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Harry Potter und die Saat des Bösen Saga 1

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Autor Balu2008
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Der vergessene Hain

Kapitel 20


Der vergessene Hain


„So Jungs, was denkt ihr, wollen wir zu den Ponys gehen?“, fragte Liam.
„Oh ja, hüa dehn“, freute sich Henry und Harry synchron.
„Na dann lauft, Oma hat schon einen Picknickkorb vorbereitet und wartet im Garten
auf uns.“
Die Zwillinge rannten laut jubelnd nach draußen.
„Oma Hüa dehn, ne“, rief Harry ihr entgegen und rannte mit Henry an ihr vorbei über
die Wiese.
„Ja mein Schatz das machen wir.“

Eine Weile gingen sie den Zwillingen schweigend hinterher und schauten ihnen beim
toben zu. Immer wieder fanden sie eine kleine Blume welche sie glücklich pflückten,
oder rannten lachend hinter einem Schmetterling hinterher.
„Schau dir unsere Beiden Süßen an Liam, wie unbeschwert und glücklich sie über die
Wiese toben. Ach wenn es nur immer und überall so sein könnte“, lächelte sie traurig.
„Ich weiß was dir im Kopf herum geht Liebes, aber glaube mir, wir werden alles in
unserer Macht stehende dafür tun, das es ihnen auch weiterhin so gut gehen wird. Wir
alle arbeiten daran ihn endlich in die Finger zu bekommen“, versprach er ihr leise und
zog sie liebevoll in seine Arme.
„Das weiß ich doch mein Lieber. Sag mal waren wir bei Janina und James auch schon
so überbesorgt?“
„Nein, nicht wirklich, aber es war auch eine andere Zeit damals. Heute Leben wir
mitten in einem Krieg gegen den übelsten Schwarzmagier unserer Zeit. Wir können
erst wieder ohne Angst und in Ruhe leben wenn er und seine Anhänger endgültig zur
Hölle befördert worden sind“, flüsterte er ihr zu, aus Angst die Zwillinge könnten
etwas von diesem Gespräch mitbekommen.
Doch seine Angst war unbegründet, denn die Beiden hatten schon das Gatter der
Pferde erreicht und ließen sich von Pedro dem Stallburschen gerade auf ihre Ponys
welche jedes eine bunte Decke trug heben.
Schweigend und eng umarmt gingen sie weiter den Jungen hinterher.

Henrys Pony war ein Braun-weiß gescheckter Hengst mit dem Namen Zeus.
Harrys Pony war eine Schwarz-weiß gescheckte Stute und hieß Flower.

„Oma, Opa tommt bitte, mags hüa mi Heny dehn“, rief der Jüngste Spross und
„Ja ihr Süßen wir kommen ja schon“, lachte Claire und ließ sich die lange Leine von
Harrys Pony geben und drückte dem Kleinen die Zügel in die Hand. Liam nahm
Henrys Pony am langen Seil und auch Henry bekam seine Zügel, Sie liefen weiter
zum nahen Waldrand. Ein breiter Waldweg tat sich vor ihnen auf, den sie langsam
weiter gingen.
Breit Strahlend und stolz wie Oskar saßen die Zwillinge auf ihren Ponys und
klatschten immer mal wieder begeistert in ihre Händchen.
Ab und zu hüpfte sie lachend voller Übermut wie ein Gummiball auf den Ponys
herum. Liam der seine Enkel nur zu gut kannte, hatte in weiser Voraussicht für seine
Wirbelwinde wie immer einen Zauber über sie beide gelegt, so dass sie nicht im Eifer
des Gefechtes von den Ponys fallen würden.

