Posts by AlbusAeternus

    Ich habe vor kurzem die Erklärung gehört, dass sich die Lage in Nordkorea intern zugespitzt hat, gerade was die Ernährung der Bevölkerung betrifft. Das heißt, Kim Jong Un steht unter Druck ... er muss Stärke beweisen, wenn er nicht zunächst seinen totalitären Status und später vielleicht Position und Leben verlieren will.


    Sollte dies der Realität entsprechen, wären es düstere Aussichten für den Frieden auf der koreanischen Halbinsel. Sollte Nordkorea wirklich offensiv den ersten Schritt tun, wäre es wohl von entscheidender Bedeutung, wie sich China oder auch Russland verhielten. Würde sich allein China auf die Seite von Nordkorea stellen und womöglich in den Krieg einsteigen (was momentan glücklicherweise absolut unrealistisch ist), dann wäre das Problem schon sehr viel größer. Nordkorea allein dürfte gegen Südkorea und die USA keine allzu große Chance haben.

    AlbusAeternus: Mir kann der Papst eh mal kreuzweise den Buckel runterrutschen, als evangelisches Kirchenmitglied, gilt das was er sagt ja nicht für mich. Mir geht nur auf die Nerven, das sich die Päpste manchmal ganz schön viel rausnehmen, und dabei nicht zu raffen scheinen, das ihr Tun oder eher Sagen in unserer heutigen Welt irgendwie nicht mehr so ganz hilfreich ist.


    Da hast du in gewisser Weise schon Recht - nur stellt sich die Frage, wie ihr Tun und Sagen in der heutigen Zeit denn hilfreich sein sollte. Hilfreiche Ratschläge, das geht für mich in die Richtung "Welche Notebooks bieten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?", "Welche relativ sichere Geldanlage bringt auch in diesen Zeiten noch Zinsen?" oder "Wie lauten realisierbare Strategien für den Ausbau der Erneuerbaren Energien?" - aber genau das liegt meiner Meinung nach nicht im Aufgabengebiet der Kirche bzw. des Papstes. Vielmehr geht es darum, in zeitlosen und generellen Fragestellungen ein Anker zu sein. Das impliziert, unter Umständen nicht dem Stand der Gesellschaft zu entsprechen, schützt aber auch vor gesellschaftlichen Irrwegen. Hat also schon sein Gutes, wenn man die Rolle der Kirche richtig einordnet.



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    Bei aller Liebe, ich kann einer Kirche die auf der einen Seite menschenwürdige Dinge predigt und auf der anderen Seite dann so eine Sch**ße betreibt, nicht wirklich glauben und ich bin froh, wenn ich dem Papst nie begegnen werde, ich würde dem wahrscheinlich sonst was erzählen.
    Die feine ach so tolle, heilige katholische Kirche ist in dieser Hinsicht nun wirklich nicht gerade freundlich. Das ist eher abartig. (Ich habe nichts gegen katholische Leute, die meisten sind ja ganz in Ordnung...)
    Ich kann das nicht nachvollziehen, aber das hab ich ja schon mal gesagt.
    Aber ein Papst guckt auch Nachrichten, dem muss doch klar sein was AIDS für Folgen hat... :hmm


    Es stimmt schon, manche Positionen der Kirche sind nicht so leicht zu verstehen. Das heißt, die theoretisch fundierte Grundlage ist durchaus schlüssig ... die Anwendung in der Praxis hingegen ist teilweise sogar richtig schädlich. Ich denke, in diesem Punkt wäre es im Sinne auch vieler Katholiken, wenn der Vatikan eine etwas praxisnähere Haltung einnehmen würde.

    Mal ganz ehrlich, Albus, ich wollte dich gestern auf die Ignoliste packen, denn von deinen Beiträgen krieg ich regelmäßig Migräne, leider bist du im Team und ich muss da durch ;)


    Tu dir keinen Zwang an, scrollen tuts in der Regel auch. Wenn ich wirklich mal in Team-Mission aktiv bin, dann geschieht das entweder in fett und rot und angepinnt oder es verschwindet nur etwas - das heißt, du musst dich nicht von meinen Beiträgen quälen lassen ... :D


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    Versuchen wir es doch mal so, der "Führerschein" ( ich finde den Vergleich auch nicht sooo gelungen) ist die Taufe, wir fahren nur unterschiedliche Modelle. Denn Evangelen sind auch Christen. Und ich geh jetzt mal ganz schlichtweg von mir als katholikin aus, MIR persönlich bricht kein zacken aus der krone, wenn ökumenisches Abendmahl gehalten wird. Und so denken viele an der Basis, aber die Kirche als institution hat es Luther immer noch nicht verziehen, dass er seine Meinung vertrat und nen eigenen Weg ging.


