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Rabastan Lestrange

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1

Freitag, 31. August 2007, 08:58

A Perfect Circle

Einer meiner favorisierten Musikgruppen - haben sich leider 2005 aufgelöst.

Hier mal eine kleine Übersicht:

Entstanden ist A Perfect Circle in Los Angeles als Nebenprojekt von Tool-Sänger Maynard James Keenan und dem ehemaligen Gitarren-Techniker der Band Tool, Billy Howerdel. Komplettiert wurde das Ensemble zunächst mit Paz Lenchantin sowie Troy Van Leeuwen und Tim Alexander, dem ehemaligen Schlagzeuger der Band Primus. Jedoch änderte sich das Line-Up der Band schon in den ersten Jahren der Bandgeschichte häufig, so dass jedes bis dato veröffentliche Album mit einer anderen Besetzung eingespielt wurde. Paz Lenchantin schied bereits nach Veröffentlichung des Debüts wieder aus der Band aus, um sich Zwan, einem Projekt um Billy Corgan, einem ehemaligen Mitglied der Band The Smashing Pumpkins, zu widmen und schließlich am dritten Album erneut mitzuwirken. Zudem stieß Ex-Nine Inch Nail Danny Lohner erst bei den Arbeiten am dritten Album als neues Mitglied zur Band. Im August 1999 traten A Perfect Circle erstmals live in Los Angeles auf, bevor man mit den Aufnahmen für das Debütalbum Mer de Noms begann, welches im folgenden Jahr erscheinen sollte. Der Titel ist französisch und bedeutet auf deutsch wortwörtlich „Meer der Namen“, ist rein phonetisch betrachtet aber deckungsgleich mit Merde Noms (Schei* Namen). Dieser lautlichen Ambiguität muss nicht viel Bedeutung zugedacht werden und steht eventuell für die Bedeutungslosigkeit von Namen an sich ("Namen sind Schall und Rauch"), vielleicht auch für eine gewisse Abkehr von (im Musikgeschäft oft genug nichtssagenden) Albumnamen insgesamt.

Eine stilistische Einordnung von A Perfect Circle ist vor allem aufgrund des massiven Stilwechsels zwischen den Alben Thirteenth Step und eMOTIVe nur schwer möglich. Orientierte sich die Band auf den beiden Erstlingswerken noch am Progressive-Rock-Stil von Keenans Hauptprojekt Tool, so sind auf dem dritten Album eMOTIVe vor allem Einflüsse der Antikriegsbewegung der 60er und 70er Jahre zu bemerken. So besteht eMOTIVe, welches anlässlich der Präsidentschaftswahl in den USA 2004 veröffentlicht wurde, zum größten Teil aus Cover-Versionen damaliger Songs, die nur in Bruchteilen dem Stil der Vorgängeralben angepasst worden sind. Doch auch Mer de Noms und Thirteenth Step unterschieden sich in gewisser Hinsicht bereits merklich von Tool. Mit weniger Verschachtelungen innerhalb der Melodien, einer kürzeren Spieldauer der Songs und einem insgesamt ausgeglicheneren Gesamtkonzept sind die Werke von A Perfect Circle eingängiger und somit für ein breites Publikum leichter zugänglich als die oft hochkomplexen und schwermütigen Songs von Tool.

Alben:

* Mer de Noms (2000)
* Thirteenth Step (2003)
* eMOTIVe (2004)


Kennt ihr die Band, wenn ja wie findet ihr sie...?

~Severus~

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2

Sonntag, 2. September 2007, 19:05

Hatten die nicht einen Titel für den Film "Constantine" gemacht?

Wenn ja: fand ich absolut genial
Wenn nein: dann einfach vergessen was ich geschrieben habe

Rabastan Lestrange

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3

Sonntag, 2. September 2007, 19:07

Ja, das Lied war "Passive"...

Sagittarius

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4

Dienstag, 1. Januar 2008, 20:45

So...jetzt hole ich den Thread mal aus der Versenkung xD Scheint ja doch noch ein paar Leute hier zu geben, die A Perfect Circle kennen und hören^^

Gibt es für euch einen Song, der heraussticht?

