsequenzen sind offensichtlich: Jobs, die für Unternehmen zu den gestiegenen Personalkosten nicht mehr rentabel sind, werden abgebaut, die Beschäftigung sinkt, der Staat bzw. die Gesellschaft hat für die komplette soziale Grundsicherung aufzukommen. Dem gegenüber stehen Entlastungen durch die Jobs, die trotz des Mindestlohns Bestand haben. Das heißt, die Erwerbsquote würde definitiv sinken und das Saldo der Sozialausgaben wäre sehr wahrscheinlich negativ.



    Zum TV-Duell: Steinbrück war, den Erwartungen entsprechend, natürlich eloquenter, zeigte auch wirtschaftliche Kompetenz, konnte damit aber nicht so recht landen. Letzteres kann man ihm noch gar nicht mal vorwerfen, nachdem viele Entscheidungen und Entwicklungen der letzten vier Jahre enteder objektiv richtig waren oder von seiner Partei mitgetragen wurden. Zudem ist da noch die gemeinsame Vergangenheit in der großen Koalition, die er kaum schlecht reden kann, ohne sich selbst damit zu schädigen.

    1954 - 1974 - 1990 - 2014
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