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Harry Potter und die Saat des Bösen Saga 1

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Autor Balu2008
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Die Sehung Part 2 – Von schlimmen Visionen und einem Nervenzusammenbruch

Kapitel 66


Die Sehung
Part 2 – Von schlimmen Visionen und einem Nervenzusammenbruch

~Zeitsprung Harry`s Vision 20 Dezember 1993~

Harry und die anderen Gryffindors seines Jahrgangs hatten gerade ihren Unterricht in
Geschichte der Zauberei beendet, nun waren sie auf dem Weg zum Mittagessen in die
große Halle.
In drei Tagen würde der heiß ersehnte Weihnachtsball steigen und der Unterricht
schon nach der vierten Stunde enden. Danach waren die lang ersehnten
Weihnachtsferien angesagt und sie alle würden nach Hause fahren.
Laut schnatternd und vor spannende Erwartungen auf ihren ersten Ball waren alle
ziemlich aufgeregt.
Es gab nur noch ein Thema bei den Mädchen: Was ziehe ich an ...
Die Jungs grinsten sich nur verstohlen an und ließen sie gewähren, denn solche
Probleme kannten Jungs doch nicht ..., „ODER ...?“
Alle waren ausgelassen und guter Dinge, nur Harry schien in seiner eigenen
Gedankenwelt gefangen. Er lächelte zwar ab und zu doch Henry und seine engsten
Freunde sahen ihm genau an das es mehr als aufgesetzt war.
Die Weasley Zwillinge Fred und George kamen ihnen gerade entgegen legten ihm
und Henry verstohlen grinsend den Arm um die Schulter.
Sie zogen sie von der Gruppe weg in den nächsten versteckten Gang.
„Geht ruhig schon vor wir kommen später nach“, riefen die Potter Zwilling ihren
Freunden noch zu.
„OK, aber beeilt euch, wir treffen uns in der großen Halle und halten euch Plätze
frei“, rief Ron zurück.
Schon waren die Freunde um die nächste Ecke verschwunden.
„Hört mal ihr beiden ..., wir könnten am Donnerstagabend kurz vor dem Ball eure
Hilfe gebrauchen“, sagten sie abwechselnd.
„Wir bräuchten ein kleines Ablenkungsmanöver!
Wie sieht es aus seit ihr dabei?“, fragte George und sein Grinsen war noch breiter
geworden.
“In Ordnung“, sagte Harry.
„Was sollen wir tun?“, fragte er und grinste listig.
In diesem Moment sah Henry das erste Mal nach all den langen Monaten in Harrys
Augen ein kleines Funkeln.
**
Seit dem unheiligen Tag am Mittag des 15.04.1993.
An dem ihre kleine Schwester Nathalie sie für immer verlassen hatte waren seine
Augen und sein Blick leer gewesen.
Nathalie war seit ihrer Geburt an einer Muggelerkrankung erkrankt, die sich
Autoimmunerkrankung nannte.
Bei der der Körper sich selbst angriff.
Da sie sehr schwer oder meist nicht wirklich erkannt werden konnte endete sie meist
tödlich.
Die Zauberheiler erkannten dies leider erst als es für sie keine Rettung mehr gab ...
**
„Wir dachten du könntest dir mit Travers einen kleinen Kampf liefern.
Mitten in der großen Halle versteht sich“, sagte Fred selig.
„Nur würden wir da auch kurz deinen Tarnumhang brauchen.“
„Ok ..., ich weiß auch schon wie ich ihn dazu bekomme sich mit mir zu prügeln.
Mit dem Tarnumhang das geht klar ich gebe ihn euch, kommt einfach in unseren
Schlafsaal. Aber ihr müsstet aufpassen weil Dad und Sirius auch da sein werden.
Ich habe da schon lange meine Befürchtung, dass Sie und Dumbledore euch trotzdem
aufspüren können.“
„Da brauchst du dir keinen Kopf drum zu machen das werden sie schon nicht“,
sagten die Zwillinge lachend.
„Mum wird dich zum Flubberwurm machen wenn du dich prügelst“, warf sein
Bruder ein. „Was Dad mit dir macht wenn er spitz bekommt dass du seinen
Tarnumhang an dich genommen hast möchte ich erst gar nicht wissen ...“
„Sie ..., er ..., haben im Augenblick ganz andere Probleme“, sagte er leise und wurde
sofort wieder an seinen unendlichen Verlust und Schmerz erinnert.
