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Harry Potter und die Saat des Bösen Saga 1

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Autor Balu2008
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Eine besondere Nacht

Kapitel 39


Eine besondere Nacht


Er blickte in die Ferne über die Weite der Ländereien hinweg, aber er sah sie nicht
wirklich. Es war Vollmond und vielleicht lag es ja auch daran, dass sein Jüngster
heute einen noch schlimmeren Tag erleben musste, als sein Bruder, das James so
niedergeschlagen war.
Schließlich war er trotz seines festen Willens ziemlich sensibel für andere Reize.
Sein Herz klopfte so fest in seiner Brust, jedes Mal, wenn er in diese traurigen Augen
sah, fraß sich der Stachel seiner Verzweiflung nur weiter in ihn hinein.
Es schmerzte ihn, nichts tun zu können, um ihm den Schock des Erlebten, seine
Angst und seine Albträume zu nehmen. Er war schließlich sein Vater und seine
Hilflosigkeit und der Gedanke daran, zeigten ihm seine eigene Schwäche. Aber er
durfte nicht schwach sein, musste doch stark sein gerade jetzt für Harry und seine
Familie. Doch was er auch versuchte, was er auch tat da war jetzt ein Kloß in seinem
Hals und er konnte ein Zittern nicht verhindern. Seine Augen brannten, er versuchte
mit aller Gewalt seine Tränen zurück zu halten und den Schmerz in sich zu
ignorieren.
Als ihn weiche Arme sanft um die Taille umfassten, schrak er auf, wischte sich
schnell über sein Gesicht.
Er wusste, dass er es sich hätte sparen können, denn ihr konnte er noch nie etwas vor
machen und das wollte er auch nicht. Sie hatte genau wie Harry, diese wundervolle
Gabe immer genau zu wissen, wann es ihm schlecht ging und er sie brauchte.
Ein tiefer Seufzer entrann seiner Kehle, als er den Kampf gegen sich selbst schon
längst verloren hatte und seine Tränen ihren Weg hinaus fanden.

„Jamie Liebster, du bist doch auch nur ein Mensch und du tust doch schon alles was
du kannst für uns. Keiner könnte mehr für uns tun als du", sagte Lily leise und
schmiegte sich eng an ihn. Seine Knie hätten nachgegeben, wenn Lily ihn nicht schon
längst mit sich auf das Bett gezogen hätte.
„Quäle dich doch nicht mit Selbstvorwürfen, es war nicht deine Schuld, niemand hat
ahnen können, dass ein Maulwurf im Ministerium arbeitet und sie so dort jederzeit
einbrechen können würden. Sonst hätte er nie an die Unterlagen von unserem Zu
Hause kommen können.“
Er schluchzte auf und sprach mit zittriger Stimme: „Aber ich war nicht hier und
konnte euch davor beschützen. Wenn ihr ...
Wenn er euch" ... er konnte, nicht weiter reden, und schluchzte erneut auf.
„Bitte Jamie, sage das nicht, denke noch nicht einmal daran, denn wir leben und nur
das zählt. Du bist der beste Ehemann und Vater, den man sich nur wünschen kann und
wir lieben dich mit jeder Faser unserer Herzen. Es gibt nichts, was du noch besser
machen kannst. Ich weiß du hast sehr große Angst um uns, so wie wir um dich, aber
wir wissen jetzt was er vorhat. Wir haben unsere ganze Familie und viele Freunde an
unserer Seite, wir sind nicht mehr allein. Sie alle wissen auf was sie sich eingelassen
haben und jeder würde sein Leben für den anderen hergeben wenn es sein müsste.“
Sie hatte ihn fest in ihre Arme gezogen und ihren Kopf an seine Schulter gelegt.
Was niemand sah, war das ein großer schwarzer Hund, eine Ratte und ein Wolf die
eng aneinander gekuschelt unten auf der Wiese lagen. Der Wolf und der Hund jaulten
leise und die Ratte hatte sich im dichten Fell des Hundes vergraben und quiekte.
Plötzlich erhoben sie sich und rannten wimmernd davon.
Lily brachte ihn dazu seine trüben Gedanken zu vergessen, und sich wieder besser zu
fühlen. Sie allein brachte sein Herz zum Jagen und nur bei ihr konnte er sich fallen
lassen. Sie war der Grund dafür, dass er atmete, jeden Morgen aufstand und egal was
passierte, immer weiter kämpfte.
James seufzte noch einmal.
„Ach Liebes du hast ja recht, was würde ich bloß ohne dich tun? Ich liebe dich so
sehr, dass ich es gar nicht in Worte fassen kann“, sagte James liebevoll und verlor
sich in ihren wunderbaren Augen.
„Ich liebe dich auch mehr, als alles andere“, hauchte sie ihm zu und sie verbanden
sich zu einem leidenschaftlichen Kuss, der ziemlich schnell ausartete.