    Na ja, die Vorstellungen der beiden christlichen Konfessionen gehen schon etwas auseinander, wenn ich das mit meiner eher einseitigen Sicht beurteilen kann. Dazu kommt der geschichtliche Kontext: Die evangelische Kirche ist eine Abspaltung der Katholischen Kirche, weshalb letztere einen relativ festen Standpunkt eingenommen hat.



    Also ich wollte mir nicht von irgendeinem Alten Sack (entschuldigung aber das sind Päpste nun mal), der mich nicht mal kennt und dessen Bibel-Auslegung seit tausenden von Jahren die gleiche ist, vorschreiben lassen was ich darf und was nicht...


    Ich habe mir gerade mal überlegt, inwiefern der Papst und das, was er sagt, meinen Alltag beeinflusst. Ergebnis: praktisch gar nicht. Entweder mache also ich was falsch ... oder er macht was falsch ... oder deine Vorstellung ist nicht ganz richtig ... :D



    Du hast es völlig korrekt verstanden. Warum meine Eltern dieses Internat wählten ist auch recht simpel zu erklären, Es lag in unserem Einzugsbereich, hatte einen guten Ruf und brüstete sich damit offen zu sein. :hmm


    Gut, das ist wirklich eine unglückliche Situation. Wenn dieses Internat schon den Standortvorteil hatte, dann wäre es vielleicht das Beste gewesen, irgendwie den evangelischen Religionsunterricht und die Konfirmation zu organisieren und damit das Dilemma zu umgehen - oder wahlweise die Konfession zu wechseln. Die Problematik hätte sich sicherlich auch früher erkennen lassen ...

    Albus - ich hab Ferien und keinen Interpretationsbedarf :lachen: .... du hast Langeweile, oder? Du magst es, dich geistig zu duellieren.... findschgut. Aber mal nicht ums Eck reden ist auch schön. ;)
    Du erinnerst mich sehr an meinen Bruder... ob das gut oder schlecht ist? Such es dir aus. :lachen:


    Ali, ich hab auch ... Urlaub (Ferien nennt man das, wenn man gemeinsam mit den Schülern einige Wochen im Jahr frei hat?) - entsprechend hab ich auch keinen Interpretationsüberschuss. Aber selbst zu anderen Zeiten im Jahr versuche ich Dinge so komplex wie nötig und so einfach wie möglich auszudrücken ... das nur so nebenbei ... :D


    Deinen Bruder kenne ich natürlich nicht ... aber ich schätze, er wird, wie in allen guten Familien, doch einige Gemeinsamkeiten mit dir haben ... :lachen:

    Ich finde den Vergleich mit dem Führerschein eh zu rational und einfach nicht glücklich gewählt.


    :D


    Der Wert eines Vergleichs liegt doch darin, einen Sachverhalt auf einen anderen, vielleicht bekannteren Zusammenhang zu übertragen ... logisch, dass beides nicht in allen Punkten übereinstimmen kann - sonst ließen sich nur schwer Vergleiche aus zwei so unterschiedlichen Bereichen finden. Ansonsten hast du natürlich in allen Punkten Recht. Mein Vergleich zielte eher auf die notwendige formale Voraussetzung ab ... aber natürlich gehört, gerade bei konfessionellen Entscheidungen, mehr dazu.

    Entschuldige, Albus, doch der Vergleich hinkt massiv! Eine Person, ein Kind, was an Gott glaubt, täglich an 3 Gebeten teilnahm und dem katholischen Unterricht samt Exeerzitien ausgesetzt war, ist keineswegs ohne "Führerschein" unterwegs.
    Ich weiß sicherlich mehr über den katholischen Glauben denn über den, in dem ich getauft wurde. Dennoch wurde und werde ich von der katholischen Kirche behandlet wie ein Außerirdischer.
    Was ich persönllich davon halte, daß ausgenutzt wurde, dass ich in einem katholischen Internat war - keinen Zugang zu evangelischem Unterricht hatte und insofern nie gefirmt wurde, welche Auswirkungen dies auf mein weiteres Leben hat, einmal ganz abgesehen. :hmm