Bei mir ist das immer stimmungsabhängig :))
Momentan höre ich die ganze Zeit "3 Libras"
my heart has a wish

SabrinaMalfoy

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5

Dienstag, 1. Januar 2008, 21:16

a perfect circle is genial....

habs zwar schon beim "lieblingslied"-thread geschrieben, aber ich machs halt noch mal *gg*

mein favorit von ihnen is ganz klar "judith" musik und text sind einfach hammer...

6

Mittwoch, 2. Januar 2008, 01:23

Von A Perfect Circle hab ich schon öfters gehört, weil drei Bekannte vor Jahren auf einem Deftones-Konzert waren und A Perfect Cirlce waren da eben die Vorband... Kommentar dazu war, dass das das (!3das!) erste Konzert war, bei dem die Vorband besser war als der Haupt-Act...

Naja, von ihnen kenn ich jetzt nur 3 Libras und find's auch schön :) - und da ihr hier alle so von Judith schwärmt, hör ich mir das jetz auch ma an ^^

Sagittarius

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7

Mittwoch, 2. Januar 2008, 16:54

Ja mach das...der Song ist wirklich genial.

Bei allen Songs der Band (wie auch bei Tool) muss man sich auf die Texte einlassen.
my heart has a wish

Dobby

Augurey

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8

Samstag, 5. Januar 2008, 16:57

/
Let the ripped heart dance

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dobby« (13. April 2009, 20:07)


Rabastan Lestrange

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9

Donnerstag, 10. Januar 2008, 17:17

"The Noose" finde ich wunderschön, im Moment mein Favorit. Der Text berührt mich und die Melodie...ist einfach nur göttlich, von Maynard´s Stimme ganz zu schweigen. Generell finde ich "13Step" um einiges besser, wenn auch ruhiger als das Debüt "Mer de Noms". Die Lyric´s sind meiner Ansicht nach tiefer und die Musik wirkt...reifer und abwechslungsreicher. Nichtsdestotrotz ist das erste Album ein Leckerbissen...

"eMOTIVe" ist eben ein reines Konzeptalbum und es kann leider in keinster Weise an die Genialität seiner "freien" Vorgänger heranreichen, die einzigen Lieder die mir hier zusagen sind: "Passive" und "Whats´ Going On"...evtl. noch der leicht gestörte "Remix" von "Pet".

Live habe ich sie nicht gesehen und jetzt haben sie sich ja aufgelöst =(. Naja, wenigstens dufte ich "Tool" schon bewundern, aber das gehört wohl nicht hier her :D

Sagittarius

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10

Donnerstag, 10. Januar 2008, 17:57

Tzz...deswegen beneide ich dich imer noch xD....will auch!

Ja The Noose ist wirklich unglaublich. Steht auch in meiner Liste im Thread welche Lieder einem besonders nahe gehen ganz oben. Hörs die letzten Tage auch wieder auf und runter.

Ich finde "13Step" übrigens gerade deshalb besser, weil es ruhiger ist. Die ruhigeren Songs berühren mich einfach mehr...meistens jedenfalls.
my heart has a wish

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sagittarius« (10. Januar 2008, 18:11)


Rabastan Lestrange

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11

Samstag, 26. Januar 2008, 01:44

Maynard kann gesangstechnisch mehr variieren, bei APC hatte er mehr Freiraum (meine Meinung) ~ er hat ja auch mal selbst verlauten lassen, das seine Stimme durch seinen Einsatz in der Gruppe mehr Farbe bekommen hat und das ihm dieses auch bei Tool zu Gute kommt. Lyrisch haben sie zwar ähnlich mystische Ansätze wie eben Tool, aber die Texte unterscheiden sich doch merklich, oder was denkt ihr darüber...?

"13Step" ~ was sind diese 13 Schritte...? Hat das Album eine Art Konzept, oder behandelt jeder Titel ein unabhängiges Thema...?
"The Package" ~ "Weak And Powerless" ~ "The Noose" ~ "Blue" ~ "A Stranger" ~ "The Outsider" und "Gravity" würden in ein Suchtprinzip passen. Abhängigkeit kann schließlich ganz verschiedene Formen annehmen und muss nicht zwangsläufig mit Drogen verbunden sein, wobei die Thematik ja auch aus verschiedenen Blickwinkeln geschildert werden kann, was bei APC eben der Fall ist.
Das Video zu "Weak And Powerless" finde ich ziemlich interessant und auch...ja...wahr. Dieser ständige Drang nach Profilierung und materiellem Wert führt letztlich immer ins Abseits, es mag eine Weile gelingen ~ am Ende ist man aber allein, beginnt zu verstehen und/oder wird von der Vergangenheit eingeholt ~ recht schmerzlich wen man erkennt, wie armseelig man doch war...(Symbolisch fällt in dem Beispiel das Mädchen in die Grube und wird vom "kleinen" zersetzt...)

