Tool

  • Ich hole dieses edle Thema mal wieder aus der unberechtigten Versenkung...


    Eine neue Scheibe ist leider noch nicht in Sichtweite, da die letzte Platte auch erst 2007 erschienen ist, wird es wohl noch ein Weilchen dauern bis wir mit weiteren Kunstwerken rechnen dürfen.


    Welches Album sagt euch denn als 'ganzes' am ehesten zu...? Die rohe Opiate...? Die technische, kalt-anmutende Lateralus oder doch eher die - m.A.n. - 'wärmeren' zehntausend Tage...?


    Schon mal Gedanken über das Cover der Aenima gemacht...?

  • Also ich versuche mich kurz zu fassen =)


    Ich muss sagen, dass ich keins ihrer Albem, auch nur ansatzweise „schlecht“ finde, da alle ihre Vorzüge haben und insgesamt einfach genial sind. Jedoch würde ich „Undertow“ definitiv nicht in die engere Wahl meines persönlichen Lieblingsalbums nehmen. Es ist ein unglaublich gutes Werk, besitzt aber noch nicht die Komplexität der anderen Albem und ist nicht so umfassend.
    Das „Negative“ an „Opiate“ ist, meiner Meinung nach, dass die Instrumente ein wenig vernachlässigt wurden, bzw. nicht so gut zu Geltung kommen, wie auf ihren folgenden Werken. Und auch hier merkt man, dass Tool sich anschließend musikalisch noch weiter entwickelt haben.
    Bei „Aenima“ wird es dann für mich schon schwieriger…die Songs sind sehr abwechslungsreich und durchzogen von atmosphärischen Melodien, von den Texten und deren Bedeutungen ganz zu schweigen, die man jedoch für jedes Album aufführen könnte. Zudem war es das erste Album von ihnen, das mich nach einiger Zeit komplett in ihren Bann gerissen hat.
    „10,000 Days“ ist ohne Frage auch ein Meisterwerk (allein „Wings For Marie“ und das darauf folgende „10,000 Days“ sind schlichtweg unbeschreiblich). Für mich persönlich übertrifft jedoch „Lateralus“ alles, was Tool bisher geschaffen hat. Auch wenn es anfangs schwer zugänglich war, da es, meiner Ansicht nach das anspruchsvollste Album von ihnen ist und man sich an die Längen mancher Songs erst gewöhnen muss. Lässt man sich jedoch Zeit und beschäftigt sich mit diesem Werk haut es einen wirklich um^^ Die Atmosphäre der gesamten CD, die einzelnen Meisterwerke und geradezu mystische Stimmung die durch die Songs vermittelt wird, sind der Wahnsinn. Ich könnte hier auch keinen Song nennen, der für mich heraussticht – „Schism“, „Paravol/Parabola"…es ist alles genial. Einzig und allein „Faaip De Oiad“ ist für mich immer noch undurchsichtig und scheint nicht so recht in das Konzept zu passen.


    Das Cover von Aenima ist wirklich sehr interessant, auch wenn es auf den ersten Blick nicht weiter beachtenswert scheint. Der schwarze Hintergrund, das darauf platzierte weiße Rechteck und die sich davon entfernenden, „schlängelnden“ Fäden, die geradezu nach außen zu „fliehen“ scheinen. Abgesehen davon fällt bei genauem Hinschauen auf (mir ist es jedenfalls erst nach einiger Zeit aufgefallen^^), dass sich jeweils in der Mitte der Seiten ein Bündel dieser Fäden herauszuheben scheint und es somit aussieht, als würde das Rechteck die Darstellung eines Kreuzes „verdecken“ (am Ende dieser Bündel sind zudem noch einzelne Farbflecken, die diesen Effekt noch verstärken).
    Insgesamt also eine Erscheinung, die nur allzu interpretationswürdig ist.


    Ich finde das gesamte Booklet auch wirklich interessant, die Augen und Engel im Hintergrund auf der Rückseite, die Darstellung angeblicher weiterer Alben…alles in allem sehr gelungen.


    Eure Meinung?