Schluckte den Kloß in seinem Hals jedoch tapfer hinunter und blinzelte die
aufkommenden Tränen nieder. Dann hatte er sich soweit wieder unter Kontrolle und
zeigte sein aufgesetztes Lächeln.
„Cool Harry wir wussten auf euch würde verlass sein.
Mit wem geht ihr beiden eigentlich auf den Ball“, wollten sie noch von Harry und
Henry wissen.
„Henry geht mit Amanda Miller aus Ravenclaw und ich gehe mit Kim aus unserem
Haus“, sagte er nun lächelnd.
„Die Weasley Zwillinge grinsten ihn an.
„Aha läuft da etwa etwas zwischen euch beiden?“
Harry wurde nun erst richtig rot und scharrte verlegen mit dem Fuß auf dem Boden.
„Wir sind nur gute Freunde mehr nicht. Ich weiß auch nicht aber ich glaube ich
mache mir nicht wirklich viel aus Mädchen“, nuschelte er unsicher.
„Aber bitte ..., das bleibt unter uns das müsst ihr versprechen.
„Na logo, du kennst uns doch“, erwiderten sie synchron.
„Was solls, du wirst auch noch deinen passenden Gefährten finden.
Doch solange gebe ich dir den guten Rat nimm mit was du bekommen kannst“, sagte
Fred grinsend.
„Ich werde es mir merken“, grinste der Dunkelhaarige sichtbar erleichtert zurück.
„Also dann danke noch mal ihr beiden wir sehen uns dann später im Gryffindorturm.“
Sie klopften Harry aufmunternd auf die Schulter und schon waren sie aus dem Gang
verschwunden.
Harry wollte gerade den beiden folgen da legte Henry ihm seine Hand auf die
Schulter.
„Harry warte mal kurz ich möchte mir dir reden!“, sagte er leise, seine
haselnussbraunen Augen lagen mit sorgenvollem Blick in den Smaragdgrünen von
Harry welche nur noch stumpf und leer wirkten.
Henry wusste dass Harry schon seit vielen Monaten eine Maske mit sich trug und
eine Illusion auf sich liegen hatte die er nur ab und zu wenn sie alleine waren fallen
ließ.
Harry drehte sich langsam ganz zu seinem Bruder um und sah ihn fragend an.
„Was ist los mit dir in den letzten Monaten du träumst wieder ziemlich viel.
Läufst mit einem Gesicht herum als würde dir Merlin - weiß – was im Magen liegen.
„Ich kann einfach keinen klaren Gedanken mehr fassen und Mum ist schon total
sauer auf mich, weil ich in Zaubertränke und in den anderen Fächern so abgebaut
habe. Dann kommen noch diese andauernden Kopfschmerzen und die schrecklichen
Visionen dazu.
Ich bin noch nicht mal in der Lage Okklumentik einzusetzen weil ich einfach nichts
aus meinem Kopf heraus bekomme. Ich kann es im Moment niemand recht machen
und am wenigstens kann ich mir selbst helfen.
Das Schlimmste ist, ich habe Mum und Dad enttäuscht weil ich nicht das erfüllen
kann was sie sich wünschen. Ich bin nicht der für den mich alle halten.
Ich habe keine Superkräfte wie alle denken und mit denen ich Voldemort besiegen
konnte. Ich kann mich ja noch nicht einmal mehr daran erinnern was damals wirklich
geschehen ist.
Ich bin eine Schande für unseren guten Namen, denn Harry - James Potter ist ein
elender Feigling geworden.
Der sprechende Hut hatte recht denn ich bin doch mehr ein Slytherin.
Er hätte nicht auf mich hören sollen als ich sagte ich will nach Gryffindor.
Ich kann das einfach alles nicht mehr ertragen“, hörte sein Bruder ihn noch
schluchzend sagen.
Dann rutschte er einfach an der Wand hinunter und blieb mit dem Gesicht auf seinen
angezogenen Knien schluchzend sitzen.
Henry war ziemlich blass geworden und stand nur ratlos neben ihm, ihr Gespräch war
total aus dem Ruder gelaufen.
So zerstört hatte er ihn seit der Beerdigung von Nathalie nicht mehr gesehen.
Was sollte er nun machen er konnte ihn doch nicht so alleine lassen.
Also setzte er sich neben ihn und legte seinen Arm um seine Schulter.
Harry hatte nie mit ihm über die Auswahl gesprochen.
So wusste er nicht, dass der sprechende Hut ihn nach Slytherin hatte stecken wollen.
„Harry du weißt dass das nicht wahr ist.