Gibt es Songs die ihr nicht mögt, wenn ja welche und warum...?

Und welche Bedeutung hat überhaupt "Crimes"...? Fragen über Fragen...;)

Sagittarius

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12

Donnerstag, 31. Januar 2008, 21:36

Maynards Stimme hat durch APC definitiv gewonnen. Man kann zwar viele Übereinstimmigkeiten zw APC und Tool finden, aber dennoch unterscheiden sie sich in ihrer Struktur. Ich finde die Texte von APC sind zwar, wie du auch sagst ähnlich mystisch und auch schwermütig (und vor allem tiefsinnig!), genau wie bei Tool, aber trotzdem nicht 1 zu 1 zu vergleichen. Insgesamt sind sie Songs etwas "wärmer" und ausgeglichener und dennoch sehr vielschichtig.

Was „13Steps“ angeht….über den Titel und den Zusammenhang habe ich auch schon nachgedacht. Habe mal ein Interview gelesen, indem John Freese meinte, dass sich ein roter Faden durch das gesamte Album zieht. Der Titel scheint sich auf die Veränderung zum vorherigen Album zu beziehen. Denn auch wenn man APC wieder erkennt, wurde ja doch einiges weiter entwickelt, bzw. man erkennt schon Unterschiede.
Den roten Faden (im Hinblick auf die Texte, bzw. deren Bedeutung) sehe ich übrigens genau in dem Punkt den du genannt hast…man kann viele der Songs im Zusammenhang mit Sucht, egal um welche Art von Sucht es sich handelt, sehen.
Das Video zu "Weak And Powerless" ist schon wirklich bedrückend. Es reißt einen total in eine bestimmte Stimmung und man kommt gar nicht drum rum sich über den Sinn und die Bedeutung des Songs, bzw. Videos Gedanken zu machen. Allein schon der Anfang…der erste Blick auf das Mädchen…

Zu „13Steps“ habe ich übrigens auch neulich eine Kritik gelesen, der ich (teilweise) nur zustimmen kann:
„Am besten man hört dieses Album, wenn es einem sowieso schon schlecht geht. Man sollte sein Zimmer verdunkeln und sich ins Bett legen und selbst bemitleiden, wenn man dieses Kunstwerk hört“ xD

An der Bedeutung von „Crimes“ scheitere ich allerdings….was siehst du dahinter?

Und was hältst du, bzw. ihr (wenn sich dann vllt doch noch jemand mit einschalten will ;) ) von „Vanishing“ und „Over“?
my heart has a wish

Rabastan Lestrange

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13

Dienstag, 5. Februar 2008, 22:09

Der Titel scheint sich auf die Veränderung zum vorherigen Album zu beziehen. Denn auch wenn man APC wieder erkennt, wurde ja doch einiges weiter entwickelt, bzw. man erkennt schon Unterschiede.
"Thirteenth Step" hebt sich definitiv von "Mer de Noms" ab, bei letzterem merkt man meiner Meinung nach (wichtig !) deutlich das ein musikalisches Konzept gefahren wurde, die Lieder ähneln in ihrem Aufbau ~ auch was den Gesang anbelangt. Beim Nachfolger wurde eher auf Abwechslung Wert gelegt, zudem liegt ein Schwerpunkt auf der Melancholie, trotzdem oder gerade deshalb höre ich "13Step" lieber.
Unter Fan´s ist "Mer de Noms" beliebter, was ich nicht ganz nachvollziehen kann. Der größte Fehler, ist jedoch die Gruppe mit "Tool" zu vergleichen, wer dies tut versteht den Sinn von Musik nicht...und zwar generell.
Tatsache ist das die Musik von "APC" mich sehr berührt hat und auch jetzt noch tut, wozu nun wahrlich nicht viele in der Lage sind. Es ist diese Atmosphäre, der Charakter der immer mitschwingt...wenn ich "APC" höre, dann ist das einfach eine ganz spezielle Art von Kunst...ich kann eintauchen in diese Welt und mich darin vergessen, was widerum wunderschön ist und auch sehr befreiend sein kann.