    Dass ich es richtig verstehe: Du wurdest evangelisch getauft und warst dann in einem katholischen Internat, wo du natürlich nicht gefirmt wurdest, aufgrund deiner Konfession aber auch nicht zur Erstkommunion und Firmung gingst? Das hört sich für mich nach einem Problem an, das mit der Spaltung der christlichen Religionen zusammenhängt ... ohne die Hintergründe zu kennen wäre wohl die Frage, warum du gerade in ein katholisches Internat gingst, was in Bezug auf den Religionsunterricht natürlich etwas schwierig ist ...


    Ah ja?! :Oo: Abschaffung der Inquisition oder Neudeutsch Glaubenskongegration? Abschaffung des Zöllibats? :kaffeepause:


    Nein. Worauf ich hinauswollte: Eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte liegt keine 80 Jahre zurück. Damals war Homosexualität gesellschaftlich alles andere als anerkannt, von politischer Seite aus wurden sogar menschenverachtende Maßnahmen ergriffen. Eine schlimme Zeit - aber es zeigt, dass die Kirche sicherlich nicht 2000 Jahre einer gesellschaftlichen Einstellung hinterherläuft, sondern die Gleichstellung der Homo-Ehe ein vergleichsweise junges Thema ist.



    Ich reduziere nicht, ich gab lediglich 1 Bsp. :kaffeepause:
    Und was soll deiner Meinung nach ein Dorfpfarrer tun, der kein Problem damit hat, dass er homosexuelle Katholiken, die Wert auf Gottes Segen für ihre Partnerschaft legen, dies nicht verwehrt?
    Letzendlich WILL er offen mit dem Thema umgehen, DARF es aber nicht, weil er seinem Bischof Rechenschaft ablegen muss und der muss auch Rechenschaft und so weiter. Wer hat also im Endeffekt die Möglichkeit? Wir wären also wieder beim Oberhaupt.:kaffeepause:


    Hats du schon mal gehört, was mit Pfarrer passiert, die sich erdreisten evangelische Christen am Abendmahl teilhaben zu lassen? Und die beten sicher auch keinen Teufel an.


    Er kann sich zum Beispiel in entsprechenden Bewegungen engagieren, die auch im Austausch mit den Diözesen stehen. Letztere sind in der Bischofskonferenz vertreten, wobei auf nationaler Ebene quasi schon die höchste kirchliche Instanz erreicht wird.


    Na ja, aus katholischer Sicht setzt die Teilnahme an der Kommunion die Feier der Erstkommunion voraus. Ich würde das mit dem Führerschein vergleichen: Ohne Führerschein darf man nicht Auto fahren. Gut möglich, dass man auch ohne Führerschein unfallfrei ans Ziel kommt. Auch möglich, dass trotz Führerscheins ein Unfall gebaut wird. Trotzdem darf nicht einfach eine Person ohne Führerschein Auto fahren, selbst wenn sie wollte und andere es ihr zutrauen würden.

    Die Aktion ist ineffektiv ... ein großes Spektakel, mehr nicht. Lieber sollte man sich Gedanken machen, wie man die einfachen Fakten einer nachhaltigen Lebensweise kompakt vermitteln könnte. Das Thema "Energiewende" ist bei weitem komplexer als Licht an/aus - insofern wird das Kommende, auf das man eigentlich die Menschen einstimmen sollte, empfindlich trivialisiert.


    Entsprechend ist die Aktion für mich kein Termin ... da nehm ich lieber eine kalte Dusche und überlege dann mit klarem Kopf, wie man das mit der Energiewende hinbekommen könnte ... :D

    Darum warten wir auch erst seit ungefähr zweitausend Jahren darauf..... :kaffeepause:


    Hört sich gut an ... aber nein, leider falsch. Wenn du dir allein die letzten 100 Jahre mal durch den Kopf gehen lässt, wird klar, was ich meine.


    Albus, ich kann mich nicht erinnern, dass die kathol. Kirche es je akzeptiert, also es als völlig normal angesehen hat, dass es homosexuelle Menschen gibt.
    Hier mal ein Beispiel. http://www.sueddeutsche.de/pan…r-argentinier-1.1623961-2


    das hört sich nicht an, als ginge es ihm nur um die Ehe an sich.


    schön, dass es Menschen gibt, die genau wissen, was der Sinn unseres Daseins ist. Und 42 scheint es in dem Fall nicht zu sein.