Unsere Eltern sind stolz auf dich und es ist normal das du Angst hast.
Die hätte wohl jeder in deiner Situation, du wirst mit Dingen konfrontiert die dir
Angst machen. Du hast Sehungen aus einer Vergangenheit und Zukunft, die dir fremd
sind. Du weißt nicht mit wem Du darüber sprechen kannst weil Mum und Dad dir im
Moment so weit weg erscheinen.
Aber du bist nicht alleine wir alle werden immer hinter dir stehen und dir helfen das
alles zu überstehen.
Außerdem hatte der sprechende Hut recht du bist durch und durch ein Gryffindor.
Denn keiner den ich kenne ist so tapfer und mutig wie du.
Wie konntest du nur annähernd glauben dass du nach Slytherin gehörst?
Das Einzige was den Hut vielleicht dazu brachte einen Moment zu zweifeln ...
Nun du bist auch manchmal unheimlich listig, aber nicht feige.
Du musst mit Dad darüber reden Harry, er wird dich verstehen und dir helfen alles zu
überstehen.“
„Du verstehst das nicht, das kann ich nicht tun“, schluchzte er noch lauter.
„Ich kann ihnen nicht in die Augen sehen ich schäme mich so.
Ich habe sie enttäuscht und das werde ich nie wieder gutmachen können.
Wenn ich in ihre Augen sehe ist da nur dieser Schmerz zu sehen und das tut mir so
weh, ihnen nicht wirklich helfen zu können.
Ich habe es wirklich versucht immer wieder ihnen diesen Schmerz zu nehmen doch
noch nicht mal das konnte ich.
Meine Kräfte reichen einfach nicht aus um sie ganz von diesem Leid zu befreien.
Ich möchte ihnen doch nicht noch mehr Kummer bereiten wenn ich sie mit meinen
Problemen behellige.
Sie haben schon genug mit dem Verlust von Nathalie zu tun, Sie fehlt mir so sehr und
ich kann nicht aufhören an Sie zu denken.
Jedes Mal ist es als würden mich tausend Nadelstiche ins Herz treffen.
Wie gerne würde ich jetzt mit Dad darüber reden aber ich weiß dass es ihn noch tiefer
ziehen würde wieder daran erinnert zu werden, deshalb lasse ich es.
Ja sicher ich vermisse Dad, denn ich fühle dass alles anders geworden ist.
Auch wenn wir zusammen sind kommt es mir doch so vor als wäre er ganz weit fort
von uns. Henry sie haben sich so sehr verändert und ich möchte sie nicht mit meinen
Sorgen belasten. Warum musste das passieren und warum durfte sie nicht
weiterleben? Sie war doch noch so klein, es macht alles keinen Sinn.
Ich möchte meine kleine Schwester zurück und ich möchte meine Eltern wieder
haben und zwar so wie sie vorher waren.
Ist das denn zu viel verlangt und haben wir nicht schon genug gelitten?
Das ist einfach nicht fair Henry und ich werde das niemals verstehen können, niemals
...“, er konnte nicht weiter reden.
Seine Tränen liefen nun unaufhaltsam über sein Gesicht.
Er hatte seinen Kopf an Henry gelegt und hielt ihn so fest dass diesem fast die Luft
ausging. Sein ganzer Körper bebte und er schien mehr als weit weg zu sein.
Das konnte doch alles nicht wahr sein! Wie konnte dieses Gespräch zwischen ihnen
Beiden so aus der Bahn geraten?
Er hatte in einem Heilerbuch gelesen das diese Symptome die sein Bruder nun zeigte
ihn stark an einen Nervenzusammenbruch erinnerten.
Er brauchte Hilfe und zwar sofort und die wollte er auch sofort herbeirufen, denn
nicht umsonst hatten ihre Eltern ihnen Okklumentik und Legilimentik beigebracht.
Er würde nun Regie und seinem Vater sein eben erlebtes mit Harry per
Gedankenübertragung senden.
Er lehnte sich entspannt zurück und konzentrierte sich nur auf die beiden dann
sendete er seine Gedanken aus.
*
BITTE DADDY komm zurück zu uns ..., Reg ich brauche dich.
Harry ist zusammengebrochen er braucht euch jetzt Beide, schnell.“
„Wo seit ihr, Henry?“, hörte er Regulus und James fragen.
„Im Geheimgang im dritten Stock hinter dem blauen Hirtenteppich.“
„Ich bin gleich bei euch“, sagte Reg sofort.
Keine Minute später stand Regulus vor ihm und kniete sich schon neben Harry wo er