An der Bedeutung von "Crimes" scheitere ich allerdings, was siehst du dahinter?
Schwer. Ich denke einzeln macht das Lied (sofern man es überhaupt so nennen kann...) wenig bis gar keinen Sinn, man muss es im Zusammenhang betrachten. Wenn man von der Thematik ~ Sucht ausgeht, könnte es die Sicht der Masse, also der Gesellschaft auf den Betroffenen spiegeln ~ diese zählt praktisch runter, ohne einzugreifen was das "Verbrechen" sein könnte, da sie den/die "Süchtige/n" mit seinem/ihrem Unglück alleine lassen. Ebenso könnte man es auf die Person beziehen, die "abhängig" ist, evtl. ist dieser klar das die "Droge" sie vernichten wird, doch da sie nicht mehr davon lassen kann zählt sie nur...bis ihr Leben bei der Zahl 9 (die ja im Lied selbst mehrfach wiederholt wird) schließlich verblasst (nahender Tod).
Das war zumindest einer meiner kleinen Gedanken dazu... ;)

Und was hältst du, bzw. ihr (wenn sich dann vllt doch noch jemand mit einschalten will ) von ?Vanishing? und ?Over??
"Vanishing" ist klasse, man ist wie in einem Traum gefangen ~ es hat so einen "windig-sanften" Touch. Auf´s lyrische bezogen: Ich schätze das dieser Mensch seine Umgebung und auch sich selbst satt hat, deshalb nimmt er die "Droge", die ihn symbolisch ins Paradies befördert ~ der Preis ist in diesem Augenblick nicht relevant. Man könnte auch von Suizid ausgehen, ich bezweifle das allerdings stark.

Zu "Over": Alles hat einen Anfang und ein Ende, da der Albumtitel allerdings "Namen" verteufelt und die damit zusammenhängende Dauerprofilierung, die unsere Art so einmalig macht ~ liegt die Vermutung nahe, das man als einzelne Person nur wenig verändern kann. Der Titel an sich könnte also ansprechen, das die Kunst die "APC" machen und auch die angesprochenen Themen wie beispielsweise Fundamentalismus und Leichtgläubigkeit bei "Judith" von der Breite nicht wahrgenommen werden und daher immer existieren...das kein Medium die Macht besitzt gänzlich zu beeinflußen bzw. zu verändern. Das beginnende und fast schon unheimlich ansteigende "Stöhnen" am Ende von "Over", deute ich als Frust und Hoffnung zugleich, eben dieses "Problem" eines Tages beheben zu können...

Ist natürlich alles nur eine Interpretation meinerseits und deshalb auch reine Spekulation.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rabastan Lestrange« (5. Februar 2008, 22:14)


Sagittarius

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14

Freitag, 8. Februar 2008, 22:09

Gerade wegen der Melancholie, die in „13Steps“ eindeutig mehr vorherrscht, als in „Mer de Norms“ tendiere ich eben auch eher zu diesem Album, auch wenn beide meiner Meinung nach ohne Frage wahre Meisterwerke sind.

Als ich die Band kennen gelernt habe und mich eingehender mit der Musik, den Texten und deren Bedeutung und der ganzen Stimmung, die die einzelnen Songs übertragen, beschäftigt habe, hat mich die gesamte Atmosphäre, die übermittelt wird total in ihren Bann gezogen.
Aufgrund meiner wachsenden Begeisterung wollte ich anfangs auch vereinzelte Freunde mit dieser Musik bekannt machen…war allerdings nicht wirklich erfolgreich ;) Die meisten haben noch nicht einmal den Versuch gemacht sich etwas damit auseinanderzusetzen. Bei anderen hieß es nur „Ach ja….ganz nett“ (wenn überhaupt). Irgendwann habe ich es aufgegeben^^. Wer nicht will der hat schon :)
Für mich hat APC einfach eine hohe Bedeutung. Auch für mich gibt es nicht viel Musik, die mich wirklich berührt…wenn APC läuft kann ich allerdings, wie du sagst in eine ganz andere Welt eintauchen. Mich der Stimmung und meinen Gedanken hingeben…und das stundenlang :) Die Musik beschäftigt mich und hilft mir über eher schwere Zeiten hinweg.