  • Das weiße 'Fenster' symbolisiert für mich geistige Öffnung ~ innere Erfüllung, Akzeptanz seines Wesens. Das stärkt den Charakter, man trägt so eine ... "Energie" in sich & diese verbreitet sich auf jene, die gewillt sind sie aufzunehmen...
    Die dunkle Umrandung ist eine Existenz, so wie sie leider all´ zu viele 'betreiben' - stumpfes "Vor-sich-hin-leben" ohne wahren Inhalt. Atmen, irgendwann nicht mehr atmen - nichts hinterlassen/weitergereicht, voll der seelischen Armut.
    Doch kann auch die 'Erleuchtung' zum Nachteil werden und deshalb verlieren sich manche "Strahlen" (ich nenns jetzt einfach mal so) in der Finsternis... ~ denn geächtet wird der, welcher sich von der Dummheit abgrenzt...


    Nun, zugegeben - es ist alles Spekulation und man könnte mir auch zweifelsohne anheften etwas zu arg zu interpretieren, ich sehe dies jedoch nicht so. Schließlich lautet ein leitender Satz von ihnen: "Unsere Musik und alles was damit zusammenhängt ist ein Werkzeug, macht damit was euch beliebt..."


    Ich für mich kann behaupten, sie haben mir über vieles hinweggeholfen.
    Nicht nur mit den meisterhaften Texten, sondern auch mit der Stimmung in den Werken selbst - diese 'intelligente Wut' (weiß grad nicht wirklich wie ich es anders ausdrücken soll), dieser Schmerz voll der Intensität und - wie du schon sagtest - diese Mystik, haben mich mit der Zeit unglaublich in den Bann gezogen.


    Zu den Alben...


    'Undertow' höre ich doch äußerst selten, aber wenn dann bereitet es mir auch Freude. Mal abgesehen von der schwachen Produktion, sagen mir hier die Stücke selbst einfach weniger zu - es sind gute Lieder, ohne jeden Zweifel (einige sogar mehr als das, da wären z.B. ~ "Bottom", "Flood", "Disgustiptated" oder auch das simple und - leider - recht zweckentfremdete "Sober"), aber sie haben nicht diese Tiefe, wie man sie auf den nachfolgenden Werken findet.


    'Opiate' ist nett, mehr nicht...
    Mir gefallen hier vorallem die Live-Stücke und MJK´s aggressive Stimme. (...obwohl auch der Hidden-Track mehr als göttlich daherkommt... :lachen: )


    'Aenima' war mein zweites Album von ihnen und es ist unglaublich faszinierend & komplex. "Eulogy", "H.", "Third Eye", sind schlichtweg Meisterwerke unserer Zeit - doch tragen hier auch die teilweise verstörenden Zwischenstücke wie z.B. "(-) Ions" sehr zur Atmosphäre bei.
    Trotzdem ist - auch für mich - 'Lateralus' DAS Toolalbum schlechthin. Ich vermag nicht beschreiben was ich beim hören empfinde...
    "The Grudge" ... Stille & dann dieser monströse Schrei, der so voller Verzweiflung scheint ... da läuft es mir kalt den Rücken hinunter ~ das zart-tastende "Disposition", welches in unglaublicher Manier zum hervorragenden "Reflection" übergeht oder eben auch "Schism", "The Patient" etc.
    Was ich von "Faaip de Oiad" halten soll weiß ich allerdings auch nicht, vermutlich eine Art makabrer Scherz - es heißt ja auch "Die Stimme Gottes" und die dort 'wimmernde' Stimme scheint mir geistig verwirrt, denn sie berichtet ja von Aliens welche die Menschheit ausrotten wird...
    Also Scherz in dem Sinne - "Was ist Gott...(außer...)?", Antwort auf "Faaip de Oiad"... ;)


    10.000 Days ist ebenfalls sehr gelungen, auch wenn mir Aenima & Lateralus mehr gefallen. Höhepunkt wären für mich - abgesehen vom 2-teiligen Titelwerk - "Lost Keys + Rosetta Stoned + Intension". "The Pot gefällt mir hingegen gar nicht, mit 4° übrigens der einzige Toolsong.