    Wenn du die Katholische Kirche genau auf diese eine Person reduzierst, dann hast du natürlich recht. Allerdings glaube ich, dass es auch innerhalb der Katholischen Kirche durchaus andere Meinungen gibt ... auch wenn die des Papstes natürlich eine sehr gewichtige Rolle einnimmt. Das Auftreten der Kirche auf den Papst zu reduzieren wäre wie wenn man selbiges mit der US-Politik und Obama bzw. den Erfolg des VW-Konzerns und Winterkorn machen würde. Alles sind sehr wichtige Personen in entscheidenen Positionen, aber man wird dem Ganzen nicht gerecht, wenn man ausschließlich auf sie schaut.



    Doch zumindest die Akzeptanz einer angesehenen Lebenspartnerschaft, egal in welcher Konstellation, sollte eine "kirchliche Instanz" akzeptieren.
    Geht es doch in deren Worten auch immer um Nächstenliebe und Toleranz. ;)


    Wenn die Homo-Ehe wirklich mit der gleichgeschlechtlichen Ehe gleichgestellt wird, glaube ich nicht, dass es darauf eine besondere Gegenreaktion gibt, etwa ein Ausschluss betreffender Personen von den Sakramenten. Es macht immer noch einen Unterschied, welche Meinung man vertritt und in welchem Umfang man diese Meinung verteidigt.

    Welche Worte der Kirche sind dann interpretationsbedürftig und welche nicht?


    Ein klares Nein zur Abtreibung, zur Homo-Ehe ist nicht interpretationsbedürftig, weil weltlich und über den Pakt mit dem Teufel kann ich mir dann überlegen wie er es hätte meinen können?
    Mag sein, ich bin da sicher auch nicht die Zielgruppe. Aber klare Worte haben selten geschadet.


    Na ja, im einen Fall sind es konkrete und aktuelle Diskussionen, im anderen Fall eine abstrakte, zusammenfassende Formulierung. Klare Worte sind sicherlich kein Verbrechen, aber oft lenken sie den Fokus dann doch auf ein Thema, das konkret gar nicht gemeint war. Hätte er jetzt die Habgier als ein Beispiel des Schlechten in der Welt gebracht, wäre die einfache Botschaft zu einer Kritik am Bankensystem und am Kapitalismus umgemünzt worden. Wenn, dann müssen konkrete Worte so ausführlich sein, dass auch keine Missverständnisse auftreten.



    Ich bin zwar katholisch und auf eine gewisse Weise auch gläubig, aber wenn es WELTLICH / TEUFLISCH ist, dass man Menschen akzeptiert, wie sie sind ( wie Gott sie geschaffen hat;-))


    Auch wenn solche Diskussionen derzeit die Medien fluten: So ganz einfach ist es doch nicht. Man spricht von "Homo-Ehe" und meint Homosexualität an sich. Und das sind zwei Sachen, auch wenn man natürlich behaupten kann, dass aus der Akzeptanz von letzterem das andere folgt. Gerade wenn die Ehe für eine Institution wie die Katholische Kirche aber einen so hohen und vor allem eigenen Stellenwert hat, dann muss die Diskussion differenzierter geführt werden. Dann kann durchaus das eine zumindest akzeptiert werden, auch wenn das andere noch lange nicht ermöglicht wird.



    Generell sollte die katholische Kirche aber endlich einmal die "geistigen" Pforten öffnen und sich realitätsnah mit ihren "Gläubigen" auseinandersetzen. Nicht nur der gemeine "Andersgläubige" schüttelt anhand von Ablehnung von Kondomen, genereller Verneinung von Schwangerschaftsabbrüchen oder gar dem Zölibat mittlerweile den Kopf. Es ist eine Sache einen Glauben zu vertreten, eine andere hingegen den Wandel der Welt zu ignorieren.


    Da hast du Recht - und die entsprechenden Diskussionen samt Reformen werden auch kommen, da bin ich mir sicher. Ein guter Indikator sind immer die Diskussionen an der Basis, sprich von einfachen Gläubigen, Laienverbänden, ... das gelangt Bottom-up schon auch ganz nach oben - allerdings ist bei einem so großen und hierarchischen System natürlich die Zeit ein wesentlicher Faktor.