***


„Ich muss unbedingt etwas trinken, obwohl ich bezweifle, dass es viel helfen wird,
möchtest du auch etwas Liebes?“
„Nur ein wenig Schlaf“, sagte sie leise und lächelte ihn mit halb offenen Augen müde
an. Er beugte sich zu ihr und hauchte ihr einen sachten Kuss auf die Stirn.
„Schlaf gut Liebes", flüsterte er und schenkte ihr noch einen zärtlichen Blick, bevor
er pfeifend in die Küche hinunter ging.
„Mist aber auch“, schimpfte er in Gedanken, „na ja wenigstens kann ich noch normal
pfeifen“, dachte er grinsend und betrat die Küche.

Dort traf er auf einen noch breiter grinsenden Sirius, der vor einem vollen Glas
Feuerwhisky saß.
„Na Krönchen auch noch wach?“, feixte er.
Er musste sich ein Lachen verbeißen, als er James so verstrubbelt und abgekämpft
sah.
„Hm“, machte er nur. „Was haste so gemacht siehst müde aus?“, fragte sein Freund
mit unschuldiger Mine.
„Äähh nix bestimmtes“, krächzte James.
„Dumm gelaufen würde ich sagen“, ließ er nun die Bombe platzen.
Ihr solltet das nächste Mal nicht wieder vergessen den Stillzauber auf eurer Zimmer
zu legen“, konnte er sich nicht zurückhalten zu sagen.
James sah seinen Freund groß an, als er die Farbe spürte, die ihm ins Gesicht stieg,
ließ er fast seinen ganzen Kopf im Kühlschrank verschwinden. Suchte länger, als
nötig, ein wenig darin herum und kam nach einer Weile mit einem Krug Kürbissaft
wieder zum Vorschein. Er goss sich ein Glas ein und trank es in einem Zug leer.
„Der Kühlschrank ist einfach zu voll da findet man nix mehr drinnen“, sagte Sirius
lauthals lachend.
„Armleuchter ...
Woher weißt du, dass wir den ...?, oh vergiss es“, krächzte James mit roten Wangen.
Er musste missmutig feststellen, dass seine Heiserkeit immer schlimmer wurde.
Sirius Grinsen wurde noch breiter und so als hätte er James Einwand nicht gehört
redete er munter weiter: „Weil wir Vollmond haben und wir drei draußen über die
Wiesen gelaufen sind und da hat man euch reden gehört und ich habe gedacht ihr habt
es nur vergessen und habe ihn nachträglich daraufgelegt.“
James musste nun doch grinsen, immer konnte er sich auf Siri verlassen.
Das wäre ja mehr als peinlich gewesen, da sie hier in seinem Elternhaus waren und
noch einige andere Leute hier schliefen.
„Wo ist Moony und Wormy?“, fragte er um von dem Thema abzulenken.
„Peter ist im Bett und unser Moony hat es sich im Keller in seinem Raum bequem
gemacht, die Beiden waren nicht ganz so gut drauf heute Abend.“
„Wer ist das schon“, seufzte James traurig.
„Aber was hast du mit deiner Stimme gemacht?“, fragte er nun unglaublich neugierig.
„Keine Ahnung war auf einmal so“, Sirius grinste dreckig.
„Das ist mir nur einmal passiert, weißt du noch, James? Ende der Fünften!“
„Hä?“, machte er nur und wusste wirklich nicht, auf was er hinaus wollte.
„Na ja damals war ich doch mit einer aus Hogsmeade zusammen und mit der habe
ich dann eine Nacht verbracht. Damals haben wir Kamasutra gemacht und da war ich
doch auch über 14 Tage lang total heiser“, sagte Sirius in Erinnerungen schwelgend.
„Vierzehn Tage!“, fiepte James. „Wie soll ich das denn erklären, dass geht doch so
nie als normale Erkältungserkrankung durch.“
Er sah furchtbar geplättet und elend aus.
„Ihr habt so richtig Kamasutra gemacht, wie denn?“, wollte er jetzt unbedingt wissen
und grinste dreckig.
„Was glaubst du denn Tatze? Es gibt Bücher für so etwas“, krächzte James gefrustet.
„Du hast ein Buch? Musste mir unbedingt mal zeigen.“
„Ich habe nicht gesagt, dass ich ein Buch habe, da musst du schon Lily fragen, woher
sie so etwas weiß.“
„LILY?“
„Ja Lily, sie ist hier unsere Lesemaus. Jetzt geh mir nicht auf den Keks und gib mir
mal ne Zigarette, ich muss unbedingt eine rauchen gehen“, sagte er.
Sirius schenkte noch ein zweites Glas Feuerwhisky ein und nahm die Gläser in die
Hände.
„Warte ich komm mit“, rief er ihm nach und kam hinterher.
Er zauberte sich seine Kleider an und sie gingen nach draußen, setzten sich auf die
Bank vor dem Haus und steckten sich eine Zigarette an. Er gab James das Glas mit
den Worten, „hier, vielleicht hilft das gegen deine Heiserkeit.“
„Danke dir mein Freund.
„Warum bist du noch nicht in deinem Bett?“
„Ich konnte nicht einschlafen, es ist so einsam im Bett, wenn Isa nicht da ist.“
„Das kann ich nachvollziehen“, grinste James schadenfroh.