  • Ich denke nicht, dass du zu arg interpretierst - wie du schon sagst, fordern sie einem ja geradezu auf dies zu tun. Ob die eigene Interpretation dann wirklich das wiederspiegelt, was sie sich dabei gedacht haben, werden wir sowieso nicht herausfinden.
    Ich hatte, was das Cover angeht, eher in Richtung Flucht gedacht. In der Mitte konzentriert sich die Masse, die Mehrheit der Menschen, die "blind" nach den gesellschaftlichen Konventionen leben, den Normen, Regeln und der Moral, die ihnen vorgegeben werden. Die Lichtfäden (ich habe auch keine Ahnun, wie ich es besser beschreiben könnte), die nach außen streben, sind die vereinzelten Außnahmen - die Menschen, die selbstständig hinterfragen und nachdenken und sich ihre eigenen Meinungen bilden und nicht stur das in sich aufnehmen, was ihnen vorgelegt wird (egal in welcher Hinsicht/welchem Bereich), werden jedoch von der Masse teilweise "zurückgezogen". Das ausgerechnet die Mitte weiß und der Hintergrund schwarz ist, habe ich so ausgelegt, dass auch hier wieder von der Gesellschaft vorgegeben wir, was "gut" ist, wonach und wie man leben sollte und dass das Ausbrechen und (sich dadurch) Abgrenzen, ihren Vorgaben und ihrer Meinung nach nur in Dunkelheit und Misslingen enden kann.
    Deine Interpretation gefällt mir jedoch besser^^ (auch wenn einiges sogar ähnlich ist), da meine Gedanken sich nur auf "Gesellschaftskritik" begrenzen und deine ein ganzes Stück tiefer gehen =)

    Quote

    sie haben mir über vieles hinweggeholfen


    Das kann ich sehr gut nachvollziehen - ist bei mir ähnlich. Ihr Musik umfasst einfach eine so große Spannbreite an Gefühlen (egal ob Melancholie, Wut, Trauer, etc) und war mir damit auch oft genug eine große "Hilfe" - in ihren Songs kann ich Trost finden und durch sie habe ich schon einige Dinge besser verarbeiten können (herrje, klingt das kitschig^^).


    "Rosetta Stoned" ist wirklich auch eines der besten Stücke auf dem Album, obwohl es mir anfangs nicht so gut gefallen hatte.


    Insgesamt könnte ich persönlich "Reflection" hervorheben, allerdings weniger wegen dem Song an sich (der ohne Frage großartig ist), sondern besonders auch, weil gerade er eine große Bedeutung für mich hat.

  • Deine Interpretation sagt mir ebenfalls sehr zu, an diese Möglichkeit hatte ich noch nicht gedacht.


    Ich sehe Tool dem Leben gegenüber als eher positiv gesinnt an & auch die Tatsache, dass es sie nicht sonderlich schert was die Breite denkt, lässt mich zu dem Schluss kommen ~ das helle, das Licht - vorallem das geistige ist der denkenden Minderheit vergönnt und nicht der Stumpfheit, der Monotonie, der Trostlosigkeit.
    Die "Wissenden" haben die Macht ihre positive Energie auf andere zu übertragen, nur ist der Großteil noch nicht damit befangen, weshalb die Fläche sich weiterhin in Schwärze - symbolisch für Orientierungslosigkeit - kleidet.


    Es ist natürlich nur meine Ansicht, heißt sie ist weder weniger noch mehr von Wert als die deinige (logisch, aber ich will es trotzdem noch einmal deutlich machen, auch aus Angst arrogant zu wirken ;) ) - aber ich schätze MJK, Jones (...) als sehr 'starke' Menschen - ...denn sie tragen ihre Empfindungen nach außen, verwandeln sie in Kunst. Machen anderen Menschen Mut, bringen sie zum nachdenken... - stark im Sinne von Lebensbejaend, trotz negativer Erlebnisse. Sie sind nicht wichtig, aber ihre Gedanken tragen einen Teil zu etwas bei ... und ich glaube nicht, dass sie abhängig von anderen sind.
    Was ich eigentlich - die ganze Zeit schon - sagen will, ist: Sie machen an sich selbst fest - man muss sich nicht immer um andere kümmern, verändere dich (kein dumpfer Egoismus) - dann schere dich um deine Umwelt. Deswegen bin ich der Meinung, weiß ist das lohnende - schwarz die heutige Zeit, die "Gesellschaft", verirrt in tausenden von Irrgärten und alle haben ihren Ursprung im eigenen Kopf gefunden - nicht umgekehrt, denn das würde zumindest für mich einen lebensfeindlichen Pessimismus implizieren.