Im Zusammenhang mit dem Thema Sucht klingt deine Interpretation von Crimes wirklich schlüssig. Vor allem deine beschriebene Sicht von der Gesellschaft aus, finde ich sehr interessant und bedeutungsvoll.

Gerade Vanishing zieht mich immer besonders in den Bann J Man wird quasi auf eine gedankliche Reise mitgenommen.
Den Text würde ich ähnlich deuten wie du…mit Hilfe der Droge weg aus der Realität, in eine eigene Welt, in der die persönlichen Probleme der Person verblassen, bzw. nicht mehr relevant sind und „abgetötet“ werden und das eigene Leben so „erträglicher“ wird. Vor allem die Zeile „Like a thought brushing up against a...sigh“ bleibt mir immer im Kopf hängen.

„Over“ hat mich an sich schon immer fasziniert…durch die beginnenden vereinzelten Klänge und dem bedrohlich wirkenden Anstieg am Ende.
Deine Interpretation gefällt mir wirklich gut. In die Richtung, dass der Song auch auf die eigentliche Musik von APC und ihrer Bedeutung und in dem Zusammenhang das Nichtverständnis, bzw. auch die Ignoranz der Masse hindeuten kann, habe ich gar nicht gedacht. Die Idee ist aber sehr interessant und wäre damit eben auch ein passender Schluss für ein Album.
„Been over this before“ beinhaltet für mich eine Art Resignation, die jedoch durch den Schluss, den unerwarteten Anstieg des Songs in gewisser Weise wieder wett gemacht wird…denn diese Wandlung deute ich (auch) als Hoffnung, dass sich vielleicht doch noch etwas ändern kann/wird.

Nach meinem kleinen Roman xD..noch eine Frage^^:

Wie bist du eigentlich auf die Band aufmerksam geworden?
my heart has a wish

Rabastan Lestrange

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15

Donnerstag, 1. Mai 2008, 17:25

Aufmerksam geworden bin ich durch "Passenger" von den Deftones, da hat MJK einen 'Gastauftritt' ... ich fand´ das Lied so genial (eben auch wegen seinem Gesang) ... da habe ich mir gedacht: "Wer singt da bitte so geil...?" ^^ - habe im Booklet nachgeschaut, so kam ich schließlich auf APC & Tool, wobei ich letztere erst wesentlich später gehört habe.

Und ich gebe dir Recht ... man sollte die Musik möglichst ungestört genießen, ich liebe es ebenfalls in dieser Melancholie zu schwimmen, mich fallen zu lassen .. einfach nur den eindringlichen Melodien lauschen & den ganzen Kummer vergessen oder ihn damit 'austreiben'...

Gibt es auch ein Lied, welches dir weniger zusagt...?

Sagittarius

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16

Freitag, 2. Mai 2008, 20:02

Ja es gibt ein paar Lieder, die mir nicht so gut gefallen. Die meisten von ihnen befinden sich auf „eMOTIVe“. Z.B „Freedom Of Choice, „When The Levee Breaks“ und „Fiddle And The Drum“ – das sind Songs zu denen ich einfach keinen Zugang finde. Sie sind mir zu wenig „besonders“; passen, meiner Ansicht nach nicht zu den sonstigen Kreationen von APC. Das ist besonders auffällig bei den letzten beiden. Ich war wirklich ein wenig erstaunt, als ich sie das erste Mal gehört habe (vor allem „Fiddle And The Drum“). Anfangs dachte ich, dass ich vielleicht mir der Zeit Gefallen daran finde, aber in der Hinsicht hat sich nichts getan; sie sind mir einfach zu „gezwungen“.
Auch „Gimmie Gimmie Gimmie“ sagt mir nicht so zu. „People Are People“ mag ich seit einiger Zeit hingegen ganz gerne, obwohl ich anfangs auch damit nichts anfangen konnte, da es mir zu „seicht“ erschien. Ich höre das gesamte Album eher selten und oft nur vereinzelte Lieder – die meisten sind mir einfach zu gradlinig und entsprechen, meiner Meinung nach nicht dem Niveau, die die Songs auf den anderen Alben erreichen.