„James – Michael Potter, was glaubst du, was du da tust?“, fragte Lily vom
Schlafzimmerfenster herunter.
„Ich schnappe nur ein wenig frische Luft, Liebes,“ sagte er todernst aber mit einer
Grabesstimme, was ja im Moment kein Wunder war.
„Du bist alt genug und musst wissen, was du machst“, sagte Lily angewidert.
Er hörte den Vorwurf in ihrer Stimme und seufzte nur leise. War aber auch froh, dass
sie so ruhig geblieben war.
„Da hast du aber mal Schwein gehabt Krone“, sagte Siri so leise wie möglich.
„Das habe ich gehört, Sirius – Orion – Black, das hat nichts mit Schwein haben zu
tun. Du bist genau so schlimm wie James. Es ist eure Gesundheit und nicht meine“,
sagte sie schnaubend und schloss das Fenster.
James grinste ihn von der Seite her an.
„Ich liebe diese einzigartige Frau über alles“, sagte James zärtlich.
„Ja ich weiß, ihr seit auch wie geschaffen füreinander“, sagte Sirius warm.
Ein kurzes Schweigen trat nun ein.

„James?“
„Hm!“
„Wie geht es dir jetzt wirklich?“
„Was meinst du damit?“, fragte er.
„Na ja wegen ..., was du vorhin gesagt hast.“
„Du hast also wieder einmal gelauscht“, stellte James fest.
„Nein nicht wirklich, ich sagte dir doch es ist Vollmond und wir waren draußen.
Schließlich hattet ihr das Fenster offen und da habe ich es zufällig mitbekommen.
„Ja ok, ich habe es verstanden“, sagte James abwehrend.
„Außerdem sind wir Brüder und beste Freunde. Es ist auch mir nicht egal, wie es dir
geht und was du im Moment erdulden musst.“
„Entschuldige Tatze, mein Freund, das ist mir bewusst und es bedeutet mir alles, dich
an meiner Seite zu wissen. Aber ich bin so zornig auf den feigen Anschlag auf Lily
und zwei unschuldiges Kleinkinder, dass ich sie nicht verteidigen konnte.
Die Hilflosigkeit, dass ich ihnen nicht helfen konnte, als sie mich am dringendsten
gebraucht hätten. Wenn Harry mich ansieht, zerreißt es mich jedes Mal aufs Neue, ich
sehe den Schock, die Angst und den Schmerz in seinen Augen.
Nichts kann ich tun, um ihm das wieder zu nehmen, ich stehe einfach nur dabei und
muss zusehen, wie er sich damit quält. Höre jede Nacht seine Schreie, wenn er immer
und immer wieder in seinen Albträumen gefangen ist. Suche das Leuchten in seinen
Augen, das glückliche Funkeln, das mir sagt, dass er glücklich ist, aber ich finde es
einfach nicht mehr, weil es erloschen ist.
Ich vermisse sein „Daddy flieg mir“, ich möchte seine Stimme wieder hören.
Doch egal was ich tue und egal wie oft ich ihn ansehe, er redet nicht mehr.
Warum musste er es sein und nicht ich? Verdammt Sirius, ich würde sofort sterben für
ihn, wenn ich wüsste, dass dann alles wieder gut wäre. Das macht mich so fertig, weil
ich nicht weiß, wie ich ihm helfen kann“, sagte James und schluchzte auf.
Seine Stimme war zu einem krächzenden Flüstern geworden und er ließ einfach nur
noch den Kopf hängen.
„Komm schon Jamie, das tust du doch, glaub mir, du hilfst ihm mehr als du ahnst.
Gib ihm Zeit und tue das, was du immer tust, sei für ihn da und du wirst sehen, er
wird wieder ganz gesund werden. Ich weiß ja auch nicht, wie so etwas sein kann aber
Harry scheint einen sechsten Sinn zu haben. Wie ich das sehe, ist er nicht nur des
Sehens fähig, sondern hat auch ein besonderes Gespür, und versucht mit seinen
Mitteln zu helfen. Vielleicht wird einmal der Tag kommen an dem du dir wünschst,
dass er ein klein wenig anders wäre“, sagte er lächelnd.
James sah ihn betrübt an, in seinen feuchten Augen brach sich der Mond und ließ sie
funkeln.
Sirius hielt seinen Blick und ein Stich, der ihm ins Herz fuhr, ließ ihn seufzen. Es tat
ihm genau so weh ihn so zu sehen, wie es ihm bei Harry erging. Die Erkenntnis
nichts für die beiden tun zu können, machte ihn verrückt. So legte er einfach seine
Arme um seinen Brustkorb und zog ihn gegen seine Brust.
„Kopf hoch Krone!, solange es eine Hoffnung gibt, werden wir daran festhalten.
Und mal ehrlich, ich weiß ganz genau das ein Harry – James – Potter niemals aufgibt.
Irgendwann wird er ihnen allen in den Hintern treten und sie dahin schicken, wo sie
hingehören. Denn Harry ist der Sohn von euch beiden und in ihm sind all eure
Eigenschaften vereint. Er hat jetzt schon den Mut und die Willensstärke seines Vaters
und die Liebe und das Gespür seiner Mutter. Du glaubst doch nicht wirklich das ein
Mensch mit diesen Fähigkeiten sich von etwas unterwerfen lässt. Denn seine größte
Stärke ist seine Liebe. Für die Menschen, die er liebt und für die Menschen, welche
hilflos sind, da zu sein. Er bringt die Hoffnung in die Herzen zurück und lässt ein
Licht leuchten in der Dunkelheit. Wenn er vorübergeht, lässt er eine Wärme zurück
die einem direkt ins Herz geht. Er hat diese Gabe einen alles Böse vergessen zu
lassen und er nimmt uns die Schmerzen, die tief in unserer Seele sind“, sagte er
gefühlvoll.
„Ich weiß es ja selbst, dass er etwas ganz Besonderes ist. Damit meine ich nicht nur
seine Augen, sondern ihn selbst. Alles, was ihn umgibt, diese Aura und was man
fühlt, wenn man mit ihm zusammen ist. Wenn er sich nur helfen könnte", sagte er
seufzend.
Kurz schwieg er und nippte an seinem Glas, stellte es auf der Fensterbank ab und
lehnte seinen Kopf an Sirius Schulter. Sein Blick war auf die abertausende Sterne
gerichtet, die über ihnen am Himmel standen.
„So viele Sterne über uns und jeder versucht den anderen zu überstrahlen doch nur
ein einziger ist in der Lage dazu.“
„Ich weiß der Polarstern, jeder kennt ihn und auch er ist etwas ganz Besonderes.
Harry und er haben einiges gemeinsam. Beide leuchten für uns und zeugen von
Frieden und Hoffnung. Einer hoch am Himmel und der andere hier auf der Erde.
Denn genau, wie seine Eltern und sein Pate, wird Harry sich nicht so leicht klein
kriegen lassen und er wird den richtigen Weg gehen“, sagte Sirius leise.
„Du redest von ihm, wie von einem Sohn“, sagte James schmunzelnd.
„Na ihr habt mich schließlich zu seinem Paten gemacht und ich fühle mich halt, wie
sein zweiter Vater. Daher werde ich ihm schon alles beibringen, was er wissen muss“,
sagte Sirius mit einem listigen Funkeln in den Augen.
„Ich dachte eher, dass du dadurch vielleicht ein wenig erwachsener werden würdest“,
sagte James lachend.
„Vergiss es Krönchen, das kannst du dir voll und ganz abschminken, solange ich es
verhindern kann wird es nie im Leben passieren, “
„Das befürchte ich jetzt auch“, prustete James, stupste ihm freundschaftlich in die
Seite und grinste breit. Worauf Sirius sich verwandelte und seinem Freund eine
liebevolle Gesichtswäsche verpasste, bevor er über die Ländereien davonjagte.
Hirsch James sofort hinterher und sie lieferten sich eine ausgelassene
Verfolgungsjagd, die in einer wilden Balgerei in ihrer menschlichen Gestalt
fortgeführt wurde ...
Eine halbe Stunde später gingen die Beiden ziemlich zersaust aussehend Arm in Arm
zurück ins Haus.


***

Dieses Kapitel wurde am 15.01.2016 um 21:52 Uhr bearbeitet.


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