    in ihren Songs kann ich Trost finden und durch sie habe ich schon einige Dinge besser verarbeiten können (herrje, klingt das kitschig^^).

    Das klingt überhaupt nicht kitschig. Man sollte sich seiner erlebten Dinge nicht schämen, seiner Gefühle - ich für mich, weiß nicht was ich ohne Musik (generell) machen würde. Sie gibt mir so viel, jeden Tag - leitet mich, gibt mir Kraft immer weiter zu machen, lässt mich hoffen & den Haß verenden.


    Es mag naiv klingen, aber es ist mir egal > ohne Tool würde ich heute woanders stehen.

    "Rosetta Stoned" ist wirklich auch eines der besten Stücke auf dem Album, obwohl es mir anfangs nicht so gut gefallen hatte.

    Wegen dem anfänglichen 'Sprechgesang'...? ;)
    Ging mir ähnlich, obwohl ich es gleich interessant fand´ und mich das Lied als eines der ersten in den Bann zog.

  • Quote

    […] nicht umgekehrt, denn das würde zumindest für mich einen lebensfeindlichen Pessimismus implizieren


    Ich weiß, was du meinst, allerdings würde ich (auch meiner Interpretation nach) nicht auf diesen Schluss kommen, da, meiner Sicht nach, die Farben ja von der Gesellschaft gerade „umgedreht“, bzw. „missbraucht“ wurden und Tools Kritik an der Sicht und Lebensweise der Masse (nur von meiner obigen Interpretation ausgehend) genau das Gegenteil verdeutlichen würden. Das, was der Gesellschaft missfällt, das Ausbrechen aus der „gegebenen Ordnung“(, was nur sie- also die Gesellschaft - als schwarz angibt) ist das Lohnende und somit (eigentlich) weiße. Allerdings habe ich mich oben auch vielleicht ein wenig negativ ausgedrückt und meine Gedanken sind teilweise ein wenig verschachtelt und verwirrend ( – ich blicke da selbst manchmal nicht mehr durch *lol*)


    Quote

    Ich sehe Tool dem Leben gegenüber als eher positiv gesinnt an & auch die Tatsache, dass es sie nicht sonderlich schert was die Breite denkt, lässt mich zu dem Schluss kommen ~ das helle, das Licht - vorallem das geistige ist der denkenden Minderheit vergönnt und nicht der Stumpfheit, der Monotonie, der Trostlosigkeit


    Ja damit hast du eindeutig Recht, weshalb ich im Endeffekt deine Interpretation auch schlüssiger und passender finde, als meine Gedanken dazu.


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    Es ist natürlich nur meine Ansicht, heißt sie ist weder weniger noch mehr von Wert als die deinige (logisch, aber ich will es trotzdem noch einmal deutlich machen, auch aus Angst arrogant zu wirken )


    Also das tust du sicher nicht ;)


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    Es mag naiv klingen, aber es ist mir egal > ohne Tool würde ich heute woanders stehen.


    Das klingt absolut nicht naiv und ich kann es sehr gut nachvollziehen, da es mir ähnlich geht. Tool hat mir über die Jahren mehr gegeben, als manch anderer durch Musik je erfahren kann. (Soll nicht anmaßend klingen, aber jeder hat – was das angeht – schließlich sein eigenes „Ventil“ und bei mir ist es eindeutig auch Musik und da im Speziellen eben Tool).


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    Wegen dem anfänglichen 'Sprechgesang'...?
    Ging mir ähnlich, obwohl ich es gleich interessant fand´ und mich das Lied als eines der ersten in den Bann zog.