„Oma, Opa guk mi hüa mags“, strahlte Harry und hüpfte dabei wieder strahlend auf
dem Ponyrücken herum.
„Ja mein Schatz das kannst du schon sehr gut“, schmunzelten seine Großeltern zu
ihm herauf.
„Au mags dud hüa“, schmollte Henry.
„Ja natürlich, ihr macht das alle Beide wirklich prima“, lachte Liam, wobei seine Frau
breit schmunzeln musste.
So ging es noch eine ganze Weile den Waldweg entlang, bis sie an einen idyllischen
See mit einer bunten Blumenwiese kamen, wo ein breiter Streifen feinem Sandstrand
vor ihnen lag. Schilfpflanzen, bunte Wasserlilien und verschiedene Wassergräser
umsäumten links und rechts in breiten Büschen das Ufer. Ein Meer von bunten
Seerosen schwamm in der Mitte des großen Sees. Versteckt im Grün ging ein
Bootssteg zum Wasser.
Von riesigen uralten Zauberbäumen umwachsen, konnte man einige Meter entfernt
zwischen den Bäumen ein steinernes Monument umrandet von großen Steinsäulen in
deren Mitte in Form eines Altarähnlichen Tisches, welches der vergessene Hain
genannt wurde sehen. Dieses kleine heilige Fleckchen Erde konnte nur von den
wahren Erben Merlins betreten werden, also nur von ihren Urvätern den vier
Gründern Hogwarts und ihren Nachkommen heute unter anderem auch die Familie
Potter, denen dieses Land schon seit etlichen Generationen gehörte.
Voller Ungeduld warteten die Zwillinge darauf von ihren Ponys gehoben zu werden.
Liam erbarmte sich lächelnd und hob einen nach dem Anderen herunter, worauf sie
sofort zum Strand hinunter liefen, um zum Wasser zu gelangen.
Claire indessen breitete die Decke aus und fing an den Korb auszuräumen.
Liam befreite die Ponys von Zaumzeug und Decke und ließ sie sich am Wasser und
der Wiese austoben.
Da es magisch gezüchtete Ponys waren, brauchte er keine Angst davor zu haben das
sie davon laufen würden.

Jungs kommt essen, danach können wir mit dem Boot ein wenig auf dem See herum
fahren“, rief Essen.
„Au ja Oma , Opa Bod fad mi un Heny“, jubelte Harry.
„Aber erst wollen wir etwas essen und trinken“, lächelte Liam.
„Oma da Fis in See, Ry gesed“, kam es stolz von Henry als er zurück zu seinen
Großeltern rannte.
„I au will Fis sed“, schmollte Harry und wollte gerade wieder von der Decke
aufstehen, auf die sein Opa ihn erst gesetzt hatte.
„Warte mein kleiner Spatz, erst wollen wir essen, danach kannst du vom Boot aus
ganz viele Fische sehen“, versprach er.
Der Kleine legte seinen Kopf schief und schaute seinen Opa fragend an.
„Versprochen Harry, du wirst deine Fische noch zu sehen bekommen.“
„Dan is dud all est dann Fis sed“, strahlte der Jüngste.
Claire hatten den Zwillingen schon eine Schüssel mit Obstsalat und Joghurtsoße
bereit gestellt, welche sie nun eifrig aßen.
Dann bekam jeder noch ein Stück Himbeerkuchen, dazu noch einen Becher O – Saft.
Als sie alle satt waren packten Liam und Claire die Sachen wieder zurück in ihren
Korb, danach verfrachtete Liam die Jungen und seine Frau ins Boot.
„Da all Fis in See“, riefen die Kleinen immer und immer wieder, was ihre Großeltern
zum Lachen brachte.

Die Heimreise war eine ruhige Sache, da die Jungs auf den Pferderücken lagen und
tief und fest schliefen. Vom Stall aus teleportierten sie zurück nach Hause. Die
Zwillinge wurden kurz abgewaschen und in Schlafanzüge gesteckt, dann in ihre
Betten gelegt, wobei sie nicht einmal wach wurden.
„Schau dir die Beiden an, wie zwei kleine Engel“, seufzte Claire und strich den
beiden über die Wangen.
„Ja du hast recht Liebes, das sind sie auch. Komm, lass uns noch eine Weile auf die
Terrasse gehen, es ist noch schön warm draußen, wer weiß wie lange noch.“
„Dann lass uns gehen ...„
Hell leuchteten die Sterne an diesem Abend und tauchten die Ländereien in ein
sanftes Licht. So saßen sie noch eine gute Stunde bei einem Glas Elfenwein
zusammen, bevor auch sie den Weg in ihr Schlafzimmer fanden.