ihm sofort einige Heiltränke einflößte.
„James ich bringe ihn sofort in den Krankenflügel er hat einen schweren
Nervenschock, Henry hatte recht es ist ein Nervenzusammenbruch.“
„In Ordnung Regie ich bin gleich dort“, antwortete James.
„Henry mein Sohn ..., ES TUT MIR LEID ...
Geht es dir gut“, fragte sein Vater besorgt.
„Ja Daddy ich bin in Ordnung.“
„Könntest du sofort in Professor Dumbledores Büro gehen, er soll deine Mum
anflohen und sage ihm bitte, was passiert ist? Er kann dann auch eurem Lehrer
Bescheid sagen warum ihr nicht im Nachmittagsunterricht sein werdet. Ach ja und er
soll deine Mum zum Krankenflügel schicken.“
„Ja Dad ich werde sofort alles erledigen.“
"Ach Henry ich komme gleich durch den Kamin des Schulleiterbüros warte dann dort
auf mich.“
„Ja mach ich bis gleich.“
Er unterbrach die Verbindung.
Kurz lehnte er sich mit der Stirn gegen die Kalte Wand und atmete ein paar Mal kurz
durch, dann wischte er sich über die Augen um die verräterischen Tränen weg zu
wischen, trat wieder in den Gang hinaus um zu gehen.
***
Dann machte er sich zum Korridor auf der zum Schulleiterbüro führte.
„Zuckerfederkiel“, rief Henry schon von weitem und sprang schon auf die sich
windende Treppe und rannte weiter nach oben.
Auf der Hälfte der Treppe rief er „Alohomora“, die Tür sprang auf und er rannte ins
Zimmer. Als er auf einen anderen Körper traf, riss es ihn von den Füßen.
Er landete schmerzhaft auf dem Boden und knallte mit dem Kopf gegen den Stuhl vor
dem Schreibtisch.
Verdammt, verdammt, verdammt, das tat Scheiße weh und er konnte die Sterne nicht
daran hindern aufzugehen,
Ihm wurde ungemein schlecht davon. Er mühte sich den Kopf ein wenig zu heben
und sah James blinzelnd an.
„D – d – ad“, er schluckte schwer, „t ... t ... ut m ... ir leid ... “, nuschelte er etwas
weggetreten und verdrehte die Augen.
„Henry! Was ist mir dir?“, kam es sofort besorgniserregend von seinem Vater als er
neben ihm in die Hocke ging. Er strich ihm die Haare aus der Stirn und Henry zuckte
zusammen.
„Arghhh ..., ni – cht bi – t – te“, sagte er mit schmerzverzerrtem und kalkweißem
Gesicht.
Dann kübelte er ohne Vorwarnung seinem Vater vor die Füße bevor es um ihn dunkel
wurde. Doch sein Vater hatte ihn schon auf seinen Armen liegen und war
aufgestanden.
Ein quälender Blick zu Dumbledore, er wollte noch etwas sagen doch er konnte es
nicht.
„Komm James bringen wir ihn in den Krankenflügel, Lily wird bestimmt schon oben
sein. Wir können nachher noch miteinander reden“, ordnete Albus an.
James nickte kurz und ging voran.
Als Albus und James mit Henry auf dem Arm zur Tür des Krankenflügels
hereinkamen, drehten sich Lily, Heilerin Pomfrey und Regie zu ihnen um.
Sie standen am Fenster neben Harrys Bett.
Lily stieß einen spitzen Schrei aus und kam auf ihren Mann zu der gerade Henry in
das Bett neben Harry gelegt hatte.
Albus berichtete ihnen umgehend was sich zugetragen hatte und sie versorgten nun
auch Henry.
Ein wenig später zog James die aufgelöste Lily in seine Arme und setzte sich mit ihr
zwischen die Betten ihrer Zwillinge.
„Wie geht es Harry?“, fragte er leise.
„Er ruft ständig nach dir und Nathalie und schaut die ganze Zeit nur starr an die
Decke. Er weint so sehr und ich kann ihn einfach nicht beruhigen, ich glaube er weiß
gar nicht dass ich da bin.
„Jamie, es ist alles unsere Schuld!“, schluchzte sie und klammerte sich weinend an
ihn ...

Albus sprach ausgiebig mit der Heilerin und musste dann wieder zurück in sein Büro
und Heilerin Pomfrey hatte in ihrem Hinterzimmer zu tun. So blieben Regulus, Lily
und James bei den Zwillingen ...
So saßen sie einfach nur da hingen ihren Gedanken nach und sahen den Jungs beim
Schlafen zu.


***


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