    Ja genau der Beginn hat mich anfangs ein wenig „überfordert“ – naja, das ist übertrieben, eher gestresst. Interessant fand ich es allerdings auch. Nur gibt es einige Songs (oder auch Bands), die ich interessant finde - im Gesamtpaket, aber dennoch nicht 100%ig mag (Rammstein ist da bei mir teilweise ein Beispiel für^^).
    Aber je mehr ich mich mit dem Song beschäftigt habe, desto besser ist er in meinen Augen geworden und inzwischen kann ich ihn mir vom Album wirklich gar nicht mehr wegdenken.


    „The Plot“ ist übrigens, meiner Ansicht nach auch einer ihrer schlechteren, wobei er mir noch besser gefällt als 4°.

  • Ich weiß was du mit deiner Interpretation ausdrücken wolltest, Steffi. ;) - ...wollte eig. eher auf nachfolgendes anspielen: Glaube nicht, dass sie da eben so rangehen würden - nach dem Motto: "Die Masse verdirbt alles, ignoriert das positive - seht wie arrogant sie ist, blind" etc. ... schwer auszudrücken ... der Pessimismus war eher auf diese Aussage gemünzt ~ "Wir (die Masse) sind der korrekte Wert, die anderen sind fehlgeleitet..." - wenn man das dann aufs Cover übertragen würde, käme das äußerst zynisch rüber (denn es würde ja nur "betrachtet werden, von außerhalb...und die Breite wäre ja der "Feind") & ihre Musik beinhaltet nichts dergleichen (m.M.) ... auch wenn man bei MJK´s Interviews vielleicht einen anderen Eindruck gewinnen könnte *lol*


    Aber ist natürlich nur meine Ansicht, heißt trotz dieser "Erläuterung" wurde jetzt nichts "entwertet" ;)


    Ja, durch Musik bin ich auch wirklich zu einem nachdenklicheren Menschen geworden ... in gewisser Weise auch selbstbewusster, wie gesagt sie ist eine Art Ventil und vorher hatte ich sowas nicht...


    "Rosetta Stoned" war beim Konzert so genial (schon wieder damit anfängt ^^) ... sie haben die ersten 2 Min. des Liedes ganz "anders" gespielt ... iwie 'langsamer', individueller. "Schism" wurde auch um diverse Stellen verlängert, genial ... wünschte ich könnte wieder auf eins ihrer Konzerte :-) (wenn sie nächstes Mal in der Nähe spielen, können wir auch gerne zusammenhin, wenn du willst ... habe hier in meiner Umgebung nämlich niemanden der solche Musik hört =) )


    Was gefällt dir denn an 4° nicht...? Also ... ich persönlich finde das Lied ... geht einfach unter, es hat (außer dem akkustischen Beginn) nichts besonderes.


    Kennst du "No Quarter" von der "Salival" - für mich einer der besten Songs die sie jemals eingespielt haben, obwohl es ja ein Cover ist. Sie haben das Werk "verdunkelt" und einen (mal wieder) mystischeren Anstrich verpasst, wobei das Original von "LZ" auch schon Qualität besitzt.


    ...bei "The Pot" kann ich den Anfang schon nicht leiden ... der Refrain wird mir auch zu oft wiederholt, Gesang ist aus ieinem Grund nicht wie sonst...


    Das mit Bands von denen man nur vereinzelte Lieder mag, kenne ich nur zu gut ... Rammstein, ist für mich sehr stumpfe Musik, die kaum Anspruch besitzt (nicht in lyrischer Hinsicht) ... ich kann sie nur in gewissen Gefühlslagen hören und man kann sie einfach nicht mit Künstlern wie Tool vergleichen ... es ist beides Musik die ich liebe, aber auf völlig unterschiedliche Art und Weise...