***
Oma, Opa ..., Nuffel, Isa, Ina, Pet, Su un Emu nid da“, heulte ein total zerzauster
Harry.
Liam und Claire standen senkrecht im Bett als sie das weinen ihres jüngsten Enkels
hörten. Schnell hatte Claire ihren Morgenmantel über gezogen und war in das
Zimmer der Zwillinge gerannt. Hinter ihr war Liam angekommen.

„Nicht doch weinen mein Schatz, es ist doch noch so früh am Morgen. Sirius und die
anderen kommen erst in einer Stunde zum Frühstück zu uns und danach wollen wir
alle zusammen einkaufen gehen.“
„Elig tomms to mi un Heny, all lieb“, schniefte er.
„Ganz ehrlich mein Kleiner und sie haben euch alle Beide lieb“, lächelte sie und
wiegte ihn auf ihrem Schoss.
Liam hatte sich Henry zu sich genommen, der gar nicht wusste was los war, sich aber
eng an seinen Großvater schmiegte.
„Was haltet ihr davon, wenn wir euch jetzt waschen und anziehen würden, danach
könnt ihr noch eine halbe Stunde draußen im Garten spielen bis die anderen zum
Frühstück kommen“, fragte sie.
„Ok“, kam es leise von dem Jüngsten.
„Na dann los“, sprach Liam und schon brachten sie die Jungs ins Badezimmer.
„Geschwind waren die Zwillinge fertig gewaschen und angezogen und warteten auf
die Großeltern, welche kurz danach ebenfalls fertig waren und mit ihnen in den
Garten auf den Spielplatz gingen.
Doch sie mussten nicht allzu lange warten da kamen auch schon die lang ersehnten
Besucher zu ihnen.

Harry der gerade wild schaukelnd zu den Erwachsenen sah rief ein: „Nuffel du da“,
und ließ die Schaukel los.
Was seinen Großeltern einen mittelschweren Herzinfarkt bescherte und die Besucher
erstarren ließ.
Strahlend und mit ausgebreiteten Armen flog er genau seinem Patenonkel in die
Arme. Der ihn nach dieser Schreckenssekunde reflexartig auffing beide Arme um den
Kleinen Körper legte und ihn fassungslos anstarrte.
Den Schock welchen er gerade den Erwachsenen beschert hatte, nicht bewusst, lachte
er herzlich.
„Nuffel du bit tommt, mi un Heny lieb“, strahlte er und gab seinem Paten einen
feuchten Kuss auf die Wange.
Endlich hatten sie sich alle wieder gefangen und Sirius seine Stimme wieder
gefunden.
„Was glaubst du denn Krümmel, das haben wir euch doch versprochen und natürlich
haben wir euch lieb.“
Dat dut, we au all lieb“, sprach er mit leisem Stimmchen.
Sein Blick wanderte zu Liam der ihm andeutete später darüber zu reden.
So wurden die Zwillinge von allen geknuddelt und begrüßt dann machten sie sich auf
zum Frühstück im kleinen Salon.

Sirius beugte sich zu Liam herüber und sie redeten leise miteinander.
„Was gedenkst du wegen seines kleinen Magieausbruches heute Morgen zu tun
Liam?“
„Nun ich denke, ich werde im Moment nichts dagegen tun, er kann es nicht steuern
und hoffe dass es wenn er älter wird nicht wieder vorkommt. Das haben wir damals
bei James und Janina auch getan, einfach nicht ansprechen, dann kann es sein das sie
es vergessen. Obwohl ich sagen muss das ich trotz allem fast einen Herzstillstand
bekommen habe“, schmunzelte er.
„Da warst du nicht der Einzige, auch uns ist es für ein paar Sekunden ganz mulmig
geworden,“
„Dafür hast du aber sehr gut reagiert“, grinste Liam.
„Mag sein, liegt wohl an unserem Aurorentraining“, feixte er.
„Siehst du ich habe dir schon immer gesagt, dass es nicht unnütz ist es zu lernen.“
„Ja, ja ich sag ja nichts mehr dagegen. Aber sag mal, was hatte Harry heute Morgen,
dachte er wir würden nicht kommen weil wir ihn nicht mehr Lieb hätten?“, fragte er
leise und blickte immer wieder auf den Jüngsten, der selig sein Müsli aß.
„So etwas in der Art denke ich auch, als er heute früh aufgewacht ist, hat er bitterlich
geweint. Er dachte wohl ihr kommt nicht mehr und habt ihn nicht lieb. Frag mich
nicht, ich weiß auch nicht wieso er dies dachte. Trotzdem bin ich froh wenn Morgen
Lily und James wieder kommen, dann sieht er, das wir auch ab und zu weg gehen
müssen, obwohl wir ihn Lieb haben und irgendwann wird er es auch verstehen.“
„Das denke ich auch, er ist halt noch so klein, aber Lily und James haben es auch
gebraucht, mal ein wenig Zeit für sich alleine zu haben. Ich denke auch sie vermissen
ihre Zwillinge sehr und sind überglücklich sie Morgen wieder in die Arme schließen
zu können“, lächelte Sirius.
„Ja das denke ich auch“, schmunzelte Liam.

Es war kurz nach Zehn als sie gemeinsam in die Winkelgasse teleportierten.
Doch kaum waren sie in der Winkelgasse angekommen, hörte man Henry sagen:
„Remu auf, bitte“, er streckte ängstlich schauend Remus an und seine Ärmchen
entgegen und ließ sich auf den Arm heben.
Harry dagegen tapste stolz an der Hand seines Patenonkel weiter, erst als sie den
Süßigkeiten Laden erreicht hatten, ließ er sich von Sirius auf den Arm nehmen.
Dort durften sich die Kleinen eine Tüte voll aussuchen, wobei ihnen Sirius und
Remus tatkräftig halfen. Mit Berti Botts Bohnen, Zuckermäusen, Schokofröschen,
Bunte Zauberkugeln, Schoko-Pfefferminz Federkielen, bunten Zuckerstangen und
einen kleinen Beutel verschiedene Bonbons hatten sie ihre Tüten schnell gefüllt und
trugen diese stolz zur Kasse. Sirius und Remus hatten den Kleinen je eine Galleone
gegeben, womit sie nun zum Tresen gingen, um ihre Beute zu bezahlen.

„Bitte det mi un Heny“, sagte Harry als beide das Geld auf den Tresen ablegten.
Der Besitzer schmunzelte breit: „Ihr seit aber zwei ganz Liebe, danke schön die
Jungen Herren“, rechnete die beiden ab, legte das Restgeld in die Kleinen Händchen
und schenkte ihnen noch eine extra große Regenbogenfarbige Zuckerstange.
Dafür erhielt er von den Knaben ein umwerfendes Lächeln als Dank.
Was ihn und die umstehenden Kunden in ihren Bann zog und man hörte: „Bei Merlin
sind die Zwillinge süß ..., ... Himmel lasst die Beiden mal etwas älter werden, dann
fallen die Mädchen und Jungen reihenweise um, oder ... och sind die knuffig, die
würde ich sofort adoptieren.“

Sirius und Remus grinsten sich wie ein Honigkuchenpferd breit an, verabschiedeten
sich höflich und verließen mit den Jungen auf dem Arm den Laden. Draußen warteten
die Großeltern der Kleinen und schon ging es weiter. Überall in der Winkelgasse
trafen sie Leute die sie kannten, begrüßten sich freundlich, oder unterhielten sich ein
wenig.


***

Dieses Kapitel wurde am 04.06.2015 um 22:41 Uhr bearbeitet.


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