Von „Mer De Noms“ sagt mir „Sleeping Beauty“ am wenigsten zu, auch wenn es nicht schlecht ist. Der Song ist mir zu durchschnittlich und, für mich persönlich nicht eingängig genug. Ähnlich ergeht es mir bei „Renholder“ – der ein wenig verzerrte Gesang gefällt mir hier nicht, obwohl die Melodie an sich sehr schön ist. Ansonsten ist es jedoch ein geniales Album.

Was „13Steps“ angeht, sticht für mich dort kein Song „negativ“ heraus. Auch wenn es für mich besondere Songs beinhaltet – wie z.B. „Weak And Powerless“ und „The Noose“. Es ist insgesamt ein sehr gelungenes Album und für mich, wie schon einmal gesagt, auch das beste.

Wie sieht es da bei dir aus?
Das die "eMOTIVe" auch nicht wirklich zusagt, hast du ja schon einmal erwähnt. Hat sich das inzwischen geändert?
my heart has a wish

Rabastan Lestrange

unregistriert

17

Freitag, 2. Mai 2008, 21:44

Nein, hat sich nicht geändert & wird es auch wahrscheinlich nicht mehr, wie du bereits sagtest, dies Werk ist mit den Vorgängern nicht zu vergleichen ... dieses "erzwungene" habe ich ebenfalls ausgemacht, liegt eben auch daran das es sich hierbei um ein Konzeptalbum handelt.
"Gimmie Gimmie Gimmie" - "Freedom Of Choice" > ganz schlimm ~ "Fiddle And The Drum" - "Let´s Have A War" > sterbenslangweilig.
Lichtblicke sind m.M.n. die dynamische Eigenkomposition, "Passive" - "Annihilation" sowie teilweise "What´s Going On" (...sehr 'zarte' Interpreation, tut dem Lied gut, Original ist nämlich schlichtweg schlecht...) & "CBLSTTROTWD", ein äußerst kranker Neuansatz ... "Pet" ist recht schlicht, dafür wohnt ihm eine ganz eigene Atmosphäre inne ... beim "Remix" vermisse ich diese teilweise, wurde mir ein wenig zu sehr auf 'außergewöhnlich' getrimmt, doch hat das Lied in gewissen Lebenslagen etwas...

"Thirteenth Step" ist ein geschlossenes Kunstwerk ... einzelne Lieder will und kan ich eig. gar nicht wirklich hervorheben, wenn man das ganze hört, erschließt sich einem erst die Genialität ... und auch die oftmals versteckte Düsternis ... ich würde es fast schon als depressiv bezeichnen und das Ende von "Gravity" nicht unbedingt als lebensfrohen Neuanfang interpretieren...
Einzig "The Outsider" kann mich manchmal nicht sonderlich in seinen Bann ziehen.

...und der Erstling ... "Renholder" liebe ich, es hat eine unheimliche Wirkung auf mich, hebt die Qualität des Albums sehr, gewünscht hätte ich mir mehr solcher kleinen aber feinen Zwischenstücke ... ähnlich wie bei Tool, nur 'seichter' (sowas wie "Eon Blue Apocalypse", nur nicht so kalt...).
Bei "Sleeping Beauty" sind wir dann wieder konform ;) - finde ich auch nicht besonders umwerfend, schlecht ist es trotzdem nicht ... "Thinking Of You" & "Judith" höre ich ebenfalls selten, allerdings liebe ich diese Lieder.

Wie bist du denn auf sie aufmerksam geworden...? Das hatte ich in meinem letzten Posting vergessen zu fragen.

Sagittarius

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18

Sonntag, 4. Mai 2008, 20:27

Marvin Gayes Original ist musikalisch auch absolut nichts für mich. Im Gegensatz dazu ist APC’s Version von „What’s going on“ tatsächlich um Längen besser. Ich mag die Stimmung, die der Song übermittelt. „Passive“ ist definitiv eins der besten Stücke auf diesem Album.
Was „Pet“ und "CBLSTTROTWD" angeht, stimme ich dir ebenfalls zu. Letzteres kann ich mir nur manchmal anhören - passt meine derzeitige Verfassung zu dem Song mag ich ihn jedoch sehr gerne.
An sich fand ich es etwas schade, dass sie ausgerechnet mit diesem Album abgeschlossen haben – andererseits wertet dies ja dennoch nicht die vorherigen fantastischen Werke ab.

Die Stimmung, die „13Step“ vermittelt ist wirklich unbeschreiblich. Depressiv teilweise auf jeden Fall und es schwingen auch sonst die unterschiedlichsten Gefühle mit – ob es nun Melancholie, Schwermut oder zeitweise auch eine gewisse „Leichtigkeit“ ist.
Was „Outsider“ angeht, gebe ich dir Recht. Das war und ist immer noch der Song, der mir am wenigsten „im Kopf hängen bleibt“, der die schwächste Wirkung auf mich hat. Vor allem die ersten Male, als ich das Album gehört habe, ist er teils ein wenig untergegangen.
Das Ende von "Gravity" deute ich ebenfalls als einen Neuanfang (manchmal ist es ja schon regelrecht langweilig, dass ich dir fast überall zustimmen muss^^), der, wie du schon sagst jedoch nicht unbedingt lebensfroh scheint – nach dem Motto „mit neuen Kräften und Hoffnungen in ein „neues“ Leben starten“. Im Gegenteil, die letzten Töne im Zusammenhang mit der letzten Zeile implizieren für mich eher eine gewisse Resignation, als wäre dies eine „gezwungene“ Entscheidung.

Wir können uns schließlich auch nicht bei jedem Song einig sein xD
"Thinking Of You" und "Judith" sind beides tolle Lieder, wobei ich ersteres auch nicht sehr häufig höre.

Ich bin über Amazon (was man da nicht alles findet^^) auf sie gestoßen und habe mir spontan „Mer De Noms“ zugelegt und nicht lange danach „13Step“, durch das ich überhaupt auch erst richtig Zugang zum ersten Album gefunden habe.

Ich hätte sie nur zu gerne einmal live gesehen…tja =)
my heart has a wish

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sagittarius« (7. Mai 2008, 21:08)


Rabastan Lestrange

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19

Donnerstag, 24. Juli 2008, 00:25

Welches Lied gibt dir denn rein lyrisch gesehen am meisten... oder gibt es doch mehrere Textstellen die dich sehr ansprechen...? =)

Hört hier sonst keiner mehr APC...? Enttäuschend...

Was mich z.B. interessieren würde... vielleicht hat das mal jemand raushören können... was 'sagt' Maynard am Schluß von 'Over'...?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rabastan Lestrange« (26. Juli 2008, 01:11)


Sagittarius

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20

Samstag, 26. Juli 2008, 19:54

Welches Lied gibt dir denn rein lyrisch gesehen am meisten... oder gibt es doch mehrere Textstellen die dich sehr ansprechen...?


Eine gute Frage, deren Antwort, wenn ich ausführlich werden - bzw. gleich alles schreiben - würde, sicherlich ein wenig zu lang werden würde, also lieber eins nach dem anderen =)

Es gibt viele vereinzelte Textstellen, die mich sowohl durch die Wortwahl, als auch durch ihre Bedeutung faszinieren und ansprechen. Ein Beispiel für eine solche Stelle aus einem ihrer Songs sind die ersten beiden Zeilen von „Orestes“ (abgesehen davon, dass mir dieses Lied als Gesamtwerk auch unheimlich viel gibt):

Metaphor for a missing moment
Pull me into your perfect circle


Die Bedeutung (die ich dahinter sehe – es ist, gerade bei APC schließlich alles Interpretationssache) ist für mich unheimlich stark und ich liebe rein lyrisch besonders die erste Zeile.

Ebenso wie die Zeilen:

Comfort is a mystery
crawling out of my own skin


von “The Package” - ein Song, der als Ganzes sicherlich auch viel Raum zum Interpretieren lässt.

Bis auf vereinzelte Textstellen, die mich meist wegen der Wortwahl an sich faszinieren und berühren, sind die Texte ihre Songs jedoch, meiner Meinung nach vor allem „am Stück“ großartig, was wohl auch daran liegt, dass viele eine Art Verlauf beschreiben.

Von „Mer De Noms“ stechen für mich lyrisch vor allem „Rose“ und „3 Libras“ heraus, wobei ich mich erstmal auf „Rose“ beschränken werde, da ich sonst – wie gesagt – wohl den Rahmen sprengen würde ;) Das Thema des Textes ist, meiner Meinung nach Selbstzerstörung, bzw. der Kampf mit den eigenen Eigenschaften und Gefühlen, die die Gefahr bergen dich selbst zu zermürben.

Don't disturb the beast
The temperamental goat
The snail while he's feeding on
the Rose
Stay frozen, compromising
What I will
I am

Bend around
The wind silently
blown about
Again I'm treading so soft and lightly
Compromising my will
I am


“The beast”, “the temperamental goat”, “the snail” repräsentieren für mich diese inneren “selbstzerstörerischen Eigenschaften, bzw. Gefühle”, wie zum Beispiel Selbstzweifel, Ängste, usw. – die Emotionen, die einen in hilflose, depressive Stimmungen versetzen können.
Als metaphorisches Gegenstück dazu dient die „Rose“, die die „positiven“ Dinge beinhaltet und vereint (und im Großen und Ganzen das eigene, „wahre Ich“ repräsentiert).

Die Zeilen „don’t disturb […] the snail while he’s feeding on the Rose“ haben für mich zweierlei Bedeutung: Auf der einen Seite steht es dafür, dass man gerade diese Gefühle und Emotionen braucht (wenn auch nur in gesunden Maßen), um über sich selbst „hinauszuwachsen“ – die Auseinandersetzung mit ihnen, damit die „Rose“ erblühen, bzw. wachsen kann; auf der anderen Seite zeigt es den Wille, bzw. den Versuch diese Eigenschaften zu unterdrücken, sie nicht an sich heranzulassen und sich nicht mit ihnen auseinanderzusetzen, was auch die Zeile „stay frozen“ unterstützt.
Die zweite Strophe zeigt Ähnliches auf: im übertragenen Sinne verhält man sich still, um „das Biest“ nicht wachzurütteln – man vergräbt immer noch die eigenen Ängste, etc., was zur Folge hat, dass man „seinen eigenen Willen kompromittiert“, also sich selbst schadet, indem man bestimmte Dinge in sich unterdrückt.

I am
I will
So no longer
Will I lay down
Play dead
Play your doe
In the headlights locked down
And terrified
Your deer in the headlights
Shot down and horrified
When push comes to pull comes to shove
Comes to step around this
Self-destructing dance that never
Would've ended till I
Rose,
I roared aloud here
I will
I am.

I am
I will
So no longer
Will I
Lay down
Lay dead
Play this
Kneel down
Gun-shy Martyr
Pitiful
I rose, I roared
I will
I am


Ab der dritten Strophe ändert sich das Verhalten. (Ich glaub, ich muss mich ein wenig kürzer fassen *g*). Die Person - oder man selbst, je nachdem aus welcher Sicht man es sieht - rennt nicht länger davon, sondern stellt sich seinem Inneren („So no longer will I lay down, play dead, play your doe in the headlights locked down") erkennt langsam sein wahres, gesamtes Wesen. Er befindet sich nicht länger in dieser „mitleidsvollen“ Rolle des „Märtyrers seiner Ängste und Zweifel“, sondern kämpft dagegen an und versucht diese zu überwinden, um sich selbst zu finden.

Naja, das ist nur meine (etwas gekürzte =)) Ansicht der Bedeutung dieses Textes.

Von „Thirteenth Step“ sprechen mich lyrisch unter anderem „Weak And Powerless“, „The Noose“ und „Gravity“ an, wobei ich darauf lieber das nächste Mal näher eingehen sollte *lol*

Was sind für dich besonders eindrucksvolle Texte/Textstellen?

Was mich z.B. interessieren würde... vielleicht hat das mal jemand raushören können... was 'sagt' Maynard am Schluß von 'Over'...?


Das habe ich auch schon öfters versucht herauszubekommen. Ich verstehe immer nur Teile und selbst bei diesen bin ich meist nicht sicher. Lediglich das erste verstehe ich komplett: „Unmistakable noise I was hearing“ aus „Thinking Of You“. Deshalb kann ich mir vorstellen, dass es Fragmente aus einzelnen Songs des gesamten Albums sind. Danach wird es jedoch kompliziert, ich verstehe immer nur vereinzelte Wörter “one…I will…you are…you had a real(?)“. Ich glaube, ich werde es noch einige Male konzentriert (und laut ;)) hören müssen, bevor ich alles verstehen werde (wenn das überhaupt einmal der Fall sein sollte).
my heart has a wish

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Sagittarius« (26. Juli 2008, 20:00)


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