  • Alles klar, jetzt habe auch ich es verstanden^^ Und ja, damit hast du Recht.
    (Ich sehe viele Dinge oft zu negativ und auch meine Interpretation vom Cover war ein wenig pessimistisch^^ - wie gesagt, deine Sicht finde ich sehr passend)


    Ja, mach mich nur neidisch xD Das Konzert hätte ich nur zu gern auch gesehen.
    Und wenn sie wieder in Frankfurt oder Umgebung spielen, müssen wir auf jeden Fall da hin =) Bin ja auch die einzige in meinem Umfeld, die sich für ihre Musik begeistern kann…was nicht heißt, dass du sonst nicht meine erste Wahl gewesen wärst^^


    Der Beginn von 4° wäre, meiner Meinung nach, auch noch das, was man hervorheben könnte. Ansonsten sehe ich es ähnlich wie du – es geht einfach unter, hat nichts besonderes, nichts, das mich fasziniert.
    „The Pot“ sticht in gewisser Weise heraus (wenn man das überhaupt so sagen kann – und was nicht unbedingt positiv gemeint ist), eben durch den etwas anderen Gesang, der gerade zu Anfang deutlich wird und der mich auch an dem Song stört. Allerdings verläuft er, meiner Meinung nach dann anschließend „besser“. Das Lied wird mir aber nie so gut gefallen, wie die anderen Werke.


    „No Quarter“ höre ich oft – der Song ist schlichtweg fantastisch. Das Original war schon nicht schlecht, aber Tools Version gefällt mir noch ein ganzes Stück besser. Die Düsternis und Mystik, die du schon angesprochen hast, machen ihn „vollkommen“. Ich liebe, was sie daraus gemacht haben.

  • ich bin dann auch mit meiner kleinen 'tool-expedition' ziemlich am ende angelangt und möchte euch gerne eine kleine rückmeldung geben.


    insgesamt hat die musik von tool einen positiven und interessierten eindruck bei mir hinterlassen. die meisten ihrer songs zeigen anfangs eine eher beruhigende wirkung, die jedoch später durch sehr passende steigerungen abgelöst wird. das gefällt mir, da ich abwechslung in liedern mag. auch haben die einzelnen songs eine beschwichtigende wirkung auf mich (wenn ich mich nur auf die musik konzentriere und die lyrics außen vor lasse). es ist eine angenehme erfahrung die musik einfach 'nur' zu hören.
    was ich vor allem interessant finde ist, dass man die musik nur in einem stück, also ohne unterbrechung oder 'vorspulen' genießen kann. bei den meisten künstlern, kann man ohne weiteres ein lied ein/zwei minuten 'vorspulen' und sofort wieder voll in den song und deren melodie einsteigen. anders bei tool - die musikalischen elemente sowie die gestaltungen der songs sind so vielseitig und auch spannend, wenn ich das mal so sagen darf.. man kann bei erstmaligem hören nicht einschätzen, wie der song wohl weiter geht, weil die songs von tool musikalisch und stimmlich nie so aufhören, wie sie anfangen. das halte ich für lobenswert, da sie einen so ohne zweifel fesseln.


    zu einzelnen songs:
    - 'vicarious' hat mich sehr angesprochen - vor allem mag ich die stockende musik im mittleren teil bzw. zum ende hin, die zeile "why can't we just admit it" mag ich iwie^^. aber auch sonst ist vicarious textlich ansprechend (und das nicht nur, weil das wörtchen 'vampire' auftaucht *lol*).
    - 'the pod', 'aenima' und 'eulogy' sind meine favouriten. 'the pod' ist geradezu meisterhaft - die gesamte darstellung sagt mir sehr zu.
    - bei 'wings of mary' gefällt mir die eingangsmelodie sehr, sie wirkt beruhigend und entspannend.
    - bei 'stinkfist' gefällt mir der einstieg sehr - auch insgesamt wirkt der song sehr echt.
    - 'third eye' hat mich sehr überzeugt, sowohl stimmlich als auch textlich und musikalisch - das ende ist genial!
    - 'sober' und 'the patient' und 'schism' gefallen mir auch. vor allem letzteres erscheint äußerst glaubhaft.


    - 'jambi' musste ich mir mehrmals anhören, um geschmack daran zu finden. der anfang wirkt sehr 'gedrückt'. insgesamt ist es ein song, der mich weniger beeindruckt hat.


    - 'faaip de oiad' und 'ticks&leeches' sind bis jetzt die einzigen songs, zu denen ich keinen zugang finde.
    - und 'die eier von satan'... nun, den sinn dieses liedes hab ich noch nicht erfasst.. soll es eine art scherz sein oder steckt da eine ernste botschaft dahinter..?


    man muss allerdings sagen, dass ich mich textlich gesehen erst mit gut einem viertel der songs beschäftigt habe, d.h. bezüglich der wirkungen und eindringlichkeit der songs, kann sich meine meinung noch ändern. zudem sind manche texte mir noch ein wenig undurchsichtig, aber ich denke dieses problemchen wird mit einer näheren und intensiveren betrachtung der einzelnen texte zu beheben sein^^.


    noch mal eine frage am rande: gibt es einen unterschied zwischen parabol und parabola, oder ist das ein und der selbe song, nur anders geschrieben..?


    mein fazid ist folgendermaßen (so weit ich es beurteilen kann): ich sehe tool als sehr würdevolle und vielseitige künstler an. ich denke auch nicht, dass es vergebene mühe oder gar sinnlos wäre sich mit ihrer musik auseinander zu setzen. im gegenteil, ich bin überzeugt davon, dass hinter ihrer musik und ihren texten sehr viel tiefgang steckt. also musik, mit der ich mich gern noch weiter beschäftigen möchte.


    @ dennis: ich kann im übrigen gut nachvollziehen, dass die gruppe zu deinen lieblingen gehört ;-)


    p.s. hat nicht tool auch iwas mit 'a perfect circle' zu tun, oder vertue ich mich da jetzt..? weil 'apc' mich nämlich im gegensatz zu tool nicht überzeugt...

  • Das zu Satans Eier ^^



    noch mal eine frage am rande: gibt es einen unterschied zwischen parabol und parabola, oder ist das ein und der selbe song, nur anders geschrieben..?

    Das sind zwei verschiedene Stücke, die aber im Grunde verschwimmen ... musst du hören, dann verstehst du bestimmt was ich meine.



    p.s. hat nicht tool auch iwas mit 'a perfect circle' zu tun, oder vertue ich mich da jetzt..? weil 'apc' mich nämlich im gegensatz zu tool nicht überzeugt...

    Nur den Sänger, sonst ist das eine völlig andere Gruppe. (;


    ...ach und Respekt für den Beitrag, habe ihn interssiert gelesen und komme später nochmal darauf zurück. :-)

  • Im Grunde müsste man die Lieder an einem Stück genießen, heißt so wie sie auch tatsächlich aufgebaut wurden... das jeweilige Album eben. Einzeln machen sie eher erst Sinn, wenn man sie tatsächlich kennt.


    Auch hier würden mich eure lyrischen Favoriten interessieren. Wie interpretiert ihr gewisse Texte oder auch nur Stellen, welche berühren euch...? - ...anfänglich möchte ich wohl einmal mit 'The Patient' beginnen, da ich mich zu diesem Werk schon immer arg hingezogen fühlte, ohne etwas genaues benennen zu können...


    A groan of tedium escapes me, startling the fearful.
    Is this a test?
    It has to be. Otherwise I can't go on.
    Draining patience. drain vitality.
    this paranoid, paralyzed vampire act's a little old.


    But I'm still right here, giving blood and keeping faith. And I'm still right here.
    But I'm still right here, giving blood and keeping faith. And I'm still right here.


    I'm gonna wait it out


    If there were no rewards to reap,
    no loving embrace to see me through this tedious path I've chosen here,
    I certainly would've walked away by now.


    I'm gonna wait it out


    If there were nod esire to heal
    The damaged and broken met along this tedious path I've chosen here,
    I certainly would've walked away by now.


    I still may. And I still may.
    Be patient.


    I must keep reminding myself of this...


    If there were no rewards to reap,
    no loving embrace to see me through this tedious path I've chosen here,
    I certainly would've walked away by now.
    And I still may. And I still may. And I still may.


    I'm gonna wait it out.
    I'm gonna wait it out.
    Gonna wait it out.
    Gonna wait it out.



    Ach ja & ich würde mich natürlich sehr freuen, wenn es noch weitere Menschen hier geben sollte, die Tool "gern´ haben"...

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