    So ganz wörtlich darf man diesen Teil der Rede nicht nehmen ... das heißt, ganz ohne Interpretation geht es nicht. Schon allein deswegen, weil der Begriff des Teufels innerhalb der Katholischen Kirche bei weitem nicht geklärt und allenfalls etwas Abstraktes, Metaphorisches ist. Insofern war es eine Rede gegen die Verweltlichung, quasi gegen die Anbetung des Weltlichen. Verständlich, wenn man sich das Weltliche als Existenz ohne die christlichen Werte von Nächstenliebe und all ihren Implikationen vorstellt.


    Mein Eindruck ist, dass der neue Papst neben seiner Menschennähe zwar konservativ, aber bestimmt nicht rückschrittlich ist.

    Nope. Am Anfang fand ich ihn als Ketzerin (Protestantin) ja noch sympathisch mit seinem kleinen WItz und so. Aber nachdem ich gestern gehört habe das der gegen Abtreibung ist und der Meinung ist das alles was nicht zu Gott betet (am Besten dabei auch noch wagt nicht katholisch zu sein) zum Teufel betet habe ich beschlossen das der nicht mehr alle Nadeln am Christbaum hat.


    Das passt aber gar nicht zu jemandem, der Barmherzigkeit nicht nur predigt, sondern sie in seinem Leben schon gelebt hat? Eine Ansicht wie letztere wäre das Aus für den interreligiösen Dialog ... wie sollte er denn mit so einer Einstellung einer hochrangigen Persönlichkeit des Islams gegenübertreten können?


    Was das Thema Abtreibung betrifft, glaube ich, dass man das Thema tolerant sehen sollte, gerade weil der Hintergrund in der Regel sehr sensibel und persönlich ist. Aus Sicht der Kirche zählt der Schutz menschlichen Lebens und steht an erster Stelle. Diese Ansicht kann man akzeptieren, vor allem, weil eine andere Meinung auch akzeptiert wird, selbst wenn sie nach der Vorstellung der Kirche nicht richtig ist. Eine Entscheidung für die Abtreibung wird in speziellen Fällen, die man allgemein gar nicht abdecken kann, sicherlich auf Verständnis stoßen. Der Punkt ist nur, dass eine allgemeine Befürwortung der Abtreibung ein Tabu brechen würde, das der Gesellschaft langfristig eher schaden würde.

    Ich nehme an, es hat weitreichende Auswirkungen auf die Menschheit hier, diese "Wahl" - oder warum genau muss man sein Gehirn mit derartigem veredeln?


    Für die 1,2 Milliarden Gläubigen hat die Katholische Kirche ein neues Oberhaupt bekommen, weitere Milliarden Menschen sind vom interreligiösen Dialog betroffen, die Vatikanstadt hat ein neues Staatsoberhaupt - Kriterium der Relevanz erfüllt. Das spiegelt sich auch in den Medien wider - über keine andere Wahl, etwa die amerikanische Präsidentschaftswahl oder die Bundestagswahl, wird im eigentlichen Moment der Wahl so umfassend berichtet. Das ist durchaus bemerkenswert.

    Diese Sachen kommen nicht erst jetzt zum Vorschein. Schon 2005, als er wirklich zu den Favoriten im Konklave zählte, wurde das Thema an die Öffentlichkeit gebracht. Möglicherweise ein Grund, warum er damals nicht gewählt wurde. Mittlerweile scheint er von seiner Unschuld überzeugt zu haben ... aber natürlich tauchen die Vorwürfe jetzt wieder auf, auch wenn es mittlerweile aus der Sicht seiner Gegner natürlich zu spät ist.

    Ich habe irgendwie noch nie den wahren Sinn eines Papstes verstanden. Ich meine ich habe nichts gegen Leute mit Glauben, um Gottes Willen. Aber wenn sie doch glauben,wozu brauchen sie dann einen, der sie 'anleitet'...? Der ihnen vorschreibt das sie nicht zu verhueten haben mit Kondom und was weiss ich nicht alles was die Katholiken da nicht duerfen..


    Es gibt da eine Stelle im Matthäus-Evangelium, aus der sich das Papsttum im Wesentlichen Ableitet: "Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein."


    Das Papst als Nachfolger Petri nimmt genau diese Stelle ein. Und was die Frage angeht, wozu es eine Person gibt, die die Kirche leitet ... nun, so eine Organisation existiert nun mal nicht von allein, und bei dieser Größe ist organisationstheoretisch betrachtet eine gewisse hierarchische Struktur unumgänglich. Im Übrigen ist die Beziehung Papst - Katholiken keine einseitige, wie gestern auch schön deutlich wurde: Nicht nur die Menschen auf dem Petersplatz blickten interessiert auf den neuen Papst, auch der neue Papst nahm sich einige Zeit und betrachtete interessiert die Gläubigen - Distanz und absolute Gewalt schaut anders aus.


    Und in letzter Instanz ist doch jeder Mensch seinem Gewissen verpflichtet. Zwar ist der Papst nach kanonischem Recht unfehlbar, aber im Grunde ist er doch nur ein Mensch, mit all den Fehlern und Schwächen. Das heißt, niemand wird dazu gezwungen gegen sein Gewissen im Sinne einer tiefgründigen, vor Gott getroffenen Gewissensentscheidung zu handeln.

    Da bestätigt sich wieder mal die Feststellung, dass die Favoriten vor dem Konklave am Ende doch weiterhin nur Kardinäle sind. Insofern mag die Wahl für Außenstehende überraschend gewesen sein ... aber sie waren auch nicht bei den Generalkongregationen, den Gesprächen in den Tagen vor dem Konklave und den Wahlgängen selbst anwesend.


    Papst Franziskus I. hat in diesen ersten Minuten einen guten Eindruck gemacht. Ein einfaches und bescheidenes Auftreten, dazu die Namenswahl und sein Stil als Erzbischof von Buenos Aires ... die Kardinäle werden Gründe für genau diese Wahl gehabt haben.

    @ Albus:
    Wenn der (mögliche) Weltuntergang


    ist, sollte das Begriffsverständnis grundlegend synchronisiert werden.


    Nein, da hast du schon recht, Meteoriteneinschläge sind Weltgeschehen. Nicht aber das, was nach #2 kommt. Das ist wohl eher das Beispiel für eine niveauvolle Unterhaltung - und die hat wiederum nichts mit Weltgeschehen zu tun. Danke für Konfuzius ... und noch eine angenehme Diskussion.

    Ich hatte nichts das Gefühl, dass das jetzt jemand persönlich genommen hat. Und Albus hat doch gesagt "man kann da unterschiedlicher Meinung sein". :)


    Genau so ist es. Wenn ich für mich sprechen darf - ich habe nichts persönlich genommen. Und auf komplette Ablehnung ist dein Vorschlag nicht gestoßen, Steph. Chess hat z.B. ihren Status geändert. Ich nicht, aber das kann sich schnell ändern, wenn sich meine Meinung dazu ändert.

    Als USER ist man nie unsichtbar, weil die Teamler es immer sehen könne, in welchem Status man unterwegs ist. Se dahingestellt. Dass Sabrina wie auch Aspho als Schulleitung die meiste Zeit sichtbar sind, weiss ich auch, ist auch gut so. Aber es gibt auch Teamler, die sind IMMER unsichtbar und tauche, WENN sie dann was für das Forum machen, urplötzlich aus der sprichwörtlichen Bodenfliese auf und das macht einen User, einen einfachen, oft unsicher. Sorry, klingt komisch, ist aber so!


    Da fühle ich mich doch direkt mal angesprochen. Ich bin, das weiß ich mit einiger Gewissheit, seit Monaten bzw. Jahren immer unsichtbar. Warum? Nun, zunächst einmal ändert die Unsichtbarkeit nichts an meinem tatsächlichen Status, sprich ob ich gerade online bin oder nicht. Der zweite Punkt: Aus der Information, dass ich online bin, kann in der Regel niemand einen Nutzen ziehen. Wenn es ein Anliegen gibt, das speziell auf mich zugeschnitten ist, dann wird das spätestens am Folgetag bearbeitet, weil ich quasi täglich mal vorbeischaue, wenn ich nicht gerade Urlaub habe (was meiner Meinung nach viel zu selten der Fall ist ... :D). Und wenn es wirklich eine Ad-Hoc-Angelegenheit ist, dann gibt es die Meldefunktion, die jedes Team-Mitglied erreicht. Ein schnelleres Resultat wäre auch nicht möglich, wenn ich online wäre und man mich direkt anschreiben würde.


    Soweit meine Meinung - aber da kann man ja unterschiedlicher Ansicht sein ... :engel: